Klage gegen Apple: Spotify springt Epic Games zur Seite

Man kann wahrlich nicht behaupten, dass jenes Geschäftsmodell, auf dem Apples App Store fußt, unumstritten wäre. Mittlerweile vergeht kaum noch ein Tag, an dem sich Apple nicht für die Umsatzbeteiligung an kostenpflichtigen Apps und In-App-Käufen auf der hauseigenen App-Plattform rechtfertigen müsste. Dazu fährt der US-Konzern bisweilen auch schwere Geschütze auf: Zuletzt sollte eine von Cupertino in Auftrag gegebene Studie beweisen, dass eine Beteiligung am Umsatz in Höhe von 30 Prozent durchaus marktüblich ist: So müssten Entwickler, die E-Shops populärer Videospielkonsolen als Vertriebsweg in Anspruch nehmen, gleich hohe Beiträge an die Betreiber dieser Plattformen entrichten. Mit der Entfernung des beliebten Videospiels Fortnite hat sich Apple nun einen erbitterten Gegner dieser Praxis eingehandelt – Entwickler Epic Games reichte Klage gegen Apple bei einem kalifornischen Gericht ein. Das geschieht sehr zum Wohlwollen anderer App-Anbieter: Nun meldet sich Spotify zu Wort.


Apples App-Store-Richtlinien im Kreuzfeuer der Kritik
Nicht nur Epic Games hadert mit den Richtlinien und Auflagen des App Stores. Immer wieder melden Unternehmen Kritik an Apples Geschäftsmodell und werfen dem Unternehmen wettbewerbsverzerrendes Geschäftsgebaren sowie Ungleichbehandlung vor. So wetterte zuletzt Microsoft gegen die Entscheidung Cupertinos, den Spiele-Streamingdienst xCloud des App Stores zu verweisen. Auch der Messenger-Dienst Telegram und der Anbieter von E-Books Kobo stoßen sich an den Reglements und reichten eine Kartellbeschwerde an die EU ein.

Spotify übt scharfe Kritik an Apple
Nun berichtet der US-amerikanische Journalist Peter Kafka in einem Tweet von der Reaktion Spotifys. Diese kritisiert Apples App-Store-Politik hart: Spotify begrüße die Entscheidung von Epic Games, sich gegen Cupertino zu stellen. Das US-Unternehmen habe lange genug seine marktbeherrschende Stellung ausgenutzt und die Konkurrenz sowie Verbraucher benachteiligt. Es handle sich um eine dringende Aufgabe mit weitreichenden Auswirkungen, dafür Sorge zu tragen, dass die iOS-Plattform gerecht funktioniere.

Quelle: Peter Kafka via Twitter

Kommentare

deus-ex14.08.20 14:56
Hausrecht! Wer nicht mitspielen will wird nicht gezwungen reinzukommen.
+4
Bitsurfer14.08.20 15:00
Spotify müssen sich gar nicht beklagen. Man kann das Spotify Abo auf der Spotify Seite machen. Die brauchen den AppStore nur für die Gratisapp.
+9
subjore14.08.20 15:03
Und der Druck nimmt immer weiter ich. Ich denke wir werden innerhalb von 12 Monaten ein paar Änderungen in dem Bereich mitbekommen.
+2
mastercold14.08.20 15:09
Was Apple da macht finde ich vollkommen ok!!

Oder geht es Spotify etwa schlecht?? Anstatt dankbar zu sein das die Apples Plattform benutzen können um richtig Kohle zu machen, beschweren die sich, dass die nicht noch mehr scheffeln können!

Da gebe ich meinen Vorredner vollkommen recht, Hausrecht!!
0
long dong mac
long dong mac14.08.20 15:13
Hausrecht nunjaaa, Apple besitzt den einzigen passenden Schlüssel des iOS-Schlüsselmeisters . Es gibt keine anderen "Häuser" die man betreten könnte, und daher müsste der Zugang m.M.n etwas offener sein.

Das man alle Apps über einen Kamm schert und keine Unterschiede macht, ist natürlich profitabel für Apple, aber fair ist es nicht unbedingt, da App nicht gleich App ist.

Ein weiteres Beispiel: Apple baut sich eigene APIs, die dann kein anderer Hersteller verwenden darf um sich einen Vorteil zu verschaffen. Ist das fair?
Und da gib es sicherlich weitere Punkte wo man sich darüber streiten könnte, ob das nicht den Wettbewerb zugunsten Apples verbiegt.
+3
iEi
iEi14.08.20 15:20
Bin da hin und her.
Apple hat die Plattform aufgebaut und etabliert und hat hier auch Kosten.

Darum finde ich es i.O. wenn Apple dafür eine faire Gebühr verlangt.

Jetzt als Anbieter eine kostenlose App anzubieten und die Abogebühren hinterrücks an Apple vorbei zu kassieren geht nicht.

Ich denke die Frage ist: Was ist fair?
+8
dan@mac
dan@mac14.08.20 15:24
Dass es immer noch diese "Hausrecht" Kommentare gibt. Ist es so schwer mal etwas weiter zu denken, oder wenigstens die Kommentare der anderen Nutzer unter ähnlichen Artikeln zu lesen?
+1
sierkb14.08.20 15:37
… Hausrecht …

Das gibt es nicht unbegrenzt und es ist nicht dazu da, seine Macht und Stellung zum eigenen Vorteil und Nachteil Anderer zu missbrauchen. Es wird durch das Wettbewerbsrecht und Gesetz eingehegt und begrenzt bzw. hat sich im Zweifel (z.B. bei Missbrauch) dem unterzuordnen (und nicht umgekehrt):

Bundeskartellamt: Missbrauchsaufsicht
Das deutsche wie das europäische Kartellrecht verbieten die missbräuchliche Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung.
  • Wann ist ein Unternehmen marktbeherrschend?
  • Was sind missbräuchliche Verhaltensweisen?
  • Beispiele für einen verbotenen Missbrauch
  • Sanktionsmöglichkeiten


Europäische Kommission: Wettbewerb: Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung
+2
Sam2711
Sam271114.08.20 15:42
Auf macOS kann man mittlerweile auch nicht mehr irgendwelche Programme installieren. Diese müssen zertifiziert sein. Hier wird versucht immer mehr die Kunden zum AppStore zu zwingen.
Apple sollte dazu gezwungen werden das jeder Programme auf sein iPhone installieren kann wie er will. Wer möchte kann dann natürlich auch auf den AppStore vertrauen. Das sollte allerdings kein Zwang sein.
λ²
-4
sierkb14.08.20 15:43
long dong mac
Hausrecht nunjaaa, Apple besitzt den einzigen passenden Schlüssel des iOS-Schlüsselmeisters . Es gibt keine anderen "Häuser" die man betreten könnte, und daher müsste der Zugang m.M.n etwas offener sein.

Das man alle Apps über einen Kamm schert und keine Unterschiede macht, ist natürlich profitabel für Apple, aber fair ist es nicht unbedingt, da App nicht gleich App ist.

Ein weiteres Beispiel: Apple baut sich eigene APIs, die dann kein anderer Hersteller verwenden darf um sich einen Vorteil zu verschaffen. Ist das fair?
Und da gib es sicherlich weitere Punkte wo man sich darüber streiten könnte, ob das nicht den Wettbewerb zugunsten Apples verbiegt.

+1

Siehe auch:

heise (12.08.2020): Ad-Tracking: Apple verzichtet auf Opt-in für eigene Werbeplattform
Apps müssen in iOS 14 erst Erlaubnis für Werbe-Tracking einholen, die Branche fürchtet Einbußen. Den hauseigenen Werbedienst nimmt Apple davon offenbar aus.

Golem (11.08.2020): Datenschutz: Privacy-Funktion unter iOS 14 gilt nicht für Apple
Unter iOS 14 müssen Werbenetzwerke in Apps erst vom Nutzer abgesegnet werden - außer es handelt sich um Apples Werbenetzwerk.
Golem, 11.08.2020
Mit dem noch nicht veröffentlichten mobilen Betriebssystem iOS 14 will Apple den Zugriff auf die gerätespezifische Werbe-ID beschränken. Möchte ein Werbenetzwerk auf die Werbe-ID zugreifen, muss dies explizit für jede App über ein Pop-up-Fenster erlaubt werden: ein Opt-in also. Die aus Datenschutzsicht vorbildliche Umsetzung der Einwilligung beansprucht Apple jedoch nicht für sich selbst.

In den iOS-Einstellungen ist laut einem Bericht des Onlinemagazins Forbes unter dem Reiter Privacy das Apple Advertising mit personalisierter Werbung bereits aktiviert und kann nur händisch deaktiviert werden. Im Unterschied zu den anderen Werbenetzwerken gilt für Apple also ein Opt-out. Der Anbieter warnt unter dem Opt-out-Switch, dass das Deaktivieren der personalisierten Werbung Apples Möglichkeit einschränke, für die Person relevante Werbung anzuzeigen. Weniger Werbung werde jedoch so oder so nicht angezeigt.

Apple erhält so einen "bevorzugten Zugang zu den Daten der Benutzer", sagte der Mobile-Experte Eric Seufert Forbes. "Damit sind sie bestens positioniert, beim Ausspielen von Werbung in Apps Marktanteile zu gewinnen." Derzeit dominieren Facebook und Google den Markt, in dem mit Nutzerdaten und Werbung viele Milliarden Dollar umgesetzt werden.

[…]

Forbes (07.08.2020): Apple’s Ad Network Gets ‘Preferential Access To Users’ Data’ vs Facebook, Google, Others
Forbes, 07.08.2020
Is Apple playing fair?

Apple looks to be giving its own ad network a leg up on competitors with customer data that other ad networks can’t access. In iOS 14, Apple Advertising appears to have a separate settings panel with a default-on setting. Other advertisers and ad networks on iOS, however, need to ask permission every single time.

“It’s preferential access to users’ data,” mobile expert Eric Seufert says. “Now they’re best-positioned to gain market share in mobile app install ads.”

[…]


Ebenso:

heise (14.08.2020, 09:54 Uhr): Verlage verärgert über Link-Kaperei von Apple News+
Apples vorinstallierte News-App jagt dem Browser künftig bestimmte Links ab. Die Änderung sei grenzwertig, heißt es bei Verlagshäusern – man fürchte Einbußen.
-1
macguy14.08.20 16:32
deus-ex
Hausrecht! Wer nicht mitspielen will wird nicht gezwungen reinzukommen.

Übersetze das bitte einmal auf Windows und andere Branchen.

Microsoft kassiert für jede Software 30 % und darf vorschreiben, was läuft. Andere Konkurrenzprodukte zu MS Office, Bildbearbeitung, Browser etc. werden verboten.

Oder beim Haus. Der Architekt oder die Baufirma diktiert für alles die Produkte, was man darf und die Preise.
+4
Bitsurfer14.08.20 16:41
sierkb
… Hausrecht …

Das gibt es nicht unbegrenzt und es ist nicht dazu da, seine Macht und Stellung zum eigenen Vorteil und Nachteil Anderer zu missbrauchen. Es wird durch das Wettbewerbsrecht und Gesetz eingehegt und begrenzt bzw. hat sich im Zweifel (z.B. bei Missbrauch) dem unterzuordnen (und nicht umgekehrt):

Bundeskartellamt: Missbrauchsaufsicht
Das deutsche wie das europäische Kartellrecht verbieten die missbräuchliche Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung.
  • Wann ist ein Unternehmen marktbeherrschend?
  • Was sind missbräuchliche Verhaltensweisen?
  • Beispiele für einen verbotenen Missbrauch
  • Sanktionsmöglichkeiten


Europäische Kommission: Wettbewerb: Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung
Nur ist Apple nicht Marktbeherrschend. Bei weitem nicht.
+3
sierkb14.08.20 16:45
Bitsurfer:

Das sehen viele anders als Du, vor allem verschiedene (D, EU Kommission, USA, Russland, etc.) Kartell- und Wettbewerbsgesetze nebst -behörden diesseits und jenseits des Atlantiks definieren und werten das offenbar anders als Du. Zudem scheinst Du zu ignorieren, was hinter den zuvor dazu gegebenen Links steht, da ist es auch für Dich nochmals explizit erklärt und aufgeschlüsselt, wie das zu verstehen ist, nebst Beispielen, welche Kriterien (es sind mehrere) dazu zugrundegelegt werden und wann Missbrauch vorliegt und wann nicht.
-3
Papaducklake14.08.20 17:01
mastercold
Oder geht es Spotify etwa schlecht??

Zwar ein anderes Thema aber Spotify ist eher ein Verlustgeschäft. Einige Quartale sind zwar im Plus, die meisten aber dicke im Minus - einfach mal googeln. Und dabei werden die Künstler nichtmal wirklich gut entlohnt.
+1
flx123flx14.08.20 17:11
Apple hat sich über all die Jahre ein Imperium aufgebaut und lässt Apps wie Spotify und Fortnite davon profitieren. Woher nehmen die sich das Recht, Apple dafür zu kritisieren, dass es an Gewinnen, die über die von Apple gestellte Plattform erzielt werden, mitverdienen möchte? So lange Apple diesen Firmen eine Plattform bietet, ist es, meines Verständnisses nach zumindest, ganz normal, dass von den Gewinnen etwas abgegeben wird.
+1
Caliguvara
Caliguvara14.08.20 17:18
Sam2711
Auf macOS kann man mittlerweile auch nicht mehr irgendwelche Programme installieren. Diese müssen zertifiziert sein. […]
Na ja. Stimmt so jetzt auch nicht. Man bekommt einen Warnhinweis, Du kannst aber weiterhin alles installieren was Du willst. ⌥ sei dank.
Don't Panic.
+5
breaker
breaker14.08.20 18:06
Papaducklake
mastercold
Oder geht es Spotify etwa schlecht??

Zwar ein anderes Thema aber Spotify ist eher ein Verlustgeschäft. Einige Quartale sind zwar im Plus, die meisten aber dicke im Minus - einfach mal googeln. Und dabei werden die Künstler nichtmal wirklich gut entlohnt.
Passend dazu:
0
mr_jo14.08.20 18:07
Also ich habe das Gefühl Apple betrachtet die iOS Geräte die sie verkauft haben immernoch als Ihre eigene Spielwiese auf der sie die Regeln bestimmen können.
Aber bin ich nicht der Besitzer meines gekauften iPhones/iPads? Wieso steht es mir nicht frei Software bei dem AppStore kaufen zu können den ich aussuche? Mit welchem Recht schreibt mir Apple vor was ich installieren darf auf MEINEM Gerät?

Ich finde Apple benötigt dringend einen Dämpfer und muss andere Stores auf die iOS Geräte lassen. Dann entsteht Wettbewerb und wir werden sehen ob sie bei ihren 30% AppleTax bleiben oder ob alle Bezahlapps den Store wechseln...
-5
Warp
Warp14.08.20 19:00
Du bist doch nicht gezwungen das Teil zu kaufen und weisst doch schon VORHER, dass das so ist.
+4
RyHoRuK14.08.20 19:56
mr_jo

- Mangels Alternativen warst du gezwungen ein iPhone zu kaufen
- hast im Vorfeld nicht gewußt wie die Bedingungen im Appstore sind
- in anderen Stores „PS4“, „XBox“ etc sind die „Abgaben“ gleich oder vergleichbar hoch und es handelt sich dort auch um einen ExklusivStore.

Ist also Apples Verhalten „unüblich“.... wohl nicht.

Das Bereitstellen des Stores, das Personal das die Software prüft, die Hardware etc.... das kostet alles Geld, und auch wenn man es gerne hier nicht anspricht, mit den 30% auf die Preise wird auch all die Software unterstützt, die nichts kostet, aber auch vergleichbare Kosten verursacht.
Es wird meines Wissens niemand gezwungen Software fürs iPhone anzubieten und du nicht dir eines zu kaufen. 😉
+5
RyHoRuK14.08.20 20:04
ich verstehe nicht warum Apple hier nicht einen sauberen Schnitt macht und den AppleStore einfach in eine eigene Firma auslagert. Diese kann dann ja zu 100% Apple gehören, aber sie muss eben einfach transparent nach außen für alle die selben Preise haben, also für Apple Music die selben wie für Spotify, für Apple-Spiele die selben wie für alle anderen Spieleanbieter, für jeden AppAnbieter die selben wie Apple für seine Apps bezahlen muss. Das wäre für alle transparent und nachvollziehbar und man wäre alle „Schummelvorwürfe“ los.
Das Problem ist hier aber, dass Apple zugunsten von sich selbst andere Anbieter benachteiligt und das wird dem Appstore in der jetzigen Form irgendwann das Genick brechen.
-1
MacSquint
MacSquint14.08.20 23:59
Papaducklake
mastercold
Oder geht es Spotify etwa schlecht??

Zwar ein anderes Thema aber Spotify ist eher ein Verlustgeschäft. Einige Quartale sind zwar im Plus, die meisten aber dicke im Minus - einfach mal googeln. Und dabei werden die Künstler nichtmal wirklich gut entlohnt.

Der Grund ist u.a., dass man einen solchen Dienst eigentlich gar nicht zu diesen niedrigen Gebühren anbieten kann...
Und obendrauf noch toleriert, dass im großen Stil Familienaccounts illegal geshared werden...
+3
Bitsurfer15.08.20 12:53
mr_jo
Also ich habe das Gefühl Apple betrachtet die iOS Geräte die sie verkauft haben immernoch als Ihre eigene Spielwiese auf der sie die Regeln bestimmen können.
Aber bin ich nicht der Besitzer meines gekauften iPhones/iPads? Wieso steht es mir nicht frei Software bei dem AppStore kaufen zu können den ich aussuche? Mit welchem Recht schreibt mir Apple vor was ich installieren darf auf MEINEM Gerät?

Ich finde Apple benötigt dringend einen Dämpfer und muss andere Stores auf die iOS Geräte lassen. Dann entsteht Wettbewerb und wir werden sehen ob sie bei ihren 30% AppleTax bleiben oder ob alle Bezahlapps den Store wechseln...
Das ist wie wenn du eine CD kaufst. Was gehört dir dann? Richtig, die Hardware, die CD selbst, das booklet und die Plastikhülle. Was gehört dir nicht? Die Musik, die Fotos und der Text auf dem Booklet. Fas gehört jemand anderme du darfst es nur nutzen.

Und wie ist das bei iPhone? Was gehört dir? Richtig, die tote nicht funktionstüchtige Hardware. Sobald es funktioniert darfst du es Nutzen, du selbst hast daran keinerlei Rechte. Und der Rechteinhaber bestimmt was geht.

Liest du auchmal die AGBs?
+3
sierkb15.08.20 17:18
Golem (15.08.2020, 11:50 Uhr): Appstores: Facebook weist auf Apple-Provision bei In-App-Käufen hin
Auch Facebook ist die sogenannte Apple-Tax schon länger ein Ärgernis. Kunden der neuen Events-Funktion sollen nun darüber informiert werden.

Axios (14.08.2020): Facebook goes after Apple

Facebook News (14.08.2020): Paid Online Events for Small Business Recovery
Facebook, 14.08.2020
[…]

To support small businesses and creators, Facebook will not collect any fees from paid online events for at least the next year. For transactions on the web, and on Android in countries where we have rolled out Facebook Pay, small businesses will keep 100% of the revenue they generate from paid online events.

We asked Apple to reduce its 30% App Store tax or allow us to offer Facebook Pay so we could absorb all costs for businesses struggling during COVID-19. Unfortunately, they dismissed both our requests and SMBs will only be paid 70% of their hard-earned revenue. While Facebook is waiving fees for paid online events we will make other fees clear in the product. (Updated on August 14, 2020 at 1:07 PM PT to clarify where we will explain the fees.) Here’s how this will look on Android and iOS, which we submitted to Apple today for approval:

[…]
-2
Raziel115.08.20 17:44
Die Firmen nutzen eine Platform zu der sie keinen Finger beitragen, für ihre eigenen Gewinne, inklusive aller Service und angebotenen Möglichkeiten in vollem Umfang (Entwicklerwerkzeuge, Programmiersprachen, Store, Verwaltung, Bezahlsystem, rechtliche Landesunterschiede etc würde so alles vermutlich deutlich mehr kosten würde man es selber machen). Aber natürlich bitte alles gratis damit der eigene Gewinn noch höher wird. Natürlich tut man sich zusammen und versucht das nun mit Gewalt durchzusetzen weil man ja davon noch mehr profitieren will, ob logisch oder nicht.

Am Ende wird Apple vermutlich noch dazu gezwungen das die alle tatsächlich kostenlos alles nutzen dürfen. Eigentlich totaler Irrsinn.
+2
Mecki
Mecki16.08.20 01:05
long dong mac
Es gibt keine anderen "Häuser" die man betreten könnte,
Doch, die gibt es und zwar alle Android Systeme von dutzenden Herstellern da draußen und die haben zusammen einen weltweiten Marktanteil von ca. 87%. Du musst ja kein iPhone nutzen, es gibt alle Apps von Epic, Facebook und Spotify auch für Android. Welcher große Anbieter bietet denn seine App nur für iOS und nicht für Android an? Welchen wichtigen Onlinedienste eines welchen Anbieters kannst du denn bitte nicht mit einem Android SmartPhone nutzen?

Ich würde dieses Argument durchaus nachvollziehen können, wenn es irgend etwas verbreitetes gäbe, das man nur mit iOS nutzen kann und daher die Wahlmöglichkeit nur zwischen iPhone nutzen oder komplett verzichten bestünde oder irgend eine wichtige App, zu der es für Android keine vergleichbare, brauchbare Alternative gäbe. Aber die Wahlmöglichkeiten lauten nutze ein iPhone oder nutze ein Android Phone und niemand wird von irgendwas wichtigen da draussen ausgeschlossen, nur weil er kein iPhone nutzt.
+1
mo.
mo.16.08.20 14:48
Hmm… also dieses „Hausrecht“ Gelaber ist schon sehr einfach.

Klar nutzen Spotify und Epic den AppStore und profitieren davon. Von der damit verbundenen Sicherheit profitieren wir alle.
Im Grunde geht es hier um grundsätzlichere Themen und sowohl Epic als auch Spotify haben zumindest die nötige Größe um sich hier (für andere) nach vorn zu begeben und den Finger zu heben ohne bankrott zu gehen.

Kleine Entwickler hingegen (deren Apps wir alle gerne nutzen) können das nicht. Wenn man 30% abgeben muss lässt sich kaum ein stabiles Business auf den Einnahmen aufbauen.

Lest mal hier und dann reden wir noch einmal über „Hausrecht“:

https://ia.net/topics/monopolies-apple-and-epic
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