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The Digital Age Assurance Act (AB 1043), weiß jemand ob Apple dagegen vorgeht in Californien?

Velasco07.03.2617:43
Weiß jemand ob Apple gegen diesen Nonsense vorgeht?

Kurz zur Erklärung: Betriebssysteme müssen eine Schnittstelle im Kernel implementieren, mit der eine Altersklassifikation möglich macht. Ziel ist es unter Vorwand des Jugendschutzes, an die ID's des Computer Benutzer zu gelangen.
Kalifornien hat eine sehr China-kompatible Politik und es ist davon auszugehen, dass die Daten relative zügig auch China zur Verfügung gestellt werden, natürlich inoffiziel.
Bis jetzt sehe ich nur die Linus Community sich zu weigern, diesen Gavin Newsom Unsinn mitzumachen.

Ein ähnlicher Nonsense will auch die von der Leyen EU Beamten und Abgeordneten. Das hier ist viel schlimmer als §13 von Alexander Foss oder §19 wie er jetzt heißt.
-16

Kommentare

Performant8407.03.2618:24
Velasco
Kurz zur Erklärung: Betriebssysteme müssen eine Schnittstelle im Kernel implementieren, mit der eine Altersklassifikation möglich macht. Ziel ist es unter Vorwand des Jugendschutzes, an die ID's des Computer Benutzer zu gelangen.
Hab kurz im Internet sucht, und das ist mehrfach Quatsch.
Erstens find‘ ich da nix von Kernel.
Zweitens nichts von ID (Anmerkung: Apple ID auf iOS-Geräten bzw im App Stores existiert heute schon).
Drittens weiss ich nicht, wie du auf die China-Connection kommst. Das halte ich für Panikmache im Reich der Verschwörungstheorien.

Nebenbei gesagt versteh‘ ich zumindest im deutschsprachigen Raum und hier im Forum die Panik vor China nicht ganz. Viel mehr als „den Chinesen“ traue ich es vor allem erstmal „den Amerikanern“, diese Daten „gegen mich“ zu verwenden - denen Millionen Deutsche bereitwillig nicht nur digitale Identität, sondern ihr digitales Leben zur Verfügung stellen (über amerikanische Betriebssysteme, App Stores, soziale Netzwerke, Gmail-Accounts).

Wenn irgendeine europäische Versicherung meine Risikoprämie berechnet aufgrund irgendwelcher Datensammelei, Datenbanken oder Software, dann kommen die wahrscheinlich aus Amerika/von amerikanischen Firmen. Und nicht chinesischen.
+11
Velasco07.03.2618:38
@Performant84
Tiktok ist exakt dazu da, unsere Daten über Verhalten zu sammeln! Versicherungskonzerne brauchen übrigens nicht auf amerikanische Firmen zugreifen, dazu gibt es genug Anbieter in Europa.

Falls du was suchst, dann fange hier an.

-9
Buginithi
Buginithi07.03.2618:59
Hier geht es zum Gesetzentwurf des Digital Age Assurance Act. Wenn das so umgesetzt find ich das garnicht schlecht.

https://leginfo.legislature.ca.gov/faces/billTextClient.xhtml?bill_id=202520260AB1043
+2
TMS
TMS07.03.2619:27
Velasco
...und es ist davon auszugehen, dass die Daten relative zügig auch China zur Verfügung gestellt werden, natürlich inoffiziel. ...
Wenn etwas Nonsens ist, dann so eine Gaga-VT. Spekulation, Unterstellung, Mythen und absolut null Belege.
+7
Velasco07.03.2620:11
@TMS


Dafür, das es Nonsense ist, gibt es aber ziemlich viele Verfahren! Was meinst du eigentlich, warum die Amis den Verkauf von DJI Produkten eingeschränkt hatten oder Tiktok den Besitzer wechseln musste. Was für Europa auch recht sinnvoll wäre.
-10
Performant8407.03.2620:26
Velasco
@Performant84
Tiktok ist exakt dazu da, unsere Daten über Verhalten zu sammeln!
Das ist schon klar - aber Tiktok ist eine (grosse) Ausnahme im Meer der US-amerikanisch dominierten Software, Onlinedienste und -plattformen, die in Europa genutzt werden.
+3
xcomma07.03.2621:28
Velasco hat sich vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt mit dem Kernel (es wird schon davon gesprochen, dass es in der Tat eine Art API durch den Betriebssystem-Hersteller vorgesehen werden solle (zugegebenermassen bin ich da aber auch noch nicht so drin, dass ich das akkurat hier jetzt benennen kann)), aber grundsätzlich hat Velasco definitiv einen Punkt hier - was die US Bills zumindest angeht.
(Den "China-Aspekt" würde ich für mich erstmal thematisch abkoppeln - dafür bin ich nicht ausreichend informiert).

Neben Kalifornien hat auch Colorado den Schwachsinn auf dem Programm

Bei dem Zeug geht es erstmal "nur" um eine Art von Altersverifikation, aber (noch?) nicht mittels ID (im Sinne von Ausweis), sondern auf einem ähnlich nutzlosen Implementationslevel wie die Alterszugangsbeschränkung auf einschlägigen Webseiten mit Fragen wie "Bist du älter als 18 Jahre: Ja/Nein"-Button.

Ich erspare mir weitere Links dazu. Da gibt es augenscheinlich auf vielen Kanälen, von gross bis klein, genügend Material. Da soll sich jeder bei "seinen Favoriten" kundig machen.
Ich sehe das prinzipiell aber ähnlich. Der vorgeschobene Jugendschutz ist ein Witz - wie so immer.

In ein ähnliches Horn bläst auch das diskutierte Social Media Verbot in Deutschland. Die vordergründige Idee mag ja nicht schlecht sein (und ich bin wirklich kein Social Media Fan), aber man bedenke, was eine solche Umsetzung mit sich zieht. Nicht nur braucht man nicht lange nachzudenken wie so was im Alltag sehr einfach ausgehebelt werden kann (sprich es wird niemals effektiv sein), sondern der Rattenschwanz, der damit mitkommt und der vermutlich die eigentliche Agenda hinter dem ganzen ist: die De-anonymisierung im Netz mit weitergehenden Möglichkeiten der Kontrolle, Überwachung und Zensur.

Denn ein Verbot für Minderjährige bedeutet zugleich auch die - wie auch immer geartete - Ausweispflicht eines jeden Internet-Teilnehmers, denn wie sonst soll ein Erwachsener die "Sperre" passieren dürfen?
+1
xcomma07.03.2621:42
Ich kann meinen Post nicht mehr abändern. Also Altersverifikation ist der falsche Begriff, der würde einen ID/Ausweis-Check implizieren. Es ist mehr eine Art Altersbestätigung - eben das mit dem "Ja, ich versichere, dass ich volljährig bin"-Aussage desjenigen, der vorm Bildschirm sitzt. Was natürlich immer stimmt...
+1
xcomma07.03.2621:56
Velasco
§13 von Alexander Foss oder §19 wie er jetzt heißt.
Hast du mal weitergehende Links dazu bitte? Finde auf die Schnelle nichts mit diesen knappen Angaben und mangels Kenntnis um was es da geht kann ich meine Suchanfrage nicht genügend spezifizieren. Danke.
+1
Performant8407.03.2622:26
xcomma
Denn ein Verbot für Minderjährige bedeutet zugleich auch die - wie auch immer geartete - Ausweispflicht eines jeden Internet-Teilnehmers, denn wie sonst soll ein Erwachsener die "Sperre" passieren dürfen?
Indem er ein Gerät kauft und dessen Inbetriebnahme kontrolliert.

So wie beim Alkohol oder Tabakprodukten auch: da wird auch nur der Erst(ver)kauf einigermassen effektiv kontrolliert, nicht der Konsum.
+3
xcomma07.03.2622:38
Man braucht einfach nur "Proxy-Personen", die für einen Geräte kauft. Im ganz einfachen Fall - und das wird häufiger der Fall sein als dass sich das Politiker vielleicht vorstellen - werden das einfach die Eltern sein.
Ganz zu schweigen vom An- und Verkauf auf dem Gebrauchtmarkt.
Also effektiv wird das null sein.
0
Marcel Bresink08.03.2610:30
Velasco
Weiß jemand ob Apple gegen diesen Nonsense vorgeht?

Der Beitrag ist größtenteils gemeingefährlicher Verschwörungsblödsinn, aber etwas Wahrheit steckt darin.

Apple wird dagegen nicht vorgehen, sondern ist im Moment seit den "26.2"-Versionen dabei, alle technischen Voraussetzungen in allen Betriebssystemen zu schaffen. Kalifornien wird dies allerdings erst später betreffen. Es gibt folgenden offiziellen Zeitplan:

  • seit 26.02.2026 werden "über 18"-Einschränkungen in Australien, Singapur und Brasilien geprüft
  • ab 06.05.2026 wird das Alter in Utah geprüft
  • ab 01.07.2026 wird das Alter in Louisiana geprüft
  • ab 01.01.2027 wird das Alter in Kalifornien geprüft

Dies betrifft nur neu angelegte Apple-Accounts. Die Freigabe von Altersinformationen an Apps ist mit Apples üblichen Datenschutzvorrichtungen geschützt. Es gibt spezielle Verfahren, wie Erziehungsberechtigte dies für Minderjährige freischalten können oder müssen.
Velasco
Bis jetzt sehe ich nur die Linus Community sich zu weigern

Das stimmt nicht. Alle größeren Linux-Distributionen prüfen im Moment ebenso, wie sie das umsetzen können.
+6
Marcel Bresink08.03.2610:37
Nachtrag: Es ist leider eine Zeile verlorengegangen:

  • seit 01.01.2026 werden "über 18"-Einschränkungen in Texas geprüft
+5
Weia
Weia08.03.2618:43
xcomma
der Rattenschwanz, der damit mitkommt und der vermutlich die eigentliche Agenda hinter dem ganzen ist: die De-anonymisierung im Netz mit weitergehenden Möglichkeiten der Kontrolle, Überwachung und Zensur.

Denn ein Verbot für Minderjährige bedeutet zugleich auch die - wie auch immer geartete - Ausweispflicht eines jeden Internet-Teilnehmers, denn wie sonst soll ein Erwachsener die "Sperre" passieren dürfen?
Das Gesetz beabsichtigt doch aber das exakte Gegenteil: Eine (wie gut auch immer funktionierende) anonyme Altersverifikation ohne Übertragung jeglicher Identifikationsmerkmale wie Name, Geburtsdatum, Host-ID oder gar Personen-ID jedweder Art. Das Betriebssystem gibt einfach nur zurück:

Nutzer ist
  • Kind (≤ 12/13 Jahre)
  • sexuell eingeschränkt mündiger (auf annähernd gleichalte Partner beschränkter) Jugendlicher (13/14-15 Jahre)
  • sexuell mündiger Jugendlicher (16-17 Jahre)
  • Erwachsener (≥ 18 Jahre)

Wenn man eine Alterskontrolle im Internet will, ist das die anonymstmögliche Form überhaupt.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
+4
Peter Eckel09.03.2608:51
xcomma
Hast du mal weitergehende Links dazu bitte? Finde auf die Schnelle nichts mit diesen knappen Angaben und mangels Kenntnis um was es da geht kann ich meine Suchanfrage nicht genügend spezifizieren. Danke.
Ich vermute, er meint Axel Voss und dessen, sagen wir, kontroverse Einstellung zu Privatsphäre- und Datenschutz.
„Ceterum censeo librum facierum esse delendum.“
+1
xcomma09.03.2610:23
Weia
Das Gesetz beabsichtigt doch aber das exakte Gegenteil
Ich erwähnte ja, dass es keine ID-basierte Verifikation ist, sondern erstmal nur diese Altersbestätigung.
Von daher sehe ich nicht, wo wir hier erstmal auseinanderdriften.
Weia
[..] (wie gut auch immer funktionierende) anonyme Altersverifikation
Es fängt damit an. Und könnte zukünftige Begehrlichkeiten wecken das auszubauen.

Das "wie auch immer funktionierende" ist aber sehr wichtig - denn Anonymität wird dabei anscheinend "gedehnt" bzw. hat dann vermutlich unterschiedliche Definitionsauffassungen.
Zumindest bei der trivialen "Erstumsetzung" a la "ja ich bin 18"-Knopf (und sonst gar keine weiteren Schritte) könnte man vielleicht (aber auch nur vielleicht) von so etwas wie einem Anonymitäts-bewahrenden Ansatz sprechen - aber spätestens wenn du darüber traceable bist (Stichwort Metadaten) über verschiedene Dienste hinweg, dann ist das wieder Essig mit Anonymität. Aber dazu wären Ausführungen von Experten, z.B. des CCCs, notwendig, die das ganze Ausmass einschätzen und beurteilen können.

Und isoliert betrachtet ist die "Hinterlegung im Betriebssystem" durch einen initialen Auswahlscreen "Ja ich bin 18"-whatever-Ding, komplett ineffektiv. Warum? Weil jeder 11jährige dann einfach auf den 18j-Button klickt. Wenn nicht die, dann in vielen Fällen die überforderten Eltern, weil das Kind sonst nur weiternervt.
-1
Weia
Weia09.03.2611:34
xcomma
Ich erwähnte ja, dass es keine ID-basierte Verifikation ist, sondern erstmal nur diese Altersbestätigung.
Von daher sehe ich nicht, wo wir hier erstmal auseinanderdriften.
Na, eben darin, dass Du damit den Anfang einer weiteren Entwicklung verbindest:
Es fängt damit an. Und könnte zukünftige Begehrlichkeiten wecken das auszubauen.
Was soll dieses geheimnisvolle „es“ sein?

Dieser Gesetzentwurf ist völlig eindeutig und auf maximale Datensparsamkeit ausgelegt. Noch weniger, als anonym ohne jegliche weitere Angaben zu übertragen, in welche von 4 Altersklassen ein Nutzer fällt, geht bei einer Altersverifikation von der Sache her schlicht nicht.

Du kannst natürlich argwöhnen, dass das Gesetz später abgeändert wird. Aber das kannst Du immer und bei jedem Gesetz, das bringt nicht weiter. Dieses Gesetz kann man nur danach beurteilen, was es in seiner jetzigen Form sagt.
Das "wie auch immer funktionierende" ist aber sehr wichtig - denn Anonymität wird dabei anscheinend "gedehnt" bzw. hat dann vermutlich unterschiedliche Definitionsauffassungen.
Nein, das ist vollkommen irrelevant, denn wie auch immer das Betriebssystem das ermittelt (vermutlich ja einfach durch einen Admin-Eintrag des Geburtsdatums bei Anlage eines Nutzerkontos/Einrichten eines Smartphones), es bleibt lokal. Nach außen weitergegeben wird ausschließlich die Altersklasse des Nutzers, eine einzige Zahl zwischen 1 und 4.
Zumindest bei der trivialen "Erstumsetzung" a la "ja ich bin 18"-Knopf (und sonst gar keine weiteren Schritte) könnte man vielleicht (aber auch nur vielleicht) von so etwas wie einem Anonymitäts-bewahrenden Ansatz sprechen - aber spätestens wenn du darüber traceable bist (Stichwort Metadaten) über verschiedene Dienste hinweg, dann ist das wieder Essig mit Anonymität.
Ja, über Metadaten kann man tracken – aber was hat dieses eventuelle Tracking via Metadaten mit der Altersverifikation zu tun? Die Metadaten werden völlig unabhängig davon erhoben oder eben nicht; das ist ein eigenes Kapitel. Du stellst hier einen Zusammenhang her, der nicht existiert.
Aber dazu wären Ausführungen von Experten, z.B. des CCCs, notwendig, die das ganze Ausmass einschätzen und beurteilen können.
Du hörst hier einen Flohzirkus husten, den es nicht gibt. Was soll aus der bloßen Angabe der Altersklasse des Nutzers einer Website anderes folgen als dessen Altersklasse? Es wird keinerlei Angabe dazu übertragen, wie diese Altersklasse erhoben wurde.
Und isoliert betrachtet ist die "Hinterlegung im Betriebssystem" durch einen initialen Auswahlscreen "Ja ich bin 18"-whatever-Ding, komplett ineffektiv. Warum? Weil jeder 11jährige dann einfach auf den 18j-Button klickt. Wenn nicht die, dann in vielen Fällen die überforderten Eltern, weil das Kind sonst nur weiternervt.
Na und? Am Ende liegt die Verantwortung für ein Kind natürlich bei dessen Eltern, bei wem denn sonst? Ob die Eltern nun eine Krankheitsbescheinigung für die Schule fälschen oder eben nicht, oder ob sie auf dem korrekten Alterseintrag für ihren Sprössling auf dessen Computer bzw. Smartphone bestehen oder eben nicht, wo ist denn da der Unterschied? Genauso, wie die Eltern auch jetzt schon entscheiden, ob sie irgendwelche Kinderschutzmechanismen auf Computer und Smartphone aktivieren oder eben nicht (wenn sie dem Kind sogar Admin-Zugang einräumen, kann das natürlich angeben, was es will). Das alles liegt selbstverständlich in der Verantwortung der Eltern. Das Entscheidende im hier diskutierten Zusammenhang ist aber einzig: Nichts davon dringt nach außen, der Webbrowser übermittelt eine Altersklasse und sonst gar nichts.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
+3

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