Bericht: Apples KI-Serverarchitektur unzureichend, Server stehen ungenutzt herum – Google soll es richten


Bloomberg hatte kürzlich berichtet, dass Apple die kommende Siri-Generation nicht mehr auf der eigenen "Private Cloud Compute"-Architektur betreiben wolle. Die möglicherweise mit iOS und macOS 26.5 erscheinende Generalüberholung setze noch auf die eigenen Anlagen, das dürfte sich jedoch im Herbst ändern. Das Branchenmagazin
The Information will nun entsprechende Pläne bestätigen können: Google soll damit beauftragt werden, neue Siri-Server in eigenen Rechenzentren zu betreiben – das allerdings unter Einhaltung von Apples Datenschutzvorgaben. Was bei Teilen des iCloud-Hostings der Fall war, stelle auch die Zukunft von Siri bzw. Apple Intelligence dar.
Apples Private Cloud Compute nicht leistungsfähig genugLaut Bericht gilt Apples Private Cloud Compute intern als nicht ausreichend leistungsfähig für moderne LLMs. Die derzeit eingesetzten Server auf Basis modifizierter M2-Ultra-Chips seien nicht stark genug, um jene aktuellen Modelle von Google effizient zu betreiben, auf denen das neue Siri und zukünftige Foundation-Models ab Herbst 2026 aufbauen sollen. Zudem werde die bestehende Infrastruktur nur begrenzt ausgelastet. Durchschnittlich nutze Apple angeblich lediglich rund zehn Prozent der vorhandenen Kapazität. Bereits produzierte Server stehen demnach stapelweise auf Lager, da sich die installierte Basis schon weitgehend langweile.
Die generelle Struktur ist ebenfalls nicht zukunftsfähigDen Angaben zufolge ist Apples Cloud-Architektur stark dezentral organisiert. Verschiedene Teams betreiben eigene Systeme, statt auf eine zentrale, flexibel nutzbare Serverplattform zuzugreifen. Das führe zu ineffizienter Nutzung und der geschilderten fehlenden Auslastung: Während einzelne Bereiche ungenutzte Kapazitäten vorhalten, könnten andere Abteilungen diese Ressourcen schlicht nicht verwenden – oder würden zu wenig Performance erhalten. Interne Versuche, die Infrastruktur zu vereinheitlichen, seien in den vergangenen Jahren mehrfach gescheitert. Erforderliche Milliardeninvestitionen zum Neuaufbau scheute Apple zudem, hier schritt angeblich die Finanzabteilung ein.
Siri in iOS 27 mit noch mehr AnforderungenWährend Apple Intelligence bislang hinter den Nutzungserwartungen zurückblieb, rechnet das Unternehmen bei einem vollwertigen, chatbot-basierten Siri mit maßgeblich höherem Bedarf. Die bestehende Private-Cloud-Architektur scheint dafür jedoch nicht ausreichend gerüstet, selbst wenn wie geplant eine Umstellung auf Chips vom Typ M5 Ultra erfolgt. Trotz dieser kurzfristigen Schritte gilt es in der Branche jedoch als sicher, dass Apple langfristig gesehen eigene Kapazitäten aufbauen und nicht von Drittanbietern abhängig sein will. Für die kommenden Jahre liegt das Hosting aber wohl in Googles Verantwortung.