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Forum>Fotografie>Alles verboten - Die neue DSGVO

Alles verboten - Die neue DSGVO

aquacosxx
aquacosxx25.04.1816:15
DSGVO
»Schließlich drohen verantwortlichen Fotografen empfindliche Bußgelder, die gemäß Art. 83 DSGVO „wirksam, verhältnismäßig und abschreckend“ sein sollen. Im vorliegenden Fall der unrechtmäßigen Datenerhebung durch Anfertigung von personenbezogenen Aufnahmen drohen damit Geldbußen von bis zu 20 Millionen € oder im Falle eines Unternehmens von bis zu 4 % seines gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahres, je nachdem, welcher der Beträge höher ist.«

Tipps für Fotografen:

Tolle Leistung unserer Bundesregierung.
-1

Kommentare

AppleUser2013
AppleUser201325.04.1820:12
Wo ist das Problem... Solange man keine Gesichter sieht, ist es doch ok und ansonsten... Was fotografiert man auf einer Messe...
Die Hardware, die man im Bericht präsentieren möchte... Ich bin selber da sehr vorsichtig... Kein Bock auf irgendwelchen Bildern zu landen, nur weil ich auf der Prolight and Sound in Frankfurt mir die neuen Lautsprecher von Adam anhöre, oder am Korg Stand den neuen analogen Synth anteste.... Ich denke, die Welt geht jetzt nicht unter, nur weil die Persönlichkeitsrechte gestärkt wurden...
Ihr werdet schon nicht pleite gehen... Und Lautsprecher oder Turntables oder Verstärker oder Dacs mit Streaming Funktion kann man ja ohne weiteres abfotografieren ohne zig Leute...
0
Wurzenberger
Wurzenberger25.04.1820:13
pp81
Bin kein Verschwörungstheoretiker.

Aber

o.O
+6
rosss25.04.1820:24
MikeMuc
rosss
MikeMuc
Nur weil auf nem Photo Personen sind ist es noch keine Datenerhebung.
Warum nicht? Bitte rechtssicher begründen, für alle die erwischt werden. Danke.
Alle Aussagen vom Rest sind reine Meinungsäußerungen.

Es ist also auch nur deine Meinung. Hörte sich anders an. Mehr wollte ich nicht wissen.
0
Garuda25.04.1820:39
mac_hh
Garuda
Weiß jemand wie das in Österreich rechtlich aussieht? Haben die dort die Sonderregulierungsmöglichkeit genutzt?

Ja, haben sie:

Vielen Dank! Da bin ich ja beruhigt!

Hier auch noch der Link zur ORF-Seite, mit ihrem netten Artikel:
"Verwarnen statt strafen - Österreich spült sich EU-Regeln weich" - Link:
0
jogoto25.04.1820:42
sonorman
Schöne neue Welt.
Früher hat es keine Sau interessiert, wenn ein Messefoto in der Lokalzeitung erschienen ist. Bei nationalen Veröffentlichungen oder internationalen hat man schon immer zu Stock-Fotos gegriffen oder tatsächlich den „Hintergrund“ ausgeblendet. Erst mit dem Internet und der Digitalisierung haben wir doch Probleme geschaffen, die wir jetzt versuchen in den Griff zu bekommen. Die „Schöne neue Welt“ hat damit angefangen. Du bekämpfst hier einen Heilungsversuch anstatt die Krankheit.
Natürlich hat der Heilungsversuch Nebenwirkungen und ist schmerzhaft und es wird auch nicht der Weisheit letzter Schluss.
Und natürlich bereitet mir die DSGVO auch Unannehmlichkeiten und Probleme. Ich kann aber trotzdem etwas Sinnvolles darin sehen und jammere nicht nur rum.
+3
sonorman
sonorman25.04.1820:43
AppleUser2013
Wo ist das Problem...
Ihr werdet schon nicht pleite gehen... Und Lautsprecher oder Turntables oder Verstärker oder Dacs mit Streaming Funktion kann man ja ohne weiteres abfotografieren ohne zig Leute...
Dir ist schon klar, dass ich nur ein Beispiel genannt habe? Was ist mit Sportveranstaltungen? Volksfesten? Konzerten? Ausstellungen? Und X anderen Gelegenheiten, wo viele Menschen zusammenkommen? Bei Menschenmassen werden immer ein paar wenn nicht gar sehr viele Gesichter erkennbar sein. Für den Fotografen ist es praktisch unmöglich, die nach ihrem Einverständnis zu einer (möglichen) Veröffentlichung zu fragen. Damit bleibt nur die massenhafte Unkenntlichmachung, oder der komplette Verzicht auf solche eigentlich vollkommen harmlosen Bilder. Das ist Absurdistan!

Um die Persönlichkeitsrechte weniger (vermeintlich) besser zu schützen, werden hier pauschal sehr viele starken Einschränkungen, rechtlicher Unsicherheit und damit möglichen finanziellen Risiken unterworfen. Ich finde das extrem ungerecht und falsch.
+7
aquacosxx
aquacosxx25.04.1820:45
jogoto
@aquacosxx
Hast Du gelesen, was ich geschrieben habe? Die DSGVO bietet Rechtssicherheit für beide Seiten. Es kann Dir nicht einfach jemand an den Karren fahren, der Dir zuvor sein Einverständnis gegeben hat. Er kann nur sagen, “ich möchte das nicht mehr“ und dann musst Du tätig werden. Das nicht zu tun ist dann ein Fehler aber wenn man in blindem Aktionismus aus Angst vor zukünftigen Fehlern jetzt schon alles löscht ist das nur ein Beweis für wenig Vertrauen in die eigenen Prozesse und nicht dafür, dass ein Gesetz schlecht ist.

Du willst es nicht verstehen. Ist ok.
-6
jogoto25.04.1820:57
@aquacosxx

Ja genau, das alte MTN-Lied: andere Meinung = er hat es nicht verstanden.
+7
jogoto25.04.1821:17
sonorman
Um die Persönlichkeitsrechte weniger (vermeintlich) besser zu schützen, werden hier pauschal sehr viele starken Einschränkungen, rechtlicher Unsicherheit und damit möglichen finanziellen Risiken unterworfen.
Aha, die Fotografen sind also in der Mehrheit während die Fotografierten eine Minderheit bilden? Lösung: fotografiert euch (Fotografen) doch gegenseitig und stellt euch einen Persilschein aus.
+1
Warp
Warp25.04.1821:36
jogoto
wäre sinnvoll den ganzen Text zu zitieren und nicht so aus dem Zusammenhang gerissen. So kann man auch den Sinn verdrehen.

Schon echt geil was für eine Obrigkeithörigkeit bei manchen besteht. So einfach wie das manche darstellen "dann nimm das Bild halt wieder raus wenn jemand seine Zustimmung zurücknimmt" glaub ich nicht, dass das ist. Man stelle sich den Aufwand vor den man betreiben müsste wenn jemand die wieder zurücknimmt. Das bzw. alle Bilder wieder rausnehmen wo die Person drauf ist? Alle Bilder nachbearbeiten? Wird evtl. dadurch ein Artikel auf einmal verfälscht?
Wie schaut das mit dem Gesetz eigentlich aus. Betrifft das die Bilder die inder EU gemacht werden oder weltweit. Sprich bei Bildern von Veranstaltungen ausserhalb der EU dürfen die Gesichter gezeigt werden bei europäischen nicht? Ansonsten macht halt einfach schwarze Klekse anstelle der GEsichter. So gesichtslos wie die EU mittlerweile ist wäre das sogar zutreffender und man müsste sich so manche Fratze vielleicht erst gar nicht mehr anschauen....
-2
Dom Juan25.04.1821:42
@jogoto was ist Dir denn heute über die Leber gelaufen ? 😯 ich lese Deine Beiträge eigentlich immer sehr gerne, weil sie konkret sind und meistens anständige Lösungsvorschläge beinhalten, aber so offen agressif hab ich Dich schon lange nicht mehr gelesen.

Das Internet vergisst ja nie. Bin ich dann eigentlich auch dafür verantwortlich, was mit dem Bild passiert ist, während es auf Tumblr, auf der Homepage oder sonst wo war ?

Einfach überall Pixeledheads 😎
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sonorman
sonorman25.04.1821:54
jogoto
sonorman
Um die Persönlichkeitsrechte weniger (vermeintlich) besser zu schützen, werden hier pauschal sehr viele starken Einschränkungen, rechtlicher Unsicherheit und damit möglichen finanziellen Risiken unterworfen.
Aha, die Fotografen sind also in der Mehrheit während die Fotografierten eine Minderheit bilden? Lösung: fotografiert euch (Fotografen) doch gegenseitig und stellt euch einen Persilschein aus.
Nun wirst Du polemisch.

Es geht außerdem nicht um ein paar Hobbyfotografen, sondern um allgemeine Berichterstattung, die mit Fotos arbeitet. Fotos sind oft ein wichtiger Bestandteil davon.

Alle Medien und Kreativen, die nicht Angehörige der institutionalisierten Presse sind (z.B. Event-Fotografen, Influencer, Unternehmens-Pressesprecher, Blogger und viele andere) werden damit einem wesentlichen Teil ihrer Grundlage beraubt oder zumindest in der Ausübung ihrer Tätigkeit eingeschränkt und rechtlicher Unsicherheit ausgesetzt. Und das alles nur, weil ein Herr Jogoto und ein paar andere befürchten, ihnen würde die Seele geraubt, wenn sie zufällig in der Öffentlichkeit fotografiert werden?

Hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen und Du findest das auch noch gut.
+5
massi
massi25.04.1822:07
Ich sehe die Probleme da auch eher im Hobby- bzw. Privatbereich.
Beispiel, Hochzeit, das Paar möchte für die Gäste eine Homepage erstellen, das heißt erstmal von allen Gästen die Genehmigung einholen, ob sie damit einverstanden sind, machbar, aber auch lästig.
Ein lokaler Sportverein möchte eine Vereinszeitung mit Bildern der letzten Veranstaltungen herausbringen, auch da muß praktisch jeder Zuschauer gefragt werden, der erkennbar ist ob er mit der Veröffentlichung einverstanden ist, m.E. unpraktikabel.
Das Urlaubsfoto vom Eiffelturm auf der privaten Homepage? Kaum noch möglich.

Früher, als man noch Verantwortung für sein Tun und Handeln übernommen hat, war man sich im klaren, daß man auf einer öffentlichen Veranstaltung auch mal auf einem Foto landen konnte, das veröffentlicht wurde.
+5
jogoto25.04.1822:17
sonorman
Nun wirst Du polemisch.
Und Du bist das nicht schon die ganze Zeit? Du stellst Deine wirtschaftlichen Interessen über die Belange von uns allen. Die DSGVO hat es sich zur Aufgabe gemacht jedem einzelnen Bürger wieder die Hoheit über seine eigenen, persönlichen Daten zu geben und Du machst Dich darüber schon die ganze Zeit lustig, behauptest es sei eine Minderheit.

@Warp
Obrigkeitshörigkeit? Ich bin froh endlich wieder bestimmen zu dürfen, was mit meinen Daten gemacht werden darf und nehme dabei die Unannehmlichkeiten in Kauf, die mir dadurch entstehen, dass andere das mir gegenüber auch dürfen.

@Dom Juan
Mir ist über die Leber gelaufen, dass hier die Fotografen-Lobby Stimmung macht.
P.S. Ich bin nicht völlig fachfremd, ich habe Fotografie gelernt, studiert und lange ausgeübt.
Darüber hinaus wird hier doch nur noch nach Meinung geschaut. Passt die einem nicht, ist es doch völlig egal, was der Inhalt hergibt.
+6
dSquare
dSquare25.04.1822:23
Gilt das alles eigentlich auch für Videoaufnahmen? Beispiel Fußball jetzt grad, wie oft da die Zuschauer gefilmt werden - Nahaufnahmen versteht sich. Wird es sowas in Zukunft auch nicht mehr geben? Oder gibt jeder mit dem Erwerb der Eintrittskarte seine Freigabe 🤔

Finde das ganze arg überzogen, Datenschutz ist gut und wichtig aber man kann auch übertreiben. Die Aluhut Fraktion macht grad sicher Freudentänzchen, von der Abmahn Industrie mal ganz abgesehen 🙄

Wirklich traurig das man sich nicht um wichtigeres kümmert...
-2
maczock25.04.1822:36
jogoto
Ja, dass bedaure ich auch sehr. Mein Bücherschrank ist voll mit den klassischen Bildbänden. Doch was ist die Ursache? Ein Regelwerk, was versucht die grassierende Datensammelei und den Missbrauch einzudämmen oder schon zuvor die digitale Welt ohne die ein paar Fotos an der Wand oder in Alben eigentlich niemanden stören würden?
So wie bisher geht es einfach nicht weiter, da sind wir uns hoffentlich alle einig?

Ich bin ein großer Freund des Datenschutzes und war einer der nur 30.000, die damals ihren Arsch hochbekommen haben und erfolgreich gegen die Vorratsdatenspeicherung geklagt hatten.

Dennoch nein, da sind wir uns gar nicht einig. Denn so wie bisher funktioniert das beim Fotografieren wunderbar. Ein wenig Eigenverantwortung kann man erwarten. Wer öffentlichen Raum nutzt, der kann auch als Beiwerk abgelichtet werden und das kann dann gerne öffentlich gemacht werden. Mir ist bisher auch kein massenhafter Missbrauch durch solche Fotos bekannt.


Generell ist die DSGVO ist der größte Unfug aller Zeiten und die Ausnahmen funktionieren nicht. Die ersten kleinen Websites und Foren haben bereits angekündigt dichtzumachen, weil sie schlicht überfordert sind und keine Möglichkeit sehen überhaupt rechtssicher zu handeln. Viele kleine Selbstständige haben keine Ahnung, dass sie in Bereichen betroffen sind, an die sie nicht mal im Traum denken würden.

Denn der Bürokratiewahn betrifft noch ganz andere Bereiche. In Zukunft muss man als Einzelunternehmer sogar für die alberne Zettelbox mit Visitenkarten ein Verarbeitungsverzeichnis führen und jederzeit vorlegen können!

Verarbeitungsverzeichnisse sind eigentlich nur für Firmen mit mehr als 250 Mitarbeitern gedacht , es sei denn, „wenn die Verarbeitung nicht nur gelegentlich erfolgt“ – dadurch ist im Prinzip jeder Selbständige betroffen (von privaten Dingen abgesehen). Siehe (5)

Das gilt für alle in einem Dateisystem gespeicherten personenbezogenen Daten. Als Dateisystem gilt eine digitale Datei auf einer Festplatte usw. oder auch normale Aktenordner. Es ist egal, ob die Daten automatisiert oder händisch gespeichert werden.

Für jeden Mist muss man also ein Verarbeitungsverzeichnis führen, dass folgendes Angaben beinhaltet:
a) Dein Name und deine Kontaktdaten (und/oder der Person/en, die tatsächlich dafür zuständig ist/sind – das gilt auch für jeden Zugriffsberechtigten inkl. Rollenbescheibung)
b) der Zweck der Verarbeitung (z. B. „Übertragung der IP des Nutzers bei Websitebesuch zu Webhoster XYZ zwecks technischer Durchführung des Aufrufs der Website“)
c) Die Beschreibung der Kategorie der betroffenen Personen und der personenbezogenen Daten (z. B. „Personenkategorie: Besucher der Website“(oder Newsletter-Abonnenten, Kunden, Mitarbeiter etc.) „Datenkategorie: IP-Adresse“ (oder Kontaktdaten, Adressdaten, Zahlungskonditionen etc.)
d) Die Kategorie aller Empfänger (Auftragsverarbeiter) der personenbezogenen Daten – also alle die auch nur theoretisch Einsicht erlangen könnten (z. B. „Webhoster“ oder „Analytics-Unternehmen“ – bei der Zuhaus gelagerten Zettelbox für Visitenkarten: „Putzfrau“, „Ehefrau/Freundin“, … Hund, Katze, Fisch)
e) Bei Empfängern (Auftragsverarbeitern) in Drittländern angeben, inwiefern Garantien zum Datenschutz vorliegen
f) Falls die Daten gelöscht werden, eine Angabe der Fristen
g) Allgemeine Beschreibung der technischen und organisatorischen Maßnahmen

Sogar für seine E-Mails muss man solch ein Verzeichnis führen. Aber damit nicht genug, denn zusätzlich man mit dem Anbieter auch noch eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (AV) abschliessen. Den Anbieter muss man dann in Zukunft regelmäßig kontrollieren und diese Kontrollen auch protokollieren (und jederzeit sofort vorlegen können). Denn nicht der Anbieter, sondern man selbst ist hauptverantwortlich für den Schutz aller Daten, auch wenn der Anbieter den Bockmist verzapft. (Viel Spaß dabei: „Hallo Strato, ich würde gerne die Einhaltung der DSGVO bei euch überprüfen“)

Diese AV muss man für Dinge wie Webhosting (weil der Provider kurzfristig IPs speichert), Messenger den Anbieter den man für CardDAV (Adressbuch) nutzt (iCloud kann man übrigens vergessen) oder sogar den Steuerberater (Falls dieser personenbezogene Daten z. B. eine Rechnung, in die Finger bekommt) vereinbaren.

Hat man z. B. ein verschlüsseltes Backup (das in irgendeiner Form auch personenbezogene Daten enthält), dass man auf einen Server hochlädt, dann muss man dafür natürlich auch mit diesem Anbieter eine AV abschliessen. Ein solches Backup ist prinzipiell nur auf europäischen Servern möglich, denn ohne vorheriger Einwilligung Dritter, darf man deren Daten nicht außerhalb Europas speichern, verschlüsselt hin oder her.

Wofür soll das alles gut sein? Die Anbieter solcher Dienste sollten in die Pflicht genommen werden. Es reicht ein Gesetz, dass es verbietet datenverarbeitende Dienste innerhalb der EU anzubieten, wenn man sich nicht an die Datenschutzvorgaben hält. Stattdessen aber wird ein absurder Aufwand betrieben, der keinerlei Verbesserung bringt.


Wie absurd und wenig durchdacht die DSGVO ist zeigt dieses einfache Beispiel:

Möchte ein Leser sich aus einem Newsletter austragen so muss sichergestellt werden, dass dessen personenbezogene Daten (meistens die E-Mail-Adresse) auch wirklich gelöscht werden und nicht nur als aus der Liste ausgetragen markiert werden.

Klingt soweit gut oder? Jetzt machen wir das noch besser!

Der Leser hat das Recht auf den Nachweis, dass seine Daten gelöscht wurden und man muss dies jederzeit nachweisen können.

Fantastisch oder? Nur kommt jetzt der Haken:

Da man es nachweisen können muss, darf bzw. muss man die gelöschte E-Mail-Adresse speichern und muss sich für diese Datenverarbeitung auch keinerlei Einwilligung holen. Hier wird der Datenschutz also effektiv verschlechtert!


Nächstes Beispiel:

Cookie-Banner. Betreibt man eine ideale Website ohne Tracking und Cookies, dann muss man in Zukunft trotzdem Cookies nutzen! Denn da der Provider die IP kurzfristig speichert (und diese in Deutschland inzwischen als personenbezogene Daten gilt), ist ein Banner, dass sich dafür die Einwilligung holt, in Zukunft für alle Websiten in Deutschland notwendig und wegen dieses Banners muss ein Consent-Cookie gesetzt werden. Bekloppt.


Nächstes Beispiel:

Wer automatisch Cookies und Caches vom Browser löschen lässt, der kann sich in Zukunft bei jedem erneuten Besuch von Webseiten, die sich durch Lösungen wie TRUSTe absichern (Beispiel hier: ) erstmal durch das Banner klicken, das die darunter liegende Website bis zur Zustimmung blockiert.
Abgesehen davon, dass solch ein Banner so sinnvoll wie die Aufschrift „Vorsicht Kaffee ist heiss!“ oder die Frage „Sind sie ein Terrorist?“ ist, werden nicht wenige Nutzer werden davon derart genervt sein, dass sie in Zukunft keine dann eben die Cookies nicht mehr automatisch löschen lassen und so letztendlich besser getrackt werden können. Letztendlich verschlechtert sich der Datenschutz also teilweise.


Fazit: Die DSGVO ist Bockmist. Zwielichtige Anwälte verdienen damit Geld durch Abmahnungen, Abzocker bieten kostenpflichtige Kurse und Datenschutzvereinbarungsgeneratoren an. Große Unternehmen, bei denen rechtliche Probleme sowieso zum Tagesgeschäft gehören, können die Anforderungen problemlos handhaben und aber kleine Unternehmen und insbesondere Einzelunternehmer bekommen große Probleme.

Was ändert sich für mich als Privatperson? Eigentlich nichts, denn am Ende ist doch wieder fast alles möglich, da sich die Unternehmen dafür die Einwilligung holen und die meisten Menschen diese auch erteilen.
+17
sonorman
sonorman25.04.1822:40
jogoto
sonorman
Nun wirst Du polemisch.
Und Du bist das nicht schon die ganze Zeit?
Nein, nur am Ende meines letzten Kommentars als Antwort auf Deine Übertreibung.

Du stellst Deine wirtschaftlichen Interessen über die Belange von uns allen.
Ach bitte! Ich allein repräsentiere doch nicht sämtliche nichtinstitutionellen Medien. Und ich bin überzeugt, dass nur wenige Bürger es so streng wie Du sehen, was so eine Belanglosigkeit angeht, wie zufällig auf einem Foto in der Masse aufzutauchen. Wenn alle so denken wie Du, dann dürfte niemand mehr in die Öffentlichkeit, weil es ja noch Ausnahmen gibt! Wirst Du also zufällig im Fußballstadion gefilmt und tauchst im TV auf, kannst Du gar nichts dagegen tun. Aber wenn ein Blogger im Stadion Dich zufällig in der Masse knipst und das Foto im Netz veröffentlicht, dann fühlst Du Dich Deiner Rechte beraubt und lässt ihn abmahnen?

Es ist zweierlei Maß, was hier durch die DSGVO angelegt wird. Damit ist keinem geholfen. Auch Dir nicht. Wenn die Bild Zeitung (institutionalisierte Presse) Dein Gesicht im Zuge einer Berichterstattung veröffentlichen darf, ein Blogger aber nicht, ist das ok für Dich? Du hast durch die DSGVO also keineswegs die Hoheit über Deine eigenen, persönlichen Daten. Das einzige, was sich ändert, ist, dass viele Medien beeinträchtigt werden.
+9
AppleUser2013
AppleUser201325.04.1822:54
Stimmt nicht... Man kann sehr wohl was tun... und einige machen das... so das auch danach Gesichter unkenntlich gemacht werden... Viele wird es nicht stören, aber es wichtig, daß diese Möglichkeit besteht, sich gegen Nutzung zu wehren... Das gilt auch für öffentliche oder sport oder was auch immer Veranstaltungen... Man konnte schon oft sehen, daß auch im Film und Fernsehen nachträglich Personen unkenntlich gemacht wurden....nach Wunsch der Betroffenen

Und wiegesagt wenn du mich auf einer Messe wie der Hifi zufällig knippst und ich es merke, bin ich der erste, der verlangt...
Entweder unkenntlich machen oder löschen... und ich finde es wichtig, daß dies für jeden möglich ist und auch durchgesetzt wird...
0
maczock25.04.1823:10
AppleUser2013
Stimmt nicht... Man kann sehr wohl was tun... und einige machen das... so das auch danach Gesichter unkenntlich gemacht werden... Viele wird es nicht stören, aber es wichtig, daß diese Möglichkeit besteht, sich gegen Nutzung zu wehren... Das gilt auch für öffentliche oder sport oder was auch immer Veranstaltungen... Man konnte schon oft sehen, daß auch im Film und Fernsehen nachträglich Personen unkenntlich gemacht wurden....nach Wunsch der Betroffenen

Und wiegesagt wenn du mich auf einer Messe wie der Hifi zufällig knippst und ich es merke, bin ich der erste, der verlangt...
Entweder unkenntlich machen oder löschen... und ich finde es wichtig, daß dies für jeden möglich ist und auch durchgesetzt wird...

Ich kann dich aber auch sehen und mir dein Gesicht merken und dann jederzeit zu irgendwem sagen, wenn du mir wieder über den Weg läufst, „Der da, der war am soundsovielten auf der Hifi-Messe und hat sich am Stand von Soundso die Dingsda angeschaut.“
+1
AppleUser2013
AppleUser201325.04.1823:33
Tja da ist ja ein Unteschied... ob du mich unerlaubt knippst und das ganze ins Internet stellst oder irgend jemanden privat erzählst:
Du kuck mal, den habe ich schon mal auf der Hifi Messe oder in Stadium oder im Bierzelt oder wo auch immer gesehen...
-2
Warp
Warp25.04.1823:34
Wenn ich so manche Kommentare hier lese frage ich mich wer die grössere Paranoia hat. US Amerikaner oder Deutsche.
+1
Hapelein26.04.1800:08
Gilt das eigentlich auch für Videobilder?

-1
maczock26.04.1800:13
AppleUser2013
Tja da ist ja ein Unteschied... ob du mich unerlaubt knippst und das ganze ins Internet stellst oder irgend jemanden privat erzählst:
Du kuck mal, den habe ich schon mal auf der Hifi Messe oder in Stadium oder im Bierzelt oder wo auch immer gesehen...

Nein, da ist vom Prinzip her kein Unterschied, denn in beiden Fällen erfährt jemand etwas über dich, obwohl du das nicht unbedingt willst.
+1
maczock26.04.1800:14
Hapelein
Gilt das eigentlich auch für Videobilder?


Natürlich. Da Film aus Einzelbildern besteht.
+1
Marcel Bresink26.04.1801:02
massi
Ich sehe die Probleme da auch eher im Hobby- bzw. Privatbereich.

Da gibt es keinerlei Probleme, da hierfür keine Datenschutzregeln gelten.
massi
Beispiel, Hochzeit, das Paar möchte für die Gäste eine Homepage erstellen, das heißt erstmal von allen Gästen die Genehmigung einholen,

Nein, es reicht völlig, die Website mit einem Kennwortschutz zu versehen und das Kennwort den Betroffenen mitzuteilen. Dann ist die Seite privat und keine weltweite Veröffentlichung mehr.
maczock
Denn da der Provider die IP kurzfristig speichert (und diese in Deutschland inzwischen als personenbezogene Daten gilt), ist ein Banner, dass sich dafür die Einwilligung holt, in Zukunft für alle Websiten in Deutschland notwendig

Das ist Unsinn. Die Verarbeitung der IP-Adresse für diesen Zweck (nämlich, damit dem Abrufer der Seite die Seite übertragen werden kann) ist technisch notwendig und darf gemäß Artikel 6 Abs. 1f DSGVO ohne Einwilligung erfolgen. Eine Einwilligung wäre nur erforderlich, wenn die IP-Adresse noch zu anderen Zwecken genutzt oder längerfristig gespeichert wird.
+1
maczock26.04.1803:13
Marcel Bresink
maczock
Denn da der Provider die IP kurzfristig speichert (und diese in Deutschland inzwischen als personenbezogene Daten gilt), ist ein Banner, dass sich dafür die Einwilligung holt, in Zukunft für alle Websiten in Deutschland notwendig

Das ist Unsinn. Die Verarbeitung der IP-Adresse für diesen Zweck (nämlich, damit dem Abrufer der Seite die Seite übertragen werden kann) ist technisch notwendig und darf gemäß Artikel 6 Abs. 1f DSGVO ohne Einwilligung erfolgen. Eine Einwilligung wäre nur erforderlich, wenn die IP-Adresse noch zu anderen Zwecken genutzt oder längerfristig gespeichert wird.

Das geschieht quasi fast immer durch die Provider, da diese eigene Statistiken anbieten.
+2
Marcel Bresink26.04.1808:28
maczock
Das geschieht quasi fast immer durch die Provider, da diese eigene Statistiken anbieten.

Nein, das haben so gut wie alle Provider schon vor Jahren abschaltbar gemacht. Es gibt auch Zwischenlösungen über Pseudonymisierung. Aber wenn das bei einem unseriösen Provider nicht gehen sollte, darf man ihn halt nicht mehr verwenden.
+1
maczock26.04.1808:46
Siehe hier:
Fragen zur Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)



Welche Daten verarbeitet STRATO, wenn jemand meine Website besucht?

Beim Aufruf Ihrer Webseite durch Besucher werden die IP-Adressen dieser Besucher erfasst und in Logfiles gespeichert. Die IP-Adressen der Besucher Ihrer Webseiten speichern wir zur Erkennung und Abwehr von Angriffen maximal sieben Tage.
+2
rosss26.04.1808:51
Marcel Bresink
Nein, es reicht völlig, die Website mit einem Kennwortschutz zu versehen und das Kennwort den Betroffenen mitzuteilen. Dann ist die Seite privat und keine weltweite Veröffentlichung mehr.

Kennst du eine Quelle, die diese Aussage im Sinne der DSGVO verifiziert? Das würde mir sehr helfen, um ein privates Blog (dann eben nur noch für Eingeladene) weiterführen zu können.

Im Moment überlege ich gerade, ob ich die Domain löschen muss, ob es ausreicht den Inhalt zu deaktivieren (dann erscheint eine vom Provider zur Verfügung gestellte Seite, wer ist dafür verantwortlich?), ob deaktivierte Seiten auf dem Server des Webhoster gelöscht werden müssen (wie macht man das rechtssicher?), ob eine eigene neue Startseite ohne Inhalt zulässig ist oder zur sofortigen Abmahnung wegen fehlender Datenschutzerklärung und Impressum führt…

Wenn also ein simpler Kennwortschutz der Seite ausreicht um die DSGVO und alle Abmahnanwälte auszusperren, wäre das eine optimale Zwischenlösung bis alle Fallstricke bekannt sind.
-2
Weia
Weia26.04.1809:05
jogoto
So wie bisher geht es einfach nicht weiter, da sind wir uns hoffentlich alle einig?
Nein, da sind wir uns absolut nicht einig.

Was war denn „bisher“ ein Problem?

Aus meiner Sicht ist der staatliche Kontroll- und Regulierungswahn das gesellschaftliche Problem Nr. 1 der digitalen Welt und ganz sicher nicht, dass Menschen auf veröffentlichten Fotos zu erkennen sind. Dazu kommt dann auch, dass überkommene Strukturen der Arbeitswelt verfestigt werden, insofern der konventionelle Pressefotograf Sonderrechte gegenüber anderen erhält. Was ist mit der enormen (positiven) Rolle, die in jüngerer Zeit im Internet verbreitete Smartphone-Aufnahmen wichtiger Ereignisse von Zeugen der Geschehnisse hatten?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+5
Weia
Weia26.04.1809:11
Marcel Bresink
Sofern das ein privates Selfie ist, gilt dafür die DSGVO nicht
Aber was ist ein „privates Selfie“ im Instagram-Zeitalter?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+4
Weia
Weia26.04.1809:13
jogoto
Und ja, ich möchte mich nur weil ich eine Messe besucht habe nicht ungefragt in Deiner Rewind wieder finden.
Ist das jetzt Persiflage oder meinst Du das allen Ernstes so?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+5
rosss26.04.1809:16
maczock
Fazit: Die DSGVO ist Bockmist.

Danke für deine Mühe und die (natürlich nicht vollständige) Auflistung. Teile davon habe ich auch schon herausgefunden, aber z.B. das mit dem Cookie-Banner ist mir ganz neu. Hast du da einen Link für mich?

Gestern habe ich Stunden damit verbracht, mir eine generierte Datenschutzerklärung durchzulesen und anzupassen. Die soll und muss laut Herausgeber so einfach geschrieben sein, dass jeder sie ganz einfach lesen kann. Diesen Test hat sie bei mir schon einmal nicht bestanden, viele Passagen erschließen sich nur nach zusätzlichem DSGVO-Studium oder bleiben nebulös.

Und das ist bislang nur die Spitze des Eisbergs.

Ich habe es schon geschrieben, und wiederhole es gerne: Es wäre wünschenswert, wenn die DSGVO klarstellen würde, dass Privatpersonen, Blogger, Vereine, Freiberufler, Handwerksbetriebe etc. bei Verstößen nicht kostenpflichtig abgemahnt, sondern mit angemessener Fristsetzung auf den Verstoß hingewiesen werden und somit nachbessern können.

Jahrelang habe ich fassungslos zugeschaut, was viele Zeitgenossen veröffentlicht haben, obwohl es gegen Persönlichkeitsrechte oder Urheberrechte verstößt. Jetzt bin ich fassungslos, wie hier mit gut gemeintem Ansatz ein Monster geschaffen wurde.

Mein Webhoster will übrigens einen DSGVO-konformen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag rechtzeitig vor dem 25. Mai fertig haben.
0
Weia
Weia26.04.1809:18
AppleUser2013
Wenn jemand von mir ein Foto macht ohne meine Erlaubnis, wäre ich definitv sauer...
Vorallem wenn sowas dann auch noch im Internet landet...
Du wärest sauer, wenn jemand fotografische Impressionen der letzten Musikmesse ins Internet stellt und irgendwo im Gewusel von zahllosen Messebesuchern stehst auch Du?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
Weia
Weia26.04.1809:25
Marcel Bresink
rosss
Private Fotos auf seiner Homepage zu zeigen
Das dagegen ist eine weltweite Veröffentlichung und verfolgt somit keinen privaten Zweck mehr.
Aber genau das geht doch völlig an der Lebensrealität der jungen Generation vorbei! Die würden Deinen Unterschied zwischen privat und im Internet überhaupt nicht verstehen.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-2
jogoto26.04.1809:26
Weia
jogoto
So wie bisher geht es einfach nicht weiter, da sind wir uns hoffentlich alle einig?
Nein, da sind wir uns absolut nicht einig.
Was war denn „bisher“ ein Problem?
Weia
Marcel Bresink
Sofern das ein privates Selfie ist, gilt dafür die DSGVO nicht
Aber was ist ein „privates Selfie“ im Instagram-Zeitalter?
Schön, dass Du Deine erste Frage mit der zweiten selbst beantwortest.
Weia
jogoto
Und ja, ich möchte mich nur weil ich eine Messe besucht habe nicht ungefragt in Deiner Rewind wieder finden.
Ist das jetzt Persiflage oder meinst Du das allen Ernstes so?
Nein und Jein. Ich bin jetzt wirklich nicht so, wie sonorman mich darstellt. Ich habe nichts dagegen fotografiert zu werden und ich würde vermutlich zu sehr vielem mein Einverständnis geben. Aber ich bin froh, dass ich durch die DSGVO wieder mehr Rechte bekomme und ich finde es eine Frechheit, mit welchem Selbstverständnis hier Fotografen nur an ihre eigenen Rechte denken und diejenigen, die eben nicht abgebildet werden wollen oder es sich irgendwann mal anders überlegen als bescheuerte Minderheit darstellen.
+1
rosss26.04.1809:29
Weia
AppleUser2013
Wenn jemand von mir ein Foto macht ohne meine Erlaubnis, wäre ich definitv sauer...
Vorallem wenn sowas dann auch noch im Internet landet...
Du wärest sauer, wenn jemand fotografische Impressionen der letzten Musikmesse ins Internet stellt und irgendwo im Gewusel von zahllosen Messebesuchern stehst auch Du?

Wenn es der NDR ist, der von der Messe berichtet, muss das vom erkennbaren Individuum auch in Zukunft hingenommen werden, wenn ich es richtig verstehe.

Wo kann ich mir einen Presseausweis kaufen?
+1
ela26.04.1809:30
In Bezug auf die Fotografie verstehe ich diesen zusätzlichen Aufwand auch nicht wirklich...

Hach, wie schön war das "Früher" ... Als Menschen, die sich auf einem Foto erkannten, jubelnd Ihre Freunde zusammenriefen oder einen Snapshot machten und ihn herum zeigten: "Da guck, ich bin in der Zeitung - War geil!"

Und übrigens: Wer auf einer öffentlichen Veranstaltung ist und zufällig auf Bildern auftaucht die veröffentlicht werden, der konnte auch bisher schon auf Unterlassung bestehen - Blogger/Webseiten mussten dann die genannten Bilder entfernen und gut war es.

Ich DENKE, dass auch weiterhin keine Abmahnungen von Privatpersonen zu erwarten sind. Abmahnen können MEINER MEINUNG nach doch nur andere Unternehmen, die sich benachteiligt fühlen (weil sie sich an alles halten und andere nicht, die dadurch einen Wettbewerbsvorteil haben). Ist also die Frage, ob sich nun Newsseiten gegenseitig abmahnen werden oder ob da eher Vernunft walten wird. (Wie das mit dem Abmahn-Geschäft aussieht weiß ich nicht - können Anwälte einfach für sich selbst abmahnen wenn sich jemand nicht an Regeln hält? Quasi als kleine Petze für die eigenen Brieftasche)

Was allerdings "spaßig" werden könnte: Wenn nun jemand kommt und sagt: "Du, das war ja bisher OK mit den Bildern, aber jetzt möchte ich das nicht [wg. Ausbildung/Arbeitgeber/Kundenstamm/etc.]. Bitte nimm alle Bilder mit mir von der Seite"
Das ist völlig legitim (war es bisher schon) - nur jetzt finde mal alle Bilder mit einer bestimmten Person drauf... Wird eine gute Gesichtserkennung (und damit zusätzliche, also MEHR Daten) zur Pflicht?. Bisher konnte man sagen: Das und dies und jenes bitte runternehmen.

Bei Portraits ist das noch recht einfach, weil man entsprechende Tags führen kann. Bei Personen die in Gruppen irgendwo auftauchen können... Oha!

Was ist mit dem Recht von Personen, Einsicht in alle gespeicherte Daten zu erlangen? Da liefert man dann alles an Text-infos aus Logfiles und ähnlichem... und dann sagt die Person: "Äh, und was ist mit [Links]? Da ist ein Foto auf dem ich im Hintergrund stehe... Wie viele Bilder hast Du noch mit mir?" ... Ja, wie, was weiß denn ich?!

Private Blogs dürfen weiterhin. Was privat ist und was nicht, weiß bisher schon keiner - Werbebanner auf der Seite, Affiliate-Link im Text - ZACK ...

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das funktionieren wird.
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Marcel Bresink26.04.1809:32
maczock
Siehe hier:
[...] Beim Aufruf Ihrer Webseite durch Besucher werden die IP-Adressen dieser Besucher erfasst und in Logfiles gespeichert.

Nicht die Hälfte unterschlagen. STRATO stellt in den Details klar, dass das so nicht stimmt:
https://www.strato.de/faq/article/557/So-erfahren-Sie- wie-oft-Ihre-Internet-Seiten-besucht-worden-sind.html
Aus datenschutzrechtlichen Gründen wird in den Logfiles der Hostname bzw. die IP-Adresse des Clients, der Ihre Website aufruft, anonymisiert.
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Weia
Weia26.04.1809:38
jogoto
Schön, dass Du Deine erste Frage mit der zweiten selbst beantwortest.
Hä, wieso tue ich das? Oder meinst Du, es sei ein Problem, dass privat und auf Instagram heute Synonyme sind? Das finde ich eben gerade nicht, sondern halte das für eine sehr positive Entwicklung. In jedem Fall ist das das Lebensgefühl der nachwachsenden Generation.
Ich bin jetzt wirklich nicht so, wie sonorman mich darstellt. Ich habe nichts dagegen fotografiert zu werden und ich würde vermutlich zu sehr vielem mein Einverständnis geben.
Das Problem ist doch aber, dass Du es jedesmal geben musst. Die Spontaneität ist dahin, auch wenn Du immer ja sagen würdest.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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Weia
Weia26.04.1809:43
rosss
Wenn es der NDR ist, der von der Messe berichtet, muss das vom erkennbaren Individuum auch in Zukunft hingenommen werden, wenn ich es richtig verstehe.

Wo kann ich mir einen Presseausweis kaufen?
Ja, genau diese Gewerbeschein-Mentalität, mit der geistige Greise die Welt von gestern festschreiben wollen, ist ja einer der grausligen Aspekte dieses Gesetzes.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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Dom Juan26.04.1809:43
jogoto
Aber ich bin froh, dass ich durch die DSGVO wieder mehr Rechte bekomme und ich finde es eine Frechheit, mit welchem Selbstverständnis hier Fotografen nur an ihre eigenen Rechte denken und diejenigen, die eben nicht abgebildet werden wollen oder es sich irgendwann mal anders überlegen als bescheuerte Minderheit darstellen.
Hier liegt der Hund begraben. Du und viele andere gehen von verschieden Situationen aus, glaube ich. Du wirfst Hobbyphotographen, Urlauber, Blogger usw in eines Sack und zeichnest das grade ziemlich schwarz. Springt der gemeine böswilligen Photograph grade hinter der Ecke hervor, blitzt Dir ins Gesicht und haut dann ab ist das natürlich eine Frechheit und nicht ok. Sitze ich mit meiner Freundin bei einer Diskussion an einem Cafétisch in Venedig, dann mag die Szene ja künstlerisch toll sein, kann ich auch gut verstehen und sowas hab ich auch schon abgelichtet - dann gehe ich aber (als Photograph) zu den wenigen Personen hin, entschuldige mich für die Störung, zeige ihnen das Photo, frage ob ich es für (in meinem Fall meine private Bibliothek) behalten darf und ob sie eine Kopie zugeschickt haben wollen. Das war schon immer so, wurde zumindest von der Nettikette verlangt.

Mit dem Gesetz so wie ich es verstehe werde ich nicht mal ein Urlaubsphoto vom Sankt Markus Platz an meine Familie mehr schicken können. Zumindest nicht, ohne schriftliche Zustimmung der rund 2000 Menschen. Und genau daran hängen sich hier halt viele auf.

Öffentliches Leben heißt nicht umsonst so Dachte ich zumindest.
+1
Weia
Weia26.04.1809:47
TFMail1000
WAS sich aber ändert ist, das nicht jedermann alles ungefragt in die Welt hinaus postet.
Und dass finde ich absolut in Ordnung.
Genau! Wo kämen wir hin, wenn wir alle uns ein ungefiltertes Bild von der Welt machen könnten!

Verstecken wir doch besser alle Fotos bei uns zuhause im Karton für Schmuddelbilder …
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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Weia
Weia26.04.1809:53
pp81
Man will, dass nur die institutionalisierte Presse Bilder liefert. So bekommt man die Deutungshoheit über sämtliche Ereignisse zurück.

Auch machen die neuen Regelungen es Bloggern und sonstigen "Alternativanbietern" schwieriger, rechtssicher zu agieren. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Ja, dieser Eindruck drängt sich mir auch auf.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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rosss26.04.1809:56
Dom Juan
dann gehe ich aber (als Photograph) zu den wenigen Personen hin, entschuldige mich für die Störung, zeige ihnen das Photo, frage ob ich es für (in meinem Fall meine private Bibliothek) behalten darf und ob sie eine Kopie zugeschickt haben wollen. Das war schon immer so, wurde zumindest von der Nettikette verlangt.

Wenn ich es richtig verstanden habe, ist es aber zukünftig eben so, dass du vor dem Foto eine Einverständniserklärung von allen abgelichteten Personen besorgen musst. Die Einverständniserklärung muss schriftlich vorliegen, damit du sie beweisen kannst. Du musst deine Daten an die fotografierten Personen herausgeben, damit diese ggf. später die Einwilligung widerrufen können. Ich weiß nicht, ob man diese Personen später informieren muss, wenn man umzieht oder eine neue Telefonnummer/Mailadresse bekommt.

Möglicher Ausweg: Wieder analoge Fotos machen, das gilt angeblich nach DSGVO nicht als Datenverarbeitung.
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Weia
Weia26.04.1809:58
jogoto
Die „Schöne neue Welt“ hat damit angefangen. Du bekämpfst hier einen Heilungsversuch anstatt die Krankheit.
Transparenz als Krankheit und Kontrollmacht als Heilung. Warum erinnert mich das an finsterste Zeiten?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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Weia
Weia26.04.1810:02
sonorman
Damit bleibt nur die massenhafte Unkenntlichmachung, oder der komplette Verzicht auf solche eigentlich vollkommen harmlosen Bilder. Das ist Absurdistan!

Um die Persönlichkeitsrechte weniger (vermeintlich) besser zu schützen, werden hier pauschal sehr viele starken Einschränkungen, rechtlicher Unsicherheit und damit möglichen finanziellen Risiken unterworfen. Ich finde das extrem ungerecht und falsch.
Völlige Zustimmung.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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Weia
Weia26.04.1810:04
jogoto
sonorman
Um die Persönlichkeitsrechte weniger (vermeintlich) besser zu schützen, werden hier pauschal sehr viele starken Einschränkungen, rechtlicher Unsicherheit und damit möglichen finanziellen Risiken unterworfen.
Aha, die Fotografen sind also in der Mehrheit während die Fotografierten eine Minderheit bilden?
Wieso denn die Fotografen? Die interessierte Öffentlichkeit ist es, die hier eingeschränkt wird, weil ihr Bilder vorenthalten werden. Und ja, die Öffentlichkeit ist immer die Mehrheit.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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Wurzenberger
Wurzenberger26.04.1810:08
Dom Juan
Mit dem Gesetz so wie ich es verstehe werde ich nicht mal ein Urlaubsphoto vom Sankt Markus Platz an meine Familie mehr schicken können. Zumindest nicht, ohne schriftliche Zustimmung der rund 2000 Menschen.
EU-DSGVO
Art. 2 Sachlicher Anwendungsbereich
(...)
(2) Diese Verordnung findet keine Anwendung auf die Verarbeitung personenbezogener Daten
(...)
C) durch natürliche Personen zur Ausübung ausschließlich persönlicher oder familiärer Tätigkeiten,

Geht doch.
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mac_hh
mac_hh26.04.1810:13
ela
Wird eine gute Gesichtserkennung (und damit zusätzliche, also MEHR Daten) zur Pflicht?

Facebook versucht gleich mal, im Rahmen der DSGVO die seit 2012 in Europa nicht erwünschte Gesichtserkennung wieder einzuführen:
Die umstrittene Funktion war seit 2012 in den Ländern der EU nicht mehr verfügbar. Facebook wolle im Zusammenhang mit der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) Verfahren testen, mit denen die Anwender selbst entscheiden, welche Daten sie öffentlich teilen wollen und welche nicht.


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