Freitag, 8. Juni 2012

Apples langjähriger "Senior Vice President of Marketing" Phil Schiller ist jedem ein Begriff, der schon einmal Keynote-Übertragungen verfolgt hat. Auf den Events tritt Phil Schiller sehr gerne als "God of Demo" auf, demonstriert neue Produkte und sorgt oft durch humorvolle Präsentationen für lautes Lachen im Publikum. In einem ausführlichen Artikel geht Bloomberg darauf ein, welchen Einfluss Phil Schiller bei Apple genießt, welche wichtigen Entscheidungen auf ihn zurückgehen und welche Herausforderungen sich Schiller bieten. Während Schiller auf der Bühne gerne die "Spaßkanone" gibt, so geht es hinter den Kulissen natürlich erheblich ernsthafter zu. Als einer der engsten Vertrauten von Steve Jobs war und ist es unter anderem Schillers Aufgabe, Zielmärkte zu erkennen, Spezifikationen zu bestimmen, Preise festzusetzen und Apples Marketing-Maschinerie in Gang zu setzen. Es war Schiller, der die Idee des Scroll Wheels beim ersten iPod aufbrachte und der sich hinter die Entwicklung des iPads stellte, als die Marktchancen des Geräts von einigen wichtigen Führungskräften kritisch beurteilt wurden. Auf Schiller gehen auch bekannte Werbekampagnen wie die iPod-Tänzer oder die "Get a Mac"-Clips zurück.

Nach dem Tod von Steve Jobs behielt Schiller erwartungsgemäß die Position des Marketing-Chefs. Weiterhin gilt Schiller als einer derjenigen bei Apple, der die Marke besonders stark verteidigt. Gelangen Produkt-Spezifikationen vor der offiziellen Vorstellung an die Öffentlichkeit, so drängt Schiller darauf, die undichten Stellen zu finden und den Schuldigen ausfindig zu machen. Schiller arbeitete intensiv an den recht restriktiven Vorgaben für Entwickler mit und gilt als Verfechter der Überzeugung, Apples Ökosystem frei von Inhalten wie Pornografie zu halten. Kritischere Stimmen merken jedoch an, dass Schiller bei aller Detailliebe und Hang zur Kontrolle eventuell der Blick auf Innovationen und neue Ideen fehlen könnte, die allerdings zwingend erforderlich sind, um Apples Ruf beizubehalten. Apple müsse sich regelmäßig neu erfinden und vor allem die hoch gesteckten Erwartungen erfüllen. Trip Chowdhry von Global Equities Research stellt dazu die Frage, welchen Multi-Milliarden-Dollar Markt Apple noch betreten und revolutionieren könne. Apple befinde sich derzeit ganz oben - doch ohne große Neuerungen gebe es auf der Spitzenposition nur einen Weg, nämlich den nach unten.
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Kommentare

markuspb15g4
markuspb15g408.06.12 10:25
Sehr guter Mann...
MacGay
MacGay08.06.12 10:30
nur nach unten? Sorry neue Materialien wie Liquid Metal z.b. könnten neuem Design Vorteile erschaffen...

Ob es Bauteile und später Geräte aus Liquid Metal geben wird bleibt spannend.
Jedoch könnte es wieder Vorsprung bedeuten...

Noch ist fraglich ob die spitze schon erreicht wurde... Ich denke noch nicht!


jensche08.06.12 10:33
Also viele Ski Hersteller haben Liquid Metal Skis und dies seit sicher 5-10 Jahren... darum glaube ich gehts nicht mehr lange bis solche Materialien bei apple kommen...

Das neue iPhone 5 Gehäuse welches rumkursiert sieht mir stark danach aus.
Cupertimo08.06.12 10:39
MacGay
Ja, ohne große Neuerungen geht es tatsächlich nur nach unten, wenn man schon ganz oben steht.
sierkb08.06.12 10:57
MacGay,
jensche:

,
jensche08.06.12 11:04
hehe... ja der darf doch nichts sagen... ich behaupt das iPhone Rückteil ist schon Liquid metal.

Schau Liquid metal Produkte gibts wie sand am meer: http://www.amazon.com/Head-Liquidmetal-4-Tennis-Racquet/dp/B0000C85M0
Und die müssen super stabil sein...

also abwarten.
Walter Plinge
Walter Plinge08.06.12 11:05
Aus dem Artikel:

" [...] Es war Schiller, der die Idee des Scroll Wheels beim ersten iPod aufbrachte und der sich hinter die Entwicklung des iPads stellte, als die Marktchancen des Geräts von einigen wichtigen Führungskräften kritisch beurteilt wurden. [...]"

" [...] Kritischere Stimmen merken jedoch an, dass Schiller bei aller Detailliebe und Hang zur Kontrolle eventuell der Blick auf Innovationen und neue Ideen fehlen könnte, [...]"

Wie bitte, passt das denn zusammen? In der Vergangenheit hat ihm dieser Blick offensichtlich nicht gefehlt.
Bernd Eichhorn08.06.12 11:05
Bis das mit dem Flüssigmetall soweit ist, kann man ja durchsichtiges Aluminium (ALON) nehmen. Das soll sogar härter als Glas sein und der Geek-Faktor ist vielleicht noch um einiges höher als beim Flüssigmetall.
MacGay
MacGay08.06.12 11:08
sierkb : der ist nicht mehr bei LQMT und wusste auch nichts vom simwerkzeug...
10 Berichte, 10 Meinungen...

Abwarten, ansonsten:


jensche08.06.12 11:09
ich verstehe nicht warum LQMT nicht so weit sein soll, Head hat schon seit sicher 5-10 Jahren komplett Skis und Tennis Raquets mit Liquidmetal.
MacGay
MacGay08.06.12 11:13
es gab auch schon ein handy aus Liquid Metal :

jensche08.06.12 11:19
Also... wenn dieses Handyrückteil echt ist... ist mein Tipp... es ist aus LQMT.
((das Rückteil von diesem China Video...))
Quickmix
Quickmix08.06.12 13:03
Es gibt noch einen weiteren Weg. Oben bleiben.
Stefan S.
Stefan S.08.06.12 13:27
Der Weg nach unten - na und, dann halt nicht mehr Marktführer. Sowas interessiert nur Shareholder. Ich will einen guten Computer und Smartphone/Tablet ist auch prima. Aber ich muss das nicht von einem Marktführer haben.
Manning, Snowden,Levison & - teilweise - Feinstein sind Helden und Obama stinkt.
qbert
qbert08.06.12 14:08
Der Analysten-Kommentar:
Apple befinde sich derzeit ganz oben - doch ohne große Neuerungen gebe es auf der Spitzenposition nur einen Weg, nämlich den nach unten.

hat ungefähr dieselbe Qualität wie:
So jung wie heute kommen wir nicht mehr zusammen.

Mann, Mann Mann, ...
orion
orion08.06.12 14:17
Hier mal nur zwei Beispiel von Firmen, die in Ihrem Bereich mal ganz oben waren, als da wären:
- Technics: Super HiFi Hersteller der 70er und tlw. 80er. Hat dann angefangen für die Masse zu produzieren, Qualität ging den Bach runter...
-Sony: Walkman Erfinder. Innovative Firma in den 80ern... Strauchelt grad, innovationslos.

Merke: Hochmut kommt vor dem Fall. Sollte Apple die Innovationskraft ausbleiben, oder die Marke mal uncool werden, wird es schneller bergab gehen als man denkt...
iSoul
iSoul08.06.12 14:56
"Trip Chowdhry von Global Equities Research (...) - doch ohne große Neuerungen gebe es auf der Spitzenposition nur einen Weg, nämlich den nach unten."
Ich frage mich, woher die Neigung stammt, Untergangsszenarien heraufzubeschwören. Freude an der Verbreitung von Angstdenken?
Apple ist sich seines Erfolgsrezepts voll bewusst. Auf einer "Spitzenposition" zu stehen (was immer man darunter verstehen will), war nie Apples erklärtes Ziel, sondern erstklassige Produkte zu kreieren. Es gibt keinen Grund anzunehmen, warum Apple dieses in Zukunft nicht weiterhin machen sollte.
Neben dem Weg "nach unten" gibt es auch die Möglichkeit, eine Position zu halten. Natürlich werden einzelne Produktkategorien von der Weiterentwicklung bzw. Marktsättigung "überholt", wie beim iPod sichtbar wird. Aber eines von Apples Kerntalenten ist es auch, "Lücken" in aktuellen Märkten zu erkennen und Antworten darauf zu finden. Apple ist ein Magnet für "Brainpower" und beheimatet die innovativsten Köpfe. ich bin sehr zuversichtlich, dass Apple unsere Welt noch mit vielen Innovationen bereichert.
MacGay
MacGay08.06.12 15:03
iSOUL : klingt wie Musik Deine Worte... wahr, so wahr...
dom_beta08.06.12 22:29
Seinem Gesichtsausdruck bei der Lion-Vorstellung zu urteilen, ist er ein Mann, dem Dinge wohl am Herzen liegen und Sachen ernst nehmen. Das ist selten.
.........

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Mein erstes Apple Produkt war ein...

  • Desktop-Mac (PPC oder Intel)29,2%
  • Apple-Notebook (PPC oder Intel)18,2%
  • Klassischer Macintosh (68k)24,6%
  • Apple-Notebook/Portable (68k)2,8%
  • iPod14,5%
  • iPhone4,2%
  • iPad0,2%
  • Apple Watch0,0%
  • Andere Apple-Peripherie (Drucker, Webcam, Maus, Tastatur etc.)0,2%
  • Apple I/II, Lisa5,0%
  • Sonstiges1,2%
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