Kurz: Indien will Herausgabe von iOS-Quellcode erzwingen +++ TSMC wegen Apple und Nvidia mit Rekordzahlen


Gerade erst konnte verhindert werden, dass auf allen iPhones in Indien zwingend eine nicht löschbare App "zur Kommunikationssicherheit" zu installieren war (siehe unter anderem
hier), da gibt es die nächste Baustelle. Beim entschlossenen Vorgehen gegen Cyberkriminalität macht Indien erneut auch vor radikalen Maßnahmen keinen Halt. 83 neue
Regelungen sollen folgen, von denen vor allem die Herausgabe von System-Quellcode für Widerspruch sorgt.
Um Systeme auf Sicherheitslücken zu überprüfen, sollen Hersteller nämlich den Code an spezialisierte Behörden übermitteln. Updates sind im Voraus anzumelden, sodass die entsprechenden Verfahren eingeleitet werden können. Dagegen wehren sich die Tech-Unternehmen verständlicherweise, wenngleich die Ideen alles andere als neu sind und aus dem Jahr 2023 stammen. Apple hat durchaus Erfahrungen mit genau dieser Sachlage, denn auch China sowie die USA wollten in der Vergangenheit schon einmal selbiges erreichen. Mit 750 Millionen aktiven Mobiltelefonen ist Indien der weltweit zweitgrößte Markt, weswegen Hersteller sich kaum zurückziehen und ihr Geschäft aufs Spiel setzen wollen – der Ausgang bleibt daher spannend.
TSMC (auch wegen Apple) mit RekordzahlenWenn es Apple gut geht, dann profitieren meist auch die Zulieferer davon – vor allem, wenn es sich um essenzielle Komponenten wie die Hauptprozessoren für iPhone und Mac handelt. Die Quartalszahlen von TSMC sprechen hier eine deutliche
Sprache und übertrafen die Erwartungen. Erzielte man vor einem Jahr noch 27,6 Milliarden Dollar Umsatz, so waren es im abgelaufenen Dreimonatszeitraum bereits 33,11 Milliarden Dollar.
Als zwei der wichtigsten Gründe für das erfolgreiche Abschneiden zählen Apple und Nvidia. TSMC konnte Branchenexperten zufolge unter anderem im Bereich von Chips für KI-Anwendungen punkten – also Nvidias Grafikkarten. Allerdings sorgte Apple ebenfalls für überdurchschnittlich hohe Nachfrage. Vor allem das iPhone 17 schnitt wohl besser als gedacht ab, und die dafür entwickelten A-Prozessoren (sowie die aktuellen M-Chips im Mac) gehören zu den besonders aufwendigen SoC-Designs auf TSMCs modernsten Fertigungsprozessen.