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macOS von Sierra bis Sonoma: Welche Sicherheitsupdates Apple zur Verfügung stellt

Mac-Nutzer, die Wert auf größtmögliche Sicherheit legen, müssen stets die aktuelle Version von macOS einsetzen, derzeit also Sonoma. Apple versorgt zwar auch ältere Ausgaben des hauseigenen Betriebssystems mit Updates, allerdings gilt das nur für die zwei vorherigen Versionen, aktuell folglich Ventura und Monterey. Für diese stellt das Unternehmen darüber hinaus nach eigenen Angaben nicht zwingend sämtliche Sicherheitspatches zur Verfügung, sodass unter Umständen etliche Lücken und Schwachstellen dauerhaft offen bleiben und Besitzer von Apples Desktops und Notebooks möglicherweise Angriffen ausgesetzt sind. Der integrierte Malware-Schutz von macOS verrichtet allerdings auch dann noch seinen Dienst.


Mit Sonoma ist man auf der sicheren Seite
Grundsätzlich lassen sich macOS-Updates in drei Kategorien unterteilen: Sicherheitspatches, Behebungen von nicht sicherheitsrelevanten Fehlern sowie Aktualisierungen von XProtect und Malware Removal Tool (MRT), also des im System vorhandenen Viren- und Trojanerschutzes. In den Genuss all dieser Maßnahmen kommen seit einigen Wochen allerdings nur noch Nutzer von macOS 14 Sonoma, das am 26. September dieses Jahres erschienen ist.

Ventura wird nach wie vor mit Sicherheitsupdates versorgt
Im Falle von macOS 13 Ventura stellte Apple wie üblich nach der Veröffentlichung von dessen Nachfolger die Versorgung mit Bugfixes ein, welche nicht im Zusammenhang mit Sicherheitslücken stehen. Sicherheitspatches kommen nach wie vor, aber nicht alle Lücken, welche Apple in Sonoma behebt, werden zwingend auch in Ventura geschlossen. Updates mithilfe von Rapid Security Response gibt es offiziell für Ventura nicht mehr. Es ist allerdings nicht gänzlich ausgeschlossen, dass Apple in sehr wichtigen Fällen trotzdem noch einmal zu diesem Mittel greift. Der integrierte Malware-Schutz wird in macOS 13 ebenso häufig aktualisiert wie in macOS 14. Nutzer der früheren Version bleiben also im Großen und Ganzen auf der sicheren Seite, ein Update auf Sonoma ist aber dennoch zu empfehlen.

Monterey bietet nur noch eingeschränkte Sicherheit
macOS 12 Monterey erhielt bereits in der Vergangenheit weniger Sicherheitspatches als macOS 13 Ventura. Seit mehr als einem Jahr stellt Apple zudem keine allgemeinen Bugfixes mehr zur Verfügung. Darüber hinaus kommt laut Howard Oakley in der mittlerweile zwei Jahre alten Ausgabe des Mac-Betriebssystems eine ältere Version von XProtect zum Einsatz, welche nicht so leistungsfähig ist wie die aktuelle Fassung. Was die Sicherheit betrifft, wird sich der Abstand zu macOS Sonoma in den kommenden Monaten folglich erheblich vergrößern. Wer seinen Mac dennoch weiterhin mit dieser älteren Version von macOS betreiben möchte, sollte auf jeden Fall die Updates von Safari installieren, welche Apple nach wie vor zur Verfügung stellt.

Big Sur, Catalina und ältere macOS-Versionen
Das letzte Sicherheitsupdate für macOS 11 Big Sur erschien im September dieses Jahres, im Falle von macOS 10.15 Catalina liegt es mehr als ein Jahr zurück. Beide Betriebssysteme erhalten auch keine Safari-Aktualisierungen mehr. Nutzer sollten daher aus Sicherheitsgründen ernsthaft darüber nachdenken, einen anderen Browser wie etwa Firefox, Chrome oder Microsoft Edge einzusetzen. Den integrierten Malware-Schutz versorgt Apple hingegen nach wie vor mit Updates, er ist allerdings ebenso wie in macOS Monterey leistungsmäßig nicht auf dem neuesten Stand. Letzteres gilt auch für macOS 10.14 Mojave, macOS 10.13 High Sierra und – allerdings möglicherweise in eingeschränkter Form – macOS 10.12 Sierra. All diese Versionen sollte man ohne wirklich triftigen Grund nicht mehr einsetzen oder lediglich ohne Internetzugang betreiben.

Kommentare

HAL 9000
HAL 900022.10.23 12:27
Es lebe die Nachhaltigkeit.

An allen Ecken und Enden wird von der Nachhaltigkeit gefaselt. Oder dem "Recht auf Reparatur". Aber wozu soll das gut sein? Ältere Geräte werden nicht obsolet, weil sie defekt sind. Sondern weil sie "veraltet" sind. Dagegen hilft auch keine Reparatur.

Auf meinem 10 Jahre alten iPad mini der ersten Generation (2013) läßt sich z. B. weder die Webseite des Spiegels noch die Webseite der Grünen vernünftig darstellen. Aber das Gerät funktioniert ansonsten tadellos mit iOS 9.3.5 (August 2016). Nach 7 Jahren ist das neuste verfügbare OS bzw. der Browser aber schon "veraltet"...

Vielleicht gibt es eine "geplante Obsoleszenz" durch die Hersteller der Hard- und Software.
Aber es gibt auch eine "gedankenlose Obsoleszenz" durch die Anbieter von Inhalten...

Und zudem kommt dann immer der Hammer der "Sicherheit". Verwende bloß kein älteres System, das könnte unsicher sein...
+3
vta26.10.23 10:27
"wobei Apple wie üblich dazu neigt, in älteren Systemen nicht alle in den aktuellen OSen gefixte Lücken zu stopfen."
-1

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