iMac 27 Zoll mit Core i3

Kurztest des neuen iMac Unibody

Apple hat uns freundlicherweise ein Testgerät des neuen iMac Unibody mit Intels Core i3 zukommen lassen, welches wir in nachfolgenden Leistungstests mit bisherigen Modellen verglichen haben. Das neue Einstiegsmodell mit Core i3 kann sich dabei in den Leistungswerten vom zuvor aktuellen iMac mit Core 2 Duo absetzen. Besonders von der schnelleren RAM-Anbindung kann der Core i3 deutlich profitieren und ist sogar dem großen Bruder erstaunlich dicht auf den Fersen. Abgesehen vom Intel-Prozessor hat sich jedoch sonst wenig geändert, so dass wir an dieser Stelle auf den ausführlicheren Testbericht zum iMac 27 Zoll mit Core i5 verweisen: http://www.mactechnews.de/reports/report/iMac-27-Zoll-im-Test-4150.html

Benchmarks

CINEBENCH R10 CINEBENCH R11.5 Geekbench 2.1 Xbench
1 CPU x CPU OpenGL 1 CPU x CPU OpenGL Score Integer Float Memory Stream
iMac 27 Zoll (2010) [1] 3891 9040 6759 1,04 2,71 27,49 5999 4616 9002 4366 3600 195
iMac 27 Zoll (2009) [2] 3878 12170 6998 - - - 6566 5094 10498 3668 3760 286
iMac 21,5 Zoll (2009) [3] 3503 6541 6903 - - - 4292 3513 6369 3053 2231 209
Mac mini [4] 2727 4916 4555 0,71 1,38 11,39 2772 2224 3944 2119 1895 197

[1] iMac11,3; Intel Core i3 3,2 GHz; 1333 MHz Bus; 4 GB RAM; ATI Radeon HD 5670 512 MB
[2] iMac11,1; Intel Core i5 2,66 GHz; 1066 MHz Bus; 4 GB RAM; ATI Radeon HD 4850 512 MB
[3] iMac10,1; Intel Core 2 Duo 3,06 GHz; 1066 MHz Bus; 4 GB RAM; ATI Radeon HD 4670 256 MB
[4] Macmini4,1; Intel Core 2 Duo 2,4 GHz; 1066 MHz Bus; 2 GB RAM; NVIDIA GeForce 320M 256 MB

Stromverbrauch

Im Vergleich zum älteren iMac 27 Zoll mit Core i5 fällt der Stromverbrauch des neuen Unibody-Modells mit Core i3 etwas geringer aus. Erreichte der Core i5 hier beim Einschalten Spitzenwerte von über 210 Watt, bleibt der Core i3 unter einer Leistungsaufnahme von 190 Watt. Wie bei allen bisherigen iMac spielt auch beim neusten Modell das Display eine entscheidende Rolle für den Stromverbrauch. Durch die Reduzierung der Helligkeit kann die Leistungsaufnahme um bis zu 90 Watt gesenkt werden.

Magic Trackpad

Zusammen mit dem neuen iMac hatten wir auch die Möglichkeit, das Magic Trackpadzu testen. Nach der Installation der notwendigen Treiber-Software über Apples Software-Aktualisierung konnte das Magic Trackpad mit Hilfe eines Assistenten eingerichtet werden. Mangels Tasteneingabe erfolgt dies fast vollautomatisch. Danach stehen einem die erweiterten Gesten des Trackpads zur Verfügung, die man nach einiger Zeit meist nicht mehr missen will. Besonders praktisch ist das Trackpad für den Einsatz im Wohnzimmer auf der Couch, wo eher selten geeignete Unterlagen für eine Maus unmittelbar zur Verfügung stehen. Die (Computer)-Maus auf dem Knie ist dem Trackpad deutlich unterlegen. Wer allerdings bisher schon einem Trackpad nichts abgewinnen konnte, dürfte auch an Apples Magic-Variante wenig Gefallen finden.

Ein Fazit

Verglichen mit dem Vorgängermodell bietet der iMac Core i3 deutlich mehr. Wer nur deswegen zu einem i5 gegriffen hätte, um die aktuelle Prozessorgeneration einzusetzen, den QuadCore aber eigentlich nicht braucht, findet das fast perfekte Gerät. Der i3 ist leistungsfähig, verfügt über eine moderne Grafikkarte und reicht für alle Alltagsaufgaben mehr als aus. Im Apple Store kostet die Standardkonfiguration 1699,- Euro, das sind 200 Euro mehr als der iMac 27" Core 2. Dafür erhält man allerdings eine Grafikkarte mit doppelt so viel Grafikspeicher und den spürbar leistungsfähigeren Prozessor. Der "kleinste" 27" iMac ist damit teurer geworden; bietet aber auch erheblich mehr.


Zuletzt noch ein ungefilterter Erfahrungsbericht aus dem sehr persönlichen Blickwinkel eines Nutzers, für den seit Jahren kein neuer Mac in Frage kam:


Auf der Suche nach einem neuen Computer, der ein Nachfolger für mein 6 Jahre altes PowerBook werden soll, hatte ich die Möglichkeit, über ein Wochenende den neuen iMac 3,2 GHz Intel Core i3 auszuprobieren. Ein paar vergleichende Eindrücke:

CPU

Mein PowerBook hatte noch einen Motorola-Prozessor, sodass ich in letzter Zeit eine Vielzahl von Updates und neuen Programmen überhaupt nicht mehr benutzen konnte. Mit dem Intel-Prozessor des iMac wäre dieses Problem natürlich gelöst.

Was die Geschwindigkeit angeht, ist der Vergleich natürlich auch eindeutig: War meine CPU-Power bisher bei jedem Abspielen eines YouTube-Videos vollständig beansprucht und HD-Filme nicht ruckelfrei abspielbar, könnte man am iMac 6 HD-Filme ohne Probleme gleichzeitig abspielen.
Zum Spaß habe ich mal auf beiden Computer ein Benchmark-Tool von Maxon laufen lassen. Ein vergleichendes Ergebnis war nur für den CPU möglich, da die Grafikkarte des PowerBooks wahrscheinlich zu alt war.
Ergebnis: PowerBook 0,23 Punkte; iMac 2,69 Punkte (also ca. 10x schneller)

Hardware

Was für meine Zwecke besonders praktisch wäre, ist der 27‘‘ große Monitor (ggü. 15" bisher): Musste ich bisher öfters Fenster hintereinander anordnen, kann man hier alles bequem nebeneinander schieben und hat trotzdem noch genug Platz.
Die maximale Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln lässt den Monitor problemlos zum Ersatz für einen Fernseher werden (vorausgesetzt man hat Empfangsmöglichkeiten). Realen Raum nimmt dieser Monitor natürlich entsprechend ein, aber da er so flach ist, bleibt trotzdem mehr Schreibtischfläche davor übrig, als man denkt.

Zu der mir zur Verfügung stehenden Variante gehörte ein Apple Wireless Keyboard (Deutsch) und die Magic Mouse.
Die Tastatur ohne Ziffernblock sah vor dem Monitor geradezu mickrig aus, ist sie doch genauso breit wie meine alte PowerBook-Tastatur. Mir persönlich fehlte da der Ziffernblock, außerdem würde ich eine Kabeltastatur einer Funktastatur vorziehen (diese Variante ist aber auch bestellbar).
Gleiches gilt für die Maus. Auch hier würde ich die Kabelversion bevorzugen. Aber ansonsten ist die Magic Mouse natürlich sehr faszinierend: Es fühlt sich an, als hätte man gar nichts in der Hand und jede Bewegung des Fingers führt zum vertikalen oder horizontalen Scroll-Effekt, was manchmal doch sehr störte (aber wahrscheinlich nur Gewöhnungssache ist). Im Vergleich zur Apple Mouse fehlen die Tasten an der Seite.
Die Anschlüsse von iMac sind gar nicht so verschieden zu meinem alten PowerBook; lediglich die Zahl der USB-Ports ist größer.

Fazit

Natürlich ist der Übergang vom PowerBook 1,67 GHz PowerPC G4 zum iMac 3,2 GHz Intel Core i3 ein großer Schritt (es liegen ja auch 6 Jahre Entwicklung dazwischen). Die paar Kleinigkeiten, die mir negativ aufgefallen sind, sind meisten Gewöhnungssache oder durch alternative Ausstattung (zB größere Tastatur) zu regeln.

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