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Zwangsarbeit bei Apple-Zulieferer? US-Sanktionen gegen chinesischen Bekleidungs-Produzenten

Apple hat sich unter Tim Cook zu einem Unternehmen entwickelt, das ein großes Bewusstsein für Umweltthemen und sozialpolitisches Engagement zeigt. Als sich Apple zu Beginn von Tim Cooks Wirken als CEO Kritik wegen der Arbeitsbedingungen chinesischer Zulieferer ausgesetzt sah, stellte der Apple-Chef weitreichende Verbesserungen in Aussicht. Bei einem Bekleidungs-Zulieferer des Unternehmens soll es jüngst jedoch zu Menschenrechtsverletzungen gekommen sein. Es geht um den Vorwurf der Zwangsarbeit.


US-Sanktionen gegen Apple-Zulieferer
Apple hat The Guardian zufolge Kleidung des chinesischen Betriebs Changji Esquel Textile importiert, der zur in Hongkong ansässigen Unternehmensgruppe Esquel gehört. Die US-Regierung erließ im Juli Sanktionen gegen Changji Esquel Textile und 10 andere chinesische Betriebe, weil ihnen Verletzungen der Menschenrechte in der Xinjiang-Region zur Last gelegt werden. Aufgrund der Sanktionen dürfen die betroffenen Unternehmen weder US-Technologie noch andere amerikanische Güter beziehen.

Der US-Handelsbeauftragte Wilbur Ross kommentierte den Schritt damit, verhindern zu wollen, dass die Kommunistische Partei in China US-Produkte „für ihre verabscheuungswürdigen Angriffe auf die schutzlose muslimische Minderheit im Land einsetzt“. Hinzu komme der Schutz von Menschenrechten. Esquel bestreitet die im Zuge der Sanktionen erhobenen Vorwürfe. Das Unternehmen habe nie Zwangsarbeit betrieben.

Apples Unternehmensverhältnis zu Esquel
Esquel beliefert viele US-Modefirmen, darunter Nike und Tommy Hilfiger. Dem Bericht zufolge bezog auch Apple Kleidung der Unternehmensgruppe. Konkret geht es um die blauen Hemden und weitere Artikel, die Mitarbeiter der Apple Stores in den jeweiligen Ladengeschäften tragen. Esquel listete Apple bis vor Kurzem als „Großkunden“. Die Zusammenarbeit beider Unternehmen begann 2014, als sich Apple nach einem Produzenten nachhaltiger Modeartikel für Mitarbeiter umsah. Im selben Jahr schickte Esquel über 50.000 Einheiten von Modeartikeln an den Logistikbetrieb Arvato Digital Services, der wiederum Apple beliefert. Die Frachtunterlagen nennen Apple als „contact party“. Einen Monat vor den jüngsten Sanktionen der US-Regierung lieferte Esquel Baumwolle-Shirts für Frauen an einen Apple Store in Kalifornien.

Apple äußerte sich in Form einer Stellungnahme zum Unternehmensverhältnis zum chinesischen Betrieb: „Esquel ist kein direkter Apple-Zulieferer, aber unsere Zulieferer verwenden Baumwolle der Esquel-Fabriken in Guangzhou und Vietnam. Wir haben bestätigt bekommen, dass unserer Zulieferer weder jetzt noch in Zukunft Baumwolle von Niederlassungen in Xinjiang beziehen.“

Kommentare

macguy11.08.20 08:46
Apple hat sich unter Tim Cook zu einem Unternehmen entwickelt, das ein großes Bewusstsein für Umweltthemen.

Blindes Abschreiben der Marketingaussagen? Eher mehr Greenwashing. Alles verklebt und verlötet.

Früher konnte man selbst MacBooks (Pro) selbst reparieren und RAM, Festplatte, Akku etc. austauschen und muss es nicht neu kaufen oder teuer reparieren lassen, falls es sich überhaupt lohnt. Umweltfreundlich schaut anders aus.

Mal schauen wie viele Daumen runter dafür bekomme.
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Lailaps
Lailaps11.08.20 09:25
macguy
Apple hat sich unter Tim Cook zu einem Unternehmen entwickelt, das ein großes Bewusstsein für Umweltthemen.

Blindes Abschreiben der Marketingaussagen? Eher mehr Greenwashing. Alles verklebt und verlötet.

Früher konnte man selbst MacBooks (Pro) selbst reparieren und RAM, Festplatte, Akku etc. austauschen und muss es nicht neu kaufen oder teuer reparieren lassen, falls es sich überhaupt lohnt. Umweltfreundlich schaut anders aus.

Mal schauen wie viele Daumen runter dafür bekomme.

Die Wahrheit kann für manche grausam sein.
Her mit der Pizza-Mix
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MikeMuc11.08.20 09:45
Wie kann man das kontrollieren wo die Baumwolle tatsächlich her kommt? Nicht das die einfach erstmal von a .Mac B gefahren wird, damit man sie „als aus b stammend“ verkaufen kann.
Ist ja nicht so, das sowas sogar in unserer EU nicht auch schon passiert ist.
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Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex11.08.20 09:49
MikeMuc
Ist ja nicht so, das sowas sogar in unserer EU nicht auch schon passiert ist.

Ist doch genau wie bei "Made in irgendwas" - dafür muss nicht das ganze Produkt dort hergestellt worden sein. Auch Made in Germany ist kein Garant, dass nicht nur der letzte Arbeitsschritt in der Produktion in good old germany geschehen ist.
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