Sammelklage: Irreführende Siri-Ankündigung kostet Apple 250 Millionen Dollar


Nach der WWDC 2024 hatte Apple die große Werbetrommel für Apple Intelligence sowie im Rahmen dessen auch für die neue Siri-Generation gerührt. Zum Verkaufsstart des iPhone 16 trat man zudem mit dem Slogan "Hello, Apple Intelligence" an. Das Problem: Einige der Funktionen existierten überhaupt nicht, vor allem bei Siri soll es sich damals um nicht mehr als ein Projekt im frühen Anfangsstadium gehandelt haben. Dies zog in den USA eine Sammelklage nach sich, welche Apple der irreführenden Werbung und Kundentäuschung bezichtigte.
25 bis 95 Dollar für betroffene KundenDie Auseinandersetzung fand nun ihren Abschluss, denn Apple stimmte einer Vergleichsvereinbarung zu. Diese sieht vor, bis zu 95 Dollar an betroffene Kunden auszuzahlen, die zwischen dem 10. Juni 2024 und dem 29. März 2025 ein Apple-Intelligence-fähiges iPhone gekauft haben. Dazu zählen iPhone 15 Pro, iPhone 15 Pro Max, iPhone 16, iPhone 16e, iPhone 16 Plus, iPhone 16 Pro und iPhone 16 Pro Max. Der Zeitraum beginnt mit der WWDC-Ankündigung und endet mit Apples späterem Eingeständnis, dass bestimmte Siri-Funktionen nicht wie ursprünglich erwartet bereitstehen. Bei kompletter Inanspruchnahme würde die Größenordnung bei 250 Millionen Dollar liegen.
Außenwirkung für Apple unangenehmFür Apple ist der Vergleich finanziell überschaubar, die Öffentlichkeitswirkung bleibt aber unangenehm. Die Siri-Verzögerung war eines der sichtbarsten Probleme beim Start von Apple Intelligence – und Apple musste viel Kritik einstecken, entgegen der sonst üblichen Praxis etwas präsentiert zu haben, das gar nicht existierte. Wie in derlei Einigungen üblich, geht die Zusage für Entschädigungen nicht mit dem Eingeständnis von Fehlverhalten einher.
In diesem Jahr muss es anders laufenAuf der WWDC 2026, die am 12. Juni beginnt, sind Apple Intelligence und Siri 2 aller Voraussicht nach erneut die wichtigen Themen. Diesmal kann sich Apple eine weitere Diskrepanz zwischen Bühne, Werbung und Produktstart jedoch kaum leisten – und dürfte wesentlich vorsichtiger agieren, was man genau zeigt und welche Zeitprognosen es zur Einführung gibt. Die Branche blickt auf jeden Fall mit großer Spannung auf die Veranstaltung.