Apples Chip-Gerüchte: Intels Aktienkurs auf Rekordwert – Samsung ebenfalls


Vor wenigen Tagen kamen Berichte auf, wonach Apple derzeit frühe Gespräche mit Intel und Samsung führt, um Teile der Chipproduktion von TSMC auf einen oder beide Anbieter auszuweiten. Ob es dabei um zusätzliche Kontingente geht, sickerte nicht durch – wenngleich ohnehin nur die Rede von kleineren Leistungsstufen oder etwas älteren Chips war. An der Börse sorgte die Meldung zumindest für Begeisterung. Besonders Intel
profitierte: Die Aktie legte um bis zu 15 Prozent zu und erreichte neue Höchststände, nachdem die vergangenen Wochen ohnehin schon sehr erfolgreich gelaufen waren.
Nachdem der Chiphersteller in den letzten Jahren eher nicht mit Erfolgsmeldungen um sich werfen konnte, gilt der mögliche Apple-Auftrag als wichtiger Befreiungsschlag. Für Intel wäre Apple als Foundry-Kunde besonders wichtig, weil es Intels Anspruch stützen würde, wieder als ernstzunehmender Auftragsfertiger neben TSMC und Samsung wahrgenommen zu werden.
Samsung mit Rekordwert – nicht nur wegen AppleAuch Samsung profitierte vom positiven Umfeld für Chipfertiger, allerdings ist die deutliche Kursbewegung nicht allein auf Apple zurückzuführen. Die Aktie stieg zuletzt stark und ließ Samsungs Börsenwert zeitweise über die Marke von einer Billion Dollar
klettern – wenngleich Apples angebliches Interesse durchaus als Vertrauensbeweis aufgenommen wurde. Selbst wenn die Stückzahlen nur moderat wären, als Prestigegewinn könnte man die Zusammenarbeit in jedem Fall auffassen. Vor zehn Jahren hatte sich Apple hingegen von Samsung als Chipfertiger getrennt und neue Chips seit Herbst 2016 nur noch von TSMC bezogen.
Jedoch nichts in trockenen TüchernAllerdings: Bloomberg wies im Bericht klar darauf hin, dass es sich um nichts anderes als frühe Gespräche handelt, ohne dass zum aktuellen Zeitpunkt bereits irgendeine Vereinbarung unterschrieben ist. Zudem sei Apple nicht überzeugt, bei Samsung und/oder Intel vergleichbare Zuverlässigkeit vorzufinden (siehe
Artikel). Gleichzeitig würde man aber gerne die vollständige Abhängigkeit von TSMC aufweichen, zumal die Kontingente des bislang exklusiven Partners weitgehend ausgeschöpft sind.