Woher die Apple-Krise kommt und wie Cook darauf reagiert…

Zwei Tage nach der Umsatzwarnung haben sich Einschätzungen und Analysen von allerlei Seiten angesammelt. Zunächst interessiert die Gemeinschaft, wie schlimm die Situation eigentlich ist, denn ein paar Milliarden Umsatzminus fallen zunächst einmal nicht ins Gewicht. Oder ist dies der Beginn eines Trendes, einer tieferen Krise? Zudem fragt man sich, ob die Gründe von außen kommen oder womöglich strukturelle Probleme in der Konzernpolitik offenlegen. Daneben geht es um Handlungsmöglichkeiten Apples.


Schluckauf oder Trend nach unten? Preise, Kurse und die Weltwirtschaft
Je nach Perspektive rollt Apple gerade in die größte Krise seit den 90er Jahren oder hat nur ein kleines Schlagloch überfahren. Wer den Aktienkurs als Indikator heranzieht, spricht von über 30 Prozent Verlust seit November und beziffert den "Schaden" für Aktionäre auf rund 300 Milliarden US-Dollar. Der Kursturz zieht ganze Börsen in seinen Strudel, zunächst nur Zulieferer- und Technik-Titel, nun ganze Indizes – spätestens seit dem Wirtschaftsberater aus dem Weißen Haus erwarten, dass die Handelsprobleme zwischen USA und China die Gewinne von noch mehr Unternehmen schmälern werden. Apple selbst schmerzt die Umsatzsenkung von erwarteten 88 bis 93 Milliarden auf 84 Milliarden US-Dollar kaum. Es ist eher der Vertrauensverlust an der Börse, der Apple langfristig schaden kann. Schon als der Konzern verlautbaren ließ, keine Stückzahlen mehr zu veröffentlichen, wurden einige skeptisch und sehen sich nun bestätigt. Beobachter und Marktforscher wollen in dem Rückgang einen Trend erkannt haben, der auf Apples Preisstrategie zurückzuführen ist und erwarten weiter sinkende Marktanteile. Bei Bloomberg hingegen stellt Tim Culpan fest, Apple sei besser auf die Probleme des chinesischen Marktes vorbereitet als alle anderen Teilnehmer. Schließlich habe der Konzern seine Lagerbestände auf ein Minimum heruntergefahren und sei insgesamt gut vorbereitet für den wirtschaftlichen "Abschwung". Allerdings bezweifelt der Autor Cooks Fähigkeit, Apple aus der iPhone-Ära herauszuführen. Goldman-Sachs vergleicht Apple schon mit Nokia und sieht den Umsatzschwund als Beginn einer längeren Talfahrt.


Die Senkung der Lagerbestände sieht Bloomberg als gute Vorbereitung Apples an. Quelle: Bloomberg

Wer ist Schuld? Trump, China und die iPhone-Zahlen
Apples Führung weist die Schuld von sich: In Chinas schwächelnder Wirtschaft liege der Grund für die Umsatzschwäche. Dabei sollte man sich darüber klar werden, dass sich die Ökonomie des Reichs der Mitte keineswegs in einer Rezession befindet, die Wirtschaft dort wächst weiterhin, nur nicht mehr so stark. Analysten warnten bereits zuvor, Apples Hochpreisstrategie führe zu niedrigerem Absatz, doch von strategischen Fehlern will man in Cupertino nichts wissen. Tim Cook ist sich in einem Interview einen Tag nach der Warnung keiner Schuld bewußt. Er weist sanft auf den Handelskrieg mit China hin, ein Konflikt, den Apple bisher nicht direkt betrifft. Den sieht etwa Daniel Eran Dilger aus dem Mac-Umfeld als wirklichen Grund an und pocht darauf, dass Apple weiterhin die Märkte dominiert und jeder Wettbewerber sich selbst über die gesunkenen Umsätze freuen würde. Er betont, die Umsatzsenkung betrage nur etwa ein Prozent.


Dass Apple Rekorde in der Dienste-Sparte erzielt, macht im Gesamtumsatz wenig aus. Grafik: Bloomberg

Wie geht Apple damit um? Trade-In, Ratenzahlungen und one more thing
In dem schon erwähnten Interview erklärt Tim Cook, man steuere schon den sinkenden Umsätzen gegen. Als Beispiel nennt er das eilig aufgelegte Trade-In-Programm. Beobachter kritisieren es, denn es senkt nicht den Preis der Premiumgeräte, sondern offeriert nur die Inzahlungnahme von Altgeräten – und das nicht zu konkurrenzlos guten Konditionen. Auch Cooks Ratenzahlungsprogramm hilft nur kosmetisch. Dass er im vergangenen Sommer empfohlen hat, die Menschen sollten doch die neuen, teureren Geräte einfach per Raten kaufen, dann liege der Anstieg in nur wenigen Dollar pro Monat, zeugt vor allem von fehlendem Problemverständnis. Entsprechend skeptisch sind die Beobachter bezüglich der Lösungsansätze aus Cupertino. Es sei nicht verwunderlich, dass Kunden lieber 29 Dollar für einen Akku-Tausch ausgeben (Cook hatte das Programm als weiteren Grund erwähnt) als 749 Dollar für das neuste Modell. Von der "schwerwiegenden Entscheidung, die wahnsinnige 38-prozentige Gewinnmarge zu reduzieren" ist dort die Rede. Cook trommelt nun seine Mitarbeiter zusammen, um den Trend umzukehren. In einem entsprechenden Memo wiederholt er seine Ansicht, makroökonomische Faktoren seien der Grund – und nicht, dass speziell in Schwellenländern Wettbewerber Smartphones mit ähnlichen Fähigkeiten mehrere Hundert Dollar günstiger anbieten. Dort gelobt er, aus der Krise "zu lernen und zu handeln". So könnte es im Zuge eines möglichen Umbruchs vielleicht doch noch dazu kommen, dass der iPhone-Hersteller wieder ein Produkt zu einem niedrigeren Preis entwickelt – und eventuell als "one more thing…" in einer der kommenden Präsentationen herausbringt. Das zumindest sieht Gene Munster neben massiven Aktienrückkäufen und höherer Transparenz den Investoren gegenüber als mögliche Wege, den Kurs wieder zu stabilisieren.

Kommentare

Retrax04.01.19 12:55
1. Apple sollte wieder selbstbewusster werden und nicht den Trends hinterherlaufen. Was war an dem Konzept eines iPhones für die Ein-Hand-Bedienung so falsch? Apple hat sich hier den Marktschreiern gebeugt und nur noch auf big und bigger gesetzt. Ein Irrweg wenn man die eigene erfolgreiche Historie des "iPhone 4" vergisst.

2. Entschlackung und Übersichtlichkeit in allen Produktbereichen und wieder eine klare Trennung in Pro und Consumer ohne den Nutzer bis aufs letzte Hemd auszuziehen.

3. Ein handliches iPhone (wie es jemand hier gesagt hat: im iPod touch Design, ohne Dual Cam, ohne Face ID, dafür wieder mit Home Button,...). Ich denke das Apple Ökosystem braucht einen modernen aber nicht überzüchteten Einstieg in die iOS Welt.
+19
incredibleole04.01.19 12:59
Sehr gut,
sie werden nur durch Schmerz lernen, dass ihre Kunden keine Melkkühe sind. Die einzigen, die ich kenne die sich ein überteuertes iPhone X gekauft haben, sin komischerweise Studenten und Auszubildene. Alle anderen, die das Geld im Prinzip hätten, haben höchstens ein iPhone 7. Meines wird auch noch bis mindestens 2021 durchalten...
+7
Raziel104.01.19 12:59
Retrax

Wenn Punkt 3 kommen würde dann sehe ich jetzt schon die „Apple geht unter“ News, weil sie mit veralteten Geräten und Techniken wie Home Button herkommen und damit ihre Geräte und Entwicklung der letzen Jahre untergraben.

Das wäre keine gute Idee. Und ich denke auch nicht das der Markt für die kleinen Geräte so groß ist wie einzelne in Foren gerne glauben lassen würden

Abgesehen davon: Wiedermal alles reichlich übertrieben. Apple steht gut da, es ist nichts großes passiert. Von einer Krise, nur weils grad in China nicht so gut läuft oder alte Geräte die keiner groß mehr interessiert in einem einzelnen Land vorübergehend nicht verkauft werden dürfen sind wir noch weit entfernt. Parallel dazu werden wieder Rekorde vermerkt und das nächste Produkt ist ja im jährlichen Zyklus bekanntlich nicht weit weg, wo dann wieder alle die alten News vergessen haben und sich wieder auf das aktuellste Ding stürzen
+2
mark hollis
mark hollis04.01.19 13:03
Es wird immer behauptet, dass die erhöhten Preise dafür verantwortlich seien, dass die iPhone-Verkaufszahlen gesunken sind. Ich glaube eher, dass Apple die Preise erhöht hat, eben weil sie wussten, dass die Verkaufszahlen zurück gehen werden. Die iPhones bzw. Smartphones allgemein haben längst ihre Funktion als Statussymbol verloren, bieten nicht mehr viel neues von einer Generation zur nächsten, sie sind so schnell, dass die meisten Menschen selbst in fünf Jahren noch nicht an die Leistungsgrenze stoßen werden und die Kameras haben (zumindest bei den Hi-End Smartphones) mittlerweile ein Niveau erreicht, dass den meisten Nutzern reicht (alle anderen benutzen sowieso eine Großformat-Kamera). Die Verkaufszahlen wären also auch zurückgegangen, wenn die Preise nicht erhöht worden wären (wenn wahrscheinlich auch in geringerem Maße). Apple versucht nun mit höheren Preisen den Verlust durch geringere Stückzahlen auszugleichen.

Das soll nicht heißen, dass ich diese Strategie begrüße, aber ich glaube nicht, dass Apple von der aktuellen Entwicklung allzu überrascht ist.
+7
tranquillity
tranquillity04.01.19 13:04
Raziel1 Doch, ich denke schon. Viele Androids hätten lieber ein iOS Gerät, aber es ist ihnen zu teuer. Und ich kenne sehr viele iPhone-Nutzer, die sich ein gebrauchtes Gerät geholt haben. Eigentlich kenne ich sogar mehr Gebrautnutzer als Neunutzer. Der Markt für günstige iPhones (die dann auch handlich sind) ist auf jeden Fall da. So ein „ipod-iPhone“ könnte ein guter Anfang sein. Von der Ausstattung her muss es sich natürlich von den teureren Modellen (die aber auch <1000€ kosten müssen!) absetzen.
+3
Baschty04.01.19 13:06
Was für ein schwankender Wahnsinn doch die Börse ist.

Finde die Reaktion doch recht merkwürdig. Da wird der gefeierte Stürmerstar lächerlich gemacht, weil er mal kein Tor schießt.

Das hat doch nichts mit unternehmerischer Betrachtung zu tun liebe Investmentanalysten. Streicht mal den blauen Balken vollständig.

Ich versuche schon seit Jahren meine Displays zu reduzieren. Für mich ist das iPhone der Wackelkandidat. Mit Applewatch und iPad bin ich sehr gut verbunden und verzichte lediglich auf die Whatsappdienste, welche mir mit dem zur Aktivierung notwendigen iPhone aus der Schublade Zuhause gespeist werden. (Ignoranz der Deppenkommunikation: Nein WhatsApp bestimmt nicht meine Abhängigkeit zum iPhone.)

Die Finanzindustrie wird jetzt für 10 Jahre Verschleierung der Finanzkrise auseinandergenommen. Was ändert das an hervorragender Technologie?
0
eastmac04.01.19 13:10
Retrax
3. Ein handliches iPhone (wie es jemand hier gesagt hat: im iPod touch Design, ohne Dual Cam, ohne Face ID, dafür wieder mit Home Button,...). Ich denke das Apple Ökosystem braucht einen modernen aber nicht überzüchteten Einstieg in die iOS Welt.

Genau so, ein SE in FullScreen. Fertsch.
+8
tranquillity
tranquillity04.01.19 13:14
Für 399€. Das würde gekauft!
+2
Retrax04.01.19 13:23
tranquillity
Für 399€. Das würde gekauft!

Dann bekommst Du halt nur 16GB - max. 32GB wobei naja... es kommt auf die übrige Ausstattung an.

Ein schöner kleiner Handschmeichler mit 128GB darf schon 599€ oder 699€ kosten.

Vielleicht ist sowas schon längst in der Mache und erscheint im Frühjahr.

Man darf weder Apple noch Cook unterschätzen.
+3
deus-ex04.01.19 13:32
"erwarteten 88 bis 93 Milliarden auf 84 Milliarden"

Und da wird gleich ne Staatskriese ausgelöst?

BTW. Für Apple wird es in Zukunft wichtig sein mit den bereits verkauften iPhones Geld zu verdienen. Stichwort Services.
Deswegen hinkt der Vergleich mit Nokia. Dort kam der Umsatz zu 100% durch Hardware.
+3
larsvonhier
larsvonhier04.01.19 13:42
Hm. Wie hängen die Rückgänge an der Börse bei Intel (-4%), AMD (-9%), Microsoft (-4%) und Google (-3%) und den anderen Tech-Aktien zusammen mit Apple´s Umsatzwarnung?
Der gemeinsame Pol ist wohl die Trump-Admin vs. China und die protektionistische aus-dem-Bauch-Politik, die sich jetzt auch in der Kauflaune der Chinesen widerspiegelt.
0
a_berger04.01.19 13:48
Für mich entwickelt Apple seit Jahren an den Benutzern vorbei - siehe Diskussionen um einen zeitgemäßen MacPro.
Der Mini - verschlimmbessert. RAM wieder Austauschbar ist löblich, aber einen Slot für eine selbstgewählte nVME SSD ist in meinen Augen wichtiger und lässt mich auch heutzutage beim 2012 mini landen - da konnte man beides tauschen.

Notebooks? Auch hier wieder die "verlötet"-Falle. Wenn ich was transportables mitschleppe will ich keine Zusatztüte mit USB-Hub und externer Platte mitführen, da muß das Gerät ohne weitere zusatzteile einfach so funktionieren. Doppelt schlimm: das Notebook muß bei mir für umfangreiche Foto- und iTunes herhalten. Ergo: neuen Kram stehen lassen und ein 2015er aufrüsten.

iPhone? Wer nicht Power-daddelt wird mit iPhone7/128GB um die 300 EUR vom Händler refurbished überschwemmt, da muß man gar nicht den Akku-Tausch als Sündenbock herholen. In meinem Bekannten/Arbeitskreis hat fast jeder, dessen altes iPhone nun wirklich out war diesen Schritt gemacht: iPhone 6s oder 7 mit ordentlich RAM drin. ~700 EUR für ein Phone hätte niemand ausgegeben.
+19
Lefteous04.01.19 13:50
Tatsächlich ist die Integration einer SD-Karte etwas das viele abschreckt ein Apple-Handy zu kaufen - schon seit langem. Trotzdem ist das etwas das Apple erst mal ohne große Probleme machen könnte ohne das geschlossene System anzufassen. Mal stelle sich vor es taucht einfach als Speicherort in "Dateien" auf und fertig. Dann kann man auch über mehr nachdenken.

Ein Fullscreen-SE ist natürlich absolut wünschenswert, allerdings müsste der Platzbedarf der Kerbe reduziert werden um die Statusanzeigen links und rechts von der Kerbe platzieren zu können.

Ich persönlich wünsche mir aber vor allem, dass Apple es schafft die Abstände zwischen Bildschirmrand und Glasrand auf quasi null zu reduzieren etwa wie bei den XA-Handys von Sony an den Seiten.
0
phatejack
phatejack04.01.19 14:12
Apple selbst sieht sich nicht in der Krise. Warum auch.
Deren gesamte Projektion war höchst akurat, mit einer einzigen Ausnahme: das China Geschäft ist schneller geschrumpft als von Apple projiziert. Diesen Projektionsfehler wird Apple analysieren und daraus für die Zukunft dazulernen.

Alles richtig gemacht. Chapeau Tim Cook.
Wer sich darauf versteht, wird sicher bald bei den Aktien zuschlagen und genüsslich zuschauen wie die um 30-40 Punkte zulegen.
-3
Stefan S.
Stefan S.04.01.19 14:13
Spekulanten verlieren Geld. Na und?
Manning, Snowden,Levison &amp; sind Helden und Obama stinkt.
+3
barabas04.01.19 14:14
Was die Preise betrifft, das aktuelle Verkaufsverbot der "Einsteiger" IPhones 7 u. 8 kommt nun in dieser Situation für Apple auch nicht unbedingt zu besten Zeitpunkt.

Indes glaube ich kaum, wie hier geschrieben wurde, das Apple bewußt so hohe Preise verlangt in dem Wissen das der Absatz irgendwann mal schwindet und um hier dann einen Ausgleich zu schaffen. Die hohen Preise haben eher dazu geführt das in den letzten Jahren sich bei Einführung neuer IOS Geräte keine Schlangen mehr beim Verkaufsstart vor den Apple Stores mehr gebildet haben. Sie haben dazu geführt das nun Viele ihre Geräte länger halten und nicht wie in den Anfangsjahren oft im jährlichen Rhythmus austauschen oder gar gänzloch abgewandert sind. Auch das Fehlen wirklicher Einsteigermodelle wie zb, das SE macht sich hier negativ bemerkbar.

Weiter, - den Mac (Pro) Markt hat meiner Meinung nach Apple in den letzten Jahren teils sträflich vernachlässigt und viele Altkunden nicht zu unrecht verärgert die nun teils woanders Glück suchen (müssen).
Ich halte es für einen Fehler den Erfolg einer Firma nur von einigen wenige Produkten abhängig zu machen. Irgendwann geht jede Ära zu Ende und da ist es dann von Vorteil wenn man bei seiner Produktpalette so breit wie möglich aufstellt ist um den Verlust eines bisherigen Erfolgsmodells so gut wie möglich abzufedern bis ein anders diesen Erfolg womöglich fortsetzen kann.

Und zu guter letzt, - Wirtschaft ist ein dynamisches System das von Auf-, und Abschwüngen geprägt ist, dauerhafter Erfolg ist kein Selbstläufer, man muss dafür unerlässlich hart Arbeiten, Innovativ sein und diesen insbesondere nicht nur verwalten.
Die Äusserungen von Cook geben mir hier zu denken und erinnern mich an das "Weiter so" Mantra einer nicht unbekannten Kanzlerin. Zudem scheinen seiner Ansicht nach nur andere Faktoren Schuld zu sein, Selbstkritik ist in der Cook Welt anscheinend weitestgehend ein Fremdwort. - das könnte in Zukunft irgendwann mal wirklich fatal für Apple sein....
+6
Frost04.01.19 14:24
tranquillity
Viele Androids hätten lieber ein iOS Gerät, aber es ist ihnen zu teuer.

Wem iOS wirklich wichtig ist der hatte in der Vergangenheit und selbst jetzt
noch die Moeglichkeit sich ein billiges SE zu kaufen.

Nur ich sage es ist vielen Leuten nicht wichtig, denn ein wirklicher Vorteil
ergibt sich erst durch das Apple Oekosystem.
Wer sich aber das komplette Apple Oekosystem aus MacBook, iPhone
und Watch leisten kann, der kann sich auch problemlos ein iPhone XS kaufen.
0
tranquillity
tranquillity04.01.19 14:26
Also ich kenne sehr viele, die haben nur ein iPhone und maximal noch ein iPad von Apple. Sonst nichts. Denen ist Android einfach zu frickelig bzw. zu unsicher.
+1
Peter Longhorn04.01.19 14:27
Lefteous
Tatsächlich ist die Integration einer SD-Karte etwas das viele abschreckt ein Apple-Handy zu kaufen - schon seit langem. Trotzdem ist das etwas das Apple erst mal ohne große Probleme machen könnte ohne das geschlossene System anzufassen. Mal stelle sich vor es taucht einfach als Speicherort in "Dateien" auf und fertig. Dann kann man auch über mehr nachdenken.

Ein Fullscreen-SE ist natürlich absolut wünschenswert, allerdings müsste der Platzbedarf der Kerbe reduziert werden um die Statusanzeigen links und rechts von der Kerbe platzieren zu können.

Ich persönlich wünsche mir aber vor allem, dass Apple es schafft die Abstände zwischen Bildschirmrand und Glasrand auf quasi null zu reduzieren etwa wie bei den XA-Handys von Sony an den Seiten.
Niemals verbaut Apple einen SD-Karten-Slot. Dafür ist die Marge auf den Speicher VIEL zu groß. Und nur zur Info bezüglich "einfach als weiteren Speicherort anzeigen":
1.) Apple will doch weiterhin kein vollwertiges Dateisystem, das wäre aber ein Weg dort hin
2.) Unter Android ist es seit vielen Jahren möglich die SD-Karte einfach als internen Speicher zu formatieren (wird einfach angeboten). Dadurch hat man dann statt der 16GB intern auf einmal 32GB intern (mit der zusätzlichen 16GB Karte). Für den Benutzer vollkommen unersichtlich was sich wo befindet. Und er muss sich auch nicht darum kümmern. Das System selbst entscheidet was so unwichtig ist, dass es auf die SD-Karte kommt. Kann halt dann dazu führen, dass Apps nicht mehr funktionieren wenn die SD-Karte entfernt wird - was aber wohl auch vollkommen klar ist.
+2
barabas04.01.19 14:36
Stefan S.
Spekulanten verlieren Geld. Na und?

Spekulanten, - welch unschönes Wort für Investoren

...aber es ist schon richtig, denn letztendlich geht es diesen darum Gewinne zu generieren, ohne im Grund dafür etwas produktiv erfolgreiches für die Firmen beizutragen ausser eben Kapital zur Verfügung zu stellen. Wird deren Macht dann trotz des fehlenden Sachverstandes zu gross ist ein GEO irgendwann nur noch eine Marionette für das oben genannte grundsätzliche Interesse.

Ich will diese nun nicht generell verteufeln, aber es sollte in einem gesunden Verhältnis stehen und eine Firma nicht von diesen abhängig machen.
0
macintoshle
macintoshle04.01.19 14:43
Ich denke die Preise haben ihren Höhepunkt erreicht. Warum soll man sich ein iPhone für um die 1000 Euro kaufen das mit den nächsten Jahren aufgrund von irgendwelchen Softwareupdates immer langsamer werden. Braucht Apple auch nicht mit Langlebigkeit um die Ecke kommen, denn das ist nicht der Fall.
+4
Ironman1stgw04.01.19 14:51
"Rezession" nicht "Rezension" (dritter Abschnitt "Wer ist Schuld...")
+1
Stefan-s04.01.19 15:07
a_berger

iPhone? Wer nicht Power-daddelt wird mit iPhone7/128GB um die 300 EUR vom Händler refurbished überschwemmt, da muß man gar nicht den Akku-Tausch als Sündenbock herholen. In meinem Bekannten/Arbeitskreis hat fast jeder, dessen altes iPhone nun wirklich out war diesen Schritt gemacht: iPhone 6s oder 7 mit ordentlich RAM drin. ~700 EUR für ein Phone hätte niemand ausgegeben.

So ähnlich habe ich es auch gemacht:
Gebrauchtes iPhone SE/128, ovp, mit zusätzlichem iPad Netzteil: €110 inkl. versicherter Versand, Batteriezustand 99%. Vorhandenes Zubehör vom 5s wie Akkuhülle pp passt. Für mich wunderbar.

Von dem eingesparten Geld überlege ich den Erwerb von Apple Aktien.
+1
paulito04.01.19 15:10
Ich persönlich erlebe Apple gerade folgendermaßen:

Nach nun mehr 5 Jahren bräuchte ich eine neues Macbook Pro.
Meines läuft noch sehr gut, kommt aber in die Jahre.

Anfangs habe ich mich sehr über die neuen 2018er Macbook Pro's gefreut.
Allerdings finde ich deren Preisgestaltung schlicht als unverschämt.
Gerade die Preise für mehr Speicher und größere SSD Kapazitäten empfinde ich schon fast als Beleidigung.
Da mache ich nicht mit!

Ich werde mein Macbook Pro so lange nutzen bis es auseinaderfällt und werde dann gebraucht kaufen.

Nächstes Ding: Mein iPhone
Ich habe ein 6s. Damit bin ich ausgesprochen zufrieden.
Es kann alles was ich brauche sehr gut.
Für meine Bedürfnisse tolle Fotos, super Display usw.....
Auch ist mir schnell genug. Ich habe keinerlei Probleme damit.
Warum in aller Welt sollte ich mir ein neues iPhone für 1000€ besorgen!?!

Auf jeden Fall muss Apple anfangen realistische Preise aufzurufen.

Bei mir ist die Schmerzgrenze nach 25 Jahren Apple-Nutzung definitiv erreicht.
Ich denke, es geht vielen so wie mir.
+19
Lefteous04.01.19 15:12
Peter Longhorn
Lefteous
...
Niemals verbaut Apple einen SD-Karten-Slot. Dafür ist die Marge auf den Speicher VIEL zu groß. Und nur zur Info bezüglich "einfach als weiteren Speicherort anzeigen":
1.) Apple will doch weiterhin kein vollwertiges Dateisystem, das wäre aber ein Weg dort hin
2.) Unter Android ist es seit vielen Jahren möglich die SD-Karte einfach als internen Speicher zu formatieren (wird einfach angeboten). Dadurch hat man dann statt der 16GB intern auf einmal 32GB intern (mit der zusätzlichen 16GB Karte). Für den Benutzer vollkommen unersichtlich was sich wo befindet. Und er muss sich auch nicht darum kümmern. Das System selbst entscheidet was so unwichtig ist, dass es auf die SD-Karte kommt. Kann halt dann dazu führen, dass Apps nicht mehr funktionieren wenn die SD-Karte entfernt wird - was aber wohl auch vollkommen klar ist.
In der von mir skizzierten Lösung ist die SD-Karte nur eine Ergänzung aber eben kein Ersatz für den internen Speicher. Ich habe das eigentlich sehr klar dargestellt. Wenn neben MagentaCloud und xyzCloud auch noch SD-Card steht, dann ist das eben kein weiterer Schritt in Sachen vollwertiges Dateisystem, sondern nur ein weiterer Speicherort.
Zu 2.) Ja ich kenne das auch von diversen Androiden - grauenhaft. Will ich ganz sicher nicht. Und wie gesagt bei meiner Idee bleibt das System völlig unverändert - das ist ja gerade der Punkt.
+2
Peter Longhorn04.01.19 15:31
Lefteous
Peter Longhorn
Lefteous
...
Niemals verbaut Apple einen SD-Karten-Slot. Dafür ist die Marge auf den Speicher VIEL zu groß. Und nur zur Info bezüglich "einfach als weiteren Speicherort anzeigen":
1.) Apple will doch weiterhin kein vollwertiges Dateisystem, das wäre aber ein Weg dort hin
2.) Unter Android ist es seit vielen Jahren möglich die SD-Karte einfach als internen Speicher zu formatieren (wird einfach angeboten). Dadurch hat man dann statt der 16GB intern auf einmal 32GB intern (mit der zusätzlichen 16GB Karte). Für den Benutzer vollkommen unersichtlich was sich wo befindet. Und er muss sich auch nicht darum kümmern. Das System selbst entscheidet was so unwichtig ist, dass es auf die SD-Karte kommt. Kann halt dann dazu führen, dass Apps nicht mehr funktionieren wenn die SD-Karte entfernt wird - was aber wohl auch vollkommen klar ist.
In der von mir skizzierten Lösung ist die SD-Karte nur eine Ergänzung aber eben kein Ersatz für den internen Speicher. Ich habe das eigentlich sehr klar dargestellt. Wenn neben MagentaCloud und xyzCloud auch noch SD-Card steht, dann ist das eben kein weiterer Schritt in Sachen vollwertiges Dateisystem, sondern nur ein weiterer Speicherort.
Zu 2.) Ja ich kenne das auch von diversen Androiden - grauenhaft. Will ich ganz sicher nicht. Und wie gesagt bei meiner Idee bleibt das System völlig unverändert - das ist ja gerade der Punkt.

Zu 2: Wieso? Also grundsätzlich ist das ja nur eine Option und man kann es einfach als externen Speicher verwenden. Aber ich habe nie verstanden weshalb man das tun sollte? Hängt natürlich vom internen Speicher ab...
Hat man nur 16 oder 32gb, dann will man die 400gb SD-Karte wohl eher als internen Speicher nutzen um darauf auch Apps usw installieren zu können (ohne sich Gedanken machen zu müssen was jetzt wo liegt).
Hat man 128gb und steckt ne zusätzliche 400gb Karte rein reicht es wohl als externen Speicher, da man darauf wohl eher nur Videos und Fotos ablegen wird und somit noch den Vorteil hat, dass man die Karte zu jeder Zeit rausnehmen kann zum Befüllen/Entleeren.

Wenn ich vor der Entscheidung stehen würde 32gb Handy kaufen + SD Karte um 20 Euro oder 128gb Handy um 150€ Aufpreis würde ich mich sicher eher für ersteres entscheiden. Vor allem weil man damit mehr Möglichkeiten für die Zukunft hat.
+2
UWS04.01.19 15:38
paulito
Bei mir ist die Schmerzgrenze nach 25 Jahren Apple-Nutzung definitiv erreicht.
Ich denke, es geht vielen so wie mir.
Sehe ich leider ähnlich. Dabei sind es noch nicht einmal die Grundpreise, sondern die Produktverdongelungs- und vor allem die Aufpreispolitik. (alles ausdrücklich nur bezogen auf die Rechner nicht auf iPhone und iPad).

Ich war fast so verzweifelt mir einen Mac Mini zu holen aber die irren SSD-Aufpreise und vor allem die Art der "SDD-Verlötung" lassen mich zurückschrecken. Zudem ist die verbaute Grafik nun wirklich am untersten Ende der Leistungsskala.

Solche Sachen sind konstruktiv und technisch unnötig und hinterlassen bei mir leider zunehmend einen "Raffzahn" Eindruck. Klar Apple war immer teuer und wird das auch immer bleiben. Kein Problem, wenn die Gegenleistung stimmt. Mein Bauchgefühl sagt mir (ganz persönlich), dass mittlerweile irgendwie der Fairness-Faktor zu gering ist – das hatte ich, zumindest subjektiv, mal anders empfunden.

Und zu Themen wie dem Niedergang des Pro-Sektors (Aperture, Server, Software-Features etc.) habe ich da noch gar nix gesagt...
+16
SpaceBoy
SpaceBoy04.01.19 16:40
Es brodelt doch schon seit langem und die Message auf einer Keynote vor ein/zwei Jahren war ‚wir als Apple haben verstanden und werden mehr auf die Wünsche der Kunden eingehen‘

Davon ist leider nichts zu sehn! Ich denke, dass dieser erste Umsatzknick erst der Anfang ist, weil man bei Apple eben nicht verstanden hat.

Das wertvollste Unternehmen schafft es nicht, seine doch überschaubare Produktepalette regelmäßig zu aktualisieren, alle Produkte sind kaum mehr erweiterbar und wenn, dann nur sehr sehr teuer, Einstiegsgeräte fehlen komplett, das gesamte Ökösystem schrumpft Hardware seitig, absolut veraltete iPhones werden als günstige Einstiegsgeräte beworben, Konkurrenz wird zunehmens besser während man bei Apple gefühlt stagniert, uvm
+12
Thehassle04.01.19 16:43
Der typische Manager reagiert in solchem Falle nicht mit gunstigeren Hardwarepreisen sondern genau umgekehrt, mit Preiserhöhungen um Auszugleichen. Das soll dann die Aktionäre ruhig stellen. ist natürlich nur kurzfristig von Erfolg gekrönt, wenn überhaupt. Ich befürchte, auch bei Apple wird diese Art von 08/15 BWLer-Tum regieren...
+2
HR04.01.19 17:03
was @@a_berger schreibt sehe ich genauso.
Apple geht es derzeit noch zu gut, weil die Mitbewerber nicht besser sind, zumindest nicht im gesamten Paket. Entweder ist die Hardware gut aber die Software taugt nichts oder anders herum.

Apple fehlt aktuell die Innovation und die Entwicklung richtet sich zu 100% nach kommerziellen Vorgaben und nicht nach innovativen Ideen.
Es fehlt auch die durchgängige Strategie.
Dass irgendwann der iPhone Markt gesättigt ist das ist doch klar, da braucht man hier nicht groß analysieren. Ich nutze auch noch mein iPhone 6s.

Seit Jahren ist Apple nicht mehr in der Lage einen vernünftigen Mac mini zu entwickeln. Ram kann man zwar tausche aber man muss das ganze Gerät zerlegen. Was für ein innovatives Design.

Fest verlötete SSDs? Was soll so was denn. Man könnte seine User so einfach glücklich machen.

Ich habe mir jetzt ein neues iPad gekauft. 119€ für die einfache Hülle?
Ansonsten ein tolles Gerät von der Hardware, aber die Software taugt gerade mal was um Zeitschriften darauf zu lesen. Die Dateiverwaltung ist so kompliziert. Ein vernünftiges Arbeiten geht anders.

FaceID ist zwar ganz toll, aber wie soll ich da meine Kamera ankleben?
Und ich kenne keinen, der seine Kamera an einem Laptop nicht abgeklebt hat.

Wo hat Apple noch klare Vorteile?
- Apple strengt sich sehr an die Geräte sicher zu machen. Das Konzept gefällt mir und ist für mich sehr wichtig.
- In der Chip Entwicklung hat Apple sehr viel Potential. Der A12X Bionic Chip ist schon genial und die vielen kleinen anderen Prozessoren. Das wird von den Analysten völlig unterschätzt.
- Tim Cook hat eine gesunde Einstellung zu Menschenrechten und Umwelt, wo ich mich mit identifizieren kann. Wobei das Ausnutzen der Marktmacht gegenüber den Zulieferern schon bedenklich ist.

Da ich meine Aktien derzeit sowieso nicht verkaufen will, ist mir der Aktienkurs egal, ich hoffe aber dass Apple endlich einmal wachgerüttelt wurde.
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