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Wer erhält Zugriff auf iCloud-Daten im Todesfall? iOS 15 vereinfacht digitale Hinterlassenschaft

Als Apple iOS 15 im Juni vorstellte, konzentrierte sich das Unternehmen bei der Präsentation größtenteils auf Features, die im Nutzungsalltag für möglichst viele Anwender relevant sind. Dazu zählen beispielsweise Fokus-Modi für Benachrichtigungen und neue FaceTime-Funktionen. Doch das iPhone-Betriebssystem bietet auch eine Reihe weiterer Features, die nur in bestimmten Situationen relevant werden – wie "Legacy Contacts".

Darüber lässt sich festlegen, wer nach dem Tod des jeweiligen Nutzers Zugriff auf dessen Daten erhält. Bislang ist die Funktion noch nicht freigeschaltet, doch Apple scheint den Start des Features vorzubereiten.


Hinterbliebene erhalten Zugriff auf iCloud-Daten
Wer seine iPhone-Daten bislang für den Fall eines Unglücks oder natürlichen Todes für die Nachwelt verfügbar halten wollte, konnte dies nur über bestimmte Wege wie die Hinterlegung der Login-Informationen beispielsweise im Testament erledigen (Apple ID + Passwort und den Pincode des iPhones). Apple möchte die Prozedur in iOS 15 mithilfe von "Legacy Contacts" vereinfachen. Darüber lassen sich beliebige Personen festlegen, die im Falle des Todes des jeweiligen Anwenders auf dessen iCloud-Daten zugreifen können – darunter Fotos, Kontakte, Notizen und diverses mehr.

Einige Inhalte werden jedoch für "Legacy Contacts" nicht verfügbar sein, da sie via Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt sind. Dazu zählen unter anderem Daten des Schlüsselbundes, der Health-App, Browser-Historie und Transaktionsinformationen der Apple Card.

Nutzer kann beliebige Person(en) bestimmen
Der Prozess funktioniert folgendermaßen: Wer die Person oder die Personen bestimmen möchte, kann das über eine noch zu implementierende Funktion in iOS 15 tun. Die ausgewählten Kontakte erhalten einen digitalen Sicherheitsschlüssel, der den Zugriff auf besagte iCloud-Daten ermöglicht. Der Schlüssel funktioniert erst, wenn der Anwender nachweislich verstorben ist. Apple verlangt dazu einen Nachweis – in der Regel handelt es sich dabei um die Sterbeurkunde.

Start von "Legacy Contacts" in absehbarer Zukunft?
Macworld berichtet von zwei Indizien, die auf einen Start des Features in absehbarer Zukunft hindeuten. Zum einen aktualisierte Apple kürzlich die iCloud-Nutzungsbedingungen und erwähnt darin explizit "Digital Legacy" mit Bezug auf "Legacy Contacts". Zum anderen versah das Unternehmen die hauseigene Website kürzlich mit mehr Hinweisen zu der Funktion – inklusive Links zu Support-Dokumenten, die aktuell aber noch nicht verfügbar sind.

Kommentare

Zokoi07.10.21 11:33
Meine Daten werden immer bei mir bleiben. Aber trotzdem tolle Funktion
+3
MacSquint
MacSquint07.10.21 11:43
Ein sehr sinnvolles Feature!
Werde ich sofort aktivieren, wenn es zur Verfügung steht.
+6
chill
chill07.10.21 11:55
Man kann doch Code, iCloud und Apple ID Daten und andere Daten zB im Testament hinterlegen. Da haben die Hinterbliebenen alles zusammen.
"¿ssıəɥɔs ɹəp llos sɐʍ" :ʇƃɐs əsıəʍ ɹəp 'ßıəʍ sɐʍ ɹə sɐp ßıəʍ əƃnlʞ ɹəp
+2
Hitman07.10.21 12:29
chill
und wer noch kein Testament gemacht hat und durch einen Unfall oder andere Ursache stirbt. Keiner der Angehörigen hat dann Zugriff auf Daten.
Fotos zB. sehr beliebt bei Angehörigen nach dem Tod.
+4
coosmannc07.10.21 12:40
Komisch - bei mir ist die Funktion schon länger aktiv und ich habe sie auch schon eingerichtet.
0
rene204
rene20407.10.21 12:48
coosmannc
Komisch - bei mir ist die Funktion schon länger aktiv und ich habe sie auch schon eingerichtet.
wie geht das einzurichten?
Gelassenheit und Gesundheit.. ist das wichtigste...
0
Lailaps
Lailaps07.10.21 14:00
Man kann ja eine Art digitales Testament (natürlich in Papierform) machen und das beim Amtsgericht hinterlegen. Darin sind dann die wichtigsten Passwörter und noch andere wichtige Informationen. Das Ganze kann man auch mit einem normalen Testament verknüpfen. Ein Stempel vom Ortsgericht drauf (kosten ca. 10-15€) und dann ab ans Amtsgericht (kosten natürlich auch einmalig was).
Her mit der Pizza-Mix
+1
Borimir
Borimir07.10.21 14:08
Lailaps
Man kann ja eine Art digitales Testament (natürlich in Papierform) machen und das beim Amtsgericht hinterlegen. Darin sind dann die wichtigsten Passwörter und noch andere wichtige Informationen. Das Ganze kann man auch mit einem normalen Testament verknüpfen. Ein Stempel vom Ortsgericht drauf (kosten ca. 10-15€) und dann ab ans Amtsgericht (kosten natürlich auch einmalig was).
Problem ist ja nur...Passwörter ändern sich. Dieses Digitale Testament müsste sich flexible anpassen.
+4
Lailaps
Lailaps07.10.21 14:18
Borimir
Lailaps
Man kann ja eine Art digitales Testament (natürlich in Papierform) machen und das beim Amtsgericht hinterlegen. Darin sind dann die wichtigsten Passwörter und noch andere wichtige Informationen. Das Ganze kann man auch mit einem normalen Testament verknüpfen. Ein Stempel vom Ortsgericht drauf (kosten ca. 10-15€) und dann ab ans Amtsgericht (kosten natürlich auch einmalig was).
Problem ist ja nur...Passwörter ändern sich. Dieses Digitale Testament müsste sich flexible anpassen.
Ja Passwörter ändern sich. Man kann aber in KeePass oder ähnlichem alle wichtigen hinterlegen. Und da gibt’s eben nur das eine Passwort. Ich weiß ich weiß, ist nicht so einfach umzusetzen.
Her mit der Pizza-Mix
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Ollie Mengedoht
Ollie Mengedoht07.10.21 15:11
Oder hast Du eventuell nur Notfallkontakte eingerichtet, die eben im Notfall verständigt werden sollen?
coosmannc
Komisch - bei mir ist die Funktion schon länger aktiv und ich habe sie auch schon eingerichtet.
Et es wie et es, et kütt wie et kütt un et hätt noch emmer joot jejange! :-)
+2
chill
chill07.10.21 15:54
coosmannc
Komisch - bei mir ist die Funktion schon länger aktiv und ich habe sie auch schon eingerichtet.

Wir warten alle: Wie und wo hast du das eingerichtet?
"¿ssıəɥɔs ɹəp llos sɐʍ" :ʇƃɐs əsıəʍ ɹəp 'ßıəʍ sɐʍ ɹə sɐp ßıəʍ əƃnlʞ ɹəp
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