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Time Capsule unter macOS Tahoe: Funktion stärker eingeschränkt als gedacht

Obwohl Apple seit acht Jahren die Time Capsule nicht mehr herstellt, bleibt die Kombination aus WLAN-Router und Speicher beliebt bei Mac-Veteranen. Denn einmal eingerichtet, erfüllt sie oftmals klaglos im Hintergrund ihre essenziellen Funktionen. Da Apple allerdings weder neue Geräte vorstellt noch neue Treiber für Time Capsules veröffentlicht, sind deren Tage gezählt. Ab macOS 27 können Macs wahrscheinlich nicht mehr auf Time Capsule sichern. Howard Oakley berichtet nun, dass in Sonderfällen bereits jetzt schon die Weiternutzung unmöglich wird.


Ein Grund für den Erfolg der Time Capsule stellte die nahtlose Integration dar: Dank des integrierten AirPort-Dienstprogramms gelingt die Administration in der vertrauten Ästhetik einer Mac-App: Netzwerkeinstellungen und Speicherzugriff verwaltet man in Reitern, das lokale Netzwerk aus AirPort-Basisstationen und Express-Erweiterungen wird als übersichtliches Organigramm dargestellt. Noch unterstützt macOS 26 (Tahoe) sowohl das veraltete Apple Filing Protocol (AFP) als auch das Laufwerksformat HFS+ (Mac OS Extended) – beides sind die einzigen Optionen auf Time Capsules. Allerdings funktioniert dies nur, sofern ein Backup bereits eingerichtet ist. Setzt der Anwender die Festplatte zurück, etwa aufgrund eines nicht mehr funktionierenden Backups, betrachtet Tahoe dies als neues Laufwerk und verweigert die Kooperation.

Das AirPort-Dienstprogramm zeigt übersichtlich die eigene Netzwerkinfrastruktur. (Quelle: Apple Support)

Umweg über Virtuelle Maschine
Über einen Trick kann man jedoch macOS Tahoe überlisten. Dazu müssen Sie die Time Machine lediglich unter macOS 15 (Sequoia) oder früher einrichten. Falls Sie nicht zufällig einen Mac in Ihrem Haushalt verwenden, welcher auf einem früheren Betriebssystem verblieben ist, behelfen Sie sich mit einem zusätzlichen Betriebssystem. Für diesen Zweck empfiehlt Oakley, im Festplattendienstprogramm mittels „Partitionieren“ einen separaten APFS-Container einzurichten, um darin via Wiederherstellungsmodus macOS 15 zu installieren. Nach einem Neustart in diesem zweiten Betriebssystem lässt sich eine frisch formatierte Time Capsule als Ziellaufwerk für Time Machine definieren – und nach einem erneuten Neustart, nun zurück in macOS Tahoe, steht die Time Capsule ebenfalls als Backup-Lagerstätte bereit.

Das Festplattendienstprogramm erlaubt das Einrichten eines zusätzlichen Containers für die Installation eines zusätzlichen Systems.

Mittelfristig Ersatz suchen
Trotzdem sollten sich Anwender auf die Suche nach einem Ersatz machen, wenn sie in Zukunft aktuelle Mac-Betriebssysteme verwenden wollen. Ab macOS 27 ist definitiv Schluss. Es gibt bereits einige Tipps für zeitgemäßen Ersatz, etwa in Form eines NAS-Laufwerks, eines Routers mit Speicherfunktionen oder eines dauerhaft eingeschalteten Macs mit Netzwerkfreigaben.

Kommentare

UPer11.02.26 17:03
Ich habe mit laufendem Tahoe und komplett zurückgesetzter TC, mir ein neues, leeres .sparseimage auf die TM gelegt und dann mit "sudo tmutil inheritbackup" verknüpft. Jetzt schreibt der Rechner wieder fleißig Backups. Ich denke das ist einfacher als ein altes OS zu installieren.
+5
RichMcTcNs11.02.26 17:07
Meine TC nutze ich unter Tahoe nur noch als Netz-Zugangspunkt zum WLAN. Hab ich da was zu befürchten?
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Buginithi
Buginithi11.02.26 17:25
Über das Netzwerk läßt sich das Format der Festplatte garnicht erkennen. Daher legt TM ein Image an.
Das würde auch auf FAT32 Platten funktionieren.
+1
Deichkind11.02.26 17:37
RichMcTcNs
Meine TC nutze ich unter Tahoe nur noch als Netz-Zugangspunkt zum WLAN. Hab ich da was zu befürchten?
Wenn man nicht die interne Festplatte für Backups verwendet, dann verhält sich die Time Capsule wie eine AirPort Extreme.
+1
Spacely11.02.26 18:16
Immer wieder rührend die wiederholten Berichte zum Ableben der Time Capsule.
Das zeigt wie groß euer Schmerz ist.
Auch für mich wird es ein schwerer Abschied.
Nichts wird diese Beziehung würdevoll ersetzen können.
+1
xcomma11.02.26 18:25
Buginithi
Das würde auch auf FAT32 Platten funktionieren.
FAT32-formatierte Platten eignen sich nicht, da die maximale Dateigrösse 4GB beträgt. Damit kommt man im TM Kontext nicht sehr weit.
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Buginithi
Buginithi11.02.26 18:37
Doch, das geht auch auf FAT32. Das Image ist nicht eine große Datei sondern besteht aus vielen kleine Dateien, die ca. 8MB groß sind.
Da das ein mitwachsendes Image ist, reicht es dann die Dateien hinten anzuhängen. Oder aber bei Änderungen am Image nur diese kleinen Dateien neu zu schreiben und nicht das gesamte Image.
+2
Marcel Bresink11.02.26 19:05
xcomma
FAT32-formatierte Platten eignen sich nicht, da die maximale Dateigrösse 4GB beträgt. Damit kommt man im TM Kontext nicht sehr weit.

Das stimmt nicht. Apple hat Sparse-Bundles extra so konstruiert, dass niemals große Dateien angelegt werden oder das darunter liegende Dateisystem andere "moderne" Fähigkeiten haben muss. Intern besteht ein Sparse-Bundle aus einem Ordner-System mit einzelnen, aber quasi beliebig vielen "Banding"-Dateien, die genau 8 MiB groß sind.

Das Netzwerk wird so nur minimal belastet und der Server kann ein uraltes Dateisystem zur Ablage nutzen.
+3
xcomma11.02.26 19:09
Buginithi, Marcel Bresink,
ok, dann ziehe ich meinen Kommentar zurück. Der Irrtum kam daher, dass ich von einem Sparse Image aus ging und nicht von einem Sparse Bundle Image, da zuvor nicht explizit auf den "Bundle"-Typ Bezug genommen wurde, sondern lediglich Sparse Image - und dafür stimmt es eigentlich auch weiterhin so.
Start der Kommentarspalte
UPer:
[..] .sparseimage

Ein Bundle hat die Dateiendung .sparsebundle.
0
UPer12.02.26 08:42
Ja korrekt- sollte .sparsebundle heißen! Habe ich übrigens mit DropDMG erstellt.
0
Mestio12.02.26 19:06
Es wäre schön, würde Apple die TC neu produzieren.
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