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Rückschlag für Jony Ive und OpenAI: KI-Gerät auf 2027 vertagt

Im Mai 2025 wurde bekannt, dass OpenAI das Jony-Ive-Startup "io" übernimmt. Das erklärte Ziel der Kooperation zwischen Sam Altman und dem ehemaligen Apple-Design-Mastermind: ein revolutionäres, KI-basiertes Stück Hardware. Mehr Details wollten die prominenten Unternehmensführer nicht verraten, doch schien ein ambitionierter Zeitplan vorzuliegen: Im Januar verkündete der Chief Global Affairs Officer von OpenAI, dass noch in diesem Jahr ein erstes Produkt vorgestellt werde. Zumindest beim Endkunden wird diese allerdings nicht 2026 ankommen: Vor März 2027 ist mit keiner Hardware von OpenAI zu rechnen.


Dies konnte Wired in Erfahrung bringen, indem es die Veröffentlichungen aus der Patentklage des Audio-Hardware-Startups iyO studierte. Bei dem Verfahren war Peter Welinder geladen, seines Zeichens Vizepräsident von OpenAI. Er sagte aus, dass der KI-Konzern nun mehr Einblick in die Zeitabläufe gewinnen konnte, welche für eine Markteinführung ihrer Hardware angemessen seien. Demnach, so Welinder, werde das Unternehmen kein Produkt vor Ende Februar 2027 an Kunden ausliefern.

Gerät wird nicht io heißen
Beim Namen des zukünftigen Produkts sei man inzwischen von "io" abgekommen. Was auch immer OpenAI als Gerät anbieten werde, der Name sei nicht "io", "iyo" oder irgendeine Kombination von Groß- und Kleinschreibung dieser Buchstabenabfolgen. Damit setzt der ChatGPT-Anbieter das Gerichtsurteil um, welches Ende des Jahres 2025 rechtsgültig wurde. Diese Information reiht sich ein in eine Sammlung von bisher bekannten Fakten, die über das von Jony Ive gestaltete Gerät bekannt ist: Es wird weder ein Ohrhörer noch ein anderes "Wearable", also ein am Körper getragenes Gerät, verriet Sam Altman.

Widersprochene Gerüchte über abgesagte Superbowl-Werbung
6,5 Milliarden US-Dollar zahlte OpenAI für das Startup "io". Die Kooperation des KI-Pioniers OpenAI mit dem ehemaligen Apple-Chefdesigner wird seitdem breit diskutiert, manchmal mit erfundenen Geschichten. Ein (inzwischen gelöschter) Reddit-Beitrag deutete die Existenz eines von OpenAI geplanten und in letzter Minute zurückgezogenen Werbespots an. Kurz darauf kursierte ein Video mit Alexander Skarsgård, welches angeblich ebendieser Spot gewesen sein sollte. OpenAI dementierte – offenbar handelt es sich um ein Deepfake-Video. Tatsächlich gab es einen Werbespot von OpenAI während der Live-Übertragung des NFL-Finales (genannt Superbowl) – dieser stellt allerdings die Entwicklungsumgebung Codex in den Vordergrund.

Kommentare

Frank Drebin
Frank Drebin11.02.26 08:50
Nennt mich Nostradamus…
+5
Tirabo11.02.26 09:25
Aufgrund des kompletten Fehlens von Fakten und Zeitangaben seiner vermeintlichen „Vorhersagen“ ?

Derzeit entwickelt eine riesige KI-Blase, da sind solche pseudogehypten „Ankündigungen“ immer mit extremer Skepsis zu betrachten und stimmen oft einfach nicht, wie es typischerweise bei solchen Blasen passiert, bevor sie dann platzen.
+1
tttexter11.02.26 10:07
Tirabo
Derzeit entwickelt eine riesige KI-Blase, da sind solche pseudogehypten „Ankündigungen“ immer mit extremer Skepsis zu betrachten und stimmen oft einfach nicht, wie es typischerweise bei solchen Blasen passiert, bevor sie dann platzen.
Hier würde ich unterscheiden: Die Blase existiert nicht bei KI an sich, sondern dort, wo versucht wird, KI mit alten Konzepten zu nutzen.

Ich könnte mir vorstellen, dass Altman die Sache gestoppt hat. Ein physisches Produkt, das Jahre für Entwicklung, Test und Produktion braucht, kann einfach nicht mit der Geschwindigkeit mithalten, die KI-Weiterentwicklung in der gleichen Zeit vorlegt.
+1
maikdrop11.02.26 10:35
tttexter

Es liegt viel näher, dass Altman sehr spät erst erkannt hat, dass ein Gadget keine nachhaltige Geschäftsidee ist, wenn es auf LLM basiert, was keine Raketenwissenschaft ist und viele andere Anbieter auch können. OpenAI hat keine Kompetenz in der physischen Produktentwicklung. Ive kann auch nicht zaubern. Und ein Designer ist eben kein Produktentwickler. Um erfolgreich zu sein, müssen sie ein Produkt bringen, was nicht schnell von anderen “nachentwickelt” werden kann, ML Qualität bietet, die andere nicht bieten und einen wirklichen Use Case abdeckt. Altman ist kein Steve Jobs.
+9
PeKaEm
PeKaEm11.02.26 11:50
Da haben sich die 6,5Milliarden für ein start up ja mal so richtig gelohnt.
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