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Tim Cooks Jahresgehalt nähert sich der 100-Millionen-Grenze

Die Grundgehälter von Tim Cook und Apples weiteren Vorstandsmitgliedern sind im Vergleich zur Entlohnung in anderen großen Unternehmen bescheiden. Der CEO des kalifornischen Unternehmens erhält seit geraumer Zeit unverändert drei Millionen US-Dollar pro Jahr, CFO Luca Maestri, Chefjuristin Kate Adams, Retail-Chefin Deirdre O'Brien und COO Jeff Williams kassieren eine Million US-Dollar per annum. Dank Boni und Aktienzuteilungen sind die tatsächlichen Vergütungen allerdings deutlich höher.


Tim Cooks Gehalt versechsfachte sich
Im Falle von Tim Cook bedeutet das: Der Apple-CEO verdiente im Jahr 2021 insgesamt rund 98,7 Millionen US-Dollar. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht des Unternehmens hervor, den der kalifornische Konzern jetzt bei der US-Börsenaufsicht einreichte. Cooks Gehalt war damit mehr als sechsmal so hoch wie im Jahr 2020, in dem er auf Einkünfte in Höhe von knapp 14,8 Millionen US-Dollar kam. Zusätzlich zu seinem Grundgehalt erhielt der Apple-Chef etwas mehr als 82 Millionen US-Dollar in Form von Aktien des Unternehmens sowie Boni und weitere Leistungen in Höhe von insgesamt rund 13,4 Millionen US-Dollar. Cook verdiente damit das 1.447-fache des Durchschnittsgehalts aller Angestellten des Konzerns, welches sich pro Jahr auf 68.254 US-Dollar beläuft.


Gehälter der weiteren Vorstandsmitglieder stagnieren
Die weiteren Vorstandmitglieder konnten hingegen im Vergleich zu 2020 keine Gehaltsteigerungen verzeichnen. Luca Maestri, Kate Adams, Deirdre O'Brien und Jeff Williams erhielten im Jahr 2021 jeweils rund 27 Millionen US-Dollar und somit das 395-fache des Durchschnittsgehalts. Bei allen Angaben handelt es sich natürlich um Bruttobezüge, welche zu versteuern sind. Auf Tim Cooks Steuerklärung wird allerdings noch ein weit höherer Betrag zu finden sein. Der Apple-Chef erhielt im August vergangenen Jahres einen bei seinem Amtsantritt vertraglich vereinbarten Zehn-Jahres-Bonus in Höhe von 750 Millionen US-Dollar in Form von Aktien. Diese verkaufte er umgehend, den Erlös musste er direkt versteuern, was zu Abzügen von 357 Millionen US-Dollar führte.

Kommentare

verstaerker
verstaerker07.01.22 12:57
Was macht man mit soviel Geld ?
+3
milk
milk07.01.22 12:59
Es sei ihm gegönnt.
0
Tirabo07.01.22 13:03
verstaerker
Was macht man mit soviel Geld ?

Es sich weiter und weiter vermehren lassen.
Es ist wie Hydra:

Schmeiß es zum Fenster raus und es kommt doppelt zur Tür wieder rein.
+2
Motti
Motti07.01.22 13:21
Ich gönne es ihm. Aber ausgeben kann er es gar nicht mehr.
0
kackbratze
kackbratze07.01.22 13:43
Kein Mensch "verdient" so viel Geld. Mir ist es egal, ob diese als Aktien oder sonstwie ausbezahlt werden - die Leistung ist einfach nicht messbar und vergleichbar. Ein Manager in einer ganz normalen Firma macht es ähnlich gut und erhält nie und nimmer der Art hohe Zulagen. Wenn der Mensch genügsam wäre, dann würde er nie diese Höhe auch wirklich annehmen, denn das Verhältnis zum "normalen" Mitarbeiter ist nicht vertretbar. und... Nein, ich bin nicht neidisch. Ich verdiene gut und kaufe Apple Produkte, dass haben wir hier wohl alle gemeinsam.
Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. Einstein
+7
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck07.01.22 13:56
kackbratze
Ganz grundsätzlich hast du recht, dass das Verhältnis zwischen "Normalem Angestellten" und CEO problematisch wirkt. Auf der anderen Seite ist in einer freien Marktwirtschaft der Wert von etwas oftmals schwer feststellbar: Ist eine Rolex im Zweifelsfall eine 5- oder gar 6-stellige Summe wert? Ist ein Kunstwerk (bissel Öl auf Leinwand!) Millionen wert? Wenn es irgendjemand (in diesem Fall Apple) so viel Wert ist, den CEO zu halten – dann sollte das auch in einer freien Marktwirtschaft erlaubt sein. Ob Cook wirklich so viel wert ist, kann man nicht messen. Aber irgendjemand (in dem Fall Apple) ist er so viel wert.
+3
A.E.Neumann07.01.22 14:31
Das letzte Hemd hat keine Taschen
+2
andif807.01.22 14:52
Ich sehe da gerade die Arbeiter in den (iPhone-) Fabriken...
+1
MikeMuc07.01.22 15:01
Einen Großteil spendet er doch oder wollte es zumindest. Warum er aber nicht einen ähnlich solchen Teil an seine Mitarbeiter spendet (zumindest an alle die ein maximales Jahresgehalt von meinetwegen 100.000$ ) kriegen, bleibt sein Geheimnis. Oder wären das dann nur Peanuts die es außer dem symbolischen Wert nicht wirklich bringen?
+1
joschbah
joschbah07.01.22 15:29
A.E.Neumann
Das letzte Hemd hat keine Taschen

... und der Sarg keine Regale
0
lautsprecher07.01.22 15:48
Nachdem Apple die 3 Billionen-Marke geknackt hat, halte ich 100 Mio als Gehalt angemessen. Rein von den Relationen her. Schließlich ist er verantwortlich für die Firma und deren Mitarbeitern. Und daher: alles richtig gemacht.

Mit diesen Peanuts ist er aber noch weit weg von den zahlreichen Milliardären dieser Welt.

Und: 100 Mio sind vergleichsweise wenig, wenn er einen Großteil davon auf die 150000 Mitarbeiter weltweit ausschütten würde. Macht irgendwie auch keinen Sinn.

Keine Frage, es ist eine wahnwitzige Summe, die er niemals selber ausgeben können wird. So what? Er will die sowieso spenden.
-3
BlueSun
BlueSun07.01.22 16:32
Naja... wenn er jedem Mitarbeiter 500$ einmalig zahlt, müsste er sich nur noch mit 25Millionen Dollar rumschlagen...
+3
PeKaEm
PeKaEm07.01.22 16:56
Einfach nur pervers.
+4
SelbstgewaehlterName07.01.22 20:16
Eine irre Summe, welche durch die ebenfalls irre Unternehmensbewertung begründet ist. Wenn man sich allerdings anschaut, was mancher Fußballer oder selbst "Influencer" mittlerweile verdient, erscheint mir das Gehalt von Cook in Relation schon fast zu gering.
0
Lailaps
Lailaps07.01.22 20:20
MikeMuc
. . . zumindest an alle die ein maximales Jahresgehalt von meinetwegen 100.000$ ) kriegen . . .

Mit 100.000$ gehörst du mit Sicherheit zu den untersten Einkommensklassen im Silicon . . .
Her mit der Pizza-Mix
+1
ruphi07.01.22 23:16
lautsprecher
Mit diesen Peanuts ist er aber noch weit weg von den zahlreichen Milliardären dieser Welt.
whataboutism
lautsprecher
Und: 100 Mio sind vergleichsweise wenig, wenn er einen Großteil davon auf die 150000 Mitarbeiter weltweit ausschütten würde. Macht irgendwie auch keinen Sinn.
a) 666,66$ sind für nen Foxconn-Angestellten verdammt viel
b) selbst wenns nicht so viel wäre, wäre es doch immer noch besser, es auf alle zu verteilen, als es bei einem einzigen Menschen anzuhäufen.
+2
tranquillity
tranquillity08.01.22 11:50
Schon pervers: Am unteren Ende der Geräte Produktion wird unter prekären Arbeitsbedingungen gearbeitet und der Herr an der Spitze bekommt 100.000.000 Dollar im Jahr. Ohne die Menschen am unteren Ende gäbe es keine iPhones, Watches, iMacs … Aber die sind eben ersetzbar. Fällt einer aus, steht gleich der nächste parat. Trotzdem gehört es meiner Meinung ausgeglichen. Von den 100 Millionen (und von den ebenfalls sich im Millionenbereich bewegenden Löhnen der anderen Top-Manager) gehört ein Teil nach unten umverteilt.
-1
pogo3
pogo308.01.22 19:29
tranquillitty

Es ist noch deutlich mehr:
Zusätzlich zu seinem Grundgehalt erhielt der Apple-Chef etwas mehr als 82 Millionen US-Dollar in Form von Aktien des Unternehmens sowie Boni und weitere Leistungen in Höhe von insgesamt rund 13,4 Millionen US-Dollar.
Hast nen Apple vor dir stehen, oder in der Hand ? Hast Apple Aktien ?

Es ist kein Platz für Neid wenn ansonsten alle Produktionsfaktoren die da wären: Grund und Boden (Infrastruktur), Kapital, Arbeit (Lohn etc.) und Umwelt ! entsprechend entlohnt und bezahlt wurden. Da kann man eingreifen und das geschieht ja auch, z.Bsp. durch das schließen von Steuerschlupflöchern, Verordnungen, Gewerkschaften und weiteres. Außerdem darf man nicht vergessen, nicht nur Cook profitiert, sondern alle Investoren u. Mitarbeiter, über alle Positionen bis hin zur Putzfrau. Nimmt man alle Skalierungseffekte (die gut verdienenden Mitarbeiter investieren ja auch wieder, die Steuern werden wieder in Infrastruktur etc. und damit in bezahlte Arbeit, die bez. Arbeit in Familien investiert, die Familien investieren in Konsum u.s.w.u.s.f.) werden zum Schluß viele, wirklich sehr viele Millionen oder gar Milliarden von Menschen davon profitieren. Das Spiel ist ein riesiges Umverteilungsspiel, daran ist zunächst nichts Böses. Natürlich werden nicht alle davon profitieren können. Sind die Staaten, Kommunen aber ordentlich bezahlt worden, können diese sich mit Sozialprogrammen um die "Abgehängten" kümmern. Sie Staaten haben dafür zu sorgen, es ist ihre Pflicht, dass der Prozess alle Produktionsfaktoren entsprechend entlohnt, das muss das Ziel sein. Leider ist dieses Ziel im internationalen Konkurrenzdruck nur schwer zu erreichen. Schon die volkswirtschaftlichen Zielkoordinaten von Staaten sind derart konträr und komplex, dass man es "magisches Vier- heute Fünfeck" nennt. Es gibt keine perfekte Volkswirtschaft, das wäre ein Paradies.

Übrigens kann ich mir persönlich auch nicht wirklich vorstellen für was ein 100 Mio Verdienst besser sein soll, als ein 1 Mio. Verdienst, ich finde es ehrlich auch etwas pervers. Aber die enormen Steigerungen von Verdiensten und Aktienkursen haben ihre Ursachen an anderer Stelle (Zinspolitik der Währungsbanken z.Bsp.), und nicht direkt bei Tim Cook. Der bekommt was man ihm gibt, weil man es kann (Börse), und weil der Kampf um die besten Ressourcen stets ein Konkurrenzkampf ist. Leider ist alles endlich, und deshalb von "Wert". Mehr oder weniger, auch wenn das sehr oft unmenschlich erscheint. Aber auch daran kann man ja noch arbeiten, die Welt trotzdem menschlicher zu gestalten.
Wann hört es endlich auf zu dauern.
+1
Lang2109.01.22 11:40
lautsprecher
Nachdem Apple die 3 Billionen-Marke geknackt hat, halte ich 100 Mio als Gehalt angemessen. Rein von den Relationen her. Schließlich ist er verantwortlich für die Firma und deren Mitarbeitern. Und daher: alles richtig gemacht.

Immer dieses Gerede von der Verantwortlichkeit. Ist ja nicht so als hätte man ihn am Galgen aufgehängt, wenn alles schief gegangen wäre.

Letztlich sind doch nicht wenige CEOs (vielleicht sogar viele) trotz Minderleistung oder strategisch desaströser Fehler mit einem goldenen Handschlag gegangen worden. Insofern hält sich das mit der Verantwortung für Blablabla echt in Grenzen.
+4

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