Tim Cooks Gehalt: Viele Millionen, dennoch Mittelfeld unter Top-CEOs

Apple ist bekanntlich das wertvollste Unternehmen der Welt. Mit einer Marktkapitalisierung von aktuell gut 2,2 Billionen US-Dollar verweist der kalifornische Konzern Microsoft und Saudi Aramco auf die Plätze. Im Gehalt von CEO Tim Cook allerdings spiegelt sich das kaum wider: Der Apple-Chef verdient bei Weitem nicht genug, um in der Verdienst-Rangliste einen der vorderen Plätze einnehmen zu können. Das zeigt ein Vergleich, welchen das Wall Street Journal (WSJ) jetzt veröffentlichte.


Tim Cook liegt auf Platz 171 von 500
Die in New York City erscheinende internationale Tageszeitung hat eine Übersicht der Gehälter (Paywall) aller CEOs von Unternehmen erstellt, die im S&P 500 vertreten sind. Während Apple in diesem Aktienindex auf Platz eins geführt wird, landet der Chef des iPhone-Konzerns in den WSJ-Charts lediglich auf dem 171. Rang. Tim Cook konnte zwar 2020 seinen Verdienst um rund drei Millionen US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr steigern und insgesamt 14,76 Millionen US-Dollar einstreichen. Obwohl er damit leicht über dem Durchschnitt aller vom Wall Street Journal ermittelten Gehälter in Höhe von 13,4 Millionen US-Dollar liegt, reicht das für den Apple-Chef nur zu einem Platz im Mittelfeld.

Spitzenverdiener erhält 211 Millionen US-Dollar
Platz eins im Ranking der Zeitung belegt der hierzulande eher unbekannte Chad Richison, Gründer und CEO von Paycom Software. Auf seinem Gehaltszettel standen im abgelaufenen Jahr rund 211 Millionen US-Dollar. Die Chefs von insgesamt sieben Unternehmen verdienten 2020 mehr als 50 Millionen US-Dollar, ein Jahr zuvor traf das nur auf zwei CEOs zu. Zu den Spitzenverdienern gehören unter anderem die Vorstandsvorsitzenden von Activision Blizzard und Regeneron Pharmaceuticals. Larry Culp, der CEO von General Electric, erhielt allein 100 Millionen US-Dollar in Aktienoptionen.

Gehaltszettel des Twitter-Gründers weist 140 Cent aus
Am Ende der Liste des Wall Street Journal stehen etliche Manager, die traditionell lediglich ein symbolisches oder gar kein Gehalt beziehen. Tesla-Chef Elon Musk etwa erhält nicht einen einzigen Dollar, was er angesichts seines Milliarden-Vermögens verschmerzen kann. Auf dem Gehaltszettel von Twitter-Gründer und -CEO Jack Dorsey stehen immerhin 140 Cent, mithin 40 Pennys mehr als sich Apple-Chef Steve Jobs nach seiner Rückkehr zum kalifornischen Unternehmen genehmigte. Tim Cook muss sich trotz seines Platzes im Mittelfeld der Rangliste natürlich ebenso wie die Genannten keine Sorgen ums tägliche Brot machen: Der Apple-Chef stieg im vergangenen Jahr dank seines Aktienbesitzes laut Bloomberg zum Vermögens-Milliardär auf. Generell macht das reine Gehalt oft nur einen geringen Anteil der Gesamtvergütung auf.

Kommentare

RyanTedder
RyanTedder02.06.21 08:44
5 Jahre als CEO arbeiten und schon ist man Milliardär 😅 Ums Geld geht es dabei doch schon lange nicht mehr. Es ist das Prestige, Macht und vielleicht einfach der Spaß den der Job mit sich bringt. Ich wäre auch lieber bei Apple CEO als bei Paycom Software. Wenn ich ein paar Monate durchhalte, hab ich schon ausgesorgt 😜
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kackbratze
kackbratze02.06.21 10:00
Ich mag jeden sein Verdienst gönnen, aber wenn einer 211 Millionen verdient, dann darf man sich schon fragen was hat er zu verantworten, dass er diesen Preis auch wert ist. Sorry, aber niemand, wirklich niemand, hat derart viel Geld zu erhalten egal welche Position er übernommen hat. Es ist krank was heute an Gehälter bezahlt wird. Menschen die wirklich Verantwortung übernehmen, die einen wirklichen Dienst an der Menschheit übernommen haben, sollten wesentlich besser bezahlt werden, als welche die sich nur um die Dividenden der anderen kümmern... Ich verdiene entsprechend meiner Tätigkeit und meinem Mehrwert den ich meinem Arbeitgeber bringe, nicht mehr und nicht weniger.
Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. Einstein
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colouredwolf02.06.21 10:31
RyanTedder
5 Jahre als CEO arbeiten und schon ist man Milliardär 😅 Ums Geld geht es dabei doch schon lange nicht mehr. Es ist das Prestige, Macht und vielleicht einfach der Spaß den der Job mit sich bringt. Ich wäre auch lieber bei Apple CEO als bei Paycom Software. Wenn ich ein paar Monate durchhalte, hab ich schon ausgesorgt 😜

Er hat ja auch Aktien aus seinen früheren leitenden Tätigkeiten bei Apple.
Und ich bin mir sicher, dass seine Tätigkeit als CEO höchstens zu einem Drittel oder Viertel zu der Milliarde beigetragen hat - weil die allerersten Aktien bei einem sehr geringen Niveau starteten.

Und verdient hat der die Milliarde. Wenn er in 5 Jahren CEO ein kumuliertes Gehalt von 60 Millionen machte, und der Aktienanteil daraus heute 300 Millionen entspricht, ist das alleine der Entwicklung des Unternehmens zu verdanken. Für das er verantwortlich zeigte.
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cfkane02.06.21 10:59
kackbratze
Ich mag jeden sein Verdienst gönnen, aber wenn einer 211 Millionen verdient, dann darf man sich schon fragen was hat er zu verantworten, dass er diesen Preis auch wert ist.
Im Artikel steht: Chad Richison, Gründer und CEO von Paycom Software.
Er ist also kein zugekaufter Angestellter, sondern hat die Firma gegründet. Es ist seine Firma, seine Verantwortung, seine Entscheidung. Er kann jeden Betrag festlegen, ob einen Dollar oder halt 2,11*10^8 .
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piik
piik02.06.21 14:19
Wenn von Gehalt von Spitzenmanagern die Rede ist, dann darf keinesfalls der Punkt Aktienoptionen fehlen, sonst sind die Angaben einfach grundfalsch. Teilweise macht das sehr viel mehr aus als das reguläre Gehalt.
Und dann sieht es richtig pervers aus.
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