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Test: Drei LED-Lampen für Fotografie, Arbeit und Freizeit/Hobby – Rewind bringt Erleuchtung

Es ist schon eine Weile her, dass ich mich intensiver mit LED-Lampen beschäftigt habe. Zuletzt mit der Taschenlampe Walther Pro PL70r (Testbericht). Das war Anfang 2016. Bereits seit 2013 habe ich eine Lupine Betty TL2 S im Einsatz (siehe Rewind PDF) und noch etwas länger, seit 2011, die Lupine Piko TL Max (Rewind PDF). Die vom deutschen Hersteller Lupine stammenden Taschenlampen sind absolutes High End – vor allem preislich. Inzwischen gibt es zu den genannten Modellen Nachfolger bzw. wurde ihre Technik verbessert.


Allerdings haben vor allem die Chinesen in der Zwischenzeit auf diesem Sektor mächtig zugelegt. Bei Amazon finden sich unzählige LED-Lampen (Taschenlampen, Arbeitsleuchten, Fotoleuchten etc.) zu teils absurd niedrigen Preisen und mit technischen Daten, die ihrem geringen Preis spotten. Leider sind darunter auch einige Schwarze Schafe, die mit völlig unrealistischen Werten protzen. Wie zum Beispiel dieses Prachtexemplar, dass für nur 39 Euro fette 90.000 Lumen liefern soll. – Zumindest laut Überschrift. Im Text sind es dann „nur“ noch 10.000 Lumen, was immer noch unglaubwürdig ist.

Aber es finden sich unter den Anbietern aus China und anderen Ländern selbstverständlich auch seriöse Anbieter, die viel Wert auf beste Technik, glaubhafte technische Daten und höchste Materialqualität legen. Oder auch solche, die zwar unverschämt billige, aber dennoch brauchbare Lampen liefern. Dabei sollte aber jedem Klar sein, dass für ein paar Euro-Fuffzich keine Spitzentechnologie geliefert wird, sondern einfachste Komponenten, die durchaus ihren Dienst zur Zufriedenheit verrichten können.


Ich habe aus dem Riesen-Angebot drei sehr unterschiedliche LED-Lampen herausgepickt und in den vergangenen Wochen ausgiebig in verschiedenen Situationen getestet. Diese sind:



Im folgenden möchte ich Ihnen die drei Kandidaten ausführlich und im Einzelnen vorstellen, sowie meine Erfahrungen mit ihnen Schildern.


Kommentare

tomax09.04.22 09:14
Und dennoch glaube ich, das Lupine und die Betty mehr Optionen am Ende bieten.
Habe eine Wilma und bin erstaunt, wie gut der Akku nach gut 10 Jahren noch hält.
And finally, die meisten Lupine Strahler kannst Du auf den neuesten Stand bringen, nicht nur beim Akku, auch LED und manches Zubehör.
+3
FlyingSloth
FlyingSloth09.04.22 10:37
Die Wuben A9 ist ne sehr feine Lampe. Benutzen die und andere Wuben oft am Set. Allerdings ist auch klar womit Wuben die Kohle verdient. Und zwar mit dem Akku. 80 Euro ist schon sehr sportlich, wenn man sich ueberlegt, was in dem Akku eigentlich drin steckt. Das sind 3 parallel geschaltete 18650 Li-Ion Zellen mit jeweils 3400 MAh Kapazitaet. Selbst wenn man davon ausgeht, dass Wuben Qualitaetszellen von Panasonic, Samsung oder Toshiba verwendet ist
man von 80 Euro immer noch weit entfernt.

Wir loeten uns die Akkus fuer die Wuben A9 mittlerweile selbst zusammen und kommen bei der Verwendung von 3 Panasonic NCR18650B 3400 MAh Zellen (Top Qualitaet) plus USB Anschluss plus Gehaeuse plus Leotzinn plus Ueberspannungsschutz auf umgerechnet Euro 31,00 pro A9 Akku. Fuer den Preis, den Wuben hier aufruft bekommt man fast 3 Akkus gleicher Leistung, wenn man sich die Teile selber zusammenloetet. Arbeitsaufwand ca 10 Minuten
Fly it like you stole it...
+5
Fatty&Little
Fatty&Little09.04.22 10:40
Plus/Minus Wuben A9
+ sehr hohe Lichtleistung bei langer Akkuausdauer
+ USB-C-Charging am Akku

Warum ist ein proprietärer Akku und dazu die Tatsache, dass man die Lampe zerlegen muss um diese zu laden, ein Vorteil..?
0
FlyingSloth
FlyingSloth09.04.22 10:48
der Akku ist nicht proprietaer. 3 ganz normale ueberall erhaeltliche 18650 Zellen parallel geschaltet.
Fatty&Little
Plus/Minus Wuben A9
+ sehr hohe Lichtleistung bei langer Akkuausdauer
+ USB-C-Charging am Akku

Warum ist ein proprietärer Akku und dazu die Tatsache, dass man die Lampe zerlegen muss um diese zu laden, ein Vorteil..?
Fly it like you stole it...
0
sonorman
sonorman09.04.22 10:50
Fatty&Little

Erstens ist der Akku sehr einfach zu ersetzen. Oder wie Flying Sloth beschrieben hat, besonders günstig durch einfaches selbst zusammenlöten.
Zweitens habe ich im Text beschrieben, warum das "Zerlegen" zum Laden durchaus seine Vorteile hat.
+3
Weia
Weia09.04.22 13:00
Herrje, ein „Test” von LED-Lampen ohne Messungen von Farbtemperatur, Δuv und Farbwiedergabeindex … 🙄
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+6
G_Adorf09.04.22 13:34
NEEWER LED Ringlicht
Für diesen Artikel ist ein neueres Modell vorhanden:
Neewer 6-Zoll Selfie Ringlicht mit Stativständer und Telefonhalter, dimmbare Videokonferenzbeleuchtung 3 Lichtmodi für Zoomanruf/YouTube-Video/Make-up/Fotografie Kompatibel mit iPhone/Android 19,99 €
https://www.amazon.de/Neewer-Stativst-C3-A4nder-Telefonhalter-Videokonferenzbeleuchtung-YouTube-Video-dp-B08W33KBTV/dp/B08W33KBTV/ref=dp_ob_title_ce
0
Fatty&Little
Fatty&Little09.04.22 13:54
sonorman
Fatty&Little
Erstens ist der Akku sehr einfach zu ersetzen. Oder wie Flying Sloth beschrieben hat, besonders günstig durch einfaches selbst zusammenlöten.
Zweitens habe ich im Text beschrieben, warum das "Zerlegen" zum Laden durchaus seine Vorteile hat.

Ein normaler A, AA, AAA Akku ist einfach und günstig zu ersetzten. Machen alle anderen auch. Akku-"Kartusche" in die man Std-Akkus steckt

Mein iPhone mit Lightining und andere Telefone mit USB-C sind auch IP68 und ich kann mich nicht erinnern, dass diese einen Gummistopfen haben...
... Auf diese Weise muss kein außenliegender Anschluss vor Wasser geschützt werden. Die A9 ist über ihren massiven, schraubbaren Lampenkopf und einen Dichtungsring sehr fest verschlossen und Wasserdicht nach IP68 (Abtauchen bis 2 Meter für eine Stunde). In der Praxis ist es oft viel fummeliger, so einen kleinen und für Beschädigungen empfindlichen Gummistopfen heraus zu pulen ...
+1
Radetzky09.04.22 14:24
Möglicherweise ist das langsame Laden des Akkus gut für seine Lebensdauer.
+2
Radetzky09.04.22 14:33
Weia
Herrje, ein „Test” von LED-Lampen ohne Messungen von Farbtemperatur, Δuv und Farbwiedergabeindex … 🙄
Würde mich eigentlich nicht sonderlich kratzen.
+3
Accelerator
Accelerator09.04.22 15:38
tomax
Und dennoch glaube ich, das Lupine und die Betty mehr Optionen am Ende bieten.
Habe eine Wilma und bin erstaunt, wie gut der Akku nach gut 10 Jahren noch hält.
And finally, die meisten Lupine Strahler kannst Du auf den neuesten Stand bringen, nicht nur beim Akku, auch LED und manches Zubehör.

Völlige Zustimmung!

Der Wuben Brummer ist sicherlich von beachtlicher Leistung und ebensolchem Preis-Leistungs-Verhältnis, aber für LED-Licht am Velo, bei Stirn- und Taschenlampen halte ich Lupine seit inzwischen 23 Jahren die Treue:

Kleines und sehr feines Unternehmen in der Oberpfalz, gebrauchte Akkus werden mit Rabatt-Coupon für Kauf eines neuen Akkus in Zahlung genommen, sehr lange Lebensdauer der Akkus sowie Leuchten, bei technischen Fragen oder Problemen kann man mit "richtigen Menschen" sprechen - sei es am Telefon oder per Email - Extrawürste und Sonderwünsche bzw. -Anfertigungen sind möglich - dafür zahle ich dann gerne einen zunächst hohen, aber im Gesamtpaket auf die Nutzungsdauer gerechnet mehr als fairen Preis!

Und Danke an sonorman für mal wieder eine interessante und vielseitige Präsentation!
+2
Weia
Weia09.04.22 15:45
Radetzky
Weia
Herrje, ein „Test” von LED-Lampen ohne Messungen von Farbtemperatur, Δuv und Farbwiedergabeindex … 🙄
Würde mich eigentlich nicht sonderlich kratzen.
Klar, was interessiert bei einem Test von etwas, dessen einziger Zweck das Ausstrahlen von Licht ist, schon das Licht? 🙄

Wählst Du LED-Lampen (und zwar solche, die erklärtermaßen auch zu fotografischen Zwecken dienen und nicht etwa für Grubenarbeiter gedacht sind) immer anhand des Akkus aus? Und Computer anhand der Steckerform des Netzkabels?
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+5
herci7909.04.22 18:20
Ich habe über die vergangenen Jahre etliche Taschenlampen besessen und getestet. Aktuell in Benutzung sind nur die HDS Rotary und die Lupine Piko.

Da passt die Qualität wirklich. Die Chinesen können viel, keine Frage, aber irgendwie fühle ich mich dennoch besser, wenn ich - wie bei Lupine - einen deutschen Hersteller mit super Service unterstütze.
Themen wie Akku-Austausch und Umbau auf modernere LEDs oder solche mit anderer Lichtfarbe wurden ja schon angesprochen.

Dennoch danke für den Test!
+3
Termi
Termi09.04.22 18:35
Ich habe mit der Olight R50 Pro Seeker vor Jahren meine Lieblingstaschenlampe gekauft. Sehr kompakt, phantastisch verarbeitet und mit 3200 Lumen lichtstark genug für meine Bedürfnisse. Die 3200 Lumen halten 1,5 Minuten, um dann für 2:30h auf 1000 zu fallen. Fängt man mit 1500 Lumen an, wird nach 10 Minuten auf 1000 Lumen reduziert. In der niedrigsten Stufe sind bei 60 Lumen 50h möglich.

Auch wenn 12.000 Lumen beeindruckend sind, wird man diese Taschenlampe nicht mal eben so mitnehmen. Riesenvorteil der Wuben ist auf jeden Fall der normale Akku. Hier setzt Olight auf proprietäre Akkus, die auch noch mangels ordentlicher Schutzschaltung schnell kaputtgehen. Ich lade diese daher extern und habe ein paar in Reserve, da ich die Lampe entsorgen kann, wenn alle Akkus kaputt sind.

Bin noch auf der Suche nach einer Taschenlampe mit >3000 Lumen, die vorne nicht dicker wird, sehr gut verarbeitet ist und in einer Wandhalterung permanent eine Erhaltungsladung erhält.
0
Huba09.04.22 21:08
Gerade bei Ringleuchten, die ja zum Foto- und Videografieren eingesetzt werden, ist eine farbverbindliche Wiedergabe noch wichtiger als die absolute Helligkeit. Deshalb gehört auch zwingend die Angabe des entsprechendes CRI-Wertes mit in die Auflistung der technischen Daten. Hier billig einzukaufen und dann suboptimales Bildmaterial zu erhalten, ist, naja...
Bei Taschenlampen mag das anderes sein, da will man ja gerne überhaupt etwas sehen -- und nicht etwa die Intensität von Rottönen beurteilen.

Taschenlampentechnisch kann ich übrigens die Lampen von LEDLenser empfehlen. Zu jedem Modell werden dort übrigens selbstverstänlich auch die CRI-Werte angegeben. Sind halt Profis.
+2
osaka
osaka09.04.22 21:29
Danke für den interessanten Beitrag!

"ein Schulterriemen (dessen Tragweise ich nicht verstehe)" der ist vermutlich für den Peli-Case-ähnlichen Koffer.
As the famos philosopher Homer mentioned: You tried your best and failed miserably. The lesson is: never try. (H. Simpson)
+1
sonorman
sonorman09.04.22 21:30
Huba

Wenn es um wirklich professionelle Fotolampen geht, die auch entsprechende Farbverbindlichkeit bieten, habe ich im Text ja zwei Beispiele genannt. Auch LED Lenser ist in der Hinsicht mit keiner seiner Lampen „Profi“.

Aber darum geht ja hier gar nicht. Sondern darum, wie man nicht speziell für Fotografie gedachte Lampen zu günstigen Kosten dennoch dafür zweckentfremden kann. Mit den im Text mehrfach genannten Einschränkungen, aber deswegen nicht weniger nützlich.
+1
Weia
Weia10.04.22 00:38
sonorman
Aber darum geht ja hier gar nicht. Sondern darum, wie man nicht speziell für Fotografie gedachte Lampen zu günstigen Kosten dennoch dafür zweckentfremden kann.
Ja, aber gerade dann sind doch Messergebnisse unverzichtbar. Denn im Gegensatz zu teuren Spezialleuchten, bei denen man Qualität jedenfalls erwarten kann, können billige Leuchten Messdaten haben, die einen Einsatz in der Fotografie erlauben oder aber eben nicht. Denkbar ist beides. Das muss man doch eruieren.

Niemand hat etwas von Leuchten, unter deren Licht menschliche Haut aschfahl und krank aussieht, well der R9-Wert (rot) nicht stimmt.
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+3
sonorman
sonorman10.04.22 10:01
Ne sorry Weia, aber Deine Forderung nach Messwerten ist in diesem Fall völlig fehl am Platz und nicht praxisnah. Du forderst das nur, weil das Dein Fachgebiet ist. Aber genauso könntest Du sagen, der Test eines 50€ Bluetoothlautsprechers habe ohne Messungen der Frequenzgänge, Impulsantworten etc. keine Aussagekraft. – Praxisfremd eben.

Ein Ringlicht wie das hier genannte wird kein anspruchsvoller Portraitfotograf auch nur in Betracht ziehen. Aber zum Aufhellen beispielsweise bei Nahaufnahmen, Produktfotografie etc. ist das trotzdem sehr nützlich. R9-Wert hin oder her. Selbiges gilt für die Taschenlampe zum Aufhellen, oder selbst für die billigen Klapplampen, um schlecht erreichbare Stellen aufzuhellen. R9-Wert? Irrelevant! Zumal man mit dem Weißabgleich in der Kamera und/oder in der Nachbearbeitung kleine Unstimmigkeiten meist leicht korrigieren kann, denn sooo schlecht sind die alle nicht.

Und noch mal: Ich habe mehrfach im Artikel darauf hingewiesen, dass es für farbkritische Anwendungen anderer Lichtlösungen bedarf.
+3
MacDino10.04.22 10:16
…nur weil man kein Meßequipment (zur Verfügung) hat, muß man nicht seine „Test“-Verfahren als richtig und korrekt hinstellen.
Ein Test ist ein Test. Nenne es anders (z.B. Marktsichtung, persönlicher Eindruck, etc., pp.) und alle sind zufrieden.

Ich fand die Info interessant - aber ein Test war das nicht.
0
sonorman
sonorman10.04.22 10:42
MacDino
… Ein Test ist ein Test. Nenne es anders (…
Ok, es ist ein PRAXIStest. Kein Labortest.
+3
Weia
Weia10.04.22 14:17
sonorman
Ne sorry Weia, aber Deine Forderung nach Messwerten ist in diesem Fall völlig fehl am Platz und nicht praxisnah. Du forderst das nur, weil das Dein Fachgebiet ist.
Mein Fachgebiet ist das nicht, aber es stimmt, dass ich mich damit ganz gut auskenne. Nur: Ich würde niemals einen „Test“ von etwas verfassen, bei dem ich mich nicht ganz gut auskenne.
Aber genauso könntest Du sagen, der Test eines 50€ Bluetoothlautsprechers habe ohne Messungen der Frequenzgänge, Impulsantworten etc. keine Aussagekraft.
Und das würde ich selbstverständlich auch. Was soll ein Lautsprechertest ohne diese Angaben? Ich verstehe auch nicht, was das mit dem Preis des Produkts zu tun haben soll. Meinst Du, bei solch billigen Produkten lohne der Aufwand eines Tests nicht? Dann nenne die entsprechenden Texte auch nicht so.

Wobei Du mit der WUBEN-Taschenlampe ja nun gerade kein billiges Produkt vorgestellt hast, sondern wieder so ein grotesk überteuertes High-Tech-Spielzeug (250€ für eine Taschenlampe? Hallo!?!), an dem sich offenbar Männer aufgeilen können, die den Porsche schon haben. Aber selbst da, wo das Billig-Argument nun absolut überhaupt nicht zieht, gibt es keinerlei Messwerte.
Praxisfremd eben.
Ist vages Herumfabulieren praxisgerecht?
Ein Ringlicht wie das hier genannte wird kein anspruchsvoller Portraitfotograf auch nur in Betracht ziehen.
Warum nicht? Vielleicht hat es hervorragende Lichtwerte. Es ist ja nicht alles schlecht, was billig ist (und umgekehrt), aber das müsste man eben testen.
Selbiges gilt für die Taschenlampe zum Aufhellen, oder selbst für die billigen Klapplampen, um schlecht erreichbare Stellen aufzuhellen. R9-Wert? Irrelevant! Zumal man mit dem Weißabgleich in der Kamera und/oder in der Nachbearbeitung kleine Unstimmigkeiten meist leicht korrigieren kann, denn sooo schlecht sind die alle nicht.
Viel Spaß dabei. Das ist wie mit unterbelichteten Fotos: Details, die durch zu geringes Licht verlorengegangen sind, kannst Du nicht wieder zurückholen, bestenfalls errraten.
Und noch mal: Ich habe mehrfach im Artikel darauf hingewiesen, dass es für farbkritische Anwendungen anderer Lichtlösungen bedarf.
Ja, und bist dabei prompt wieder ins andere Extrem gefallen und verlinkst Produkte für viele Hunderte oder gar Tausende Euro, die sich kaum einer hier würde leisten können.

LEDs mit einem CRI > 95 und 1000lm kosten mittlerweile so um die 10$. Du kannst Dir ausrechnen, in welchem Preisbereich ein fair bepreistes Produkt mit solchen LEDs liegen sollte. Was die Farbwiedergabequalität von solchen LEDs betrifft, liegen zwischen ihnen und dem von Dir verlinkten Prolycht Orion 300 FS für über 2000€ nicht nur keine Welten, die Werte dürften annähernd identisch sein. Natürlich kann das Orion 300 FS weit mehr, aber das braucht ja nicht jeder.

GU5.3/GU10-Retrofit-Leuchtmittel, also Ersatz für herkömmliche 12V- oder 220V-Halogenstrahler, gibt es mit CRI > 90 und 400lm – 500lm heute im Handel bereits für um die 10€ zu kaufen. Es gibt für denselben Preis aber auch Leuchtmittel mit unterirdischer Lichtqualität. Der Preis sagt hier so gut wie gar nichts über die Qualität aus; nur durch Messungen lässt sich die Spreu vom Weizen trennen.

Und genau das wäre doch ein Test mit einem tatsächlichen Mehrwert für die Praxis: diejenigen unter den für Nicht-Profis bezahlbaren Produkten zu finden, die im Gegensatz zur Konkurrenz gute Lichtqualität bieten. Die gibt es sicher, aber ein Laie kann das eben nicht herausfinden, weil dazu Messungen erforderlich sind.
sonorman
Ok, es ist ein PRAXIStest. Kein Labortest.
Die Verwendung des Wortes Praxis ist keine Rechtfertigung. Im Gegenteil, wie ich gerade ausgeführt habe, wäre der praxisrelevanteste Test wohl derjenige, der es Lesern aufgrund von Messwerten erlaubt, preiswert ein Gerät mit guter Lichtqualität zu erstehen.

Du hast eingangs geschrieben:
Im folgenden möchte ich Ihnen die drei Kandidaten ausführlich und im Einzelnen vorstellen, sowie meine Erfahrungen mit ihnen Schildern.
Produktvorstellung und Erfahrungsbericht, das wäre eine zutreffende Charakterisierung. Ein Test ist dieser Text nicht, schon gar kein Praxistest, so man darunter einen praxisrelevanten Test versteht.
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+2
Heinzchen
Heinzchen05.05.22 22:15
Weia
Herrje, ein „Test” von LED-Lampen ohne Messungen von Farbtemperatur, Δuv und Farbwiedergabeindex … 🙄
mactechnews testet 3 LED-Lampen... den Anspruch an einen "Test" definiert jeder anders. Wenn es Deinem Anspruch an einen Test nicht entspricht - geh doch auf Fachseiten zum Klugscheißen.
Meinung bilden statt Meinung machen.
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