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Test Chord Hugo 2 – Kompromisslos high-endiger DAC/Kopfhörerverstärker für Desktop und unterwegs

Wer sich nicht für HiFi-Elektronik im Preisbereich über 2.000 Euro interessiert, braucht an dieser Stelle gar nicht weiterzulesen. Der Chord Hugo 2 ist auch ein gänzlich anderes „Biest“, als der kürzlich getestete iFi Audio GO blu, obwohl er im Prinzip genau das Gleiche tut – aber er kostet mehr als das Elffache, nämlich 2.299 Euro. Die Hauptzielgruppe für den Hugo 2 sehe ich hauptsächlich bei Besitzern sehr hochwertiger kabelgebundener Kopfhörer, die ohne Kompromisse sowohl daheim als auch am Arbeitsplatz bestmöglichen Kopfhörerklang genießen wollen – und dürfen. Oder vielleicht auf langen Bahnreisen.

Kompakt
Marke Chord Electronics
Bezeichnung Hugo 2
Art DAC/Kopfhörerverstärker
Empf. Preis (€) 2.299
Verfügbarkeit sofort
Er hat ein Gehäuse aus CNC-gefrästem Aluminium, misst 130 x 100 x 21 mm und wiegt ohne Kabel laut Briefwaage 356 g. Für die Hemdtasche ist das schon mal nichts. Seine Hauptaufgabe ist die D/A-Wandlung digitaler Musikdaten (PCM bis 32 Bit / 768 kHz und DSD512) und Speisung von dynamischen oder magnetostatischen Kopfhörern mit Klinkenanschluss. Außerdem besitzt er digitale Eingänge (Coax und Toslink) für andere digitale Quellen wie etwa CD-Laufwerke oder TV, und sogar Bluetooth mit aptX. Über seinen analogen Cinch-Ausgang kann er auch als Vorverstärker dienen. Etwa zum Anschluss an Endstufen oder Aktivlautsprecher. Der Analogausgang lässt sich als Line Level Output mit festem Pegel konfigurieren (z.B. zum Anschluss an Vollverstärker). Damit ist aber äußerste Vorsicht geboten, denn im Line-Level-Modus wird auch über die Kopfhörerausgang die volle Leistung ausgeben.


So gesehen ist der Chord Hugo 2 eher ein kleiner, stationärer DAC, der auch mobil genutzt werden kann, wofür er über einen integrierten Akku verfügt.

Technische Daten:
  • Frequenzgang: 20Hz – 20kHz +/- 0,2dB
  • Harmonische Verzerrungen: <0.0001% 1kHz 3V RMS 300 Ohm
  • THD und Rauschen bei 3V RMS Ref 5,3V: 120dB @ 1kHz 300 Ohm A Wt
  • Rauschen 2,6 uV A Wt: nicht messbar
  • Signal/Rauschabstand: 126dB/A
  • Kanaltrennung: 135dB @ 1kHz 300 Ohm
  • Max. Ausgangspegel: 94 mW 300 Ohm; 740 mW 33 Ohm; 1050 mW 8 Ohm
  • Ausgangsimpedanz: 25 Milliohm (0,025 Ohm)


Wie bei Chord üblich, arbeitet der Hugo 2 nicht mit DAC-Chips von der Stange, wie es bei gefühlt 98% aller Hersteller der Fall ist. Stattdessen kommen vom Chord-Mastermind Rob Watts selbst über Jahre entwickelte und immer weiter perfektionierte Algorithmen auf leistungsstarken FPGAs zum Einsatz. Die technischen Hintergrunde dafür sind sehr komplex und würde den Rahmen dieses (Kurz-) Tests deutlich sprengen. Aber wer sich etwas tiefer in die technischen Besonderheiten des Hugo 2 einlesen möchte, dem sei diese Zusammenfassung (PDF) von Chord empfohlen. Ich möchte mich stattdessen hier mehr auf die praktischen und klanglichen Aspekte konzentrieren.


Kommentare

sockenpuppe_23430.10.21 10:38
Am Anfang des Artikels dachte ich, "Sowas werde ich mir erst kaufen, zumal zu einem solchen Preis, sobald endlich mal jemand etwas wie die Crossfeed-Funtion aus dem SPL Phonitor integriert. Warum macht das keiner?!" Okay, ordentlich Geld gespart!
Mit der Taste „X-PHD“ kann ein Crossfeed-Filter hinzugeschaltet und in drei Stufen variiert werden.
Verdammt, und nu?
+3
Hitman30.10.21 11:04
Eventuell ist der Sound am neuen MacBookPro ja nicht so schlecht aber dafür bekomme ich fürs Geld gleich noch einen Laptop dazu.
+5
macspock30.10.21 11:11
>Über die linke Taste sind die verschiedenen von Charlie Watts entwickelten Filtervarianten umschaltbar.

Charlie Watts???😉
R. I. P. 🥁
+1
sonorman
sonorman30.10.21 11:24
Rob Watts natürlich.
Danke für den Hinweis.
0
ricoh30.10.21 12:23
Hitman
Eventuell ist der Sound am neuen MacBookPro ja nicht so schlecht aber dafür bekomme ich fürs Geld gleich noch einen Laptop dazu.

In Blindtests ist es ja so, dass der Mensch schon dann keinen Unterschied bei Verstärken mehr hört, wenn allein der Klirrfaktor einigermaßen gering ist. Alles weitere ist dann eher ein Placeboeffekt. Der tritt beim neuen MacBook Pro garantiert auch auf. 😉 Also denke ich, klingt das genauso gut.
-1
marcel15130.10.21 13:44
Über 2000€ und dann Micro-USB?
Mal ernsthaft, hört man zu den 10 mal günstigeren DACs um 200€ wirklich Unterschiede, die diesen Aufpreis rechtfertigen?
+1
WolfLe30.10.21 14:37
Wenn schon bessere Ausgänge für die Zukunft, dann bitte auch noch einen symmetrischen Ausgang - z.B. als Pentaconn.
+3
sonorman
sonorman30.10.21 15:17
WolfLe
Wenn schon bessere Ausgänge für die Zukunft, dann bitte auch noch einen symmetrischen Ausgang - z.B. als Pentaconn.
1. Ein symmetrischer Ausgang bedeutet keine höhere Zukunftssicherheit.
2. Er bedeutet auch nicht automatisch bessere Klangqualität.

Im Grundsatz stimme ich Dir aber zu, da Pentaconn auch aus Gründen der Robustheit und Kontaktsicherheit besser als 3,5 oder 6,35 mm Stereo-Klinke ist.
0
frank1266
frank126630.10.21 15:29
Ich sage nur Chord Mojo, der kleine nur minder starke Bruder des Hugo (ohne den Hugo je gehört zu haben)
-1
frank1266
frank126630.10.21 15:37
Hier ein Verweis zu im Jahre 2017 von sonorman vorgestellten Neuerungen zu Chord Electronics:
0
41+1
41+130.10.21 16:03
sonorman
WolfLe
Wenn schon bessere Ausgänge für die Zukunft, dann bitte auch noch einen symmetrischen Ausgang - z.B. als Pentaconn.
1. Ein symmetrischer Ausgang bedeutet keine höhere Zukunftssicherheit.
2. Er bedeutet auch nicht automatisch bessere Klangqualität.

Im Grundsatz stimme ich Dir aber zu, da Pentaconn auch aus Gründen der Robustheit und Kontaktsicherheit besser als 3,5 oder 6,35 mm Stereo-Klinke ist.
Puristen meiden teilweise sogar die Symmetrische Signalführung da hier in das Signal eingegriffen wird (Auslöschung der Eintstreuung).
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sonorman
sonorman30.10.21 16:16
41+1

Puristen meiden teilweise sogar die Symmetrische Signalführung da hier in das Signal eingegriffen wird (Auslöschung der Eintstreuung).
Da wird nicht ins Signal eingegriffen, es werden höchstens (im Idealfall) Störungen auf dem Signal ausgelöscht. Eine Verschlechterung durch symmetrische Signalführung ist nicht zu befürchten. Allerdings macht es nur dann wirklich Sinn, wenn die auch die vorgeschaltete Elektronik einen symmetrischen Schaltungsaufbau hat.
0
nicedayq30.10.21 21:27
Als Besitzer eines Chord Daves mit MScaler kann ich nur sagen: Mit dem Hugo kratzt man klanglich nur an der Oberfläche des derzeit technisch machbaren.
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scheibe brot
scheibe brot30.10.21 21:37
bestimmt ein endgeiles gerät, aber 2000 flocken, ist definitiv to much....

sockenpuppe_234
Am Anfang des Artikels dachte ich, "Sowas werde ich mir erst kaufen, zumal zu einem solchen Preis, sobald endlich mal jemand etwas wie die Crossfeed-Funtion aus dem SPL Phonitor integriert. Warum macht das keiner?!" Okay, ordentlich Geld gespart!
Mit der Taste „X-PHD“ kann ein Crossfeed-Filter hinzugeschaltet und in drei Stufen variiert werden.
Verdammt, und nu?

der hier zuletzt geteste qudelix 5k macht auch crossfeed, kostete aber nur 200,-€
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sonorman
sonorman30.10.21 22:00
scheibe brot

der hier zuletzt geteste qudelix 5k macht auch crossfeed, kostete aber nur 200,-€
Ja. Und der iFi hat ebenfalls Crossfeed. Aber die klingen beide bei weitem nicht so gut wie der Chord, wie ich in dem Test auch erwähnt habe.

Und wie nicedayc schon sagte, es geht immer noch ein Stück besser. Den MScaler hatte ich auch schon unter den Fittichen, aber „nur“ in Verbindung mit dem Hugo TT 2.
0
shivaZ
shivaZ30.10.21 22:53
Oder vielleicht auf langen Bahnreisen…

... keine Ahnung wie "high" manche Buben hier unterwegs sind, aber persönlich erfreue ich mich auf solchen Touren eher den unproblematisch kabellosen (gerne ANC) Varianten, selbst wenn ich auf das letzte Glöckchen hinten links verzichten müsste (was zu beweisen wäre) .. Musik ist etwas, was Spaß machen soll, Lebensfreude generiert .. wenn ich da mit einem Skalpell ran muß (eine extra Handtasche fürs Gedöns mitnehmen soll), dann hört bei mir der Spaß auf, denn eigentlich will ich doch nur tanzen
ɔɐɯ ɔɐɯ ɔɐɯ - sometimes I sit and think, and sometimes I just sit - [ Daumenausblender, CSS sei Dank! ]
+2
john
john31.10.21 08:17
Wer sich nicht für HiFi-Elektronik im Preisbereich über 2.000 Euro interessiert, braucht an dieser Stelle gar nicht weiterzulesen
nanu. wozu ploetzlich der disclaimer? als wenn der nicht seit eh und je fuer sonormans dekadenz-artikel gelten wuerde…

das, was shivaz sagt.
biete support. kostenlos, kompetent und freundlich. wähle zwei.
-3
5omeone31.10.21 08:39
Toller Bericht, vielen Dank! 👍🏻
0
Nebula
Nebula31.10.21 09:40
Das Geleuchte von Geräten geht mir echt auf den Keks. Wie gut, dass Apple sich weitgehend davon verabschiedet hat (Face ID scheint nicht perfektes Infrarot zu verwenden oder ich kann Infrarot sehen). Bei meinen eher einfach gebauten Abacus Aktivboxen konnte die LED einfach abklemmen, bei USB-Sticks, Festplatten und anderem Techkram geht das oft nicht. Ich hatte mal den Dragonfly DAC am iMac und der hat mir dann die halbe Wand beleuchtet. Für einen Filmeabend musste ich abklemmen. Ging unter anderem deswegen zurück.

Der hier getestete DAC wäre entsprechend für mich die Hölle auf Erden.
»Wir werden alle sterben« – Albert Einstein
+3
cheers31.10.21 11:03
'n Kumpel hat gerade vom HiFi-Händler seines Vertrauens einen Cayin C9 zum Testen bekommen - gestern war er noch mit dem Laden der Akkus beschäftigt... Geht zumindest in die gleiche Preisklasse https://cayin.com/produkt/kopfh%C3%B6rerverst%C3%A4rker_c9/
+1

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