Chord Electronics: Mobile DAC/Kopfhörerverstärker mit außergewöhnlichem Leistungsumfang

Chord Electronics Ltd., gegründet 1989 von John Franks, hat sich in der HiFi-Welt vor allem durch zwei Dinge einen Namen gemacht: ihre kompakten aber zugleich ungewöhnlich massiv konstruierten Komponenten und ihre innovative Digitaltechnik. Größeren Bekanntheitsgrad erreicht man mit derartig exklusiven (teuren) Produkten in der Regel aber nicht. Erst mit der Vorstellung des kleinen Mobil-DAC namens MOJO konnte Chord ein größeres Publikum ansprechen – und das, obwohl auch der MOJO nicht gerade ein Massenartikel ist. (Amazon, rund 500 Euro)

Neben dem MOJO hat auch der etwas größere DAC und Kopfhörerverstärker HUGO in Fachkreisen für viel Wirbel gesorgt. Zu diesen beiden Modelle gibt es jetzt spannende Neuerungen zu vermelden.

Beginnen wir mit dem HUGO 2:

Chord hat auf der CES eine komplett überarbeitete Version dieses anspruchsvollen DAC/HPA vorgestellt. Die zweite Generation des HUGO bietet dank neuester FPGA-Technik und WTA (Watts Transient Aligned) Filter eine noch bessere Klangqualität, spielt Highres-Dateien bis zu 768 kHz / DSD512 und kann dank mitgelieferter Fernbedienung auch in stationären Anlagen komfortabel genutzt werden. Für Desktop-HiFi eignet sich der HUGO 2 auch dank seiner kompakten Maße im massiven Gehäuse aus Flugzeug-Aluminium sehr gut. Apropos Gehäuse. Der neue HUGO ist noch flacher geworden. Die Chord-typischen sphärischen Bedienelemente wurden komplett auf die Oberseite verlegt, um seitlich Platz für zukünftig geplante Erweiterungsmodule zu lassen.


Für die mobile Nutzung besitzt der HUGO 2 eingebaute Akkus, die jetzt bis zu 14 Stunden (vorher ca. 7 Std.) netzunabhängigen Musikgenuss ermöglichen sollen. Als kabelgebundene digitale Eingänge sind TosLink, Coax und USB verfügbar. Über letztere ist die Wiedergabe von Digitaldaten mit bis zu 768kHz und DSD512 (Octa DSD) möglich. Zusätzlich können Devices per extended-range Bluetooth (mit aptX) drahtlos verbunden werden.


Kopfhörer können sowohl mit 6,35- als auch mit 3,5-mm-Klinkenstecker angeschlossen werden. Zusätzlich bietet der HUGO 2 einen Vorverstärkerausgang per Cinch. Damit kann er am Desktop beispielsweise an Aktivlautsprecher wie die kürzlich getesteten ELAC AM 200 angeschlossen werden.


Zur klanglichen Anpassung stehen vier verschiedene Filtervarianten zur Verfügung, die über die Tasten an der Oberseite ausgewählt werden können. Für Kopfhörerfans besitzt der HUGO 2 außerdem eine Crossfeed-Funktion, wie man sie in ähnlicher Form auch in Meridians Prime Headphone Amplifier (Testbericht) findet. Durch ein gezielt eingesetztes Übersprechen der Kanäle wird damit der lästige Im-Kopf-Effekt deutlich vermindert.


Auch die Class-A Ausgangsstufe wurde noch mal überarbeitet. Neue Digital DC Servos ersetzen die bisher eingesetzten Kondensatoren. Diese Maßnahme soll Verzerrungen weiter reduzieren und gleichzeitig die Leistung und Stabilität erhöhen.


Technische Daten:
  • Frequenzgang: 20Hz – 20kHz +/- 0,2dB
  • Harmonische Verzerrungen: <0.0001% 1kHz 3V RMS 300 Ohm
  • THD und Rauschen bei 3V RMS Ref 5,3V: 120dB @ 1kHz 300 Ohm A Wt
  • Rauschen 2.6 uV A Wt: nicht messbar
  • Signal/Rauschabstand: 126dB/A
  • Kanaltrennung: 135dB @ 1kHz 300 Ohm
  • Max. Ausgangspegel: 94 mW 300 Ohm; 740 mW 33 Ohm; 1050 mW 8 Ohm
  • Ausgangsimpedanz: 25 Milliohm (0,025 Ohm)


Features:
  • Weiterentwickelte digitale Lautstärkeregelung
  • Crossfeed Filternetzwerk
  • Vierstufiger Frequenz-shaping Filter
  • Schnell ladende Akkus via Micro USB für ca. 14 Stunden Betrieb
  • 49.195K tap-length Filter (nahezu Verdoppelung gegenüber HUGO)

Der HUGO 2 soll "Anfang 2017" zum Preis von rund 2.000 Euro erhältlich sein. Um den Vertrieb in Deutschland kümmert sich G8 & Friends.


Kommentare

Borbarad22.01.17 11:01
Endlich auch mal was zu Chord.

Nachdem Merdian angefangen hat mit vernünftigen DSP Kopfhörer Verstärkertechnick hat Chord den Ball aufgenommen und den Markt weiter entwickelt und sich an die Spitze in dem Kopfhörer Bereich gesetzt. Ob nun Mojo, Hugo, HugoTT oder Dave. Allesamt Spitzenklasse, bzw. man sieht kaum noch HiFi Kopfhörer Händler ohne die Produkte von Chord.

B
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RastaMan22.01.17 11:44
...ein Schnäppchen...
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Oceanbeat
Oceanbeat22.01.17 12:14
Alter Schwede, was für ein Aufwand um das Trommelfell zu deformieren...
Wenn der Herbst seine morbide Pellerine über die Vorgärten wirft...
0
chill
chill22.01.17 12:33
Nicht zum deformieren. Eher um dem Ohr zu schmeicheln. Das sollte einem doch locker 2000 wert sein. Holt man doch eben aus der Kaffeekasse. Ist zwar teurer als das iPhone, aber man hats ja. Schliesslich ist Flugzeugalu auch sauteuer.
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+1
teorema67
teorema6722.01.17 13:35
RastaMan
...ein Schnäppchen...
Ob dieses Schnäppchen der Nachfolger meines A200p werden wird? Boon sagt nein. Mein Konto sagt neinneinnein

Der Hugo ist auch recht groß für mobil. Er kann nur 1 Lausprecher treiben, kein Stereo, oder?
Verdammte Schotten! Die haben Schottland ruiniert! (Groundskeeper Willie)
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nacho
nacho22.01.17 14:10
Warum sind die Dinger eigentlich so teuer?
Verkauft man so wenig davon das der Preis so hoch ist?
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chill
chill22.01.17 14:24
nacho

Man nimmt eben mit was man bekommt. Ist doch beim iPhone dasselbe. Der Kunde möchte gemolken werden.

Klar kann man die auch für vielleicht 400€ verkaufen, aber dann fehlt ja das High End Attribut.
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