
SAMSUNG BRINGT 2026 MICRO-LED-FERNSEHER IN SINNVOLLEN GRÖSSEN AUF DEN MARKTSamsung nennt es "Micro RGB", aber es geht hier um Displays auf Basis von winzig kleinen,
Micro-LEDs. Wo ist der Unterschied zu Mini-LEDs? Während Fernseher (und Displays) Mini-LEDs als Hintergrundbeleuchtung einsetzen, die einen herkömmlichen LCD-Screen durchleuchten, funktionieren Micro-LED-Screens eher wie OLED: Jeder Bildpunkt ist selbstleuchtend. Jeder Bildpunkt ist eine LED. Oder genauer gesagt, drei LEDs in den Farben Rot, Grün und Blau. Eine Hintergrundbeleuchtung gibt es damit nicht mehr, womit der Schwarzwert das Niveau von OLEDs erreicht. Wer das etwas ausführlicher erklärt haben will: die Kollegen von HiFi.de haben in
diesem Artikel die unterschiedlichen Technologien aufgedröselt.
Bislang war die technische Entwicklung noch nicht so weit, Micro-LED-Bildschirme in vernünftigen Größen und zu bezahlbaren Preisen anzubieten. Samsung und andere hatten in den vergangenen Jahren zwar schon Screens mit dieser Technologie gezeigt und auch verkauft, aber die waren allesamt riesig (meist über 100 Zoll), weil die einzelnen LEDs noch so groß waren, und kosteten fünf- bis sechstellige Summen.
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KORREKTUR: Bei "Micro RGB" von Samsung handelt es sich nicht wie fälschlich angenommen um LEDs als selbstleuchtende Pixel, wie bei OLED, sondern nur um einer feinere Art der Hintergrundbeleuchtung. Damit wird die Vorfreude auf TV-Geräte mit echten selbstleuchtenden Micro-LED Displays in normalen Größen und zu erträglichen Preisen leider vorerst zerschlagen. Der nachfolgende Text ist in Bezug auf die beschriebene Technik nicht korrekt wiedergegeben. Wir bitten das zu entschuldigen.
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Im neuen Jahr will Samsung auf der CES (6. bis 9. Januar in Las Vegas) erstmals Micro-LED-TVs mit vernünftigen Maßen für durchschnittliche Wohnzimmer vorstellen. Das heißt, sechs verschiedene Größen ab 55 bis 115 Zoll. Dazwischen sollen Bildschirme in den Größen 55-, 65-, 75-, 85- und 100-Zoll angeboten werden. Das wäre gleichbedeutend mit einem erheblichen Durchbruch bei der Entwicklung kleinerer RGB-LEDs, die den Namen "Micro" wirklich verdienen, denn nur so können Bildschirme mit heute üblichen Auflösungen von mindestens 4K in Größen von 55 Zoll entstehen. – Okay, es könnte sein, dass der genannte 55-Zöller nur HD-Auflösung hat. Soviel hat Samsung noch nicht verraten, aber ich bin erst mal optimistisch.
Was Samsung bislang auch noch verschweigt, sind die Preise. Sollte das kleinste angekündigte Modell mit 55 Zoll tatsächlich erschwinglich sein und vielleicht sogar in Konkurrenz zumindest zu bisherigen High-End OLED-Modellen treten können? Lassen wir uns überraschen.
Die Micro-RGB-Technologie von Samsung für die 2026er-Modelle basiert wie gesagt auf roten, grünen und blauen Leuchtdioden. Die LEDs sind kleiner als 100 Mikrometer und können unabhängig voneinander leuchten. Das ermöglicht eine präzise Lichtsteuerung und eine verbesserte Farbgenauigkeit. Unterstützt wird die Hardware von Softwarelösungen für die Bildverarbeitung, darunter 4K AI Upscaling Pro und AI Motion Enhancer Pro.2 Sie optimieren die Helligkeit, glätten Bewegungen und sorgen für eine präzische Bilddarstellung in Echtzeit, so der Hersteller.
Die wesentlichen Vorteile von Micro-LEDs im Vergleich zu OLED sind (potentiell) viel größere Helligkeitsreserven auch in der Fläche und keine Einbrenneffekte bei längeren Standbildern. Das dürfte mittel- bis langfristig auch Computer-Monitore voranbringen. Allerdings wird es sicher noch eine Weile dauern, bis die "LED-Pixel" so klein geworden sind, um 5, 6 oder gar 8K auf einer Fläche von um 32 Zoll oder weniger unterbringen zu können.
Samsung schreibt zu seiner Ankündigung für die CES: „Mit der neuesten Technologie von Samsung bietet unser Micro RGB Portfolio lebendige Farben und Bildschärfe, die Filme, Sportübertragungen und Fernsehsendungen noch ausdrucksstärker und fesselnder machen“, so Hun Lee, Executive Vice President des Geschäftsbereichs Visual Display (VD) bei Samsung Electronics. „Mit der Erweiterung des Sortiments für 2026 etablieren wir eine neue Premium-Kategorie mit Größen, die das gesamte Spektrum moderner Wohnräume abdecken und gleichzeitig unseren höchsten Bildstandards entsprechen.“
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SAMSUNG: NEUE DISPLAY-GENERATION AUCH BEI MONITORENDer koreanische Elektronikriese hat auch im Bereich Comuterdisplays für 2026 einiges in der Pipeline. Mit der Odyssey Gaming-Monitor-Serie bringt das Unternehmen fünf neue Modelle, die Maßstäbe in Sachen Auflösung, Bildwiederholrate und immersiver Bildqualität setzen sollen. Highlight ist der erste 6K-3D-Monitor ohne Brille: der Odyssey G90XH. Ergänzt wird die Serie durch den neuen Odyssey G6 sowie drei Modelle der Odyssey G8-Reihe. Samsung plant die Markteinführung dieser Modelle auch in Deutschland – einige davon werden allerdings erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 verfügbar sein.
Abgesehen von dem 3D-Monitor, der auch ohne Spezialbrille einen räumlichen Effekt anzeigen soll, sind es vor allem extrem hohe Bildwiederholraten, die mit diesen Displays möglich sind. Die Rede ist von bis zu 1.040 Hz – sofern die vorhandene Grafikhardware da mitmacht. Das interessiert allerdings fast nur eine Zielgruppe, nämlich anspruchsvolle Hardcore-Gamer. Der Nutzen für andere Anwendungen hält sich in Grenzen. Die neuen Monitore im Einzelnen:
Odyssey 3D: Weltweit erster 6K-3D-Gaming-Monitor ohne BrilleDer 32-Zoll Odyssey 3D (G90XH) bietet ein 6K-Display mit brillenfreiem 3D. Dank Echtzeit-Augentracking passt sich die Tiefenwirkung dynamisch an die Position des Betrachters an – für flüssiges Gameplay ohne Headset. Mit 6K-Auflösung, 165 Hz Bildwiederholrate (per Dual Mode auf 330 Hz steigerbar) und 1ms GtG Reaktionszeit bleibt Action gestochen scharf. Gamer können sich auf eine erweiterte Auswahl an unterstützten Titeln mit optimierten 3D Effekten freuen, die in Zusammenarbeit mit Gaming Studios entwickelt wurden. Unterstützte Spiele wie „The First Berserker: Khazan“, „Lies of P: Overture“ sowie „Stellar Blade“ gewinnen dadurch an Tiefe und Detailtrennung, während die 6K‑Auflösung ein gestochen scharfes 3D‑Erlebnis ermögliche.
Odyssey G6: Weltweit erste 1.040 Hz für High-Speed-GamingDer 27-Zoll Odyssey G6 (G60H) soll neue Maßstäbe im E-Sport setzen: Mit Dual Mode erreicht er bis zu 1.040 Hz4 (in HD), während native QHD bis zu 600 Hz unterstützt wird. AMD FreeSync Premium und NVIDIA G-Sync Compatible sorgen für flüssige, reaktionsschnelle Bilder – ideal für kompetitives Gaming.
Odyssey G8: High-End-Optionen in 6K, 5K und OLEDDie G8-Serie wächst um drei Modelle:
Odyssey G8 (G80HS): 32 Zoll, 6K, 165 Hz (Dual Mode bis 330 Hz)
Odyssey G8 (G80HF): 27 Zoll, 5K, 180 Hz (Dual Mode bis 360 Hz)
Odyssey OLED G8 (G80SH): 32 Zoll, 4K QD-OLED, 240 Hz, Glare Free, VESA DisplayHDR™ True Black 5006
Alle Modelle unterstützen AMD FreeSync Premium Pro und NVIDIA G-Sync Compatible für ruckelfreies Gaming.
Auch das Odyssey Gaming-Monitor-Line-up 2026 von Samsung wird auf der CES 2026 in Las Vegas vom 6. bis 9. Januar präsentiert.
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RANDNOTIZ: LG MIT NEUEN MONITOREN AUF DER CESWährend Samsung mit der Ankündigung von Micro LED Bildschirmen auftrumpft, hat LG bislang nur neue Gaming-Monitore für die CES angekündigt. Die UltraGear evo Modelle nutzen weltweit als erste 5K AI Upscaling-Technologie zur Verbesserung der Bildschärfe, auch wenn die Grafikhardware diese Auflösung nicht hergibt. Das Portfolio umfasst OLED- und MiniLED-Modelle sowie UltraWide-Formate bis zu 52 Zoll. Die Flaggschiff-Modelle bieten eine Dual-Mode-Funktion mit Bildwiederholraten von bis zu 330 Hz.
Ein Highlight der neuen Serie ist der 27-Zöller 27GM950B. Dieser verfügt über eine MiniLED-Hintergrundbeleuchtung mit 2.304 Dimming-Zonen bei 5K-Auflösung. Der bis zu 1.250 Nits helle und nach VESA DisplayHDR 1000 zertifizierte Monitor verfügt ebenfalls über das 5K AI Upscaling und den Dual Mode (165 Hz bei 5K / 330 Hz bei QHD) bei einer Reaktionszeit von 1 ms.