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"Spring Loaded": Apple plant angeblich kostenpflichtiges "Podcasts+"

Es dürfte angesichts der offensiven Dienste-Strategie Apples niemanden verwundern, wenn zum aktuellen Portfolio noch weitere Plus-Angebote hinzustoßen. Anfang des Jahres hatten Marktforscher von Loup Ventures untersucht, was zu Apples Sortiment passen könnte. Neben Maps+, Mail+, Health+ oder Stocks+ galt vor allem "Podcasts+" als wahrscheinliche Ergänzung. Eine weitere Meldung besagt nun, dass Apple genau dies plant – nämlich eine kostenpflichtige Erweiterung der Podcasts-Plattform. Während sich momentan alle Inhalte kostenlos beziehen lassen, werde es an dieser Stelle Änderungen geben. Die Ankündigung erfolgt möglicherweise bereits zum "Spring Loaded"-Event.


Spotify machte es vor
Als Vorbild dient Spotify, denn der Streaming-Anbieter setzt bereits seit geraumer Zeit auf eine Ausweitung des Angebots. Exklusiv produzierte Podcasts sollen sich qualitätsmäßig absetzen und Nutzer bei der Stange halten. Genau dies plant Apple angeblich auch, schon vor eineinhalb Jahren gab es diesbezüglich auffällige Personalentscheidungen. Apple hatte damals eine der führenden Produzentinnen von National Geographic abgeworben, Berichten zufolge galt dies als Startschuss für den Aufbau einer Premium-Podcast-Plattform.

Unklar, welche Umsetzung
Wenn Apple den Dienst tatsächlich auf den Weg bringt, dürfte dies in Form einer neuen Sektion in der Podcasts-App erfolgen. Ähnlich wie im Falle der TV-App sowie Apple TV+ kann man davon ausgehen, per monatlichen Abos auf den Bereich zugreifen zu können. Dass ein größeres Update der App ansteht, ist bereits bekannt – dieses erscheint zusammen mit iOS 14.5 und bringt neben der überarbeiteten Oberfläche auch verbesserte Medienverwaltung mit. Spannend bleibt indes, ob "Podcasts+" ein Einzel-Angebot ist oder ob Apple den Premium-Zugang in das "Apple One"-Bundle verlegt, um Nutzern noch mehr Anreize zu bieten. Auch eine Kombination mit Apple Music wäre denkbar – also ähnlich Spotify Premium, das keine getrennten Tarife für Musik und Podcasts bietet.

Kommentare

Dante Anita19.04.21 14:55
Ich höre regelmäßig Podcasts. Gute Podcasts bekommen dann auch Bewertungen, oder ich bestelle mal ein Buch des Podcast-Herausgebers als „Dankeschön“.

Aber dieser Trend zu immer noch mehr Monetarisierung gefällt mir nicht.
+15
Dirk!19.04.21 15:02
Die ganze Service-Offensive von Apple dient ja nur dem einen Zweck: Grenzenloses Wachstum, um die Aktionäre bei Laune zu halten.
Eine funktionierende und sehr profitable Firma muss sich deshalb in Felder ausdehen, in denen sie eigentlich nichts verloren hat. Daraus folgend die üblichen Probleme: Verlust von Fokus bei den Entwicklungstätigkeiten, Ausnutzung von Vormachtspositionen um den eigenen Service-Produkten einen Vorteil zu verschaffen und draus folgende Kartell-Probleme.

Schade, dass eine Firma nicht einfach nur erfolgreich und profitabel sein kann sondern so lange wachsen muss, bis es knallt.
+8
Marc Perl-Michel19.04.21 15:35
Dante Anita
Ich höre regelmäßig Podcasts. Gute Podcasts bekommen dann auch Bewertungen, oder ich bestelle mal ein Buch des Podcast-Herausgebers als „Dankeschön“.

Aber dieser Trend zu immer noch mehr Monetarisierung gefällt mir nicht.

Damit wird die ursprüngliche Idee des Podcasts zu Grabe getragen.
+8
scheibe brot
scheibe brot19.04.21 16:20
Marc Perl-Michel
Dante Anita
Ich höre regelmäßig Podcasts. Gute Podcasts bekommen dann auch Bewertungen, oder ich bestelle mal ein Buch des Podcast-Herausgebers als „Dankeschön“.

Aber dieser Trend zu immer noch mehr Monetarisierung gefällt mir nicht.

Damit wird die ursprüngliche Idee des Podcasts zu Grabe getragen.

ich sehe es etwas anders, wenn du regelmäßig podcast erstellst und alle paar wochen ein podcast online über ein längeren zeitraum stellst, warum soll das ganze nicht etwas finanziell entlohnt werden? es gibt kosten! momentan verdienen die wenigsten überhaupt damit etwas sehr wenig geld damit!

bei großen firmen, wie apple zb. verstehe ich es nicht, warum es monitarisiert werden muss, aber muss ich wohl auch nicht:-)

obwohl, vielleicht doch ganz gut, weil man dadurch etwas sensibilisiert wird, dass alles nichts umsonst geben kann u.a. auch, wenn man mit seinem gehirn schmalz guten output liefert!
+3
scheibe brot
scheibe brot19.04.21 16:22
scheibe brot
Marc Perl-Michel
Dante Anita
Ich höre regelmäßig Podcasts. Gute Podcasts bekommen dann auch Bewertungen, oder ich bestelle mal ein Buch des Podcast-Herausgebers als „Dankeschön“.

Aber dieser Trend zu immer noch mehr Monetarisierung gefällt mir nicht.

Damit wird die ursprüngliche Idee des Podcasts zu Grabe getragen.

ich sehe es etwas anders, wenn du regelmäßig podcast erstellst und alle paar wochen ein podcast online über ein längeren zeitraum stellst, warum soll das ganze nicht etwas finanziell entlohnt werden? es gibt kosten! momentan verdienen die wenigsten überhaupt damit etwas sehr wenig geld damit!

bei großen firmen, wie apple zb. verstehe ich es nicht, warum es monitarisiert werden muss, aber muss ich wohl auch nicht:-)

obwohl, vielleicht doch ganz gut, weil man dadurch etwas sensibilisiert wird, dass alles nichts umsonst geben kann u.a. auch, wenn man mit seinem gehirnschmalz guten output liefert!
0
scheibe brot
scheibe brot19.04.21 16:22
sorry für doppelposting!
0
ela20.04.21 09:59
Ich bin Podcast-Produzent und ich kenne einige andere.
Schon seit den Anfängen werden Wege gesucht, wie man ein wenig Geld mit dem Aufwand verdienen kann.

Kurzer Einschub: Die Idee des Podcasts ist nicht, dass man hohe Qualität kostenlos in die Welt schickt. Die Idee ist, dass unabhängig von großen Syndikaten/Stationen "gesendet" werden kann, dass man jede*n erreichen kann und dass man die Sendung nicht in ein Korsett zwängen muss – eine Episode kann 10 Minuten, die nächste 1 Stunde lang sein. Wenn es viel zu sagen gibt, wenn sich ein Gespräch mit Gäst*innen spannender als geplant entwickelt… es gibt keinen Grund abzuwürgen mit Blick auf die Zeit.

Es dürfte allerdings vielen Hörer*innen nicht bewusst sein, wie viel Zeit in eine Produktion fließen kann, was für Equipment streckenweise am Start ist, damit es auch so klingt wie es klingt oder, bei Video-Streams, so aussieht wie es eben aussieht. Das alles wird aus eigener Tasche finanziert und die Zeit ist die eigene Freizeit.

Wir machen das doch aus Spaß an der Freude? Ja, das stimmt - würde es keinen Spaß machen, würden wir aufhören! Es kommt aber auch sehr schnell eine ziemliche Anspruchshaltung aus der Hörerschaft. Es wird im Grunde High-End (Produktionsqualität und Inhalt) gefordert…

Irgendwann kommt dann der Punkt, wo sich jede*r überlegen wird, ob man den Aufwand noch betreiben möchte. Die erste Euphorie ist verflogen, die Anspruchshaltung steigt. Es gibt dann durchaus Ideen, dass man sich so etwas auch bezahlen lassen könnte…

Gängig und einigermaßen kalkulierbar ist Werbung. Da müssen Hörer*innen dann durch, kann aber je nach Werbe-Partner*in auch ein Mehrwert sein.

Auch möglich ist finanzielle Unterstützung durch die Hörer*innen. Per Spendenkonto z.B. Da kann, je nach Anzahl zuhörender, schon genug rein kommen, um wenigstens Serverkosten bezahlen zu können, oder auch mal ein neues Kabel oder eine Lampe. Muss aber nicht und es ist so gut wie gar nicht kalkulierbar.

Ganz selten sind Bezahlvarianten, wo jede*r selbst beim Produzent ein Abo bezahlt um dann einen speziellen Link mit Kapitelmarken und Bonusmaterial zu bekommen. Bedeutet mehr Aufwand auf Hörer*innen Seite und mehr Aufwand auf Produktionsseite (Link- und Abo-Verwaltung etc.)

Wenn nun etwas käme, womit man als Produzent einfacher bezahltes Bonus-Material oder Sondersendungen anbieten kann - oder eben eine Variante die Extras enthält leichter verkaufen kann… Das wäre schon schön.

Ob Apples Podcast+ so etwas aber sein könnte? Ich bin erstmal skeptisch. Denn wenn man zum Hören am Ende zwingend Apples Podcast-App benötigen sollte, hätte sich das Thema ohnehin direkt erledigt – Es gibt nämlich eine Fülle an Podcast-Playern da draußen und jeder aus anderen Gründen beliebt.
+2
chill
chill20.04.21 10:10
Produzent*in

Oder nach Phettberg: Produzenty
ela
Ich bin Podcast-Produzent und ich kenne einige andere.
Schon seit den Anfängen werden Wege gesucht, wie man ein wenig Geld mit dem Aufwand verdienen kann.

Kurzer Einschub: Die Idee des Podcasts ist nicht, dass man hohe Qualität kostenlos in die Welt schickt. Die Idee ist, dass unabhängig von großen Syndikaten/Stationen "gesendet" werden kann, dass man jede*n erreichen kann und dass man die Sendung nicht in ein Korsett zwängen muss – eine Episode kann 10 Minuten, die nächste 1 Stunde lang sein. Wenn es viel zu sagen gibt, wenn sich ein Gespräch mit Gäst*innen spannender als geplant entwickelt… es gibt keinen Grund abzuwürgen mit Blick auf die Zeit.

Es dürfte allerdings vielen Hörer*innen nicht bewusst sein, wie viel Zeit in eine Produktion fließen kann, was für Equipment streckenweise am Start ist, damit es auch so klingt wie es klingt oder, bei Video-Streams, so aussieht wie es eben aussieht. Das alles wird aus eigener Tasche finanziert und die Zeit ist die eigene Freizeit.

Wir machen das doch aus Spaß an der Freude? Ja, das stimmt - würde es keinen Spaß machen, würden wir aufhören! Es kommt aber auch sehr schnell eine ziemliche Anspruchshaltung aus der Hörerschaft. Es wird im Grunde High-End (Produktionsqualität und Inhalt) gefordert…

Irgendwann kommt dann der Punkt, wo sich jede*r überlegen wird, ob man den Aufwand noch betreiben möchte. Die erste Euphorie ist verflogen, die Anspruchshaltung steigt. Es gibt dann durchaus Ideen, dass man sich so etwas auch bezahlen lassen könnte…

Gängig und einigermaßen kalkulierbar ist Werbung. Da müssen Hörer*innen dann durch, kann aber je nach Werbe-Partner*in auch ein Mehrwert sein.

Auch möglich ist finanzielle Unterstützung durch die Hörer*innen. Per Spendenkonto z.B. Da kann, je nach Anzahl zuhörender, schon genug rein kommen, um wenigstens Serverkosten bezahlen zu können, oder auch mal ein neues Kabel oder eine Lampe. Muss aber nicht und es ist so gut wie gar nicht kalkulierbar.

Ganz selten sind Bezahlvarianten, wo jede*r selbst beim Produzent ein Abo bezahlt um dann einen speziellen Link mit Kapitelmarken und Bonusmaterial zu bekommen. Bedeutet mehr Aufwand auf Hörer*innen Seite und mehr Aufwand auf Produktionsseite (Link- und Abo-Verwaltung etc.)

Wenn nun etwas käme, womit man als Produzent einfacher bezahltes Bonus-Material oder Sondersendungen anbieten kann - oder eben eine Variante die Extras enthält leichter verkaufen kann… Das wäre schon schön.

Ob Apples Podcast+ so etwas aber sein könnte? Ich bin erstmal skeptisch. Denn wenn man zum Hören am Ende zwingend Apples Podcast-App benötigen sollte, hätte sich das Thema ohnehin direkt erledigt – Es gibt nämlich eine Fülle an Podcast-Playern da draußen und jeder aus anderen Gründen beliebt.
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Nebula
Nebula22.04.21 00:21
ela
Ob Apples Podcast+ so etwas aber sein könnte? Ich bin erstmal skeptisch. Denn wenn man zum Hören am Ende zwingend Apples Podcast-App benötigen sollte, hätte sich das Thema ohnehin direkt erledigt – Es gibt nämlich eine Fülle an Podcast-Playern da draußen und jeder aus anderen Gründen beliebt.

Ich bin selber absolut gegen Plattformzwang und möchte nicht vorgeschrieben bekommen, welchen Player ich nutze. Leider zeigt aber bereits Spotify mit seinen Exklusivinhalten, dass auch viele kein Problem damit haben, sich auf eine (neue) Plattform einzuschießen, um an ihre Podcasts zu kommen.

Ich höre übrigens mittlerweile fast ausschließlich von mir mitfinanzierte Podcasts, nämlich durch meine Rundfunkgebühren. Nach Jahren vieler von mir gern gehörter Laber- und Kicherformate, habe ich die Produktionen der Radiosender für mich wiederentdeckt. Leider habe ich nicht mehr so viel Zeit für die "waschechten" Podcasts. Die Informationsdichte ist mir bei vielen Formaten dann zu gering. Klar, im Radio menschelt es viel weniger, aber irgendwie komme ich mit der Best-Buddy-Blase vieler Podcasts nicht mehr gut zurecht, wo sich zwei Podcaster ständig gegenseitig bestätigen und irgendwie auf einer Linie schwimmen. Klar, das ist nicht überall so, aber vieles, was mich derzeit interessiert (Psychologie, Philosophie), bestätigt dieses Klischee dann leider doch.

Ich bin also klare Zielgruppe für professionell produzierte und gut strukturierte Formate, die wenig abschweifen und eben auch ein klares Ende finden. Eine sklavisches Zeitlimit meine ich damit nicht, sondern einen wachen Host, der merkt, wenn man zurück auf das eigentliche Thema lenken sollte uns der die Sendung langsam zum Ende kommen lässt, wenn alles gesagt zu sein scheint.
»Wir werden alle sterben« – Albert Einstein
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