Sechs Gründe, warum Smartphones nach wie vor kein Ersatz für richtige Kameras sind

Das iPhone hat die Welt der mobilen Kommunikation zweifellos drastisch verändert. Nachdem Apple der Welt gezeigt hat, wie man ein „Mobiltelefon“ richtig baut, ähneln heute fast alle Smartphones sowohl äußerlich als auch in der Bedienung der Apple-Blaupause weitgehend. Eine der Eigenschaften, die Smartphones zu dem weltweiten Erfolg verholfen haben, sind eingebaute Kameras für Foto und Video.

Im Laufe weniger Jahre wurden die Mini-Knipsen im Mobiltelefon enorm verbessert und haben damit Einsteiger-Kompaktkameras fast komplett aus der Landschaft getilgt. Erst kürzlich hat Nikon die Schließung eines seiner Werke für Kompaktkameras in China angekündigt. Offizieller Grund: „the rise of smartphones“.

Erzeugten die ersten Handy- und Smartphone-Cams noch grauenhaft verpixelte und vor allem verrauschte Bilder, sind die Fotoergebnisse der besten heutigen Smartphones (und Tablets) dermaßen gut, dass man sie in gewissen Bereichen sogar für professionelle Zwecke verwenden kann. Etwa für künstlerische Aufnahmen, die ohnehin viel Nachbearbeitung erfordern (zum Beispiel durch den Einsatz von Filtern) oder für Reportage-, bzw. Dokumentationszwecke. Viele Smartphonebilder sind für Laien praktisch nicht mehr von solchen zu unterscheiden, die mit spezialisiertem, teurem Fotoequipment gemacht wurden. Zumindest dann nicht, wenn die Aufnahmen vornehmlich in Web-Qualität betrachtet werden.


So mancher User glaubt daher, dass dedizierte Foto- und Videokameras bald gänzlich aussterben werden. Doch so weit ist es noch lange nicht. Smartphone-Kameras haben nach wie vor massive technische Limitierungen, die sich auch mit der schlauesten Software nicht so ohne Weiteres überwinden lassen. Hier sind die wichtigsten Gründe, warum Smartphones in vielen Fällen kein adäquater Ersatz für richtige Kameras sind. Das Folgende bezieht sich zwar hauptsächlich auf Fotografie, gilt aber fast ausnahmslos auch für Videografie.


Kommentare

xcess04.11.17 09:13
Für mich gibt es nur einen Grund. Der Zoom.
Da ich aber auch kein professioneller Fotograf bin sondern immer nur Momentaufnahmen damit knipse, gibt es für mich eher 1000 Gründe damit ich keine separate Kamera mit mir rumschleppen muss!
+1
F. Flor04.11.17 09:18
Ich verstehe eh nicht, warum dieser Vergleich immer gemacht wird. Es sind einfach ganz unterschiedliche Ansprüche an den Nutzer. Das Handy hat aller höchstens die Kompaktkamera ersetzt und macht im Verhältnis zur DSLR ähnliche Fotos wie damals eine Kompaktkamera zu einer SLR. Die wenigen, welche Profi/Semi-Profi Fotos haben wollen, nehmen die DSLR, die die nur knipsen wollen nehmen das Handy (oder auch die Kompaktkamera mit SMS-Funktion ) ...
+6
Urkman04.11.17 09:21
Die beste Kamera ist immer die, die man bei sich hat
+12
Castiel
Castiel04.11.17 09:26
Wann gedenkt denn MTN mal die App an das X anzupassen ? Da ihr ja jetzt selbst eins bekommen habt, sollte ihr gesehen haben wie grausig das aussieht
-3
Urkman04.11.17 09:32
Castiel
Wann gedenkt denn MTN mal die App an das X anzupassen ? Da ihr ja jetzt selbst eins bekommen habt, sollte ihr gesehen haben wie grausig das aussieht

Das hätte man auch schon vorher sehen könne... Wenn man es denn will
+2
Embrace04.11.17 09:32
Das haben sie sicher auch schon im iPhone Simulator gesehen 😉
+1
barabas04.11.17 09:44
Ein Smartphone ist sicherlich kein Ersatz für eine hochwertige DSLR ich glaube das wollen sie auch garnicht sein. Mittlerweile sind sie aber immerhin so gut das man sie als Ergänzung ansehen kann und sie deshalb die früheren "Immer dabei" Kompaktknipsen für die Hosentasche wohl inzwischen weitgehend vom Markt verdrängt haben.
+1
Blofeld
Blofeld04.11.17 10:21
Auch wenn ich sie beruflich weiter nutze...aber so eine dicke Nikon SLR wirkt schon wie ein Anachronismus aus den 90ern
Sie sperrig, altmodisch, vom UI gar nicht zu reden... etc etc.
-3
Legoman
Legoman04.11.17 10:23
Diese penetranten und permanenten Fotos überall (und vor allem die Selfies) haben mir den Spaß am Fotografieren tatsächlich reichlich verdorben. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich meine 1D das letzte Mal in der Hand hatte. Ich frag mich immer, wer sich das Bild angucken wird - und dann verzichte ich. Alles wurde schon kaputtfotografiert, wenn nicht 80% des Bildes irgendeine selbstverliebte Hackfresse ist, schaut es sich doch niemand mehr an.
Die sofortige Verfügbarkeit der Fotos ist auch eher Fluch als Segen.
Schöne Urlaubsbilder? Jajaja, gib sie mir am besten noch sofort im Urlaub - damit ich sie mir dann nie wieder anschauen muss.
Kein Restaurantbesuch vergeht, ohne dass nicht irgendwer den Teller fotografiert.
Kein Konzertbesuch, bei dem nicht jede Menge Deppen aus weiter Entfernung versuchen, das Geschehen auf der Bühne mit ihrem kleinen Handylicht auszuleuchten. Dass sie dabei nur leuchtende Köppe im Bild haben, merken die wenigsten. Sie glotzen die ganze Zeit auf ihr Display statt auf die Bühne - und es fällt ihnen nicht einmal auf, dass da auf dem Bildschirm nur verschwommene Grütze zu sehen ist (und wie unendlich bescheuert sie eigentlich sind).
Und wer guckt sich diese ganzen fragwürdigen Machwerke hinterher an? Kein Schwein!
+19
Richard
Richard04.11.17 10:24
Ich fotografiere sehr gerne und viel, leider hab ich zu 95% nie meine Kamera dabei, wenn ich Sie benötige. Mittlerweile knipse ich fast alles nur noch mit dem iPhone. Im letzten Urlaub hatte ich auch meine Systemkamera dabei, genutzt habe ich diese einen Tag, ansonsten immer das iPhone.
Wenn man ehrlich ist, braucht ein normaler Mensch nicht viel mehr. Fotos beim Sport würde auch den meisten nicht mit eine DSLR gelingen, denn da kommt es auch auf den Fotografen an. Genauso in der Dämmerung. Wer weiß schon über die Blende und Zeit Bescheid, wer einmal im Jahr Fotos macht.
Der Zoom ist auch so eine Sache. Ich fotografiere z.b. nur mit Festbrennweiten. Das macht mir mehr Spaß. Aber der fehlt dem „normalen“ Kameranutzer schon.
Dan die Bearbeitung, leichter als mit iPhone und iPad geht es ja gar nicht. Ich liebe mittlerweile den Workflow. Beim Spaziergang mit dem iPhone Fotos gemacht, zu Hause iPad genommen und die Fotos aussortiert und bearbeitet und später am Mac, falls notwendig, finalisiert. 👍

Ich bin froh das sich die Kameras in Smartphones so gut entwickelt haben und bin mal gespannt was da noch kommt.
iMac 27 :: MacBookPro Retina :: OS X 10.13
+2
Legoman
Legoman04.11.17 10:44

Was genau ist an diesem Schnappschuss denn "durchaus nutzbar"?
Das leuchtende Bettlaken? Die verschwommenen Leuchtköpfe der Scherenschnittmusikanten? Die häßliche Deckenkonstruktion? Die das Bild beherrschende Hängelampe? Der Riesenpenis unter dem Cocktailtisch?

Das ganze Bild ist kompletter Müll - es taugt allenfalls als abschreckendes Beispiel für überflüssige Konzertfotografie! Da helfen auch irre viele Megapixel kein Stück weiter.

Der Knipser hätte möglicherweise ein Stück nach links und ein paar Schritte nach vorn gehen können, damit wenigstens der ganze bildbeherrschende Müll aus dem Vordergrund verschwindet. Dann wäre es vielleicht einigermaßen nutzbar geworden (zumindest für ein Statusupdate in sozialen Netzwerken).
+6
crass5304.11.17 10:46
Sechs Gründe, warum Smartphones nach wie vor kein Ersatz für richtige Kameras sind — dieses Statement könnte man sehr einfach auf jedes Kamerasystem übertragen.

Zwei Gründe, warum Micro Four Thirds nach wie vor kein Ersatz für richtige Kameras sind:
1. Schärfentiefe: Ich habe immer 2 Blenden mehr Schärfe als bei einer vergleichbaren Brennweite an einem Vollformatsensor.
2. Rauschverhalten: Bei ISO 1600 wird das Bildrauschen bereits grenzwertig, bei einer D5 kann man Qualitätseinbußen nur erahnen.

Stephen Eastwood: Diese unsägliche Vergleich von Brennweiten im Telebereich ist völliger Blödsinn. Ich persönlich bevorzuge bei Outdoorshootings ein 300mm Tele für Porträts (3. Knopf bis Haarspitzen). Bei einem 85er hänge ich dem Opfer auf der Nasenspitze und habe nicht die Freistellung der längeren Brennweite. Nur weil 90mm mal die längste Brennweite an einer Leica war, ist es nicht das optomale Porträtobjektiv.

Das Smartphone im Vergleich zu 8x10“
Ich gebe zu, dass diese Diskussion reichlich überflüssig wäre, aber ...
0
An_Dy04.11.17 10:52
Also der Vergleich ist eigentlich schon sehr gewagt, denn eine Pro-Cam kann ein Smartphone nicht ersetzen und dies wird sicher auch noch eine ganze Weile so bleiben, aber was die neuen Gerät ersetzen können, das sind definitiv die ganzen Kompaktcam's im Bereich von 100-500 Euro.
Hat man früher im Urlaub so eine kleine immer-dabei-cam gehabt so reicht es heute bei fast allen ein Smartphone ab 2016 locker aus, zumal auch gar nicht so wenige Leute sowieso ihre Fotos mit irgendwelchen Filtern/Software bearbeiten und direkt bei IG/FB/Pinterest hochladen, selbst für das typische zu Hause-Album reicht die Qualität bei vielen Geräten mehr als aus.
Ich nutze auch heute viel mehr mein Phone, da es ehe immer dabei ist und ich nicht noch extra was mitschleppen muss/will, aber ich kam bisher ehrlich gesagt nicht wirklich auf die Idee zu sagen, dass so eine gute DSLR das fotografieren in anderen Bereichen ersetzen kann, zumal auch nicht alle Geräte in RAW-Format fotografieren können, was mit DSLR auf jeden Fall geht und man dort viel mehr Möglichkeiten zur Bearbeitung hat.
Verstehe eigentlich diese ganze Diskussion und die Vergleiche gar nicht, es sind doch zwei völlig verschiedene Einsatzgebiete, das ist so als ob ich das Laufen gegen Fahrradfahren vergleichen werde.
+5
vincentmac04.11.17 11:00
Ich habe noch eine Nikon D5300, es macht aber zunehmen keinen Spass mehr mit den manuellen Einstellungen zu kaempfen. Nur Profis wissen sofort, welche Einstellungen zu wählen sind. Die Smartphonesoftware erzielte mitterweile oft bessere Sofortbildergebnisse. KI koennte auch bei klassischen Kameras ein Zugewinn sein oder gibt es da mittlerweile schon was auf dem Markt?
-1
C.Brehmen
C.Brehmen04.11.17 11:00
Urkman
Die beste Kamera ist immer die, die man bei sich hat


Genau das ist es, da mag die Technik noch so gut sein, wenn die Tochter grad blödsin macht und mit Mehl im Gesicht in der Küche steht, zücke ich mein iPhone aus der Tasche und das Bild ist im Kasten. Da hilft keine 5000€ DSLR
+6
wolfgag
wolfgag04.11.17 11:17
7. Kompression
8. Farbtiefe
9. Vollkommen sinnloser Vergleich
+1
Apple Mik04.11.17 11:24
Immer diese Vergleiche!Wenn ich vernünftige Fotos machen möchte komm ich an einer "echten Kamera" nicht vorbei!Eine Smartphone Knipse ist halt für Knipser!Eine System/DLSR Kamera für Leute die richtig fotografieren wollen!Spätestens bei der Nachbearbeitung Stichwort Zuschnitt sieht ein Blinder mit Krückstock das dann Feierabend ist!Es kommt halt auf die Ansprüche/Bedürfnisse an!Für die ganzen Instagram Nasen reicht ein Smartphone da völlig aus!Wenn ich ein richtiges Porträt machen will Lowkey zum Beispiel brauch ich Zeit und die passende Linse!Die gibt es in keinem Smartphone,wie auch!?Beim Smartphone fehlt in jedem Fall eine gute Linse,da nützen auch 20 MP nix!
0
Hans Hoos
Hans Hoos04.11.17 11:36
Wer nicht fotografieren kann bzw. kein Gespür dafür hat, wird auch mit einer Highend-DLSR keine guten Fotos machen. Und wenn, dann bestenfalls gute Schnappschüsse, da zufällig im richtigen Moment die Kamera an die richtige Stelle und im richtigen Winkel in den Raum gehalten wurde.
+10
R-bert04.11.17 12:08
Ich hab den Artikel weiterempfohlen, weil er einige Grundlagen gut beschreibt. „Alte Hasen“ sind wohl nicht die Zielgruppe.
+2
Peter Eckel04.11.17 12:08
Ich finde solche Diskussionen immer wieder schön ...

Der Punkt ist, daß Leute, die ihr Mobiltelefon für eine Kamera halten, in der Regel eher keine nennenswerten fotografischen Kenntnisse haben und den Unterschied deswegen einfach nicht bemerken, auch nicht, wenn er vollkommen offensichtlich ist.

Schönes Beispiel: Im letzten Januar stand ich mit Systemkamera und 300er Tele mit Konverter, also mit auf KB umgerechnet 840mm Brennweite, unter einem Baum in Asien und fotografierte ein paar Käuze, die darin nisteten. Wie das nun mal so ist, wenn man irgendwo mit etwas auffälligem Equipment steht, kamen schnell noch ein paar Leute dazu, und die meisten zückten nach Entdecken der Käuze ihre Smartphones.

Erwartungsgemäß waren die Blicke der Leute auf ihre Displays eher ernüchtert. Bestenfalls Kauz-Suchbilder. Ich hatte ein paar der Bilder von der Kamera aufs iPhone übertragen und habe sie einigen der Leute, die interessiert waren, dort gezeigt ... und was passiert? Sie stellen sich wieder unter den Baum und versuchen es weiter, bei mir ging es ja offenbar auch ...
+5
barabas04.11.17 12:25
Hans Hoos
Wer nicht fotografieren kann bzw. kein Gespür dafür hat, wird auch mit einer Highend-DLSR keine guten Fotos machen. Und wenn, dann bestenfalls gute Schnappschüsse, da zufällig im richtigen Moment die Kamera an die richtige Stelle und im richtigen Winkel in den Raum gehalten wurde.

So ist es, ich finde es immer wieder toll wenn behauptet wird wer mit einem Smartphone fotografiert, der kann eh nicht fotografieren und / oder will nur "Knipsen". Das was heute hier für das Smartphone gilt, galt in der Vergangenheit für Kompaktkameras.
Dabei ist es völlig Wurst, es gab und gibt genügend berühmte Fotografen die schon früher und auch heute noch mit vergleichsweise einfachen Mitteln fantastische Bilder schießen, dies füllt ganze Bildbände. Das sind dann eben nicht nur die "Poser" die mit einem 20kg Fotorucksack durchs Gelände laufen und meinen Sie sind nun automatisch die Cracks, oder zählen damit zu den Top-Fotografen nur weil sie eine technische Topausrüstung gekauft haben oder sich leisten können.
+3
Blofeld
Blofeld04.11.17 12:30
barabas

So ist es, ich finde es immer wieder toll wenn behauptet wird wer mit einem Smartphone fotografiert, der kann eh nicht fotografieren und / oder will nur "Knipsen". Das was heute hier für das Smartphone gilt, galt in der Vergangenheit für Kompaktkameras.
Dabei ist es völlig Wurst, es gab und gibt genügend berühmte Fotografen die schon früher und auch heute noch mit vergleichsweise einfachen Mitteln fantastische Bilder schießen, dies füllt ganze Bildbände. Das sind dann eben nicht nur die "Poser" die mit einem 20kg Fotorucksack durchs Gelände laufen und meinen Sie sind nun automatisch die Cracks, oder zählen damit zu den Top-Fotografen nur weil sie eine technische Topausrüstung gekauft haben oder sich leisten können.

Amen. Ich finde die Heinis mit ihren 300mm-Tüten an Riesen-SLR eher... naja, sagen wir: amüsant
Los, steinigt mich
-4
barabas04.11.17 12:42
Nur mal zur Ergänzung, ich bin seit über 10 Jahren in der FC, mittlerweile aber nur noch sporadisch dort aktiv. In unseren Raum gab es in den Anfangsjahren ein regelmässiges und gut besuchtes Treffen, wo alles vom Anfänger bis zum Profi vorhanden war.
Was hier immer auffällig war, während die "Amateure" oft technisch bis an die Zähne bewaffnet waren und den gesamten Abend über die Technik sinnierten und sich darüber kabelten, welcher Kamerahersteller wohl gerade die Nase vorn hat, kamen die Profi ihrerseits oft nur mit alten abgenudelten Gerätschaften an, schwiegen und hörten mit einem freundlich mitleidigen Lächeln den "Wissenden" und ihre Ergüssen zu.
+2
Peter Eckel04.11.17 12:56
barabas
Dabei ist es völlig Wurst, es gab und gibt genügend berühmte Fotografen die schon früher und auch heute noch mit vergleichsweise einfachen Mitteln fantastische Bilder schießen, dies füllt ganze Bildbände. Das sind dann eben nicht nur die "Poser" die mit einem 20kg Fotorucksack durchs Gelände laufen und meinen Sie sind nun automatisch die Cracks, oder zählen damit zu den Top-Fotografen nur weil sie eine technische Topausrüstung gekauft haben oder sich leisten können.

Das Problem ist ja nicht, daß man mit Smartphones keine guten Aufnahmen machen kann. Das Problem sind die Limitationen der Dinger - im Artikel wurden ja einige angesprochen - und der Umstand, daß sich die Leute mangels Auseinandersetzung mit der Materie dieser Limitationen nicht klar sind.

So kommen dann eben die auch schon erwähnten Situationen mit in Richtung Bühne blitzendem Publikum oder eben mit Leuten zustande, die einen 20cm-Kauz auf 5m Entfernung mit dem Smartphone-Weitwinkel abzulichten versuchen. Das ging schon mit der Kompaktknipse nicht, und es geht auch mit dem Smartphone weiterhin nicht, auch wenn einem die Werbung gern suggeriert, daß die Telefonknipse alles ist, was man zum Fotografieren braucht.

Ein dickes Rohr allein macht keinen Spitzenfotografen aus, keine Frage. Aber umgekehrt geht es manchmal eben nicht ohne, und wer dann da mit dem Smartphone steht, outet sich bestenfalls als Dilettant.
+3
EThie04.11.17 13:19
Ich benutze die Kamera des iPhones gerne für die Berichtsfotos fürs Vereinsheftchen. Dafür sind sie scharf genug und ich muss keinen Fotoapparat mitführen. Fürs Filmen ist das iPhone aber nicht oder bestenfalls eingeschränkt zu gebrauchen. Kein optischer Stabilisator, kein Zoom (früher hieß das Gummilinse), kein Eingriff in die Blende, keine ordentliche Haltung möglich. Und oft sieht man den Finger vor der Linse erst zu Hause, wenn eine Korrektur nicht mehr möglich ist. Wer das Objektiv in die Ecke gepflanzt hat, sollte gesteinigt werden.
+1
Apple Mik04.11.17 14:00
Blofeld
barabas

So ist es, ich finde es immer wieder toll wenn behauptet wird wer mit einem Smartphone fotografiert, der kann eh nicht fotografieren und / oder will nur "Knipsen". Das was heute hier für das Smartphone gilt, galt in der Vergangenheit für Kompaktkameras.
Dabei ist es völlig Wurst, es gab und gibt genügend berühmte Fotografen die schon früher und auch heute noch mit vergleichsweise einfachen Mitteln fantastische Bilder schießen, dies füllt ganze Bildbände. Das sind dann eben nicht nur die "Poser" die mit einem 20kg Fotorucksack durchs Gelände laufen und meinen Sie sind nun automatisch die Cracks, oder zählen damit zu den Top-Fotografen nur weil sie eine technische Topausrüstung gekauft haben oder sich leisten können.

Amen. Ich finde die Heinis mit ihren 300mm-Tüten an Riesen-SLR eher... naja, sagen wir: amüsant
Los, steinigt mich
Amüsant, warscheinlich deshalb weil Du nix mit einer 300mm "Tüte" anzufangen weißt!Oder schlicht nicht den Anwendungsfall hast!Umgekehrt ist es auch amüsant wenn irgendein Heini nach Südafrika auf Safari geht und eine Gruppe Löwen mit seinem Smartphone "knipst".Amüsant sind auch die Poser die Ihr Smartphone möglichst hoch halten damit jeder sieht was für tolle Hechte sie sind!Das ist das gleiche wie die Amateure mit ihrer 5000 Euro Fotoausrüstung!
+2
adiga04.11.17 14:40
Blofeld
barabas

So ist es, ich finde es immer wieder toll wenn behauptet wird wer mit einem Smartphone fotografiert, der kann eh nicht fotografieren und / oder will nur "Knipsen". Das was heute hier für das Smartphone gilt, galt in der Vergangenheit für Kompaktkameras.
Dabei ist es völlig Wurst, es gab und gibt genügend berühmte Fotografen die schon früher und auch heute noch mit vergleichsweise einfachen Mitteln fantastische Bilder schießen, dies füllt ganze Bildbände. Das sind dann eben nicht nur die "Poser" die mit einem 20kg Fotorucksack durchs Gelände laufen und meinen Sie sind nun automatisch die Cracks, oder zählen damit zu den Top-Fotografen nur weil sie eine technische Topausrüstung gekauft haben oder sich leisten können.

Amen. Ich finde die Heinis mit ihren 300mm-Tüten an Riesen-SLR eher... naja, sagen wir: amüsant
Los, steinigt mich
Findest Du? Mein Kollege hat sogar eine 400mm Tüte. Sogar mit Konverter. Die nimmt er nächste Woche mit auf seinen Trip auf die Galapagos Inseln. Und wird damit hervorragende Bilder schiessen. Wie er sie auch schon gemacht hat im letzten Urlaub im Norden Kanadas. Es gibt einige Situationen, vor allem Tierfotografie in der Wildnis, da kommt man einfach nicht nahe genug heran ohne die Tiere zu verscheuchen.
+3
Pymax
Pymax04.11.17 15:22
Legoman
Diese penetranten und permanenten Fotos überall (und vor allem die Selfies) haben mir den Spaß am Fotografieren tatsächlich reichlich verdorben. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich meine 1D das letzte Mal in der Hand hatte. Ich frag mich immer, wer sich das Bild angucken wird - und dann verzichte ich. Alles wurde schon kaputtfotografiert, wenn nicht 80% des Bildes irgendeine selbstverliebte Hackfresse ist, schaut es sich doch niemand mehr an.
Die sofortige Verfügbarkeit der Fotos ist auch eher Fluch als Segen.
Schöne Urlaubsbilder? Jajaja, gib sie mir am besten noch sofort im Urlaub - damit ich sie mir dann nie wieder anschauen muss.
Kein Restaurantbesuch vergeht, ohne dass nicht irgendwer den Teller fotografiert.
Kein Konzertbesuch, bei dem nicht jede Menge Deppen aus weiter Entfernung versuchen, das Geschehen auf der Bühne mit ihrem kleinen Handylicht auszuleuchten. Dass sie dabei nur leuchtende Köppe im Bild haben, merken die wenigsten. Sie glotzen die ganze Zeit auf ihr Display statt auf die Bühne - und es fällt ihnen nicht einmal auf, dass da auf dem Bildschirm nur verschwommene Grütze zu sehen ist (und wie unendlich bescheuert sie eigentlich sind).
Und wer guckt sich diese ganzen fragwürdigen Machwerke hinterher an? Kein Schwein!
Und genau deshalb schnappe Dir Deine Kamera und experimentiere und freue Dich wieder über die Fotografie. Knipsen kann jeder aber Du musst für ein gutes Foto auch manchmal etwas arbeiten und genau da fängt die Fotografie an. Dies sage ich als Laie und habe tiefsten Respekt vor den Profis! Mein Handy ist immer dabei und manch toller Schnappschuss ist damit entstanden.
+3
Mr.Macintosh04.11.17 15:31
Welche DSR hat lightroom on board und das für free?
-1
Peter Eckel04.11.17 15:33
Mr.Macintosh
Welche DSR hat lightroom on board und das für free?

Du redest in Rätseln.
+2
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