Schafft Facebook den Like-Zähler ab?

Eine Hauptwährung auf Facebook und anderen Netzwerken dieser Art sind Likes, denn diese bestimmen über Gedeih und Verderb eines reichweitenrelevanten Beitrags. Nur wenn Beiträge auch Nutzerinteresse anziehen, hält der Facebook-Algorithmus diese für relevant genug, um besagte Posts in den Timelines möglichst vieler Nutzer einzublenden. Dieses Vorgehen ist erst einmal nicht zu beanstanden, denn Reaktionen wie Likes, Shares oder Diskussionen zeugen von höherer Relevanz eines Beitrages, als wenn niemand in irgendeiner Form interagiert.

Gleichzeitig sorgt die für alle sichtbare Anzeige des Like-Zählers dafür, dass oft aggressiver vorgegangen werden muss, um Likes zu erhalten – immerhin könnten Konkurrenten oder auch Leser sonst denken, man liefere weniger interessante Inhalte als andere. Dies führt nicht selten dazu, dass Postings mit wenigen Likes wieder gelöscht werden, obwohl sie durchaus für zahlreiche Nutzer von Interesse sind. Für Nutzer reduziert dies die Anzahl "neutraler" Beiträge, für Facebook die Anzahl möglicher Werbeeinblendungen.


Momentan Versuche unter Android
Ebenso wie bei Instagram könnte der sichtbare Like-Zähler aber bald der Vergangenheit angehören, denn in einigen Ländern experimentiert Facebook momentan mit einer anderen Art der Anzeige. Nutzer sehen dann zwar noch, welche Freunde mit dem Posting haben, allerdings keine absolute Anzahl mehr. Was Instagram in momentan sieben Ländern ausprobiert, entdeckten einige Android-Nutzer nun auch in der Facebook-App. Offensichtlich handelt es sich um einen sehr ähnlichen Ansatz wie beim Bildernetzwerk Instagram.


Weniger Konkurrenzkampf, mehr Qualität?
Der Seitenbetreiber kann noch sehen, welche Beiträge es auf viele Interaktionen bringen, der Seitenbesucher hingegen nicht mehr. Von Facebook gibt es keine Reaktionen, wie die bisherigen Erkenntnisse aussehen – und ob aggressives Betteln um Likes sowie Löschen von moderat-relevanten Beiträgen signifikant zurückgegangen ist. Die Hoffnung lautet in jedem Fall, weniger Druck auf Inhalte-Ersteller auszuüben, immer das Maximum an Likes zu erzielen. Stattdessen sollen sie die Möglichkeit haben, sich auf hochwertigere Inhalte zu konzentrieren, auch wenn diese dann weniger Likes als die lautstark um Aufmerksamkeit schreienden Posts anderer Seiten bekommen.

Kommentare

Niederbayern
Niederbayern03.09.19 14:28
Wär schön wenn ich mal lesen würde
„Facebook schafft sich selbst ab!“
0
piik
piik03.09.19 14:29
Eeendlich!
So arg vielen Dank!
Ich könte ja möglicherweise potentiell geschockt sein, mein self exteem beschädigt und ich zum abhängigen User von Prozac werden, wenn ich dauernd sehen muss, dass andere Leute eventuell potentiell möglicherweise mehr likes kriegen als ich. Mein armer Narzissmus!
Danke, danke, danke Fatzebuch, dass Du so sehr anstelle von mir für mich zu denken beabsichtigst und mein so zartes Seelchen gedenkst zu schonen.

Bei so Vielem, was wirklich toll ist in den USA (die Freundlichkeit z.B.), aber hier spinnen die Amis komplett! Aber sowas von komplett!
Das ist megagaga
Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...
-2
FlyingSloth03.09.19 14:45
Ich nehme an, Du nutzt FB nicht. Warum kümmert Dich es dann, ob FB existiert oder nicht?
Niederbayern
Wär schön wenn ich mal lesen würde
„Facebook schafft sich selbst ab!“
+2
Chm03.09.19 14:51
FlyingSloth
Ich nehme an, Du nutzt FB nicht. Warum kümmert Dich es dann, ob FB existiert oder nicht?
Niederbayern
Wär schön wenn ich mal lesen würde
„Facebook schafft sich selbst ab!“


Könnte daran liegen, dass FB nicht nur die Daten seiner Nutzer sammelt.
Oder daran, dass es immer wieder Organisationen gibt, die Informationen auf FB anbieten, so dass man entweder FB nutzen muss oder auf die Informationen verzichten muss.
Oder daran, dass es die Welt ein wenig besser machen würde.

Wenn ich weiter nachdenke fällt mir bestimmt noch was ein, aber auch dass würde wohl alles einen FB Junkie nicht davon abhalten sich von seiner Droge zu lösen und die Ausgangsaussage zu unterstützen.
+6
ratti03.09.19 15:12
Schade. Ich habe Facebook immer sehr gern genutzt, aber selbstherrliche Entscheidungen wie diese führen seit einiger Zeit merkbar dazu, dass Nutzer abwandern — und wenn kaum noch jemand liest, warum soll ich dann schreiben. Schade eigentlich.
0
FlyingSloth03.09.19 15:21
Interessant, dass Du mich als FB junkie abstempelst aufgrund seiner neutralen Frage. Woher willst Du wissen, ob ich überhaupt FB nutze oder nicht? Ich finde es bemerkenswert, wie FB die Gemüter zu polarisieren vermag.
Chm
FlyingSloth
Ich nehme an, Du nutzt FB nicht. Warum kümmert Dich es dann, ob FB existiert oder nicht?
Niederbayern
Wär schön wenn ich mal lesen würde
„Facebook schafft sich selbst ab!“


Könnte daran liegen, dass FB nicht nur die Daten seiner Nutzer sammelt.
Oder daran, dass es immer wieder Organisationen gibt, die Informationen auf FB anbieten, so dass man entweder FB nutzen muss oder auf die Informationen verzichten muss.
Oder daran, dass es die Welt ein wenig besser machen würde.

Wenn ich weiter nachdenke fällt mir bestimmt noch was ein, aber auch dass würde wohl alles einen FB Junkie nicht davon abhalten sich von seiner Droge zu lösen und die Ausgangsaussage zu unterstützen.
0
strellson03.09.19 15:21
piik
Bei so Vielem, was wirklich toll ist in den USA (die Freundlichkeit z.B.), aber hier spinnen die Amis komplett! Aber sowas von komplett!

Freundlichkeit? Das ist einstudierte Oberflächlichkeit. Wenn mich eins in den USA nervt ist es dieses schlecht gelaunte „how are you, sir“.
+4
FlyingSloth03.09.19 15:22
Stimmt genau!
strellson
piik
Bei so Vielem, was wirklich toll ist in den USA (die Freundlichkeit z.B.), aber hier spinnen die Amis komplett! Aber sowas von komplett!

Freundlichkeit? Das ist einstudierte Oberflächlichkeit. Wenn mich eins in den USA nervt ist es dieses schlecht gelaunte „how are you, sir“.
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odi141003.09.19 17:14
FlyingSloth
Stimmt genau!
strellson
piik
Bei so Vielem, was wirklich toll ist in den USA (die Freundlichkeit z.B.), aber hier spinnen die Amis komplett! Aber sowas von komplett!

Freundlichkeit? Das ist einstudierte Oberflächlichkeit. Wenn mich eins in den USA nervt ist es dieses schlecht gelaunte „how are you, sir“.

Ich finde den freundlichen und zuvorkommenden Umgang miteinander hier in Deutschland auch besser.
Letztens noch erlebt: bin um Punkt 20:00 Uhr in einen Edeka weil ich dringend noch Milch brauchte. Nachdem ich gerade durch die Tür kam, plärrte mir mit ca. 100 Dezibel ein „schon GESCHLOSSEN“ entgegen!
Darauf ich: „brauche doch nur 1l. Milch.“
Darauf sie: „hinten wird schon geputzt!“

Dagegen ist ein oberflächliches „how are you, sir“ ja schon fast ne Frechheit.
+2
Chm03.09.19 17:40
FlyingSloth
Interessant, dass Du mich als FB junkie abstempelst aufgrund seiner neutralen Frage. Woher willst Du wissen, ob ich überhaupt FB nutze oder nicht? Ich finde es bemerkenswert, wie FB die Gemüter zu polarisieren vermag.
Chm
FlyingSloth
Ich nehme an, Du nutzt FB nicht. Warum kümmert Dich es dann, ob FB existiert oder nicht?
Niederbayern
Wär schön wenn ich mal lesen würde
„Facebook schafft sich selbst ab!“


Könnte daran liegen, dass FB nicht nur die Daten seiner Nutzer sammelt.
Oder daran, dass es immer wieder Organisationen gibt, die Informationen auf FB anbieten, so dass man entweder FB nutzen muss oder auf die Informationen verzichten muss.
Oder daran, dass es die Welt ein wenig besser machen würde.

Wenn ich weiter nachdenke fällt mir bestimmt noch was ein, aber auch dass würde wohl alles einen FB Junkie nicht davon abhalten sich von seiner Droge zu lösen und die Ausgangsaussage zu unterstützen.

Das hast du falsch verstanden, ich habe nicht gesagt, dass du ein FB Junkie bist. Den Schuh hast du Dir wenn selber angezogen.
+2
MacSquint
MacSquint03.09.19 19:22
Dann bitte noch bei YouTube einführen und schon ändert sich das ganze Spiel, wenn die Like und View Zahlen nicht mehr als Bewertung von Relevanz herhalten können.
Dann fegt es vielleicht auch mal ne Menge Tratsch weg, der immer nur hochgeliked und mit riesigen Playzahlen lockt.
Muss ja gut sein, wenn das so viele like, anklicken...🙈
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strellson03.09.19 21:51
odi1410
FlyingSloth
Stimmt genau!
strellson
piik
Bei so Vielem, was wirklich toll ist in den USA (die Freundlichkeit z.B.), aber hier spinnen die Amis komplett! Aber sowas von komplett!

Freundlichkeit? Das ist einstudierte Oberflächlichkeit. Wenn mich eins in den USA nervt ist es dieses schlecht gelaunte „how are you, sir“.
Ich finde den freundlichen und zuvorkommenden Umgang miteinander hier in Deutschland auch besser.
Letztens noch erlebt: bin um Punkt 20:00 Uhr in einen Edeka weil ich dringend noch Milch brauchte. Nachdem ich gerade durch die Tür kam, plärrte mir mit ca. 100 Dezibel ein „schon GESCHLOSSEN“ entgegen!
Darauf ich: „brauche doch nur 1l. Milch.“
Darauf sie: „hinten wird schon geputzt!“

Dagegen ist ein oberflächliches „how are you, sir“ ja schon fast ne Frechheit.

In Amerika hätte Dich das Supermarkt Sicherheitspersonal spätestens bei Deiner Antwort schon auf den Boden geworfen.
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Wurzenberger
Wurzenberger04.09.19 08:00
Facebook ist doch was für Rentner.
+1
RyanTedder
RyanTedder04.09.19 19:13
Weg mit jeglicher Bewertung im Internet. Die Menschen sollen einfach machen was ihnen Spaß macht. Das könnte sich MacTechnews direkt als Vorbild nehmen.
-1
Cyman04.09.19 19:20
odi1410
FlyingSloth
Stimmt genau!
strellson
piik
Bei so Vielem, was wirklich toll ist in den USA (die Freundlichkeit z.B.), aber hier spinnen die Amis komplett! Aber sowas von komplett!

Freundlichkeit? Das ist einstudierte Oberflächlichkeit. Wenn mich eins in den USA nervt ist es dieses schlecht gelaunte „how are you, sir“.

Ich finde den freundlichen und zuvorkommenden Umgang miteinander hier in Deutschland auch besser.
Letztens noch erlebt: bin um Punkt 20:00 Uhr in einen Edeka weil ich dringend noch Milch brauchte. Nachdem ich gerade durch die Tür kam, plärrte mir mit ca. 100 Dezibel ein „schon GESCHLOSSEN“ entgegen!
Darauf ich: „brauche doch nur 1l. Milch.“
Darauf sie: „hinten wird schon geputzt!“

Dagegen ist ein oberflächliches „how are you, sir“ ja schon fast ne Frechheit.

Die Orientierung an dem, was die Nordamerikaner unter Service verstehen, ist einer der Gründe, warum die Konsumgesellschaft immer schlimmer wird. Die Erwartungshaltung, die Ansprüche und das Verhalten mancher Kunden geht auf keine Kuhhaut, nur weil sie dazu gezüchtet wurden, dass ihnen immer der A*sch geküsst wird und sie immer recht haben und bei „Kunde ist König“, mit König sich wie ein historischer Tyrann benehmen.
Wer einmal im Kundenservice gearbeitet hat, weiß, was ich meine.
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