Privacy Matters: Apple hebt in lustigem Werbespot den Datenschutz hervor

Facebook, Google und weitere IT-Größen schlingern derzeit von einem Datenschutzskandal in den nächsten. Genau durch diese Skandale werden immer mehr Kunden darauf aufmerksam, wie wichtig die Thematik für alle Anwender ist. Apple wirbt schon seit einigen Jahren aktiv damit, dass der Konzern den Datenschutz seiner Kunden sehr ernst nimmt und nicht auf die Kundendaten angewiesen ist um Geld zu verdienen.


In einem neuen, humoristischen Werbespot unterstreicht Apple noch einmal seine hohen Datenschutzstandards. Gezeigt werden Leute, die sich in Alltagssituationen lauschenden oder spionierenden Mitmenschen entziehen wollen – Apple will demonstrieren, wie wichtig es den meisten Menschen ist, dass Privates privat bleibt.


Der Werbespot erscheint sechs Wochen nach Apples bisher schwerstem Datenschutzskandal: Ein Fehler in FaceTime erlaubte es, dass beim Angerufenen bereits das Mikrofon aktiviert und Ton an den Anrufer übertragen wurde, bevor das Telefonat überhaupt angenommen wurde. Zwar handelte es sich hierbei um einen offensichtlichen Fehler und Apple selbst hatte keinen Zugriff auf die Audio-Daten – trotzdem dürfte das Image durch diesen eklatanten Fehler Schaden genommen haben.

Kommentare

MikeMuc15.03.19 09:28
Tja, bei FaceTime war es ein Bug. Hoffentlich kein vorsätzlicher.
Bei den anderen Konzernen ist es aber die Geschäftsgrundlage, Daten zu sammeln und zu verhökern.
+6
trw
trw15.03.19 09:39
.. ich hör im Freundes- und Bekanntenkreis so oft, dass ich mich doch nicht so anstellen soll und Leute, die "auf sowas" (also Leute, die mehr auf Datenschutz, "Sicherheit", Verschlüsselung etc. achten) hinweisen bzw Acht geben meist eh nur alle nerdig sind .....

Und dann immer wieder noch von denen das absloute gern zitierte "Lieblingsargumet":
"Ich habe doch nix zu verbergen!"
+11
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck15.03.19 09:39
MikeMuc
Apple hatte keinerlei Vorteil von dem Fehler, warum sollte er dann vorsätzlich sein?
+11
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck15.03.19 09:41
trw
Mit einem einfachen Satz antworten: "Warte ab bis es kracht."
+11
eastmac15.03.19 09:48
Aber der Spot ist doch mal ganz lustig gemacht.
+17
MetallSnake
MetallSnake15.03.19 09:52
trw
"Ich habe doch nix zu verbergen!"
Mendel Kucharzeck
trw
Mit einem einfachen Satz antworten: "Warte ab bis es kracht."

Besser: "Gib mal dein Handy, will mal gucken was du so mit anderen schreibst, wo du rumsurfst (usw.)"
Erwachsensein ist halb gestorben --Relatives Menschsein
+10
trw
trw15.03.19 09:57
Mendel Kucharzeck
trw
Mit einem einfachen Satz antworten: "Warte ab bis es kracht."

... mach ich ab und an so ähnlich!
... endet dann oft irgendwie in so einer Art Endlosschleife!

P.S.:
EInige meiner Bekannten finden so ein "Überwachungs- & Bonussytem" wie es das in China wohl mittlerwile gibt sogar gut!
Was wiiste da dann noch machen
+5
Tekl
Tekl15.03.19 09:59
Solange das iCloud-Backup von Apple entschlüsselbar ist, finde ich den Spot nicht lustig sondern empfinde ihn als dreiste Lüge. Und von Datensparsamkeit ist bei Apple auch nicht zu reden. Auch wenn Apple diese selbst tatsächlich nur für den angegebenen Zweck nutzt, können sie nicht garantieren, dass sie nicht in falsche Hände geraten. Natürlich sieht es bei Android und Windows noch schlimmer aus, aber nur deshalb kann sich Apple überhaupt als "die Guten" inszenieren.
(hier könnte eine hippe, attributreiche Selbstdarstellung stehen)
+3
trw
trw15.03.19 10:00
MetallSnake
... Besser: "Gib mal dein Handy, will mal gucken was du so mit anderen schreibst, wo du rumsurfst (usw.)"

Mach ich auch ab und an so ähnlich (oder der Hinweis, sie sollen mir vorab doch ALLES mitteilen, was Sie machen, Ortung freischalten, alle Webseiten weiterleiten, die sie besuchen, etc....)

Das wollen die dann auch nicht ..... aber das ist dann ja "auch was vollkommen anderes" (mich ginge das ja alles nix an)!

Naja, müßiges Thema ..... ich halt mich mittlerweile meist zurück ....
+5
NONrelevant
NONrelevant15.03.19 10:14
Der Datenschutz bei Apple ist auch mit einer der Gründe, warum ich Apple-Nutzer bin. Jedoch würde ich noch gerne sehen, dass auch Apple überhaupt nicht mehr an meine iCloud-Daten rankommt. Weder über das iOS-Backup noch über den Master-Key.
NONrelevant - Wer nicht selber denkt, für den wird gedacht.
+7
Phileas15.03.19 10:15
Nichts zu verbergen?

Ich frage immer:

"Kann ich dann mal deine letzte Gehaltsabrechnung sehen?"
+8
Ely
Ely15.03.19 10:23
Nun, da verweise ich mal auf meine Signatur.

„Wer gegen Datenschutz ist, weil er ja nichts zu verbergen habe, ist auch gegen Meinungsfreiheit, weil er ja nichts zu sagen habe.“

Die Signatur wird bei mobiler Nutzungs des Forums nicht ganz angezeigt.
Wer gegen Datenschutz ist, weil er ja nichts zu verbergen habe, ist auch gegen Meinungsfreiheit, weil er ja nichts zu sagen habe.
+12
rafi15.03.19 10:36
Sollten sich lieber mal an die DSGVO halten, bevor sie da gross damit werben...
+2
dan@mac
dan@mac15.03.19 10:37
trw
Einige meiner Bekannten finden so ein "Überwachungs- & Bonussytem" wie es das in China wohl mittlerwile gibt sogar gut!
Was wiiste da dann noch machen
trw
Naja, müßiges Thema ..... ich halt mich mittlerweile meist zurück ....

Hilft aber nur eins: Es immer wieder erklären.
+3
JoMac
JoMac15.03.19 10:44
trw
Naja, müßiges Thema ..... ich halt mich mittlerweile meist zurück ....
So sieht's aus.
Man steht was Datenschutz angeht wirklich fast immer ganz alleine; man kann es ein paar Mal sagen, aber dafür will ich jetzt nicht alle Freundschaften aufs Spiel setzen.
+1
gnutellabrot15.03.19 10:47
rafi
Sollten sich lieber mal an die DSGVO halten, bevor sie da gross damit werben...

Genau so ist es. Datenschutz ist für Apple nur das, was Apple für Datenschutz hält. Und das kann sich noch dazu jederzeit ändern. DSGVO compliance wäre wichtig, aber da ist Apple weit entfernt davon, Stichwort Serverstandorte etc.
+5
MikeMuc15.03.19 10:51
Mendel Kucharzeck
MikeMuc
Apple hatte keinerlei Vorteil von dem Fehler, warum sollte er dann vorsätzlich sein?
Hab ich ja auch gar nicht behauptet das Apple da einen Vorteil von haben sollte. Aber der "sogenannte Fehler" war ja nun mal da. Wer und warum das verbokt war / wurde, weiß doch keiner von uns.
Aber Abhänger von Verschwörungstheorien könnten behaupten das Apple den einbauen mußte um irgendeiner total geheimen Regierungsaufforderung nachzukommen. Das wäre dann vorsätzlich und
-2
shotekitehi
shotekitehi15.03.19 11:15
Ich finde den Spot gut
Auf der Schachtel stand: ‘Benötigt Windows XP oder besser’. Also habe ich mir einen Mac gekauft.
+5
Geegah15.03.19 11:54
Tekl
Solange das iCloud-Backup von Apple entschlüsselbar ist, finde ich den Spot nicht lustig sondern empfinde ihn als dreiste Lüge.

Und warum nutzt du dann das iCloud Backup

Du kannst auch lokal mit Kennwort verschlüsstelt auf einem nochmal per File-Vault verschlüsselten Mac-Volume deine iPhone/iPad Backups machen - so mache ich das! Ein Cloud Backup kommt für mich kategorisch nicht in Frage.

Man hat hier ja zumindest noch die Wahl, wie man es nutzen will und eine wirklich sichere Alternative.
+9
mactechh15.03.19 14:57
Solange das iCloud-Backup von Apple entschlüsselbar ist, finde ich den Spot nicht lustig sondern empfinde ihn als dreiste Lüge.
Warst du zu knickerig, deinem MacBook 'ne ordentliche SSD zu spendieren?
OOPS, da isses ja, das Geschäftsmodell von Apple!
0
Josch
Josch16.03.19 10:21
trw
[…] Naja, müßiges Thema ..... ich halt mich mittlerweile meist zurück ... […]

… leider die ungünstigste Konsequenz. Je weniger Menschen darauf aufmerksam machen, desto weniger Bewusstsein gibt es für die Thematik. Da kommt man sich schon mal schnell vor wie Don Quixote, das kann ich gut nachvollziehen.

Wenn es doch nur ein kurzes, knackiges Argument gäbe, dass diesen komplexen Sachverhalt auch für die gedanklich bequemeren Mitmenschen eingängig demonstrieren könnte. In Zeiten alternativer Fakten ist es wirklich schwerer geworden, sachlich zu argumentieren.

Neben Mißtrauen und Ablehnung gegenüber sachlicher Argumentation steht auch noch die schiere Masse an Information und Desinformation in sozialen Medien, auf Websites etc. pp. - der informelle Overload führt nur zu oft dazu, dass bei allem, was über Twitterbeitragslänge hinausgeht die Zuhör-Hirnschranke einfach runtergeklappt wird. Das führt dann zu genau solchen abwürgenden Argumentationen wie „Außerdem habe ich nichts zu verbergen“ aka „ich will das nicht (mehr) hören/mich nicht damit beschäftigen“.

Wenn man da dann mit Big Data und den damit zusammenhängenden Möglichkeiten anfängt hat man schon fast automatisch verloren.
Nur - das ist ja eine essenzielle Kernargumentation. Richtig gruselig wird mangelder Datenschutz ja gerade in dem Bereich. Die Menschen hier bei uns fühlen sich einfach noch zu sicher. Wie schnell eine Demokratie zu einer Diktatur führen kann sollte speziell bei uns in Deutschland eigentlich hinlänglich bekannt sein. Oder man muss nur einmal in Richtung Türkei schauen. Aber das sind Argumente die nerven, die will man nicht hören, damit möchte man sich nicht mit beschäftigen etc. pp.

Es gilt also umso mehr, gute, eingängige Argumentationen zu entwickeln, die das Hirn der Angesprochenen auch punktgenau und wirkungsvoll erreichen. Das wäre eigentlich eine wirklich gute Aufgabe für Verkaufspsychologen

Ich werde auf jeden Fall nicht müde, nach guten Argumentationen zu suchen und mit meinen Mitmenschen über diese Problematik zu reden. Daher - resigniere bitte nicht, das Thema ist zu wichtig, um sich zurückzuhalten!
+3
Appletiser
Appletiser16.03.19 11:59
trw
Mendel Kucharzeck
trw
Mit einem einfachen Satz antworten: "Warte ab bis es kracht."

P.S.:
EInige meiner Bekannten finden so ein "Überwachungs- & Bonussytem" wie es das in China wohl mittlerwile gibt sogar gut!
Was wiiste da dann noch machen

Es gibt leider in DE min 30-50% konservative Nutznießer oder auch Ewiggestrige die immer noch Parteien wie #Schwarzchristen, #Gelbschleimer und #Scheinsoziale wählen. Weitere 12 % sind utlra-konservative und gehirn-und-herz-amputierte #blaublöde die diese Gesellschaft zusätzlich verpesten.

Bei dieser Ist-Situation braucht man sich eben nicht wundern, wenn auch bei der Gesetzgebung nur absolute Grütze rauskommt, die eindeutige Tendenzen eines Polizeistaates (#PAG) bei gleichzeitigem Abbau von Grund- und Bürgerrechten aufweisen. Und hier driftet leider die ganze #EU derzeit immer weiter nach rechts ins Konserven-Lager ab.

"Warte bis es kracht." ist also vielleicht kein allzu fernes Horrorszenario mehr und der Alptraum für Bürgerrechtler, Wistleblower, investigativem Journalismus, Freidenkern, etc.
Es fängt mit den standardmäßig verbauten GPS-Sendern in den Autos an und hört mit den jetzt weiter aufgestellten Mount-Säulen noch lange nicht auf. Spätestens das 5G Netz wird eine lückenlose Positionsortung ermöglichen, etc. Und die Masse wird damit geködert, dass es eben sein muss, damit man immer und überall tolle "Netzdienste" nutzen kann… Opium für Volk und die obererwähnten Machthabenden sitzen mittendrin, wie die Spinne im Netz! Lasset die Daten zu mir kommen! Yeah.

Richtig, dieser Beitrag hat nichts mit Apple im eigentlichen Sinne zu tun, doch wenn die Gesetzgebung immer restriktiver wird, dann kann auch bei allerbesten Vorsätzen eines Unternehmens die Privatsphäre von Personen schützen zu wollen, eben diese gar nicht gewahrt bleiben.

Es bleibt also die Frage, gegenüber wenn sollte man sich eigentlich schützen sollte - sich und seine Privatsphäre? Ist es wirklich schlimmer, wenn irgendwelche Unternehmen meine Daten kennen oder ist eher ein zunehmendes Problem, dass der Staat in dem man lebt hier zunehmendes Interesse entwickelt und irgend möglich versucht seine Bürger zu durchleuchten!?!

Mehr und mehr komme ich zur Überzeugung, dass es wohl wichtiger wird sich ggü eines vermeintlich rechtsstaatliches Lands mit so einer Regierung wie sie in DE ihr Unwesen treibt schützen zu müssen.
+2
Kreitschie16.03.19 13:28
Josch
trw
[…] Naja, müßiges Thema ..... ich halt mich mittlerweile meist zurück ... […]
[…] Es gilt also umso mehr, gute, eingängige Argumentationen zu entwickeln, die das Hirn der Angesprochenen auch punktgenau und wirkungsvoll erreichen. […]

Ich stimme zu! Wenn man sicherstellen will, dass sich was tut, darf man die Verantwortung nicht auf den Angesprochenen abschieben. Dann passiert ja nix.

Bedeutet also: Man muss selbst smarter und empathischer sein in der Wahl seiner Argumente und ihrer "Darbietungsform". Da gibt es (hoffentlich) noch viel ungeschöpftes Potenzial!
0
marcol
marcol19.03.19 01:20
Das iCloud Backup ist immer noch nicht verschlüsselt, oder?
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