Ölbarone, Eisenbahnmogule & Tech-Riesen – Verheerendes Fazit des Kongressberichts, mehrere Vorschläge unterbreitet

1,3 Millionen Dokumente wurden ausgewertet, unzählige Befragungen durchgeführt, sogar die CEOs der Tech-Riesen vorgeladen. Die Frage lautete, ob jene Unternehmen so viel Macht gewonnen haben, dass sie die Regeln des Marktes fast beliebig diktieren können. Wie bereits durchgesickert ist, lautet die parteienübergreifende Einschätzung: Ja, es hat sich eine ungesunde Zusammenballung an Einfluss entwickelt. Auch wenn Uneinigkeit besteht, inwieweit der Gesetzgeber darauf zu reagieren hat, entsprechen die Erkenntnisse der monatelangen Untersuchungen nicht der Selbstdarstellung von Google, Amazon, Facebook und Apple.


Vorwürfe auf 450 Seiten
Inzwischen liegt der gesamte 450-seitige Bericht vor, in welchem es drastische Aussagen gibt. Der Demokratisch geführte Unterausschuss fasst die Lage folgendermaßen zusammen: Die Tech-Konzerne haben sich zu einer Art Monopol entwickelt, welche man seit den Ölbaronen und Eisenbahn-Mogulen nicht mehr sehen konnte. Jene monopol-gleiche Marktmacht werde auch systematisch dazu genutzt, um Wettbewerb zu behindern und die eigene Stellung weiter zu festigen.

Forderung: Trennung von Geschäftsbereichen
Die Forderung der Demokraten lautet daher, es müsse ein "Glass-Steagall for the Internet" geben. Damit gemeint ist ein Gesetz der 30er Jahre, welches als Antwort auf die Große Depression eine klare Trennung des Privatkunden-Geschäfts vom Investmentbanking vorschrieb. Im Falle der Tech-Riesen würde dies bedeuten, ungebremstem Wachstum durch immer weitere Übernahmen und neuer Geschäftsfelder einen Riegel vorzuschieben. Dabei wäre sogar denkbar, bestimmte Geschäftsfelder vom Hauptunternehmen abzutrennen, wenn diese für sich schon als Weltunternehmen gelten. Bei Google wäre es beispielsweise YouTube, bei Facebook je nach Lesart Instagram oder WhatsApp – und bei Apple der Software-Vertrieb über den App Store.

Erwartungsgemäß nahm Apple umgehend mit den bekannten Argumenten Stellung und wies die Anschuldigungen zurück. In keinem einzigen Marktsegment sei man Marktführer, der App Store diene Sicherheit und Vertrauen, außerdem behandle man alle Beteiligten gleich. Neue Märkte seien durch Apple und den App Store erst geschaffen und nicht behindert worden.


Apples Ökosystem

Vorschläge zur Marktregulierung ohne Zerschlagung
Zum aktuellen Zeitpunkt handelt es sich wie erwähnt nur um einen Bericht, was daraus an Konsequenzen erwächst, muss sich erst noch zeigen. Die vielfach zitierte Forderung, Tech-Unternehmen zu zerschlagen, ist nur eines von vielen Szenarios, welche im Bericht skizziert sind. Konkrete Pläne, Apple zur Aufgabe des App Stores zu zwingen, gibt es nicht. Genauso wenig bereitet der Gesetzgeber vor, Google, Amazon oder Facebook in verschiedene Einzelunternehmen zu unterteilen. Um die weitere Ausprägung von Monopolen zu verhindern und wieder mehr Wettbewerb zu ermöglichen, gebe es auch viele andere Möglichkeiten, so der Schlussteil des Reports.

Diese reichen von Eingriffen in die Preispolitik (hier wäre Apples Provisionsmodell betroffen) bis hin zu schärferer Beobachtung von Übernahmen oder erzwungener Öffnung von Plattformen. Dem Komitee werden daher diverse Fragen vorgelegt, welche es in weiteren Diskussionen zu erörtern gilt. Ein Schwerpunkt dabei: Wie sind Startups zu fördern und zu schützen – immerhin winkte die Wettbewerbsbehörde von den letzten 500 Übernahmen durch Apple und Co. jeden einzelnen Versuch durch? Außerdem müsse dringend die Durchschlagskraft der Wettbewerbshüter gestärkt werden, nur so sei es möglichen, einen aus der Bahn geratenen Markt wieder in normale Bahnen zu lenken. Von republikanischer Seite hieß es, man stimme den Beobachtungen, nicht jedoch allen Einzelvorschlägen zu. Diese Verlautbarung dürfte die Tech-Riesen wohl nicht beruhigen, denn Verbündete auf Seiten der Gesetzgeber hat man somit nicht.

Kommentare

sonnendeck07.10.20 09:51
Die Frage die sich da auch immer mir stellt, wer ist der Treiber von der Lobby Fraktion hinter dieser Studie und welche Vorteile erwachsen sich hier für ihn, gerade in den USA . Die Lehren gerade aus der Rockefeller Zerschlagungen waren doch am Ende das er noch reicher/mächtiger war als zuvor.
+1
awk07.10.20 10:12
sonnendeck
Die Lehren gerade aus der Rockefeller Zerschlagungen waren doch am Ende das er noch reicher/mächtiger war als zuvor.

Es geht nicht darum den Leuten Geld wegzunehmen. Das ist nicht das Prinzip USA. Es geht darum Monopole zu verhindern die den Wettbewerb unterbinden.
Man könnte sagen, die Tatsache, dass Rockefeller hinterher noch reicher wurde, bestätigt die Richtigkeit der Zerschlagung. Wettbewerb ist förderlich für die Wirtschaft, darum wurde Rockefeller anschließend noch reicher.
+11
Johnny6507.10.20 10:54
Auch wenn ich mich grundsätzlich als Apple-Fan bezeichnen würde, glaube ich mittlerweile: Es ist für die Qualität der Produkte und vor allem für die Kundenfreundlichkeit keineswegs zwingend – vielleicht sogar kontraproduktiv –, dass Apple streckenweise das wertvollste Unternehmen der Welt war.

Wenn etwa eine Trennung des Hardware/Betriebssystem-Geschäfts von Diensten. Apps und Medieninhalten zu etwas kleineren Brötchen in beiden Teilbereichen und somit etwas weniger Arroganz führen würden, könnte das durchaus positive Auswirkungen haben.
+2
DTP
DTP07.10.20 11:02
Johnny65
Wenn etwa eine Trennung des Hardware/Betriebssystem-Geschäfts von Diensten. Apps und Medieninhalten […]
Ich finde diese Grafik immer nocjh sehr interessant, WIE die Big Tech ihr Geld verdienen: https://www.visualcapitalist.com/how-big-tech-makes-their-billions-2020/

Microsoft sieht dabei für mich erstaunlicherweise am gesündesten aus, Facebook und Google am ungesündesten. Apple und Amazon sind irgendwo in der Mitte und beide auf gutem Weg, nicht nur von einem "Produkt" abhängig zu sein.
+6
Schens
Schens07.10.20 11:19
Tim Cole hat genau das vor 2 Jahren in seinem Buch "Wild Wild Web" gefordert und historisch verglichen. Das Ding ist echt lesenswert. Und keiner kennts.



+2
trigunas10807.10.20 11:26
Ist bestellt. Danke für den Tip
Schens
Tim Cole hat genau das vor 2 Jahren in seinem Buch "Wild Wild Web" gefordert und historisch verglichen. Das Ding ist echt lesenswert. Und keiner kennts.



0
trigunas10807.10.20 11:29
Google ist mir mittlerweile was Google Ads angeht sehr suspekt.
Operiere mit einem Kunden in der Schweiz in einer absoluten Marktnische fast ohne Konkurrenten und Marktveränderungen und trotzdem gehen die Preise immer weiter hoch. Ein Schelm wer hier vermutet das Google alle Teilnehmer fein gegeneinander ausspielt.
DTP
Johnny65
Wenn etwa eine Trennung des Hardware/Betriebssystem-Geschäfts von Diensten. Apps und Medieninhalten […]
Ich finde diese Grafik immer nocjh sehr interessant, WIE die Big Tech ihr Geld verdienen: https://www.visualcapitalist.com/how-big-tech-makes-their-billions-2020/

Microsoft sieht dabei für mich erstaunlicherweise am gesündesten aus, Facebook und Google am ungesündesten. Apple und Amazon sind irgendwo in der Mitte und beide auf gutem Weg, nicht nur von einem "Produkt" abhängig zu sein.
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cyberbutter
cyberbutter07.10.20 11:45
Ich finde nicht, dass die größten Unternehmen der Welt zu viel macht haben. An deren Stelle würde ich einfach die gesamten USA kaufen und dann ist Ruhe.
BÄM!
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Weia
Weia07.10.20 12:21
Johnny65
Wenn etwa eine Trennung des Hardware/Betriebssystem-Geschäfts von Diensten. Apps und Medieninhalten zu etwas kleineren Brötchen in beiden Teilbereichen und somit etwas weniger Arroganz führen würden, könnte das durchaus positive Auswirkungen haben.
Bei Apple Pay sehe ich die enge Verzahnung aus Sicherheitsgründen ein und der App Store gehört schon irgendwie zum Betriebssystem dazu, auch wenn ich hier dafür bin, dass alternative Konkurrenz zulässig sein muss.

Wozu es von der Sache her aus meiner Sicht aber überhaupt gar keine zwingende Verbindung gibt, ist die Content-Produktion. Was bitteschön haben Apples Kernkompetenzen mit der Produktion von TV-Serien zu tun? Hier fand ich es schon immer seltsam, dass ein Unternehmen, das in Form von Logic Pro X und Final Cut Pro Werkzeuge für die Content-Industrie herstellt, gleichzeitig mit dieser in Konkurrenz treten will.

Wer mag denn Software-Werkzeuge von einem Konkurrenten im eigenen Geschäftsbereich kaufen? Sprich, hier würde ich vermuten, dass eine Aufspaltung der Software und ihrer Verbreitung nur gut täte.
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+6
Pixelmeister07.10.20 12:22
Ich sehe keinen Grund, warum überhaupt jemand etwas dagegen haben sollte (nicht mal die betroffenen Firmen selbst), die Firmen zu "zerschlagen". Der Begriff klingt ziemlich martialisch und wirkt, als wolle jemand die Firmen zerstören. Dabei kann jeder einzelne Bereich doch weiter wachsen – vielleicht sogar besser als zusammen. Manche Firmen, wie z.B. HP, haben das sogar ganz ohne Zwang gemacht.

Apple spricht doch immer davon, dass allein der Wearables-Bereich (Watch und Airpods) ein Fortune-500-Unternehmen wäre – warum dann keines daraus machen und Aktien ausgeben?

Oder man gliedert den ganzen Medien/Cloud-Bereich aus – der ja ohnehin nicht Apple-exklusiv ist, was die Endgeräte angeht. Da könnte sich Apple dann auch weiter öffnen, was Konkurrenz-Geräte angeht.

Google hingegen würde man bei einer "Zerschlagung" nur dann Einhalt gebieten, wenn man ihnen verböte, die anfallenden Daten der verschiedenen Dienste zu vernetzen. Wenn also die anfallenden Profil-Daten aus der Suche, aus Werbung, aus YouTube und dem Server-Tool "Analytics" nicht mehr untereinander geteilt werden dürften. Da wird sich Google aber mit Händen und Füßen gegen wehren, weil das deren Geschäftsgrundlage ist.
+3
pünktchen
pünktchen07.10.20 12:50
Ich denke man könnte Apple mit Gewinn für die Menschheit in mehrere Unternehmen aufgliedern, zB:

- Halbleiterdesign
- Hardware
- Software
- Content etc.

Ich sehe da keinen zwingenden Grund für vertikale Integration. Ganz im Gegenteil, die starken Sparten schleppen die anderen mit durch und schützen sie vor der Konkurrenz.


Ähnlich bei Google:

- Suche, Karten, Übersetzung etc.
- Social Media
- Werbung
- Software
- Venture Capital (Waymo etc.)

Klar, die müssten ihr Geschäftsmodell ändern.
+1
Pixelmeister07.10.20 12:55
Schens
Tim Cole hat genau das vor 2 Jahren in seinem Buch "Wild Wild Web" gefordert und historisch verglichen. Das Ding ist echt lesenswert.
Danke. Auch bestellt.
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Pixelmeister07.10.20 13:11
DTP
Ich finde diese Grafik immer nocjh sehr interessant, WIE die Big Tech ihr Geld verdienen: [...]

Microsoft sieht dabei für mich erstaunlicherweise am gesündesten aus, Facebook und Google am ungesündesten. Apple und Amazon sind irgendwo in der Mitte und beide auf gutem Weg, nicht nur von einem "Produkt" abhängig zu sein.
Microsoft sieht aber auch nicht so gut aus, wie auf den ersten Blick. Im Endeffekt hängt doch wieder alles von Windows ab. Wer kein Windows verwendet, der kauft auch sonst keine MS-Dienstleistungen ein. Wer Linux-Server nutzt/mietet, nutzt kein Azure – und die wenigsten Android/iPhone-User verwenden MS-Office (nicht einmal kostenlos).

Und man muss auch bedenken, dass MS, außer bei Desktop-Systemen (die immer weniger interessant sind), nirgendwo mehr Marktführer ist, weder bei Spielkonsolen, noch bei Tablets, noch bei anderer Hardware. Auch im Cloud-Geschäft dürften sie immer noch hinter Amazon (AWS) liegen. Und MS ist es eigentlich gewohnt, Monopolist zu sein – 2., 3. oder 5. Platz – das können sie nicht wirklich gut.

Bei Apple ist zwar das iPhone der Haupt-Umsatzbringer, aber immerhin abnehmend. Ich meine, man war mal bei 70%, jetzt sind es nur nur 55% des Umsatzes, der vom iPhone reinkommt. Dienste und Wearables werden immer wichtiger und bei Bedarf kann Apple diese auch stärker vom iPhone trennen als es jetzt der Fall ist. Ich sehe Apple da auf einem guten Weg.
+1
DogsChief
DogsChief07.10.20 17:37
Für mich wäre die Zerschlagung von Apple aus jetziger Sicht eher negativ zu bewerten. Apple wäre dann nicht ein Unternehmen sondern - sagen wir mal - 5 Aktiengesellschaften. Die sind jeder für sich nicht dem ehemaligen Gesamtunternehmen Apple verpflichtet, sondern jeder für sich für seine Aktionäre. Die Aktionäre wollen kein tolles Gesamterlebnis ( wie ich es haben möchte ), sondern die wollen Gewinne sehen. Also wird sich das, was jetzt so schön in einander greift ( Hardware, Software, Dienste, etc. ) irgendwann nur noch zusammengestoppelt anfühlen.

Klar, auch jetzt könnte alles noch runder laufen bei Apple, aber prinzipiell ist es schon ok. Aber die Halbleitersparte würde irgendwann für andere Firmen auch produzieren müssen, um noch mehr Gewinne zu machen. iWork müsste dann ( nur mal als ein Beispiel ) auch auf Android laufen, um noch mehr Kunden zu finden. Alleine diese beiden Punkte machen mir schon Juckreiz auf der Haut. Dann müssen irgendwann auf den iPhones/iPads auch alle Apps laufen, die Androidischer Herkunft sind, um mehr Kunden zu erreichen. Dann muss irgendwann der Mac bespielbar mit jedem System sein, die iCloud muss von jedem Anbieter genutzt werden können ( M$, Android, Linux - wasauchimmer ) und dann ist unsere schöne "ist ziemlich sicher und funktioniert gut untereinander-"Welten den Bach runter. Ob das so cool ist, wage ich zu bezweifeln.
Es ist besser beim zweiten Mal zu scheitern, als es erst gar nicht versucht zu haben. ( Bear Heart )
+4
DTP
DTP07.10.20 17:50
Pixelmeister
DTP
Ich finde diese Grafik immer nocjh sehr interessant, WIE die Big Tech ihr Geld verdienen: [...]

Microsoft sieht dabei für mich erstaunlicherweise am gesündesten aus, Facebook und Google am ungesündesten. Apple und Amazon sind irgendwo in der Mitte und beide auf gutem Weg, nicht nur von einem "Produkt" abhängig zu sein.
Microsoft sieht aber auch nicht so gut aus, wie auf den ersten Blick. Im Endeffekt hängt doch wieder alles von Windows ab.
Wer Linux-Server nutzt/mietet, nutzt kein Azure – und die wenigsten Android/iPhone-User verwenden MS-Office (nicht einmal kostenlos).
Achtung, Azure ist kein „Windows Server“ sondern ähnlich zu AWS. Und laut Microsoft läuft auf jedem vierten Azure Computer Linux:
https://azure.microsoft.com/de-de/overview/choose-azure-opensource/

Und bei uns in der Firma laufen hunderte von Macs und iPhones. ALLE haben MS Office installiert.

Moderne Kommunikation ohne MS Teams? Vielleicht noch mit Slack. Aber sonst?
0
awk07.10.20 17:55
pünktchen
Ich denke man könnte Apple mit Gewinn für die Menschheit in mehrere Unternehmen aufgliedern, zB:

- Halbleiterdesign
- Hardware
- Software
- Content etc.

Ich sehe keinen Grund für eine Zerschlagung von Apple. Das Schöne ist eben gerade, dass die Produkte sehr gut aufeinander abgestimmt sind.
Ich sehe bei Apple nur zwei wirkliche Problembereiche, App Store Bedingungen und Reparatur. Apple müsste hier nur etwas nachgeben, dann wäre das Thema schnell erledigt. Konflikte wie mit Epic Games sind kontraproduktiv. Apple verhält sich hier wie ein trotziges Kind dem man im Sandkasten die Schaufel weggenommen hat.
+3
pünktchen
pünktchen07.10.20 18:06
Es würde doch niemand den Apfelkindern verbieten weiter miteinander zu spielen. Sie dürften nur die Kinder der Nachbarschaft nicht mehr grundsätzlich ausschliessen. Was zu neuen interessanten Kombinationen führen würde zB:

- schnellere und effizientere Chips für Androiden und Windows
- günstigere und vielfältigere Hardware für iOS und macOS
- Final Cut Pro auch für Windows und Linux
- günstigere und weniger zensurlastige Vertriebskanäle

Und das wäre ein Gewinn für sehr viele Konsumenten. Wenn auch vielleicht nicht für die die schon jetzt mit Apples Angebot völlig zufrieden sind. Aber eventuell wissen die in ihrem goldenen Käfig auch nur nicht was ihnen entgeht.
+2
Weia
Weia07.10.20 18:23
pünktchen
- Final Cut Pro auch für Windows und Linux
Da sähe ich ein großes Problem. Cross-Platform-Software ist nativer Cocoa-Software so spürbar unterlegen, dass ich Cross-Platform-Software meide, wo ich nur kann. Cocoa ist doch das, was macOS zu macOS macht.

Eine der prinzipiellen Stärken von macOS ist die systemweite Architektonik, Funktionalitäten dort anzusiedeln, wo sie strukturell hingehören. Ich denke an Dienste wie die systemweite Rechtschreibkorrektur etc. Diese Integration würde verlorengehen und damit aus meiner Sicht einer der Hauptgründe, macOS überhaupt zu benutzen. Da wäre die Zerschlagung definitiv zu weit getrieben.
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+1
pünktchen
pünktchen07.10.20 18:29
Ist ja nicht so dass nur Apple Software anbietet die speziell auf macOS abgestimmt ist. Natürlich könnte eine Apple Software Inc das weiter machen wo es technisch sinnvoll ist. Aber sie müssten es nicht mehr nur um ihre Hardwareverkäufe zu schützen. Es könnte also ein FCP für Windows geben wenn das sinnvoll ist.
+1

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