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Weggang: Apples Chef für Benutzeroberflächen von Meta abgeworben

Apple läutete bereits mehrmals in der Konzerngeschichte ein neues Zeitalter für die Gestaltung von Benutzeroberflächen ein. Langjährigen Apple-Nutzern dürfte hierbei besonders die Umstellung mit Mac OS X auf die Aqua-Benutzeroberfläche vor 25 Jahren in Erinnerung geblieben sein, welches gestalterisch einen Meilenstein in der Computergeschichte darstellt. Doch nun muss Apple den Weggang eines wichtigen Mitarbeiters verkraften.


Alan Dye von Meta abgeworben
Wie Bloomberg berichtet, verlässt der Chef der Benutzeroberflächen-Designabteilung Alan Dye das Unternehmen. Dieser wurde von Meta abgeworben, um hier an auf Künstliche Intelligenz spezialisierten Endkundengeräten in einer neu gegründeten Designabteilung mitzuwirken. Um welche Geräte es sich hierbei konkret handelt, ist leider nicht bekannt. Laut Bloomberg informierte Dye das Apple-Management Anfang der Woche bezüglich seines Wegganges, doch die Konzernleitung habe bereits mit diesem Schritt gerechnet. Am 31. Dezember 2025 verlässt Alan Dye offiziell das Unternehmen.

Lange Zeit bei Apple
Dye arbeitete bereits seit 2006 bei Apple, wechselte im Jahr 2012 in das Design-Team unter Jony Ive und wirkte hier bei der Gestaltung der neuen Benutzeroberfläche von iOS 7 mit. Als Ive das Unternehmen im Jahr 2019 verließ, wurde Alan Dye der Chef der Designabteilung für Benutzeroberflächen. Dye war maßgeblich an der Gestaltung von visionOS und der kürzlich erschienenen Liquid-Glass-Benutzeroberfläche beteiligt.

Stephen Lemay soll übernehmen
Da Apples Management wohl den Braten bereits gerochen hat, steht auch schon der Nachfolger fest: Stephen Lemay soll die Designabteilung für Benutzeroberflächen übernehmen. Lemay arbeitet bereits seit 1999 bei Apple und habe laut Tim Cook seitdem bei jeder größeren Überarbeitung von Nutzeroberflächen mitgewirkt.

Auswirkungen?
Das mit iOS 26 und macOS 26 eingeführte "Liquid Glass"-Design weckt gemischte Gefühle in der Apple-Community. Sieht man sich in Foren und auf Social Media um, ist die Stimmung uneinheitlich. Während die meisten die grafischen Effekte ansehnlich finden, stören sich viele an der mangelhaften Lesbarkeit und der fehlenden Struktur der Nutzeroberfläche. Welchen Weg Stephen Lemay bei der Gestaltung von Nutzeroberflächen beschreiten wird, ist leider nicht klar – und daher ist es aus heutiger Perspektive schwer abzuschätzen, welche konkreten Auswirkungen durch den Personalwechsel zu erwarten sind.

Kommentare

Bluebox3404.12.25 08:40
Naja Liquid Glass war ja auch kein großer Wurf. Es sollte wohl eher von Problemen bei Apples KI-Strategie ablenken.
+16
thomas b.
thomas b.04.12.25 08:47
Wenn es der ist, der Liquid Glass zu verantworten hat, kein Verlust.
+16
Retrax04.12.25 08:50
thomas b.
Wenn es der ist, der Liquid Glass zu verantworten hat, kein Verlust.
Liquid Glass ist doch kein GUI-Ansatz welcher mit '26 abgeschlossen vor dem User liegt.

Da beginnt ein Prozess über mehrere Major Upgrades - so wie damals iOS 7 auch der Anfang einer neuen Linie darstellte.
+7
Moranai
Moranai04.12.25 08:59
Retrax
thomas b.
Wenn es der ist, der Liquid Glass zu verantworten hat, kein Verlust.
Liquid Glass ist doch kein GUI-Ansatz welcher mit '26 abgeschlossen vor dem User liegt.

Da beginnt ein Prozess über mehrere Major Upgrades - so wie damals iOS 7 auch der Anfang einer neuen Linie darstellte.

Ich denke trotzdem noch immer, dass Liquid Glass voreilig auf die User losgelassen wurde, da das mit KI noch nicht fertig war. Die vielen Fehler in MacOS 26 und iOS26 etc sind für mich klare indikatoren dafür
+22
Garak
Garak04.12.25 09:20
Retrax
Da beginnt ein Prozess über mehrere Major Upgrades - so wie damals iOS 7 auch der Anfang einer neuen Linie darstellte.

Was spricht eigentlich dagegen, dem Kunden ein gleich am Anfang im Grundsatz und zu 99% funktionierendes und benutzbares Produkt zu geben? Wo sind wir als Kunden eigentlich falsch abgebogen, heutzutage (hochpreisigen) "Schrott" mit dem Argument zu verteidigen, dass dem "armen" Milliardenkonzern doch bitte mehrere Produktzyklen zugestanden werden müssen, bevor das Produkt überwiegend benutzbar ist.

Ich rede hier nicht von über die Zeit iterativ zugefügten Funktionalitäten. Sondern von der Fehlerfreiheit und Benutzbarkeit der schon angebotenen Funktionen.
+27
System 6.0.1
System 6.0.104.12.25 09:20
☝️Plot-Twist: Meta und Co holen sich gerade tatsächlich hochrangige Apple-Spione ins Haus, die Zugriff zu zukünftige Entwicklungen dieser Unternehmen haben, darauf subtil Einfluss nehmen, mögliche Trends an Apple übergeben, und dafür noch von den jeweiligen Unternehmen fürstlich bezahlt werden.

/Plot-Twist
„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998
0
macfreakz04.12.25 09:32
Mir fällt mehr Unruhe im Leadership von Apple auf, sowie viele Bewegungen in der KI Abteilung. Ich hoffe, es herrscht nun mehr Ruhe und Fokus auf wirklich sinnvolle Features. Weniger Spielereien bzw. Experimente.
+4
System 6.0.1
System 6.0.104.12.25 09:46
Garak
Was spricht eigentlich dagegen, dem Kunden ein gleich am Anfang im Grundsatz und zu 99% funktionierendes und benutzbares Produkt zu geben?

Zeit. Es war ganz klar ein Zeitproblem. Und der drohende Verlust der Position eines Vorreiters in der Branche.

Jährliche Produktzyklen erfordern jährliche Neuerungen. Die ist in 2025 herstellerübergreifend die (IMHO völlig überflüssige) Installation von KI in jedes Device, das nicht sofort nach den Händen der Entwickler schnappt.

Der Erfolg des iPhone 17 pro war offensichtlich nicht ganz so sicher, wie er sich aktuell darstellt. Und wäre es möglicherweise auch nicht geworden, wenn nicht gleichzeitig ein Angeber-Kompatibles iOS verfügbar wäre.

Wenn ich mir das iPhone 17 pro mit iOS 18 vorstelle, dann haben wir eine klassische „lame duck“ auf Steroiden. Jedenfalls aus der Sicht der Marketiere.

Apple muss hier Vorreiter sein. Ohne AI-Aufkleber an jeder freien Stelle am Gehäuse kann man bei der subfontanell spärlich möblierten Kundengruppe keinen Blumentopf gewinnen. Dann lieber Liquid Glass vorzeitig installieren, als ein Jahr lang Überschriften wie

„Apple ist tot. Jetzt aber wirklich!“

bekommen.
„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998
-6
andreasm04.12.25 09:51
System 6.0.1
☝️Plot-Twist: Meta und Co holen sich gerade tatsächlich hochrangige Apple-Spione ins Haus, die Zugriff zu zukünftige Entwicklungen dieser Unternehmen haben, darauf subtil Einfluss nehmen, mögliche Trends an Apple übergeben, und dafür noch von den jeweiligen Unternehmen fürstlich bezahlt werden.

/Plot-Twist
Da würde ich mir schonmal gute Anwälte suchen. Sehr gute Anwälte sogar
+1
Unwindprotect04.12.25 10:41
Garak
Retrax
Da beginnt ein Prozess über mehrere Major Upgrades - so wie damals iOS 7 auch der Anfang einer neuen Linie darstellte.

Was spricht eigentlich dagegen, dem Kunden ein gleich am Anfang im Grundsatz und zu 99% funktionierendes und benutzbares Produkt zu geben?

Die Abwägung zwischen den „Wo ist Innovation“ schreienden Nutzern (und Medien), der Komplexität des gesamten Systems und dem eigenen Qualitätsanspruch.
Garak
Wo sind wir als Kunden eigentlich falsch abgebogen, heutzutage (hochpreisigen) "Schrott" mit dem Argument zu verteidigen, dass dem "armen" Milliardenkonzern doch bitte mehrere Produktzyklen zugestanden werden müssen, bevor das Produkt überwiegend benutzbar ist.

Es geht dabei nur bedingt um einen armen Milliardenkonzern. Bei solchen Änderungen wie der des UI-Konzepts müssen ja insbesondere auch die 3rd-Party-Entwickler mitgenommen werden. Sowas dauert und braucht „Stufen“.

Die Nutzer selbst brauchen auch „Stufen“ um sich auf neue Konzepte einzulassen und sich umzugewöhnen. Alles in einem großen Wurf birgt auch das größte Risiko.
Garak
Ich rede hier nicht von über die Zeit iterativ zugefügten Funktionalitäten. Sondern von der Fehlerfreiheit und Benutzbarkeit der schon angebotenen Funktionen.

Also ich hatte an Mac, iPhone, iPad und Apple Watch mit Liquid Glass noch absolut kein Problem. Ich war sogar überrascht wie relativ reibungslos das ging. Das soll nicht heißen, dass es nicht doch irgendwo Probleme gibt - aber sie betreffen offensichtlich nicht jeden.
-1
Mutabaruga04.12.25 11:03
Tja, die
System 6.0.1
... subfontanell spärlich möblierten Kunden ...
müssen ja irgendwie zum Kauf bewegt werden. Gute-Hardware-produzieren ist nur die eine Hälfte, Verkaufen die zweite

Gut, dass diese Kunden nicht verstehen, was Du gerade über sie sagst

Wenn schon nicht selbst, dann muss eben KI her. Ganz logisch, dass das zieht.
-2
macfreakz04.12.25 11:52
Ich finde solchen Jobwechsel sehr seltsam: Meta und Apple haben komplett andere Philosophie im Sachen z.B. Datenschutz und wie kann ich zu einer solchen Firma wechseln, wenn ich Apple DNA verinnerlicht habe? Das ist einfach seltsam.

Wenn Leute zwischen Google, Apple, Meta, Microsoft wechseln, sind dann diese Firmen grundlegend dasselbe … oder macht es doch was aus, wenn ich plötzlich bei Apple arbeite?
+6
Retrax04.12.25 12:00
Garak
Was spricht eigentlich dagegen, dem Kunden ein gleich am Anfang im Grundsatz und zu 99% funktionierendes und benutzbares Produkt zu geben?
Gar nix. Das wäre auch mein tiefstes Anliegen in Sachen Major Upgrades bei Apple.

Da liegst Du völlig richtig.

Und warum lassen wir uns das gefallen?
Wo sind wir falsch abgebogen?

Es ist die Masse die sich die neuesten Alphas und Betas auf ihre Geräte knallt nur um zu zeigen dass man das neueste hat.

Und Apple lässt sich leider treiben...

Wie wars denn damals beim Übergang von Aqua zu Brushed Metal?
Ich weiss es nicht mehr genau, meine aber dass 10.3 oder 10.4 ein sehr ausgereiftes Brushed Metal abgeliefert hat, oder?

Allerdings war die GUI von Mac OS X im Vergleich mit macOS heute weit weniger komplex.

Apple müsste einfach die Eier haben und die starren Releasezyklen aufbrechen und bei Fragen zur nächsten macOS Version sagen:

Es ist fertig wenns fertig ist!
+6
Fontelster
Fontelster04.12.25 12:23
System 6.0.1
Garak
Was spricht eigentlich dagegen, dem Kunden ein gleich am Anfang im Grundsatz und zu 99% funktionierendes und benutzbares Produkt zu geben?

Zeit. Es war ganz klar ein Zeitproblem. […]
Jährliche Produktzyklen erfordern jährliche Neuerungen.
[/quote]

Ja, nur sind diese jährlichen System-Zyklen ein vollkommen willkürlich von Cook ausgerufenes Ziel. Ich kann mich nicht erinnern, dass sich früher die Leute über zu seltene Major-Releases beklagt haben. Jetzt beschweren sich viele allerdings über unausgereifte Software.
+8
Gaugo04.12.25 12:25
Unwindprotect

Ich habe massive Probleme mit der Erkennung der Buchstaben und Zahlen bei Eingabe meiner PIN unter iOS. Ich habe eine alphanumerische PIN mit mehr als 4 Zeichen und da sieht man die Zahlen und Buchstaben fast nicht….echt nervig
+1
Perry Goldsmith
Perry Goldsmith04.12.25 13:06
Garak
Was spricht eigentlich dagegen, dem Kunden ein gleich am Anfang im Grundsatz und zu 99% funktionierendes und benutzbares Produkt zu geben?

99% klingt nach viel, aber in der Praxis ist etwas das zu 99.9% funktioniert oft schon unbrauchbar schlecht. Das Problem besteht in der großen Zahl von verschiedenen Situationen. Der intelligentere Ansatz ist, die gleiche Lösung nicht in zu vielen verschiedenen Kontexten verwenden zu wollen.
-1
Weia
Weia04.12.25 13:07
Wenn Alan Dye für die Entwicklung der GUI seit 2012 verantwortlich gezeichnet hat, dann ist sein Fortgang die beste Nachricht seit langem.
macfreakz
wie kann ich zu einer solchen Firma wechseln, wenn ich Apple DNA verinnerlicht habe?
Wer auch immer für die GUI der letzten zehn Jahre verantwortlich war, hatte die Apple-DNA ganz sicher nicht verinnerlicht.
„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.
+5
s-cope04.12.25 13:19
Diskursiv denken: Die Mehrheit hier glaubt also, Meta ist ein Sozialamt für verpeilte Apple-Führungskräfte? Vielleicht wird durch „Expertise“ und „interne Kenntnis“ ein Schuh draus. Es ist ja nicht der/die Erste, die von Meta/Google/MS etc. abgeworben wird.
+2
TorstenW04.12.25 13:41
macfreakz
Ich finde solchen Jobwechsel sehr seltsam: Meta und Apple haben komplett andere Philosophie im Sachen z.B. Datenschutz und wie kann ich zu einer solchen Firma wechseln, wenn ich Apple DNA verinnerlicht habe? Das ist einfach seltsam.

Der erste Fehler hier ist der Gedanke, dass jemand der bei Apple arbeitet die "Apple DNA" verinnerlicht haben sollte.
Die meisten Leute arbeiten dort, wo sie am besten bezahlt werden und Möglichkeiten haben sich weiterzuentwickeln und ihre Ideen auszuleben.
Wenn Meta jetzt 30% mehr zahlt oder sonstige Dinge anbietet (beispielsweise seine Designideen zu priorisieren, die er bei Apple nicht verwirklichen konnte), dann ist das eine sehr einfache Entscheidung für den Typen da rüber zu wechseln.

Der zweite Fehler ist der Gedanke, dass Apple die eine tolle Firma ist, die moralisch auf der richtigen Seite steht und Meta und Google etc die "Bösen" sind. Auch Apple hat mehr als genug Dreck am stecken, nutzt die Markposition aus etc. Eine schier unendliche Welle an Klagen gibt einen kleinen Einblick.
Für viele Entwickler und offenbar auch für jede Menge Führungspersönlichkeiten spielt es einfach gar keine Rolle ob sie nun für Apple, Meta, MS oder sonst einen der Riesen arbeiten. Und aktuell sind möglicherweise die Möglichkeiten Dinge zu bewirken bei anderen Firmen etwas offensichtlicher als bei Apple.
+6
macfreakz04.12.25 14:40
Natürlich weiss ich nicht, ob der oder die Apple DNA verinnerlicht hat. Für mich ist die grundsätzliche Frage, ob das Leadership um C-Level sicherstellt, dass derjenige / diejenige die Leitung übernimmt, auch bereits Apple‘s DNA verinnerlicht hat. Tim Cook wiederholt gern die Zitate von Steve Jobs und stellt jemanden wie Dye als Chef für Designentscheidungen, wo Design das höchste Priorität bei Apple hat, der doch kein Apple DNA in sich trägt? Das ist auch seltsam, oder?
+2
Retrax04.12.25 18:30
Was soll denn die Apple DNA sein?

<geschwurbel>
- ein Steve Jobs Fanboy? So jemand wird beim Vorstellungsgespräch gleich wieder hinauskomplimentiert, da bin ich relativ sicher.

- jemand der 5 mal am Tag den Teppich gen Cuppertino ausrollt?

- der einfachste Design Prinzipien verinnerlicht hat? Sorry, aber die Designschulen dieser Welt haben keine Idioten als Professoren.

- jemand der die Jobs Biografie gelesen hat?

- jemand der die Apple eigene "Uni-Kurse" durchlaufen hat?

- jemand der Einfachheit als oberstes Ziel buchstabieren kann,...?
</geschwurbel>

Also bitte...

Daher nochmal die Frage:

Was soll Apples DNA sein?
-1
Weia
Weia04.12.25 19:58
Retrax
Was soll denn die Apple DNA sein?
Das ist doch ein ziemlich klares Bild: Die Kernkompetenzen und die inhaltliche Ausrichtung eines Unternehmens.

Zum Beispiel (grob vereinfacht):
  • Microsoft: viele Optionen, Ausrichtung an den Bedürfnissen von Unternehmen, Schwerpunkt Bürosoftware
  • Apple: einfache Bedienung, ästhetischer Anspruch, Ausrichtung an den Bedürfnissen von Kreativen und Akademikern
„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.
-1
TorstenW04.12.25 22:34
Weia
Apple: einfache Bedienung, ästhetischer Anspruch, Ausrichtung an den Bedürfnissen von Kreativen und Akademikern

Der Großteil davon stimmt halt seit Jahrzehnten nicht mehr.
Spätestens mit dem 2013er Mac Pro und der Einstellung von Aperture hat Apple den Kreativen, insbesondere im Musikbereich den Mittelfinger gezeigt. Aber auch schon vorher gab es zig Geschichten (Anschlüsse, Rechenpower, Preis-Leistung von Optionen wie RAM-Ausstattung) die vielen Kreativen tota auf die Füße gefallen sind. Ich kenne zig Leute im professionellen Musikbereich, die von Apple weg sind.

Diese Vorstellung Apple wäre der Heilsbringer für Kreative und super einfach zu Bedienen, entspringt eurer Fantasie und ist seit zig Jahren überholt.
Wer heute bei Apple arbeitet muss nicht zwangsläufig Teil dieser Wunschkultur sein. Es reicht, wenn er seinen Job zuverlässig erledigt.

Ich finde es aber auch extrem bemerkenswert, wenn sich die gleichen Leute, die sich z.B. über Liquid Glass aufregen, dann nicht anerkennen, dass genau dies die Apple-DNA von heutzutage ist.
Also das hier:
Wer auch immer für die GUI der letzten zehn Jahre verantwortlich war, hatte die Apple-DNA ganz sicher nicht verinnerlicht.
Ergibt einfach keinen Sinn. Apple hat 10 Jahre lang diese Philosophie getragen. Die GUI IST genau die Apple-DNA die seit 10 Jahren (und noch länger) im Unternehmen etabliert ist. Genauso wie Liquid Glass für die nächsten 5-10 Jahre das Design prägen wird. DAS ist die Apple-DNA.

Ihr möchtet vielleicht, dass es anders wäre und vielleicht war es vor 30 Jahren auch noch anders. Aber eure Vorstellung von "einfach, ästhetisch, kreativ" gibt es einfach seit Dekaden nicht mehr. Und man kann deswegen auch nicht mehr davon sprechen, dass dies die Apple-DNA wäre, denn das ist einfach längst überholt.
+3
Weia
Weia05.12.25 03:02
TorstenW
Ergibt einfach keinen Sinn. Apple hat 10 Jahre lang diese Philosophie getragen. Die GUI IST genau die Apple-DNA die seit 10 Jahren (und noch länger) im Unternehmen etabliert ist. Genauso wie Liquid Glass für die nächsten 5-10 Jahre das Design prägen wird. DAS ist die Apple-DNA.
Nein, das ist sie nicht. Du redest von der Unternehmensphilosophie, es ging hier aber darum, was mit dem Begriff Apple-DNA gemeint ist. Dir sollte bekannt sein, dass die DNA eines Organismus über seine gesamte Lebensdauer unveränderlich ist, ganz egal, was für Veränderungen der Organismus im Laufe seines Lebens durchmacht. Das ist doch gerade die Pointe des Begriffs DNA.

Wenn man dieses Bild verwendet, meint man – und danach wurde ja gefragt – die Konzepte und Werte, die Steve Jobs und Steve Wozniak Apple bei seiner Gründung in die Wiege gelegt haben.

Faktisch würde ich völlig mit Dir übereinstimmen, dass Apple sich unter Tim Cook sehr verändert hat. Aber das heißt eben gerade nicht, dass sich die DNA verändert hat, sondern, dass Apple von seiner DNA = seiner ursprünglichen Unternehmensphilosophie abgewichen ist; genau um das auszudrücken, verwendet man doch dieses Bild.
„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.
-1
TorstenW06.12.25 00:03
Weia
Apple von seiner DNA = seiner ursprünglichen Unternehmensphilosophie abgewichen ist; genau um das auszudrücken, verwendet man doch dieses Bild.

Wie soll man denn von seiner DNA abweichen, wenn sie unveränderlich ist?
Dieses Bild ergibt einfach schon keinen Sinn.
Ein Unternehmen hat eben keine DNA, sondern muss sich permanent dem Markt und den Gegebenheiten anpassen.
Deswegen fragte @Retrax oben auch, was "Apple-DNA" sein soll.

Du nennst hier:
die Konzepte und Werte, die Steve Jobs und Steve Wozniak Apple bei seiner Gründung in die Wiege gelegt haben.
Und schon die sind nicht eindeutig.
Während Woz ursprünglich seine Designs sogar verschenkt hat und sein Wissen frei verfügbar machen wollte, war Jobs extrem protektionistisch. Proprietäre Anschlüsse, Kontrolle von vorne bis hinten. Optik über Design und Interoperabilität.
Woz Gedanke Technologien für alle erschwinglich zu konstruieren wurde von Jobs komplett verworfen und Apple im absoluten Premium Sortiment angesiedelt.
Schon hier gibt es überhaupt nicht "die Apple-DNA"

Auch unter Jobs hat Apple seine Marktmacht extrem ausgenutzt, primär auf seinen eigenen Gewinn hin optimiert. Geld war immer im Fokus. Vom Umgang mit seinen Angestellten braucht man gar nicht zu reden..

Insofern hat sich Apple da überhaupt nicht verändert, auch unter Cook nicht.
Deine Vorstellung von Apple als tolle Firma für Kreative ist einfach nur eine Wunschvorstellung von dir, die Jobs nie so umgesetzt hat und die nie so existiert hat.
Das ist reine romantisierende Verklärung.

Wenn etwas die "Apple-DNA" ist, dann möglichst viel Geld aus den Leuten zu pressen indem man Premium-Produkte anbietet. Das ist weiterhin der Fall. Aktuell mMn sogar deutlich mehr als in den letzten 15 Jahren, als unter Ive alles Mögliche an sinnvollen Geschichten zugunsten von mehr Minimalismus wegradikalisiert wurde.
0
Weia
Weia06.12.25 00:45
TorstenW
Wie soll man denn von seiner DNA abweichen, wenn sie unveränderlich ist?
Dieses Bild ergibt einfach schon keinen Sinn.
Dir sollte doch bekannt sein, dass sich die DNA eines Organismus nicht verändert, der Organismus aber sehr wohl. Genau deshalb spielt die DNA doch z.B. in der Kriminologie so eine große Rolle – Leiche schon am Verwesen, DNA noch immer dieselbe wie bei der Geburt.

Ich will mich mit Dir gar nicht darüber streiten, wie sich das nun bei Apple verhält, aber das Bild von der DNA als solches ist nicht in sich widersprüchlich, sondern ergibt sehr wohl Sinn und drückt genau aus, was es ausdrücken soll: den unveränderlichen Kern einer sich potentiell verändernden Sache.
„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.
-2
TorstenW06.12.25 13:35
Inhalt deines Beitrages = 0.

Wenn du nichts beizusteuern hast, spar dir doch einfach die Antwort
-1
Retrax06.12.25 18:01
Sehr interessant.

Und wie ist das Betriebsklima eines Konzerns als "DNA" einzuschätzen?

Steve Jobs:
- hat seine Teams und Mitarbeiter zusammengeschrien und nur seine Sichtweise zugelassen.

- dies hat sich im Alter und mit fortschreitender Krankheit geändert.

- auch früher übernahm Jobs andere Ansichten wenn man ihm konsequent und konstruktiv widersprach.

Heute:
Der offensichtlich in Usability nicht so bewanderte Herr Dye setzt sich durch und gute Leute verlassen lieber den Konzern oder gehen in die "innere Emmigration" anstelle die konstruktive Diskussion oder den diskursiven Streit mit dem Entscheider zu suchen.

- die Aussage von Gruber untermauert die Probleme in der Diskussionskultur bei Apple. Ein "Stoßseufzer" geht durch die Designsbteilung als der Nachfolger klar war: Ein Mensch der detailversessen Usability verinnerlicht hat.


Fazit:
Es braucht nicht nur einen neuen Chef sondern auch die Mitarbeiter müssen viel konsequenter in die Diskussion gehen. Die Diskussion suchen. Mehr Neinsager als Abnicker und Jasager.

Die Ideale der Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit müssen immer wieder neu erstritten werden.

Das ist anstrengend und auch verletzend aber das ist für mich die "Apple DNA" dass Mitarbeiter ermuntert werden gegen jeden überflüssigen Button oder was auch immer zu streiten und konstruktiv zu diskutieren.

Das entspricht der Piratenflagge des Ur-Macintosh-Teams.
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