Nachlassende Nachfrage: Foxconn meldet gesunkenen Umsatz

Zum ersten Mal seit Februar 2018 hat der taiwanische Konzern Foxconn, einer von Apples großen Zulieferern, im Dezember weniger erlöst als zwölf Monate zuvor. Im Jahresvergleich sank der Umsatz um acht Prozent. Das gab das Unternehmen in einer Börsenmitteilung bekannt.


17,5 Milliarden Euro Umsatz
Im Dezember 2018 setzte Foxconn demnach umgerechnet rund 17,5 Milliarden Euro um. Ein Jahr zuvor hatten die Erlöse noch rund 19 Milliarden Euro betragen, seinerzeit ein Anstieg um etwa 50 Prozent gegenüber Dezember 2016.


Foto: Steve Jurvetson (CC BY 2.0)

Schwache Nachfrage der Endverbraucher
Als Grund für den Umsatzrückgang nannte das Unternehmen, das früher unter Hon Hai Precision Industry firmierte, eine signifikant nachlassende Nachfrage der Endverbraucher nach elektronischen Geräten. Die Ankündigung kam insofern etwas überraschend, als Foxconn für November noch gute Umsatzzahlen gemeldet hatte.

Umsatz im Gesamtjahr gestiegen
Für das Gesamtjahr 2018 kündigte der taiwanische Konzern allerdings ein durchaus positives Ergebnis an. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Erlöse voraussichtlich um 12,5 Prozent gestiegen, heißt es in der Mitteilung.

Konjunkturdelle in China
Foxconns aktuelle Zahlen sind ein weiterer Hinweis auf eine deutliche Konjunkturdelle insbesondere in China. In den vergangenen Tagen war bereits bekannt geworden, dass die Smartphone-Absätze im bevölkerungsreichsten Land der Erde um 15 Prozent gesunken sind. Auch Apple-CEO Tim Cook hatte Anfang Januar die reduzierten Umsatzerwartungen seines Unternehmens unter anderem auf den schwächelnden chinesischen Markt zurückgeführt. Angeblich hat Cupertino auch seine Bestellungen für die drei neuen iPhone-Modelle XR, XS und XS Max um zehn Prozent zurückgeschraubt.

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