Junge Talente entdecken: Apple übernimmt Platoon

Das Londoner Unternehmen Platoon wird offenbar Teil der Apple-Familie. Wie der Online-Nachrichtendienst Music Business Worlwide berichtet, hat der iPhone-Hersteller jetzt das von Denzyl Feigelson und Saul Klein im Jahr 2016 gegründete Musik-Start-up übernommen.

Unentdeckte Künstler fördern
Platoon ist eine im Bereich „Artists and Repertoire“ (A&R) tätige Firma, die bislang unentdeckte und bei keinem Musiklabel unter Vertrag stehende Künstler fördert. Unterstützt werden die Talente von den englischen Musik-Scouts unter anderem beim Marketing und bei der Finanzierung von Studioaufnahmen. Feigelson und Klein verfügen auch über einen eigenen Musikverlag.

Interessen der Künstler im Blick
Die Gründer wollen den Künstlern alle Leistungen zur Verfügung stellen, die diesen auch die etablierten Labels bieten. Sie betreuten bisher unter anderem die britischen Sängerinnen Stefflon Don und Jorja Smith sowie den Songwriter Rex Orange County. Dabei legen sie nach eigenen Angaben stets allergrößten Wert darauf, immer die Interessen der Künstler im Blick zu behalten.


Saul Klein (links) und Denzyl Feigelson, die Gründer von Platoon.

Alte Hasen im Musikgeschäft
Die Gründer von Platoon sind alte Hasen im Musik- und Filmgeschäft. Feigelson war unter anderem 15 Jahre lang für Apple tätig, er arbeitete an den iTunes-Festivals mit und war nach eigenen Angaben ein enger Vertrauter von Steve Jobs. Zuvor hatte der gebürtige Südafrikaner zahlreiche Künstler wie Paul Simon, Kenny Loggins und die „Gypsy Kings“ betreut. Klein wiederum ist der Öffentlichkeit als Mitgründer von LoveFilm bekannt, zuvor engagierte sich der aus Johannesburg stammende Investor auch bei Skype.

Zugriff auf Exklusiv-Inhalte?
Welche Ziele Apple mit dem Kauf von Platoon verfolgt, ist bislang nicht bekannt. Es darf allerdings vermutet werden, dass man sich in Cupertino damit den Zugriff auf entsprechende Exklusiv-Inhalte und -Künstler sichern möchte. Ändern soll sich bei Platoon vorerst aber nichts: MBW will erfahren haben, dass das Londoner Unternehmen so weiterarbeiten werde wie bisher; Feigelson selbst werde in der englischen Hauptstadt das Team von 12 Mitarbeitern anführen.

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