MacBook Neo und M5 Max: Erste Benchmarks – M3 Ultra nicht mehr der Schnellste


Apple stellte in dieser Woche diverse Neuigkeiten vor – und die Interessantesten waren mit Sicherheit das neue MacBook Neo wie auch die aktualisierten MacBook-Pro-Modelle mit M5 Pro und M5 Max. Das MacBook Neo ist der erste Mac seit Einführung von Apple Silicon, welcher nicht über einen M-Chip verfügt, sondern über einen A18 Pro. Dieser stammt ursprünglich aus dem iPhone 16 Pro und 16 Pro Max und der Konzern verbaut diesen Chip anscheinend unverändert im MacBook Neo, wie erste Benchmarks nahelegen.
Benchmarks des MacBook NeoDas MacBook Neo erreicht im Geekbench-Test 3.450 Zähler beim Single-Core-Test und 8.700 Punkte im Multi-Core-Benchmark. Die Leistungswerte eines einzelnen Performance-Kerns sind respektabel und liegen zwischen dem M3 und M4. Da der A18 Pro aber nur zwei Performance- und vier Effizienz-Kerne mitbringt, liegt die Gesamtleistung bei Nutzung aller Kerne nur auf Niveau des Ende 2020 vorgestellten M1, welcher über insgesamt acht Kerne verfügte. Für die Zielgruppe und gemessen am sehr günstigen Einstiegspreis von nur 699 Euro sind dies durchaus respektable Werte, welche eine Vielzahl von Nutzungsszenarien abdecken.
Der M5 Max holt sich die LeistungskroneBislang war der M3 Ultra im Mac Studio von der CPU her der schnellste Prozessor, welcher je in einem Mac verbaut wurde. Doch laut den nun erschienenen Geekbench-Messungen des M5 Max ändert sich dies nun: Mit 4.270 Zählern im Single-Core-Benchmark und 29.100 Punkten im Multi-Core-Test überholt der M5 Max nun den M3 Ultra – und dies in einem Laptop. Da der M5 Pro in der großen Ausbaustufe und der M5 Max über die gleiche Anzahl an CPU-Kernen verfügen, dürfte der M5 Pro bei Tests ähnlich abschneiden.
EinordnungIn der untenstehenden Tabelle sind die mittels Geekbench gemessenen Leistungswerte aller Macs mit Apple Silicon aufgeführt, um die Leistung eines Macs einordnen zu können. Es handelt sich zwar um einen synthetischen Benchmark, doch in der Vergangenheit korrelierten die Messwerte gut mit der in der Praxis erzielten Performance:
| Chip | Single | Multi |
| A18 Pro | 3.450 | 8.700 |
| M5 Max | 4.270 | 29.100 |
| M5 | 4.270 | 17.862 |
| M4 Max | 3.800 | 26.500 |
| M4 Pro | 3.700 | 22.500 |
| M4 | 3.800 | 14.500 |
| M3 Ultra | 3140 | 27600 |
| M3 Max | 3.100 | 21.000 |
| M3 Pro | 3.100 | 18.500 |
| M3 | 3.100 | 11.600 |
| M2 Ultra | 2.600 | 21.200 |
| M2 Max | 2.600 | 14.500 |
| M2 Pro | 2.600 | 14.500 |
| M2 | 2.600 | 9.900 |
| M1 Ultra | 2.300 | 18.300 |
| M1 Max | 2.300 | 12.500 |
| M1 Pro | 2.300 | 12.500 |
| M1 | 2.300 | 8.700 |
Beeindruckend ist, dass Apple es seit der Einführung der ersten auf Apple Silicon basierenden Macs erreicht hat, die Single-Core-Leistung fast zu verdoppeln: Der Ende 2020 vorgestellte M1 erreichte 2.300 Zähler, der M5 und M5 Max nun fast 4.300 Zähler.
Metal-Ergebnisse (GPU)Die
Ergebnisse des MacBook Neo sind keinesfalls überraschend: Der A18 Pro im MacBook Neo erzielt weitgehend identische Resultate wie der A18 Pro des iPhone 16 Pro. Einen Unterschied gibt es jedoch, denn das iPhone 16 Pro weist einen GPU-Kern mehr auf, was sich im Metal-Benchmark zumindest etwas bemerkbar macht. Folgendermaßen sehen die Zahlen aus:
| | Chip | Metal |
| MacBook Neo | A18 Pro | 31286 |
| iPhone 16 Pro | A18 Pro | 32575 |
| MacBook Air | M1 | 33148 |
| MacBook Pro 2026 | M5 Max | 228081 |
MacBook Neo also schnell genug? Für den Alltag definitivHieß es vor zehn Jahren oft noch, ein "Smartphone-Chip" sei kaum geeignet, irgendwann einmal einen Mac zu befeuern, hat sich das spätestens mit dem MacBook Neo grundlegend gewandelt. Erwartungsgemäß kann es das MacBook Neo wie erwähnt nicht nur mit dem ersten M1-Mac aufnehmen, die Leistung in der Disziplin Single Core liegt sogar deutlich oberhalb des 2020 erschienenen Chips. Das ist der gefühlten Performance in alltäglichen Aufgaben definitiv zuträglich, da nicht sämtliche Anwendungen stets Gebrauch von allen Kernen machen.
Aufwendiges Video-Editing oder 3D-Programme sind hingegen eher nichts, was Nutzer des MacBook Neo wohl mit ihren Notebooks anstellen werden – nicht nur aufgrund der CPU-Werte, sondern auch wegen Einschränkungen beim RAM und der maximalen SSD-Größe. Hier würde es sich in jedem Fall lohnen, zu einem Mac mit viel Speicher und einem vollwertigen M-Chip zu greifen. Es ist zwar nicht ganz fair, ein MacBook Neo mit einem MacBook Pro M5 Max zu vergleichen, doch aus der obigen Tabelle geht gut hervor, wie eklatant die Unterschiede sind.