YouTube arbeitet an neuartiger Bedienung – und schürt Sorgen


In den rund 21 Jahren YouTube hat sich an einer grundsätzlichen Bedienweise nichts geändert. Man tippt seinen Suchbegriff ein, anschließend versucht der Algorithmus für den Nutzer zu entscheiden, welche Videos wohl am relevantesten sind. Gleichzeitig gibt es die Startseite, auf der automatisch ausgewählte Vorschläge gemäß der Nutzerinteressen zu sehen sind. YouTube arbeitet allerdings gerade daran, den erstgenannten Punkt grundlegend zu überarbeiten und ins KI-Zeitalter zu überführen. Wenig überraschend soll der nächste Schritt lauten, Suchanfragen in natürlicher Sprache zu tätigen. Damit ist es jedoch noch nicht getan.
Beta von Ask YouTube beginnt in den USA"Ask YouTube" als neuer Suchmodus befindet sich derzeit als Beta in den YouTube Labs, also Googles nur in den USA angebotenem Testbereich. Der Beschreibung zufolge wolle man erreichen, dass sich Anfragen wie ein normales Gespräch anfühlen, Resultate daher nicht einfach nur aus Videovorschlägen bestehen. YouTube nennt als Beispiel, wie man einen dreitägigen Roadtrip von San Francisco nach Santa Barbara planen könnte. Die Antwort kombiniert dann Text, Shorts sowie längere Videos, in denen die jeweils relevanten Stellen direkt hervorgehoben sind. Der Nutzer muss somit nicht mehr durch das gesamte Video scrollen, sondern kann direkt die Sektion mit dem passenden Inhalt aufrufen.
Wiederholt sich, was auf dem Suchmaschinenmarkt passierte?Damit rückt YouTube näher an Googles allgemeine KI-Suche heran. Die Funktion erinnert an den AI Mode beziehungsweise KI-Übersichten in der Google-Suche, ist aber natürlich stärker auf Videoinhalte zugeschnitten. Die Testphase läuft bis zum 8. Juni, wie es anschließend weitergeht, wurde noch nicht kommuniziert. Auswirkungen auf die Plattform und Anbieter von Inhalten dürften jedoch enorm sein, wenn Teile ihrer Videos direkt als Textantwort erscheinen. Es wäre daher von einem vergleichbaren Effekt wie im Suchmaschinenmarkt auszugehen, bei dem die Originalquellen massive Trafficverluste
verzeichnen, weil Anwender nur noch auf Googles eigene KI-Zusammenfassung vertrauen.