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Mac-Praxis: RAM-Probleme aufspüren und beheben

Arbeitsspeicher (RAM) ist eine wertvolle Ressource am Mac. System, Software und GPU nutzen ihn als temporäre Ablage für Informationen, die schnell weiterverarbeitet werden. Seit dem Umstieg auf Apple Silicon gibt es keinen Mac zu kaufen, bei dem sich der Arbeitsspeicher nachträglich aufrüsten lässt. Umso wichtiger ist es, den RAM im Block zu behalten und mögliche Speicherlecks aufzuspüren. Auffälligkeiten zu entdecken fällt meistens leicht; der Ursache auf die Spur zu kommen, kann im modernen macOS herausfordernd sein.


Unter Programme/Dienstprogramme findet sich die Aktivitätsanzeige, Apples integrierter Prozessmonitor. Standardmäßig startet das Programm im Reiter „CPU“ – dies zeigt die Auslastung der Rechenkerne an. Der zweite Reiter namens „Speicher“ zeigt dann an, welcher Prozess wieviel RAM beansprucht – die hungrigsten erscheinen an oberster Stelle. Über das Menü „Darstellung“ wechseln Sie bei Bedarf auf „Alle Prozesse, hierarchisch“, um etwa Browser-Reiter mit übertriebenem Bedarf aufzuspüren. Im unteren Bereich zeigt eine hilfreiche Grafik, wie es aktuell um die RAM-Auslastung bestellt ist.
Der Speicherreiter der Aktivitätsanzeige sortiert Prozesse nach Arbeitsspeicherbedarf.

Stats oder iStat für die Menüleiste
Mittels eines zusätzlichen Programms behalten Sie RAM- und andere Ressourcenauslastungen im Blick, ohne die Aktivitätsanzeige im Vordergrund zu halten. Das kostenlose Stats sowie das kostengünstige iStat Menus zeigen eine konfigurierbare Sammlung an Auslastungsdaten in der Menüleiste an; ein Klick auf den jeweiligen Wert offenbart dann eine Liste der aktivsten Prozesse.

Stats erleichtert die Überwachung des RAM-Bedarfs verschiedener Programme.

Apps und Browser-Tabs
In vielen Fällen sind Speicherlecks in Apps von Drittanbietern oder besonders speicherhungrige Browser-Inhalte die Ursache für knappen Arbeitsspeicher. Letztere hat meist der Browser selbst im Griff und lädt eine Seite neu. Bei Programmen sollten Sie zunächst die offenen Dokumente sichern und Fenster schließen. Dies behebt in vielen Fällen ein Problem, erklärt Howard Oakley in einem Beitrag zu Speicherverwaltung. Seiner Erfahrung nach sind Speicherlecks in den vergangenen Jahren selten geworden; in seiner Erfahrung sind unter Apples Programmen zwei, welche am häufigsten zu großem RAM-Bedarf neigen: Pages und Mail. Falls ein Neustart des Programms (nach dem Sichern des Arbeitsfortschritts) nicht weiterhilft, rät Oakley zum Neustart des Mac. Bei jedem reproduzierbaren Fehler, empfiehlt Oakley, sollten Sie den jeweiligen Entwickler davon in Kenntnis setzen.

Kernel-Speicherleck
Falls das Betriebssystem selbst die Ursache ist, haben Anwender nur wenige Möglichkeiten für die Spurensuche. Oakley empfiehlt einen Kommandozeilenbefehl:

sudo zprint

offenbart (nach Eingabe des Administratorkennworts) eine lange Liste an RAM-Speicherbereichen, welche das System als Mach-Zonen bezeichnet. Dies hilft allerdings einem Anwender nur bedingt. Ein Kernel-Speicherleck offenbart sich ohnehin meist in Form einer Kernel Panic – für diesen selten gewordenen Ausnahmezustand gibt es eine eigene empfohlene Vorgehensweise.

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