
macOS 27 Golden Gate in VM: Hürden mit macOS 26.6 weitgehend beseitigt


In einer virtuellen Maschine (VM) fallen Experimente mit neuen Betas besonders leicht: Anstatt separater APFS-Volumes genügt eine Image-Datei, das Testsystem startet in einem Fenster – Neustart nicht nötig. Das Hypervisor-Framework liefert macOS selbst, Anwender benötigen nur noch ein Verwaltungsprogramm zum Einrichten und Starten. Der Start der Betaphase von macOS 27 Golden Gate war allerdings holprig, denn bei vielen Entwicklern scheiterte die Installation von macOS 27 in einer VM. Die Ursache war schnell ausgemacht: eine
vorherige Installation der Xcode-27-Beta.
Dieser Fehler betraf besonders viele Tester, wie Howard Oakley, Entwickler der kostenlosen VM-App
Viable, erläuterte: Für die erfolgreiche Installation einer macOS-Beta war in den vergangenen Jahren das Vorhandensein bestimmter Frameworks im Host-System vonnöten. Zwei Wege stellten dies sicher: die Installation der neuesten Xcode-Beta oder das separat erhältliche Paket "Device Support for macOS beta". Letzteres tauchte erst verspätet in der Download-Sektion des
Entwicklerportals auf. Wer es eilig hatte, installierte die Betaversion von Xcode 27 und saß in der Falle.
Temporärer Ausweg NeuinstallationIn den Release-Notes der Beta-Versionen 2 und 3 gestand Apple den Fehler für macOS 26.5.1 ein und riet Entwicklern, das Host-System zu
reinstallieren. Mit Version 4 sowie macOS 26.6 scheint das Problem jedoch endgültig behoben zu sein. Howard Oakley kann
dies bestätigen: Seit der Aktualisierung auf macOS 26.6 ist er wieder in der Lage, macOS-VMs aufzusetzen. Der Fehler beschränkte sich nämlich nicht nur auf Golden-Gate-VMs, sondern zog das gesamte VM-Subsystem in Mitleidenschaft. Auch ältere, stabile macOS-Versionen ließen sich nicht als neue virtuelle Maschine aufsetzen.
Große Auswahl an VM-ManagernWer VMs ausprobieren möchte, kann aus einer Fülle kommerzieller wie kostenloser Angebote wählen. Veteranen aus der Intel-Ära, namentlich Parallels Desktop, VirtualBox von Oracle und VMware Fusion, haben längst Apple-Silicon-Versionen ihrer Apps entwickelt. Dazu gesellen sich die komfortable Shareware VirtualBuddy, die plattformübergreifende Open-Source-Lösung
UTM sowie das bereits erwähnte Viable von Howard Oakley.
Beim Einrichten einer VM legen Anwender Kerndaten wie maximaler Speicherplatz, RAM- und CPU-Zuteilung einmalig fest.