Gurman über die Apple Glasses: Form, Funktionen, Preis, Zeitplan


In den Jahren vor der Einführung der Vision Pro als Headset hatte es bereits viele Hinweise auf die Entwicklung einer Apple-Brille gegeben – und zwar einer solchen, die auch wie eine normale Brille aussieht. Inzwischen stehen die Zeichen wohl darauf, dass AR-/VR-Headsets nicht die Zukunft sind, weswegen Apple wohl fast alle Kapazitäten auf alltagstaugliche Konzepte verlagerte. Laut
Mark Gurman soll Apples erstes Modell dieser Art nun allerdings später erscheinen als bislang angenommen: Statt Anfang 2027 peile Apple inzwischen eher einen Marktstart gegen Ende 2027 an. Grund seien Verzögerungen in der Entwicklung.
Normale Brille – aber mit Sensoren, Lautsprechern und KIEin Display oder eine Projektionsfläche direkt im Glas ist für das erste Modell nicht vorgesehen, wie es bereits aus mehreren Berichten hieß. Stattdessen erinnert das aktuell verfolgte Konzept stärker an Metas Ray-Ban-Brillen. Integrierte Kameras erlauben die Erfassung der Umgebung, Mikrofone und Lautsprecher dienen für Telefonate, Musikwiedergabe, Siri-Anfragen sowie Benachrichtigungen. Auch Schritt-für-Schritt-Navigation für Fußgänger soll zu den möglichen Funktionen zählen.
Verschiedene Fassungen in der ErprobungGurman berichtet außerdem von mehreren getesteten Fassungsformen. Apple soll unter anderem an einem größeren rechteckigen Modell im Stil klassischer Wayfarer-Brillen, einer schmaleren rechteckigen Variante ähnlich Tim Cooks eigener Brille sowie an größeren und kleineren ovalen beziehungsweise runden Fassungen arbeiten. Als Farben seien unter anderem Schwarz, Ocean Blue und Hellbraun im Gespräch. Auffälligstes Erkennungsmerkmal könnten vertikal ausgerichtete, ovale Kameralinsen sein.
Einstiegspreis soll niedrig seinInteressant sind zudem die Angaben zum Preis. Laut Gurman würde Apple die Brillen gerne zu Preisen von maximal 500 Dollar verkaufen, im Idealfall sogar deutlich darunter. Langfristig gesehen betrachte das Unternehmen die Geräte zudem als Gesundheitsgerät im Rahmen der Health-Strategie. Bis aber AR-Funktionen und Einblendungen möglich sind – sofern das überhaupt auf der konkreten Roadmap steht – vergehen wohl noch Jahre. Derzeit sei Apple der Auffassung, mit aktuellen Technologien keine "Vision Pro im Brillenformat" entwickeln zu können.
Ein Herzensprojekt von CookTim Cook betrachtete die Brille angeblich als besonders wichtiges und zudem sein letztes Projekt, bevor er den Staffelstab im September an John Ternus übergibt – wenngleich die Markteinführung ganz sicher nicht mehr vor dem Führungswechsel erfolgt. John Ternus, der Headsets wohl recht kritisch sah, stehe jedoch voll hinter der Entwicklung von Computerbrillen mit KI-Funktionen.