Speicheroptionen: Apple nimmt Kahlschlag bei Mac mini und Mac Studio vor – Liefersituation des Gesamtsortiments schlechter denn je


Der neue Einstiegspreis des Mac mini liegt seit vergangener Woche bei 949 Euro, zuvor waren es 699 Euro. Dahinter steckt aber keine direkte Preiserhöhung, stattdessen strich Apple die Grundkonfiguration mit 256 GB SSD. Damit nicht genug, nahm man allerdings noch weitere Anpassungen vor. An zusätzlichen Optionen für mehr Arbeitsspeicher stehen 24 GB und 48 GB zur Verfügung, wohingegen die Varianten mit 32 GB und 64 GB inzwischen fehlen. Dabei handelt es sich um eine Reaktion auf die aktuelle Speicherkrise, welche Apple zunehmend in Mitleidenschaft zieht. Allerdings sind die Lieferzeiten der verbliebenen Konfiguration enorm, teilweise können Bestellungen erst im Juli ausgeführt werden. Besser sieht es bei Drittanbietern aus, bzw. auf Apples offiziellem
Amazon-Kanal.
Mac Studio M3 Ultra: Nur noch 96 GB RAM – andere Optionen gestrichenDen Mac Studio strich Apple nun ebenfalls zusammen. Während die Option mit 512 GB RAM bereits vor einigen Wochen verschwand, betrifft dies jetzt auch die Stufe mit 256 GB RAM. Damit bleibt dem Modell mit M3 Ultra lediglich eine einzige Variante, nämlich 96 GB RAM – bei einer Lieferzeit von 11 Wochen. Im Falle des M4 Max existieren immerhin drei Ausführungen, 36 GB, 64 GB und 96 GB stehen zur Verfügung. Doch selbst wenn man zur Bestellung schreitet, vergehen gleichermaßen bis zu 2,5 Monate bis zur Auslieferung. Derartige Engpässe waren selbst zur Hochphase der Chipkrise 21/22 nicht zu beobachten gewesen.
Problem wird lange bestehen bleibenApples Aussagen auf der letzten Quartalskonferenz zufolge dürfte sich an der Situation so bald wenig ändern. Die Rede war von "Monaten", unter anderem aufgrund der hohen Nachfrage nach den Geräten für KI-Aufgaben, so Cook. Dazu kommt die Problematik, keine ausreichenden Speichermengen beziehen zu können – zumindest nicht zu akzeptablen Preisen. Jüngsten
Berichten zufolge hat Apple die Einführung neuer Macs um mehrere Monate verschoben, obwohl das Unternehmen eigentlich in diesem Frühjahr mit dem Mac mini M5 sowie dem Mac Studio M5 antreten wollte.
Desktop-Macs bis auf iMac somit vergriffen – angespannte Lage bei NotebooksBis Herbst dürfte sich somit das Problem stellen, bis auf den iMac (zwei bis drei Wochen Lieferzeit) kaum noch an einen neuen Desktop-Mac zu gelangen. Ähnlich wie beim iMac sieht es bei den Notebooks aus: MacBook Pro M5, MacBook Air und MacBook Neo tragen Ende Mai bis Anfang Juni als anvisierten Zustelltermin. Erneut gibt es erhebliche Unterschiede zwischen dem Apple Store und der
Apple-Sektion auf Amazon. Auf die Absatzzahlen dürfte sich das wohl spürbar auswirken, denn selbst bei weniger stark ausgeprägten Verzögerungen hatte Apple in der Vergangenheit teils von Milliardenschäden gesprochen.