Kurz: EU mahnt Apple bei Anti-Tracking zur Gleichbehandlung +++ Apple TV+ erhält neue Serie in Anlehnung an Jane Goodall

Margrethe Vestager fordert Gleichbehandlung aller Apps
Mit den finalen Versionen von iOS/iPadOS/tvOS 14.5 wird ein Feature für Furore sorgen, das bereits seit Monaten im Fokus steht: Apples Anti-Tracking-Maßnahmen verhindern das Sammeln von Daten über die Grenzen von Anwendungen hinweg, wenn der Nutzer das nicht möchte. Nun meldet sich EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager zu Wort – und erklärt gegenüber Reuters, dass Apples Vorhaben von wettbewerbsrechtlicher Relevanz sein könne, wenn Cupertino eigene Apps anders behandle als jene von Drittanbietern. Tatsächlich blendet Apple keinen Auswahldialog mit der Möglichkeit ein, systemweites Tracking zu deaktivieren, wenn der Anwender auf die Programme des Unternehmens zugreift. Das lässt sich aber plausibel begründen: Apple erklärte, dass ein derartiges Pop-up-Fenster immer dann zum Tragen komme, wenn Anwender getrackt werden – ist dem nicht der Fall, so müsse auch kein Hinweis erfolgen. Da Apple ein solches Tracking nicht vornimmt, sind Auswahldialoge dieser Art auch nicht vorgesehen.

Vestager erklärte ferner, noch keine Beschwerden über die Änderungen Apples erhalten zu haben und dieser Schritt Cupertinos ein guter für die Privatsphäre der Anwender sei. Ähnliche Lösungen evaluiere die EU-Kommission im Rahmen entsprechender Gesetzesentwürfe.


Neue Serie legt den Fokus auf das Tierwohl: „Jane“
Die britische Verhaltensforscherin Jane Goodall hat aufgrund ihrer Untersuchungen von Schimpansen viel Berühmtheit erlangt. Ihre jahrzehntelangen Studien geben einen tiefen Einblick in das Leben und die sozialen Strukturen der Primaten. Nun gibt Apple eine Serie namens Jane in Auftrag, für die der Emmy-Preisträger J.J. Johnson, Sinking Ship Entertainment sowie das Jane-Goodall-Institut verantwortlich sind. Die Idee ist an das Leben der Forscherin angelehnt: Im Mittelpunkt steht das zehnjährige Mädchen Jane Garcia, das in jeder Episode versucht, ein gefährdetes Tier zu retten. Dabei verfolgt das Mädchen den gleichen Ansatz wie Jane Goodall: Es gilt, ein Verständnis für das Tier zu entwickeln, um ihm helfen und letztlich retten zu können. Nähere Informationen zum neuen Projekt gibt es bislang nicht.

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