Kurz: Apple entfernt Steve Jobs' "Gedanken zu Flash" & Microsoft streicht Support für Office 2016

Als das erste iPhone auf den Markt kam, war Adobe Flash noch weit verbreitet – und von so großer Bedeutung, dass Apple in Großbritannien nicht mit "vollwertigem Interneterlebnis" werben durfte, denn immerhin gab es unter iPhone OS bzw. iOS keine Flash-Unterstützung. Der Standard ermöglichte interaktive Web-Inhalte, war jedoch gleichzeitig für großen Ressourcen-Hunger sowie unzählige Sicherheitslücken bekannt. Der Niedergang von Flash war auch in Apples Verweigerungshaltung begründet, denn je beliebter iPhone (und iPad) wurden, desto wichtiger war auch, dass Webseiten auf Apples Mobilgeräten funktionierten – was Flash weitgehend ausschloss. 2017 verkündete Adobe, die Entwicklung in absehbarer Zeit einzustellen. Viele Aktualisierungen gibt es daher nicht mehr, denn zum 31. Dezember 2020 ist das Entwicklungs-Ende gekommen. Bis vor wenigen Wochen befand sich in den Tiefen von Apple.com noch immer ein offener Brief, den Steve Jobs einst veröffentlicht bzw. unterschrieben hatte ("Thoughts on Flash"). Wie Reddit-Nutzer bemerkten, hat Apple diesen nun entfernt – denn das Schreiben hat jetzt wohl endgültig keine Relevanz mehr. Ein anderer Nutzer witzelt allerdings: Das kann nur eines bedeuten – iOS 14 wird Flash unterstützen!



Office 2016 für Mac: Bald keine Unterstützung mehr
In einem Support-Dokument führt Microsoft aus, das Office 2016 demnächst zum alten Eisen zählt und keine Unterstützung mehr erhält. Als Datum nennt der Konzern den 13. Oktober 2020. Office 2019 hat hingegen noch eine ganze Weile vor sich, denn laut Microsoft gibt es auch über das Jahr 2023 hin offiziellen Produkt-Support. Ganz klar ist allerdings nicht, inwieweit Office 2016 nach dem genannten Stichtag noch funktioniert. Aktiv werde man die Nutzung nicht blockieren (also wie im Falle von Office 2013), allerdings seien Performance- und Stabilitätsprobleme möglich. Selbiges Dokument nennt an anderer Stelle dann aber, die Verbindung zu "Office 365"-Diensten sei Office 2016 für Mac nach besagtem Stichtag nicht mehr unterstützt. Für Anwender, die jener Version treu bleiben und eine Aktualisierung auslassen wollen, gibt es angesichts der unklaren Situation also erst im Oktober Klarheit.

Kommentare

beanchen04.08.20 11:50
Hä? Ein Office 2016 kann man doch per internem Update auf die gleiche Versionsnummer bringen, wie ein frisches 2019. Wie kann da der Support auslaufen? Wenn ich keine Updates mache und ein Problem habe?
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tocotronaut04.08.20 13:34
ab Oktober ist bei Office 2016 halt Feierabend mit weiteren Updates...
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gegy
gegy04.08.20 13:39
Bei Office ist es sowieso fast wie bei den FIFA Spielen: Jedes Jahr kommt ein neues und keines ist wirklich besser. Die meist genutzten Funktionen sind auch immer gleich (Schießen, Passen,...) Wozu also ein neues kaufen, geschweige denn, den Support zu nutzen. 🤷🏼‍♂️
+3
beanchen04.08.20 14:12
tocotronaut
ab Oktober ist bei Office 2016 halt Feierabend mit weiteren Updates...
Also eine reine Lizenzfrage, denn im Oktober werden 2016 und 2019 den gleichen Versionsstand haben?
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subjore04.08.20 14:22
beanchen
tocotronaut
ab Oktober ist bei Office 2016 halt Feierabend mit weiteren Updates...
Also eine reine Lizenzfrage, denn im Oktober werden 2016 und 2019 den gleichen Versionsstand haben?

Ist das so dass Office 2016 und 2019 die gleichen Funktionen haben, oder sind die nur auf dem selben stand. Oft ist es ja so dass eine neue Version ein paar Funktionen mitbringt die bei den alten Versionen noch nicht funktionieren. Der interne Versionsstand ist bei beiden dann trotzdem gleich, weil für beide die gleichen Sicherheitspatches eingespielt werden.
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awk04.08.20 14:30
beanchen
Hä? Ein Office 2016 kann man doch per internem Update auf die gleiche Versionsnummer bringen, wie ein frisches 2019. Wie kann da der Support auslaufen? Wenn ich keine Updates mache und ein Problem habe?

Nur bei Office 365. Hat man die normale Lizenz gekauft, muss man 2019 kaufen und installieren.
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iQuaser
iQuaser04.08.20 14:50
4 Jahre Support für ein Office ist nicht gerade lang...

Und Office365 mit seinem irren Cloudzwang ist auch keine Alternative, falls man sich für Datenschutz interessiert.

Hoffentlich findet bald ein Umdenken statt und die MS Office Seuche verschwindet großflächig.
+1
awk04.08.20 15:06
iQuaser
4 Jahre Support für ein Office ist nicht gerade lang...

Und Office365 mit seinem irren Cloudzwang ist auch keine Alternative, falls man sich für Datenschutz interessiert.

Hoffentlich findet bald ein Umdenken statt und die MS Office Seuche verschwindet großflächig.

Office 365 ist finanziell durchaus interessant. Dazu gehört auch 1 TB OneDrive. 2 TB iCloud kosten schon fast so viel wie mein Office 365. Es ist das einzige Software Abo mit dem ich arbeite.
Das Thema Cloud Speicher und Sicherheit/Datenschutz hat man überall.
Und ich sehe weit und breit keine ernstzunehmende Alternative. OpenOffice und LibreOffice sind Bastelkram, für Unternehmen nicht geeignet. Die Apple Programme fallen leistungsmäßig stark ab und sind auch keine Alternative wenn es mal etwas anspruchsvoller wird.
Wer nur ab und zu mal einen Brief schreibt für den tun es die Apple Programme oder die Open Source Alternativen.
+1
sierkb04.08.20 15:08
heise (07.02.2019): Microsoft rät indirekt vom Office-2019-Kauf ab
In Werbevideos vergleicht Microsoft die Mietvariante seines Büropakets mit der neuen Kaufversion "Microsoft Office 2019". Das Ergebnis ist eindeutig.

Golem (07.02.2019): Word und Excel: Microsoft stellt Office 2019 schlecht dar - mit Office 365
Office 2019 ist ein unbeliebtes Programm bei Microsoft. Das zeigt das Unternehmen in verschiedenen Werbevideos, die Office 2019 gegen Office 365 antreten lassen. Das Ergebnis ist für Microsoft klar: Office 365 ist dank Cloud-Anbindung überlegen. Einige Kunden dürften das anders sehen.
+1
sierkb04.08.20 15:32
iQuaser
Und Office365 mit seinem irren Cloudzwang ist auch keine Alternative, falls man sich für Datenschutz interessiert.

Hoffentlich findet bald ein Umdenken statt und die MS Office Seuche verschwindet großflächig.

+1

heise (04.07.2020): EU-Datenschützer warnt vor unüberlegtem Einsatz von Microsoft-Produkten
Der EU-Datenschutzbeauftragte Wiewiórowski ist nicht zufrieden mit den überarbeiteten Microsoft-Vertragsklauseln für Großkunden und rät zu Alternativen.

heise (24.02.2020): Emotet: Sicherheitsrisiko Microsoft Office 365
Dokumentiert aber wenig bekannt: Den Business-Versionen von Office 365 fehlt eine wichtige Schutzfunktion, die unter anderem Emotet-Infektionen verhindern kann.

Kuketz IT-Security Blog (16.12.2019): Kommentar: Microsoft, Google, Apple und Co. aus Bildungseinrichtungen verbannen

heise (04.12.2019): Digitalpakt Schule: Informatiker kritisieren Einsatz von Microsoft-Produkten
Als Software-Lösung würden Schulen im Rahmen des Digitalpakts "Gratisverträge" mit Microsoft für Windows 10 und Office 365 angeboten, beklagt das FIfF.

heise (18.11.2019): Cloud-Dienste: Microsoft bessert bei Datenschutzklauseln für große Kunden nach
Microsoft übernimmt bei erbrachten Clouddiensten künftig selbst die Rolle des datenschutzrechtlich Verantwortlichen.

heise (22.10.2019): EU-Datenschützer: Kontrolle zurückgewinnen von Microsoft & Co.
Der Vize-EU-Datenschutzbeauftragte Wojciech Wiewiórowski sieht "erheblichen Raum für Verbesserungen" bei Verträgen von EU-Behörden mit Tech-Riesen.

heise (07.08.2019): Datenschützer duldet Microsoft Office 365 nun doch teilweise an Schulen
Hessens Datenschutzbeauftragter Michael Ronellenfitsch schwächt nach "intensiven Gesprächen mit Microsoft" seine Bedenken zu dem Büropaket ab.

heise (31.07.2019): Untersuchung: Microsoft hat weiterhin Datenschutzprobleme
Eine Untersuchung in den Niederlanden offenbarte Datenschutzrisiken bei Microsoft-Apps. Das Unternehmen besserte nach – doch es gibt weiterhin Probleme.

Privacy Company.eu (29.07.2019): Neue DSFAs zu Microsoft Office und Windows-Software: weiterhin Datenschutzrisiken (kurzer Blog)

heise (09.07.2019): Datenschützer: Einsatz von Microsoft Office 365 an Schulen ist unzulässig
Hessens Datenschutzbeauftragter Michael Ronellenfitsch warnt, dass die mit dem Büropaket in der Cloud gespeicherten Daten in den USA abgegriffen werden könnten.

heise (19.11.2018): Untersuchung: Microsoft Office sammelt Daten und verstößt gegen die DSGVO
Microsoft Office sammelt persönliche Nutzerdaten und verstößt damit gegen die DSGVO. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der niederländischen Regierung.

The Register (16.11.2018): Microsoft menaced with GDPR mega-fines in Europe for 'large scale and covert' gathering of people's info via Office
Telemetry data slurp broke the law, Dutch govt eggheads say

ZDNet (14.11.2018): Dutch government report says Microsoft Office telemetry collection breaks GDPR
Microsoft pledges to address issues; has already released a "zero exhaust" Office telemetry setting.

Privacy Company.eu (19.11.2018): Datenschutz-Folgenabschätzung zeigt hohe Risiken bei Microsoft Office ProPlus Enterprise
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beanchen04.08.20 18:40
awk
beanchen
Hä? Ein Office 2016 kann man doch per internem Update auf die gleiche Versionsnummer bringen, wie ein frisches 2019. Wie kann da der Support auslaufen? Wenn ich keine Updates mache und ein Problem habe?

Nur bei Office 365. Hat man die normale Lizenz gekauft, muss man 2019 kaufen und installieren.
Bei der Kaufversion gibt es keine Version 19. Die lautet nach wie vor 16.irgendwas und ist bei beiden gleich. Mit 365 hat das genau gar nichts zu tun.
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beanchen04.08.20 18:42
subjore
Ist das so dass Office 2016 und 2019 die gleichen Funktionen haben, oder sind die nur auf dem selben stand.
Ich bin jetzt nicht der Office-Crack aber mir fällt kein Unterschied ein.
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beanchen04.08.20 18:55
Okay, ist eine reine Lizenz-Geschichte:
Microsoft
Wenn Sie ein Upgrade auf Microsoft ... Office 2019 für Mac auswählen, müssen Sie einfach nur die vorhandene Office 2016 für Mac-Lizenz entfernen, doch Ihre Office-Apps müssen Sie nicht entfernen.
Bis Oktober ist der Stand gleich danach geht es nur mit 2019-Lizenz weiter.
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