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25 Jahre Wikipedia: Immer größer, immer neue Herausforderungen

Fünfundzwanzig Jahre sind eine lange Zeit, und trotzdem ist man geneigt, auf dieses Jubliäum mit der Nachfrage „erst?!“ zu reagieren. Das Online-Nachschlagewerk ist für viele Menschen so essenziell, dass es sich so anfühlt, als sei es immer schon dagewesen, sobald Internet verfügbar war. Die Website wurde zur beliebten und verlässlichen Referenz für fast jedes Themengebiet. Das Erfolgsrezept: Ehrenamtliche schreiben Beiträge und diskutieren über Änderungen; Server-Infrastruktur, Software-Entwicklung und Organisation werden durch Spenden finanziert – keine Finanzierung durch Werbung, hervorgehobene Sponsoren oder staatliche Unterstützung. Mit einer interaktiven Microsite blickt die internationale Organisation zurück auf ihr erstes Vierteljahrhundert.


Wer die Retrospektive besucht, wird von einem einleitenden Video begrüßt, welches Beiträge, Debatten und Ereignisse rund um Wikipedia zu einer kurzweiligen Reportage vereint. Es lässt sich auch auf YouTube betrachten – da das Videoportal eine automatische, KI-generierte deutsche Tonspur abspielt, empfiehlt sich der manuelle Wechsel auf den Original-Audiotrack über das Zahnrad-Icon in der unteren rechten Ecke. In diesen Minuten startet zudem ein Livestream – er stellt die „virtuelle Geburtstagsparty“ des Online-Nachschlagewerks dar.


Ergänzt wird das Video um neun Kurzporträts von Wikipedia-Redakteuren aus aller Welt. Der Eintrag „Scroll to the past“ wechselt auf eine interaktive Zeitreise durch die Geschichte. Sie schließt mit einem humoristischen Persönlichkeitstest ab, mit dem man herausfindet, welche Zukunfts-Wikipedia dem eigenen Charakter am ähnlichsten erscheint.

Die Fragen des Wikipedia-Persönlichkeitstests sind kaum ernst gemeint, spiegeln aber Phänomene der Online-Enzyklopädie wider. (Quelle: Wikipedia)

Neueste Herausforderungen
Die Wikimedia Foundation betreut längst nicht nur das Nachschlagewerk. Projekte wie Wikisource, Wikivoyage und Wikidata erweitern das Angebot. Aktuell stellt trotz hauptsächlich von Menschen gefertigten Beiträgen künstliche Intelligenz eine große Herausforderung dar. Viele KI-Anbieter nutzen das etablierte Online-Nachschlagewerk nur zu gern als Trainingsgrundlage für ihre Large Language Models (LLMs). Inzwischen entfällt ein großer Teil der Abrufzahlen auf deren Scraper. Die Zitierfähigkeit von Wikipedia wird heute deutlich seltener infrage gestellt als vor zwanzig Jahren, doch vereinzelt reiben sich auch heute noch Menschen am Inhalt der gemeinschaftlich erstellten Inhalte: Elon Musk bezeichnet Wikipedia als ideologisch eingefärbt und hält mit einer (eindeutig ideologisch eingefärbten) Grokipedia dagegen – nicht ohne sich kräftig beim Original zu bedienen.

Kommentare

alephnull
alephnull15.01.26 17:20
Zwei Artikel noch mit ein paar Infos zum Thema hier:

+2
Kehrblech15.01.26 17:21
Allein für die Wikipedia hätte es sich gelohnt, das Internet zu erfinden! Sie ist für mich eine der am häufigsten besuchten Webseiten. Und das gilt trotz "Prügeleien" um Inhalte u.ä, das es phasenweise gab. Großes Lob an all die Ehrenamtlichen, die sich intensiv um das Projekt kümmern. Ich selbst bin leider meistens nur mit Verbesserungsvorschlägen dabei, aber immerhin.
+34
andreas_g
andreas_g15.01.26 17:22
Wikipedia, was von der Idee des Internet blieb.
+14
AppleUser197415.01.26 18:19
Kehrblech
Und das gilt trotz "Prügeleien" um Inhalte u.ä, das es phasenweise gab.

Gab? Ganz ehrlich, ich hab kein Lust mehr, dort zu editieren. Wikipedia lebt vom Anspruch auf Wissen. Und scheitert viel zu oft an Macht. Nicht an Quellen. Nicht an Argumenten. Sondern an Administratoren, die ihre Rolle wie ein Revier verteidigen. Jede kleine Korrektur wird zur Grundsatzfrage. Jede Richtigstellung zur Bedrohung. Selbst dann, wenn es um belegbare Fehler oder Desinformation geht, kommt reflexartig die Relevanz Keule. Löschen, zurückdrehen, abwürgen. Ordnung vor Wahrheit. Das macht wirklich keinen Spaß.
+8
Kehrblech15.01.26 18:49
Das hängt, nach meiner Erfahrung, allerdings vom Bereich ab, in dem du editierst. Natürlich gibt es auch zwanghaften Administratoren,die einem den ganzen Spaß rauben können, aber zumindest die Zeiten regelrechter Kriege um Grundsatzfragen scheinen mir eher vorbei zu sein. Ich editiere i.d.R. in den Bereichen Literatur, Wissenschaft und Historie – und habe eigentlich keine besonders schlechten Erfahrungen gemacht (Quellenangaben etc. vorausgesetzt, natürlich). Von welchen Themenbereichen sprichst du denn, bei deinen schlechten Erfahrungen?

Mich stören hauptsächlich zwei Dinge: erstens, dass Apple-VPN-Nutzer längere zeit grundsätzlich gesperrt wurden, weil sie nicht eindeutig identifiziert werden konnten (das konnte ich in meinem Fall aber anscheinend endgültig durch einen ziemlich grummeligen Brief klären), und, zweitens, dass die Hürde für Neulinge, sich zu beteiligen, für Technik-Laien einfach zu hoch ist. Es wäre schön, wenn man etwa die Steuerung von Schriftschnitten u.a. auf gewohnte Eingaben umstellen könnte, anstelle eine ziemlich verwirrende Anzahl von " ' " eintippen zu müssen.
+4
Mutabaruga15.01.26 19:14
AppleUser1974

Genau, Relevanz ist, was sie für sich völlig unbeirrt zu entscheiden beanspruchen.
Sehr entlarvend!

Themen, die keine Lobby haben, mögen besser sein.
+4
Mapple
Mapple15.01.26 19:30
Ich finde es ehrlich gesagt spannend, durch eure Kommentare mal ein Stück hinter die Kulissen zu blicken.
Man bekommt sonst ja meist nur das fertige Ergebnis zu sehen, nicht die Prozesse und Konflikte dahinter.
Wenn ihr Lust habt, würde ich darüber gerne noch mehr erfahren - natürlich nur, wenn ihr das teilen möchtet.

Und unabhängig davon: Danke für euren Einsatz und die Zeit, die ihr für die Allgemeinheit investiert.
+3
ErSitztDavor15.01.26 19:31
AppleUser1974
Selbst dann, wenn es um belegbare Fehler oder Desinformation geht, kommt reflexartig die Relevanz Keule.
Richtige Antwort darauf wäre: "Wikipedia ist nicht relevant."

Wp wollte ursprünglich ein kostenloses Lexikon sein, hat gedruckte Lexika verdrängt, und nun kommt andauernd eine penetrante Spendenaufforderung, wenn man diese Seite aufruft.
-25
Marcel_75@work
Marcel_75@work15.01.26 20:38
Ich habe witzigerweise ausgerechnet heute zufällig durch ein älteres Backup (von Ende 2004) gestöbert und bin dabei auf einen Vortrag im Rahmen eines Seminars (meines nie abgeschlossenen Studiums der Kulturwissenschaften) gestoßen:

"Eine kurze Geschichte der Enzyklopädie – Zukunft Wikipedia?"

In diesem Vortrag hatte ich dann u.a. erwähnt, das seit Juli 2003 die Idee geäußert wurde, über eine Enzyklopädie hinausgehende, freie Lehrbücher zu erstellen – zu diesem Zweck wurde das Wikibooks-Projekt (Wikimedia Free Textbook Project) begonnen.

Daraus ist aber nie etwas größeres entstanden, oder? Ich fand das damals sehr beeindruckend, und zumindest für naturwissenschaftliche Fächer etc. konnte ich mir das auch wirklich sehr gut vorstellen – aber bei Themen wie Geschichte, Politik usw. würde so ein Unterfangen sehr wahrscheinlich zu einer nie enden wollenden Diskussion führen…



In jedem Fall war das ein sehr spannendes Seminar und ich erinnere mich noch gut an die im Anschluss des Vortrages stattfindende Diskussion rund um das Thema.
+2
Mutabaruga15.01.26 21:10
Ich habe damals an 9/11 mitgeschrieben. Es waren zeitweilig sehr interessante Informationen zu den Hochhäusern online bezüglich deren Statik. Alles wieder rausgeflogen. Bloß keine Informationen bieten.
System-nicht-konformen Personen wird schon gleich im ersten Satz eins mitgegeben.
Zum Beispiel Gabriele Krone-Schmalz und Daniele Ganser.
-15
AppleUser197415.01.26 21:33
Kehrblech
Von welchen Themenbereichen sprichst du denn, bei deinen schlechten Erfahrungen?

Versuch mal Falschinformationen für das Unternehmen in dem Du arbeitest zu editieren. Viel Spaß.
+3
haschuk15.01.26 21:33
Mutabaruga
Ich habe damals an 9/11 mitgeschrieben. Es waren zeitweilig sehr interessante Informationen zu den Hochhäusern online bezüglich deren Statik. Alles wieder rausgeflogen. Bloß keine Informationen bieten.
System-nicht-konformen Personen wird schon gleich im ersten Satz eins mitgegeben.
Zum Beispiel Gabriele Krone-Schmalz und Daniele Ganser.

Da schauen wir doch mal.

GKS:

…Seit Beginn des Russisch-ukrainischen Krieges im Februar 2014 und spätestens seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 wird Krone-Schmalz medial überwiegend in Verbindung mit ihrer offenen Verteidigung der aggressiven russischen Außen- und Innenpolitik rezipiert…

Dieser Satz ist der dritte Satz, nicht der erste. Dass GKS medial mit den Punkten in Verbindung gebracht wird, ist unbestritten. Das „eine mitgeben“ konnotiert hier aus der Bewertung der russischen Politik.

Bei Ganser ist es ähnlich, auch hier Satz 3. Wenn dann bitte Einleitung. Wenn Kritik, dann präzise.
+8
haschuk15.01.26 21:37
AppleUser1974
Kehrblech
Von welchen Themenbereichen sprichst du denn, bei deinen schlechten Erfahrungen?

Versuch mal Falschinformationen für das Unternehmen in dem Du arbeitest zu editieren. Viel Spaß.

Ohne konkrete Beispiele würde ich sagen, schön dass Du hier was geschrieben hast. Aber wofür?
-2
AppleUser197415.01.26 23:16
haschuk
Ohne konkrete Beispiele würde ich sagen, schön dass Du hier was geschrieben hast. Aber wofür?

Ich werde bestimmt nicht schreiben, wo ich arbeite. Aber ich kann Dir versichern das mein Arbeitgeber einen Wiki Eintrag hat in dem Falschirnformationen stehen. Die bekommt man nicht so einfach weg. Weil es offensichtlich keinen Admin interessiert, oder es als "Marketing-Versuch" abgebügelt wird. Das ist geschäftsschädigend und wir sind dabei das per Rechtsanwalt regeln zu lassen. Daher keine näheren Infos dazu.
+1
Weia
Weia16.01.26 00:01
ErSitztDavor
AppleUser1974
Selbst dann, wenn es um belegbare Fehler oder Desinformation geht, kommt reflexartig die Relevanz Keule.
Richtige Antwort darauf wäre: "Wikipedia ist nicht relevant."
Eine der am häufigsten benutzten Websites weltweit ist nicht relevant? Die wie sonst nur Google den Sprung vom Internet in die Alltagssprache geschafft hat (googlen, bei Wiki nachgucken), mit dem kleinen Unterschied, dass Google ein milliardenschweres Unternehmen ist, dessen Werbewirtschaft wir in der Tat nicht entkommen können.
Wp wollte ursprünglich ein kostenloses Lexikon sein
Ist es auch. Oder gibt es eine Bezahlschranke für die Nutzung? Oder bezahlst Du mit Daten wie bei Google?
hat gedruckte Lexika verdrängt
Gedruckte Lexika ergeben im Digitalzeitalter keinerlei Sinn. Nicht aktuell, vom Umfang her prinzipiell begrenzt.

Die Wikipedia ist weit umfangreicher und tiefgehender, als es auch das größte gedruckte Lexikon je sein könnte.
und nun kommt andauernd eine penetrante Spendenaufforderung, wenn man diese Seite aufruft.
Meine Güte, die Spendenaufrufe scheinen Dich ja zu traumatisieren, dass Du immer wieder damit ankommst.

Und mehrfach falsch ist es auch noch:
  • Die Spenden dienen der Finanzierung der technisch-organisatorischen Infrastruktur, nicht der Finanzierung des Inhalts. Was hast Du denn für schräge Erwartungshaltung? Weil Menschen ehrenamtlich am Aufbau einer Enzyklopädie arbeiten, sollen sie gefälligst auch noch die Serverkosten dafür tragen, oder was?
  • Die Spendenaufforderung kommt nicht „unentwegt“, sondern nur zum Ende des Jahres.
  • Es ist eine Bitte, keine Bezahlschranke. Du hast keinerlei Einschränkungen, wenn Du nichts bezahlst.

Ich verstehe Deinen Punkt wirklich nicht. Einerseits scheinst Du die Wikipedia öfters zu nutzen, sonst könnte Dich der Spendenaufruf ja nicht derart nerven, andererseits empfindest Du es schon als Zumutung, dass Du nach einer freiwilligen Spende zur Aufrechterhaltung des Betriebs gefragt wirst, als wären die Millionen von unentgeltlichen Arbeitsstunden, die in der Wikipedia stecken, für Dich immer noch zu wenig. Ich frage mich, womit Du Dein Anspruchsdenken rechtfertigen willst.

Die Wikipedia ist ziemlich sicher das größte unentgeltliche kollaborative Projekt der Menschheitsgeschichte (sofern man die Religionen nicht als solche versteht) und insofern eher ein kulturelles Jahrtausend- als Jahrhundertereignis und Dir ist es immer noch nicht genug?
„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.
+18
Nebula16.01.26 00:07
Ohne Wikipedia wären heutige KI-System vermutlich deutlich "dümmer".
+3
Weia
Weia16.01.26 00:18
Mutabaruga
Ich habe damals an 9/11 mitgeschrieben.
Ein solch hochemotionales, aktuelles Zeitgeschehen ist natürlich um die Zeit des Ereignisses herum ein Grenzfall für eine Enzyklopädie.
Es waren zeitweilig sehr interessante Informationen zu den Hochhäusern online bezüglich deren Statik.
Einer Enzyklopädie kann und darf es nicht um Theoriebildung gehen, sondern nur um die Dokumentation abgesicherter Theorien. Wenn die „sehr interessante[n] Informationen zu den Hochhäusern“ mittlerweile als wissenschaftlich belegte Fakten dokumentiert sind, wird es entsprechende Quellen geben, mit deren Zitation Du in der Wikipedia keinerlei Probleme haben dürftest. Gibt es die nicht und es geht Dir eher darum, „alternativen Fakten“ Gehör zu verschaffen, ist die Wikipedia der falsche Ort. Das sind allzuoft Verschwörungstheorien, die deren Verfechtern natürlich stets „sehr interessant“ erscheinen.
Alles wieder rausgeflogen. Bloß keine Informationen bieten.
Keine, die nicht wissenschaftlich belegt sind.

Der Wikipedia vorzuhalten, sie böte keine Informationen – dazu fällt mir echt nichts mehr ein.
System-nicht-konformen Personen wird schon gleich im ersten Satz eins mitgegeben.
Jaja, das böse, böse „System“ … Das „System“ der Wikipedia heißt Wissenschaftlichkeit.
„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.
+16
haschuk16.01.26 00:31
AppleUser1974

Dann ein guter Rat im Rahmen der Fairness für jeden. Lass solche Posts. Kannst/willst Du sie nicht belegen, dann steht hier nur eine Behauptung. Unbelegt, während eines laufenden Verfahrens.

Trotzdem könnte man sowas wie Rufschädigung durchaus sauber mit einem Beispiel belegen, ohne dass Rückschlüsse auf Deinen AG gezogen werden können. Oder es ist so evident, dass das bereits ein breiteres Publikum erreicht hat. Dann ist es aber eine konträre Diskussion ohne Absolutheitsanspruch.

Aus eigener Erfahrung, die Genehmigungshierarchie ist etwas komplexer als von Dir geschildert. Und „bezahlte“ Autoren (was Du bist, wenn Du eines Artikel über Deinen Arbeitgeber redigieren willst) werden eher kritisch gesehen. Immer noch nicht kritisch genug. Aber es ist zuerst einmal ein Selbstschutz.
-3
Weia
Weia16.01.26 00:37
AppleUser1974
Kehrblech
Von welchen Themenbereichen sprichst du denn, bei deinen schlechten Erfahrungen?
Versuch mal Falschinformationen für das Unternehmen in dem Du arbeitest zu editieren. Viel Spaß.
Das klingt zunächst so, als sei das ein allgemein verbreitetes Phänomen.

Aber dann schreibst Du plötzlich:
AppleUser1974
Ich werde bestimmt nicht schreiben, wo ich arbeite. Aber ich kann Dir versichern …
Wenn Du aber nur Kenntnis von einem Einzelfall hast, in den Du persönlich involviert bist und den Du unzulässig verallgemeinerst, dann gibt es nur genau zwei Möglichkeiten:
  • Flagge zeigen und sagen, um welches Unternehmen es geht und was der strittige Punkt ist
  • Schweigen

Alles andere ist nichts als numinoses Raunen … „Versichern“ können viele alles Mögliche

Ich bin kein und war nie ein Wikipedia-Admin. Aber bei denjenigen hier, die sich über die Admins beklagen, klingt durch, dass ich sie als Admin womöglich ebenfalls geblockt hätte. Ihr scheint irgendwie das Wesen einer Enzyklopädie nicht wirklich zu verstehen.
„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.
+4
Kehrblech16.01.26 01:37
Wie Weia schreibt: Wer Änderungen oder neue Artikel entsprechend belegt, hat, denke ich, nur in den seltensten Fällen mit Problemen zu kämpfen. Im Zweifel einfach mal in den Anleitungen gucken, was als Beleg anerkannt wird.
+5
Legoman
Legoman16.01.26 08:56
Weia
Mutabaruga
System-nicht-konformen Personen wird schon gleich im ersten Satz eins mitgegeben.
Jaja, das böse, böse „System“ … Das „System“ der Wikipedia heißt Wissenschaftlichkeit.
Wann immer einer über "Systemkonformität" rumjammert, ist in der Regel jede Entgegnung Zeitverschwendung.
+3
gfhfkgfhfk16.01.26 10:53
Weia
Eine der am häufigsten benutzten Websites weltweit ist nicht relevant?
Wikipedia ist im wissenschaftlichen Sinn nicht zitierfähig, und besitzt in Folge keinerlei Relevanz. Man kann es nur als Linksammlung benutzen, um an zitierfähige Quellen zu gelangen.
0
gfhfkgfhfk16.01.26 11:20
Kehrblech
Wie Weia schreibt: Wer Änderungen oder neue Artikel entsprechend belegt, hat, denke ich, nur in den seltensten Fällen mit Problemen zu kämpfen.
Das ist sehr naiv. Nein, es gibt massenweise belegte Fälle in denen das nicht funktioniert hat. Es gibt eine vorherrschende politische Sicht auf die Welt, wenn man diese nicht teilt, ist das Ändern von Artikel faktisch unmöglich, selbst wenn man Regalmeter an zitierfähiger Literatur anfügt.

Dann gibt es noch die Fälle in denen sich die Macher von Wikipedia persönlich angegriffen fühlen, weil man sie korrigiert. Auch da funktioniert es nicht.

Fazit
Wenn man Wikipedia nutzt, sollte einem immer bewusst sein, dass meine eine politisch vorgefärbte Sicht auf die Welt konsumiert, und andere davon abweichende Meinungen nicht vermittelt bekommt. Reine MINT-Artikel sind meist neutral, aber das gilt z.B. nicht für den Themenkomplex Klimawandel. Das ist ein einziges politisches Minenfeld.
-4
Kehrblech16.01.26 11:27
gfhfkgfhfk:
Hast du mal ein ganz konkretes Beispiel, bitte, in dem entsprechende Dinge passiert sind? Lässt sich ja über die Versionsgeschichte nachverfolgen.
+4
Mutabaruga16.01.26 12:54
Legoman
Wann immer einer über "Systemkonformität" rumjammert, ist in der Regel jede Entgegnung Zeitverschwendung.
Für den, der wahnehmungsgestört ist, trifft das zu. Der geht lieber die andere Person an, als sich Gedanken zu machen. Jeder wie er kann oder mag.
-7
gfhfkgfhfk16.01.26 13:06
Kehrblech
gfhfkgfhfk:
Hast du mal ein ganz konkretes Beispiel, bitte, in dem entsprechende Dinge passiert sind? Lässt sich ja über die Versionsgeschichte nachverfolgen.
Meine persönlichen Erfahrungen stammen aus der Anfangszeit (unpolitisches Thema), und die Reaktion die ich bekam war der Art, dass mein persönliches Fazit war, dass ich meine Lebenszeit damit (Wikipedia zu verbessern) nicht weiter verschwenden werde. Und nein, das habe ich mir nicht abgespeichert, was für ein Thema das war.

Beispiele kannst Du meist in den Diskussionen unter Meldungen zu Wikipedia bei heise.de finden. Da wird das des öfteren diskutiert.

Was ist nun das Problem damit? Man kann naturwissenschaftliche Forschung nur dann verstehen, wenn man auch die historische Entwicklung versteht und dazu muss man nicht nur die Mehrheitsmeinung kennen sondern auch die Minderheitsmeinungen in Wissenschaftskreisen, da es in der Naturwissenschaft keine absoluten Wahrheiten gibt.

Als konkretes Beispiel: In der Physik war die große Revolution im Denken im 20. Jahrhundert die Entwicklung der Quantenmechanik. Es gab immer unterschiedliche philosophische Interpretationen der Experimente und somit auch Einflüsse auf die Theoriebildung. Hier sei auf die mehrheitlich bevorzugte Kopenhagener Deutung verwiesen. Die Minderheiten Meinung ist die Bohmsche Mechanik. Das Thema wird wieder stärker diskutiert seit dem Anton Zeilinger u.a. verschiedene Aspekte der QM experimentell bestätigt haben, die bestimmte Interpretationen ausschließen.

Der Punkt ist hier, dass durch den Diskurs der verschiedenen Lager man sich Experimente ausgedacht hat, mit denen man bestimmte Fragen experimentell falsifizieren kann. Das hat zu neuen Erkenntnissen geführt. Es ist also ein elementare Bestandteil des Erkenntnisgewinns von MINT-Wissenschaften, dass man diese Diskurse führt.

Wo ist der Zusammenhang mit Wikipedia? Während es bei der QM Artikel für die Kopenhagener Deutung und die Bohmsche Mechanik gibt, versuch mal einen Artikel über die Minderheitsmeinung in der Klimaforschung auf Wikipedia zu finden.
-3
Mutabaruga16.01.26 13:12
Wahrheit ist keine Frage von Mehrheiten.

Wenn 10% bei Wikipedia negative Erfahrungen gemacht haben, dann ist es völlig unerheblich, dass 90% soetwas nicht erlebt haben.

Beide Erfahrungen sind wahr und es muss nicht eine der beiden zum Sieger gekürt werden.
Das ist ein völlig falscher Denkansatz.

Wenn meine Mutter in der U-Bahn erschossen wurde, werden mich andere Fahrgäste, die das nicht erlebt haben, nicht überzeugen können, dass in der U-Bahn keiner erschossen wird.

Unterstellungen in der Art, dass es dann nur an meiner Mutter gelegen haben kann, dürften weder eine moralische noch eine vernünftige Reflexion vorm Schreiben überleben.
-4
gfhfkgfhfk16.01.26 13:35
Mutabaruga
Wahrheit ist keine Frage von Mehrheiten.
Bei der Interpretation von Naturwissenschaft gibt es die natürlich, auch wenn Dir das nun nicht gefällt.
0
Mutabaruga16.01.26 13:45
Nein, in der Mathematik gibt es Beweise. Konsens ist dort, was beweisbar ist, ist "wahr". Zumindest passt es ins System. Ein Widerspruch führt dazu, dass man das System verwirft und ein besseres entwirft. Das passiert da völlig unabhängig von Bild-Lesern oder anderen Menschenmengen, die eine Mehrheit hätten.

In der Physik treten an die Stelle der Beweise Versuche. Ansonsten gleiches Vorgehen. In der Mathematik herrscht nicht so eine Komplexität wie in der Physik. Das gibt in der Physik natürlich Raum für Spekulationen. Aber der Versuch ist das Werkzeug, die besseren von den schlechteren Spekulationen zu unterscheiden. Und so bahnt man sich den Weg Stück für Stück weiter voran.

Und solange noch Spekulationen parallel existieren, beansprucht ein Wissenschaftler auch nicht für seine eigene die ultimative Wahrheit. Sondern das ist ein Reifeprozess in den Köpfen der Beteiligten, bis man den Weg gefunden hat.
-1
Mutabaruga16.01.26 13:56
Gemeinschaftlich durch Überlegen und Diskutieren, nicht durch Abstimmungen.

Wenn es in der realen Welt anders läuft, mag es zwar sein, aber das ist nicht die reine Lehre und andere Motivationen spielen da mit rein!
-1
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