Kameraentwicklung: Immer schneller, immer teurer, aber auch besser?

Vor etwas über 20 Jahren ebneten Kameras wie die Canon Pro 70 oder Sony Mavica FD-91 den Weg für eine ungeheure Erfolgsgeschichte. Ähnlich der CD, die in den Achtziger Jahren in unglaublich kurzer Zeit beinahe den Tod der Vinyl-Schallplatte besiegelte, schafften es Digitalkameras in Rekordzeit, ein über hundert Jahre altes Medium in die (wirtschaftliche) Bedeutungslosigkeit zu treiben. Zwar hatten die zuvor genannten Wegbereiter mit weniger als 1 bzw. 2 Megapixeln eine unfassbar schlechte Bildauflösung und auch sonst qualitativ dem klassischen Film kaum etwas entgegen zu setzen, doch die Entwicklung ging rasch voran. Das war der Beginn des Megapixel-Rennens.


Etwa Mitte der 2000er Jahre stießen Kameras wie die Canon EOS 20D mit ihren 8 Megapixeln Bildauflösung und einer Handhabung ganz im Stil analoger SLR-Kameras erstmals Debatten an, ob Digital nicht inzwischen die höhere Qualität liefere, was zu heißen Diskussionen über Filmkorngrößen führte.

8 Megapixel-Fotos der Canon EOS 20D aus dem Jahr 2006. Fürs Web von 3.504x2.336 Pixeln auf 3.000 Pixel reduziert.

Zeitsprung in die Gegenwart. Analoge Fotografie ist tot. Zumindest so tot wie die Schallplatte, die zwar derzeit ein erstaunliches Revival erlebt und eine feste, ja sogar wachsende Fangemeinde hat. Aber im wirtschaftlichen Gesamtkontext spielt sowohl die Schallplatte als auch der Rollfilm für Kameras keine nennenswerte Rolle mehr. (Wortspiel nicht beabsichtigt.) Beinahe jeder Mensch auf der Welt ist heute dank Smartphonekameras ein Fotograf, das Internet quillt über vor Fotografien. Systemkameras sind aber nach wie vor von Bedeutung, denn die winzigen Sensoren und Objektive von Smartphones haben gewisse physikalische Grenzen, die nicht so ohne weiteres überwunden werden können.

Doch wie lange ist das überhaupt noch von Bedeutung?

Abgesehen von den Möglichkeiten der Computational Photography, die mittels „Künstlicher Intelligenz“ Fotos nachträglich in Ergebnisse umrechnen, die dem menschlichen Auge mehr schmeicheln, und die bei Systemkameras noch nicht voll Einzug gehalten hat, scheint die „native“ oder Rohbildqualität der Sensoren zu stagnieren. Inzwischen haben die Kameras ein sehr hohes Niveau erreicht, was Farbtreue, Dynamikumfang und allgemein Realismus anbelangt. Auflösungen bis weit über 50 Megapixel sind keine Seltenheit mehr und noch mehr Megapixel sind nicht mehr das Ziel Nummer Eins in den Entwicklungslabors (auch wenn es noch Luft nach oben gibt).


Das Schlachtfeld hat sich verlagert. Heute geht es in der Sensorentwicklung hauptsächlich um ein Schlüsselthema: Auslesegeschwindigkeit.

Das hat verschiedene Gründe: Um die von den Verbrauchern nach wie vor geforderten hohen Serienbildgeschwindigkeiten zu erreichen (obwohl die Wenigsten damit wirklich etwas anfangen können), ist insbesondere bei Sensoren mit sehr hoher Auflösung hohe Auslesegeschwindigkeit das A und O. Außerdem spielt Video dabei eine wichtige Rolle. Auch wenn der praktische Nutzen in vielen Bereichen aktuell noch sehr fraglich ist, drängt 8K-Video immer mehr in den Fokus der Verbraucher und hält Einzug in die Kameras. Noch viel mehr als Fotografie mit hoher Auflösung und Serienbildgeschwindigkeit verlangt 8K-Video nach hohen Auslesegeschwindigkeiten der Sensoren. DPReview hat es hier vorgerechnet:

„Die grundlegendste 8K-Aufnahme erfordert einen Sensor, der mindestens 33 Millionen Pixel in 41 ms oder weniger auslesen kann und unter 33 ms, um 30p-Aufnahmen zu liefern. Aber diese Zahlen entsprechen nur Ausleseraten von 1/24 und 1/30 Sekunde, was eine lange Zeit ist, in der sich viel ändern kann, wenn man Sportaufnahmen macht. Die Verzerrung, die durch Rolling Shutter entsteht, kann bei diesen Geschwindigkeiten immer noch ziemlich signifikant sein.“


Die damit einhergehenden Datenmengen sind enorm. Kaum vorzustellen, welcher Bedarf an On- und Offline-Speicherplatz sich entwickelt, wenn immer mehr Personen in 8K-Auflösung filmen. Der sinnvollere Ansatz momentan ist, in 8K zu filmen, dies dann aber anschließend in besonders scharfes 4K herunter zu skalieren, aber auch das wird nur eine gewisse Zeit lang so bleiben, bis alle nur noch natives 8K wollen.


Moderne High-End-Kameras wie die Canon EOS R5 oder die Sony A1 mit 8K-Video.

Aus fotografischer Sicht bietet 8K Video mit seiner schon sehr hohen Auflösung von rund 33 MP die Möglichkeit, einfach die Szene zu filmen und anschließend die besten Einzelbilder daraus als Fotos zu extrahieren. Die Fähigkeit der Kameras zu hoher Serienbildgeschwindigkeit für Einzelaufnahmen erübrigen sich damit nach und nach. Voraussetzung dafür ist aber eine weitere deutliche Erhöhung der Auslesegeschwindigkeit, um kürzere „Verschlusszeiten“ bei Video zu ermöglichen – was den Datenbedarf weiter explodieren lässt.

Witzigerweise haben ausgerechnet Smartphones auch in diesem Punkt die Nase vor den Systemkameras, was an den wesentlich kleineren Sensoren liegt, mit denen sie auskommen müssen. Aber so oder so: Das Datenaufkommen wird in den nächsten Jahren weiter stark ansteigen.

Aktuell ist unter den drei bedeutendsten Kameraherstellern Canon, Sony und Nikon das Rennen um die beste Profikamera in vollem Gange. Sony hat mit der A1 (siehe Vorstellung) bereits seinen ersten Schlag ausgeteilt. Nikon hat kürzlich in einem DPR-Interview offenbart, ihr nächstes „Flaggschiff“ noch in diesem Jahr auf den Markt bringen zu wollen. Und Canon? Auch der Marktführer hat mit Sicherheit schon seit längerem einen spiegellosen Nachfolger seiner 1-Serie in der Entwicklung, wenngleich die Gerüchte hierzu bis jetzt noch nicht sehr konkret waren. Man kann aber davon ausgehen, dass Canon etwa zeitgleich oder nicht viel später als Nikon sein neues Schlachtschiff ins Gefecht schicken wird.

Das Problem hierbei: Der Entwicklungsaufwand für High-End-Kameras ist enorm gestiegen und damit auch die Preise für den Verbraucher. Die Sony A1 kostet bereits 7.300 Euro (ohne Objektiv). Die noch in den Startlöchern stehenden Canon- und Nikon-Topmodelle werden eher noch teurer werden und damit nur für wenige Enthusiasten oder einen relativ kleinen Kreis professioneller Nutzer interessant. Denn klar ist, dass auch mit „nur“ 20-Megapixeln und „nur“ 20 Bildern pro Sekunde selbst anspruchsvollste fotografische Aufgaben gemeistert werden können.

Fazit
Aus Verbrauchersicht könnte der Kameramarkt in gewisser Hinsicht damit nur noch uninteressanter werden, wenn die wirklich begehrenswerten Technologie-Flaggschiffe in immer unerschwinglichere Bereiche abdriften. Smartphones dagegen sind dank Computational Photography für mehr und mehr Hobby-Fotografen der Exit aus der Systemfotografie. Hobby-Kameras, also die Einsteiger- und Mittelklasse der Systemkameras, verlieren mehr und mehr ihren Reiz. Was auch dadurch deutlich wird, dass die Hersteller diese inzwischen verstärkt auf einen anderen Kundenkreis ausrichten, wie beispielsweise Canon die M50 II (siehe TechTicker letzte Woche) jetzt besonders Vloggern schmackhaft machen will.

Technologische Entwicklungen lassen auf absehbare Zeit keine Trendwende zurück zu mehr Hobbyfotospaß erkennen. Immer nur noch schneller noch größere Datenmengen produzieren scheint das ausgemachte Ziel zu sein.

Kommentare

Raziel120.03.21 08:57
Canon hat doch bereits ihr Topmodell in Form der R5 ausgeliefert und das vor den anderen Herstellern und knapp zum halben Preis der A1 bei teilweise sogar besseren festures . Ein neues Modell wird es immer geben aber aktuell sind das bei Sony die A1 und bei canon die R5.

Aber abgesehen davon: wer sich etwas mit Fotografie beschäftigt dem wird schnell klar das selbst die aktuellsten Top Smartphones da in Sachen Bildqualität etc nichtmal annähernd eine Chance haben. Höchsten bei allerbesten Lichtverhältnissen und bei Betrachtung in Smartphonegröße sind die ok. Beeindruckend ist es natürlich trotzdem was per Software aus den Mini Sensoren noch rausgeholt werden kann.

Was die Preise der Kameras angeht. Ja das stimmt, die werden aktuell wieder spürbar teurer. Vor Jahren hatte man das Gefühl das die Hersteller eher Richtung Einstiegssegment gehen und dort eine große Breite an günstigen Optionen schaffen. Jetzt wird dagegen wieder deutlich mehr im professionellen Sektor investiert.

Dafür macht die Technik dort aktuell große Sprünge. Alleine wenn ich mir ansehe was canon da die letzten 2 Jahre geliefert hat (alles andere als billig, aber sie haben sich damit wieder ganz nach vorne katapultiert)

Für Profis oder Enthusiasten ist das aktuell ne richtig tolle Zeit. Für Amateure oder Gelegenheitsfotografen aber sicherlich einfach viel zu teuer.

Ich mache mir da allerdings keine Sorgen das diese Technik bald wieder in günstigere Segmente überschwappt. Sobald Sony, Canon und co dem hochpreisigem Markt bedient haben wird das über die Zeit dann mit günstigeren Varianten der Bodies, Objekiven etc auch dort ankommen. Für die Hersteller (und Kunden!) war es aktuell halt auch wieder wichtig im oberen Segment was zu finden.

Im Fall von canon hatte man früher ja tendenziell zuerst den Einstiegsbereich bedient während die Profis warten mussten das mal was interessantes erscheint. Dieses Mal ging man den umgekehrten Weg. Für mich ne mega spannende Zeit aber für andere die sich ak
+3
olilech20.03.21 09:07
Das ist so nicht richtig. Das Topmodell von Canon wird die R1. Die A1 und die R5 kannst du nicht wirklich vergleichen. Herzstück der A1 ist der schnelle stacked Sensor. Ich denke dass Canon für die R1 auch etwas in der Art verwenden wird.

Raziel1
Canon hat doch bereits ihr Topmodell in Form der R5 ausgeliefert und das vor den anderen Herstellern und knapp zum halben Preis der A1 bei teilweise sogar besseren festures . Ein neues Modell wird es immer geben aber aktuell sind das bei Sony die A1 und bei canon die R5.
+5
Tenner
Tenner20.03.21 09:12
Alternative:
Seit ich eine Messsucherkamera nutze, interessiert mich dieses Karussell nur noch bedingt. Meine M10-P kann nicht mal Video.
+5
mikejuscrmn20.03.21 09:24
Die abgebildeten Kameras sind wohl die unansehnlichsten "Ziegel" die es gibt. Da fürchten sich die Motive davor...
Kleine, feine Geräte, zB die Leica CL oder die diversen Sony 6xxx und andere dieser Art in den unterschiedlichsten Preisklassen, machen Spaß, sind handlich und liefern für den Massenmarkt tolle Ergebnisse. Richtig, mein iPhone macht auch gute Bilder, aber Fotografieren ist das nicht, das ist maximal ein bisschen Knipsen.
Den "Ziegeln" ergeht es meist wie dem iMac Pro, tolles Gerät, schnell überholt und wo bleibt das investierte Geld? Perdue...
-14
massi
massi20.03.21 09:29
Das ist alles nur noch abgehoben, dabei ist es doch so, daß die Fähigkeiten des Gros der Fotografen nicht in gleichem Maße gestiegen ist, wie die Fähigkeiten der Kameras.
Der Prozess des Fotografierens bzw. die handwerklichen Fähigkeiten treten immer mehr in den Hintergrund, weil man sich auf die überragenden Fähigkeiten der Kameras verlässt, das sieht man leider den meisten Fotos auch an.
+9
Pallllo20.03.21 09:47
Ignorante Kamera-Hersteller
Solange die Kameraindustrie Grundbedürfnisse der Kunden ignoriert, z.B. keine Geo-Referenzierung in EXIF mangels GPS, brauchen sie sich nicht zu wundern dass immer weniger sowas kaufen.
Das ist schade da echte Foto-Enthusiasten die möglichen langen Brennweiten, die besseren Dämmerungsfotos dank großem Sensor, die echte Tiefenunschärfe und ein schönes Bokeh immer noch lieben....
+4
tangoloco20.03.21 10:16
Das sind nach meiner Sicht Marketing getriebene Vorgänge, bezw. für Spartenbereiche im professionellen Umfeld gebraucht. Wer in USA als Wedding oder in der Werbebranche gehört werden will braucht noch immer Mittelformat.
... sehr veraltete mentale Schaltkreise lassen Menschen überall geheimnisvolle Kräfte vermuten
-3
StraightEdge89
StraightEdge8920.03.21 10:26
Die EOS20D hatte sensationelle 8 (acht) Megapixel, keine 6.

Wenn man halt in so Technik-Foren wie hier unterwegs ist setzt man sich halt auch mit Technik auseinander... Aber ich glaube viele von uns gut betuchten Hobbyisten (darauf kann man sich ja einigen, wer eine Kamera(ausrüstung) für viel Geld kaufen kann ist wohlhabend) haben vollkommen den Bezug zur Realität verloren. Es wird behauptet mind 25/50/100 Megapixel zu brauchen weil man sonst das künstlerisch wertvolle Bild von seinem Hund ja nun echt nicht aufhängen kann, wohlgemerkt im Format 20x30, oder mind 15 Bilder pro Sekunde aufnehmen muss um seine spielenden Kinder zu fotografieren, weil darunter absolut unmachbar...

Ich finde die Richtung auf den Kameramarkt nicht gut, es fehlen neben den Technologiemonstern die guten Kameras, gute Bedingung, gute Gehäuse ausreichende Anzahl an Megapixeln (<20) und vor allem gute Preise.

Wenn es so weiter geht spare ich einfach auch noch mehr und kaufe mir eine Leica. Warum packt eigentlich kein anderer Hersteller einen Sensor in eine Messucherkamera, so wie Epson das mal gemacht hat? Naja anderes Thema
+6
MikeMuc20.03.21 10:31
Zum Thema Auslesegeschwindigkeit bei sehr hoher Bildfrequenz hab ich vor einigen Tagen etwas beim Thema „Industriekameras“ gelesen. Nur finde den Artikel natürlich nicht mehr. Hätte nur geahnt was Sonorman heute bringt, hätte ich den Link sicher gespeichert.
Bei den dort erwähnten Sensoren geht es nämlich um sehr hohe Bildwiederholfrequenzen und hohe Auflösungen zur Qualitätssicherung. Ich glaube, da sehen die hier genannten Kameras ziemlich alt aus.

Vielleicht weiß da ja jemand mehr zu
-1
darkov
darkov20.03.21 12:24
Tenner
Alternative:
Seit ich eine Messsucherkamera nutze, interessiert mich dieses Karussell nur noch bedingt. Meine M10-P kann nicht mal Video.

Ist aber keine Alternative...
+3
photoproject
photoproject20.03.21 12:40
StraightEdge89
Warum packt eigentlich kein anderer Hersteller einen Sensor in eine Messucherkamera...
Zustimmung!
Z.B. in die legendäre Olympus XA.
-1
piik
piik20.03.21 13:03
@sonorman
Nochmal Megapixel der 20D: Auch in der Bildunterschrift, und wenn man die horizontalen und vertikalen Pixel multipliziert, kommen eben 8M heraus.
Und:
sonorman
Fürs Web von 3.504x2.336 Pixeln auf 3.000 Pixel reduziert.
Horizontal? Oder aus 2D mache 1D?
0
piik
piik20.03.21 13:12
sonorman
Witzigerweise haben ausgerechnet Smartphones auch in diesem Punkt die Nase vor den Systemkameras, was an den wesentlich kleineren Sensoren liegt, mit denen sie auskommen müssen.
Liegt es nicht. Definitiv nicht. Pixel sind Pixel und wie groß oder klein sie sind, hat so gut wie keinen Einfluss auf die Auslesegeschwindigkeit. Der Grund für den Vorsprung von Smartphones liegt doch auf der Hand. Die SoCs sind viel besser. Sehr viel besser.

Das Fazit aber kann ich voll unterschreiben.
-3
g_from_h20.03.21 13:28
Ach die Mavica, das muss 1999 gewesen sein. Da habe ich als Promoter bei NEC gearbeitet. Am Stand gegenüber war Apple, hatte die blau weißen Gehäuse und überall lief der Star Wars Ep. 1 Trailer. Man konnte sich bei Sony eine Mavica inkl. einer gratis Diskette ausleihen. Die Bildqualität hat keinen gestört, aber alle waren begeistert, dass die Photos sofort am Rechner per 3,5 Diskette verfügbar waren. Tolle Zeit.
+4
Rob
Rob20.03.21 14:01
📷


Vergesst mir die Fujifilm nicht 🤗🤗

da wage ich doch mal meinen letzten Artikel zu bewerben 🤗

https://www.56mm.de/blog/



📷
+5
Bitsurfer20.03.21 14:08
ich hatte eine Powershot G5 so um 2004. Mit 5 MP

Wenn ich mir heute die Fotos anschaue bin ich immer noch überrascht wie gut das damals schon aussah. Vor allem, da konnte man 100 Fotos im Urlaub machen und die passen alle zueinander.
Da sehen teilweise Handyfotos mit ihren Superduper Bearbeitung- und optimierungen bescheiden aus. Da sind 100 Urlaubsfotos irgendwie nervös und passen nicht zueinander. Die einen Laut, andere blass, zu kontrastreich usw. Irgendwie macht es keinen Spass durch hunderte Fotos zu klicken weil jedes anders, anders falsch ist.
Aber irgendwie ist das der Zeitgeist dass die Leute das gar nicht mehr sehen.
+3
sonorman
sonorman20.03.21 14:09
StraightEdge89
Die EOS20D hatte sensationelle 8 (acht) Megapixel, keine 6.
Stimmt! Ist schon so lange her.
+2
Borbarad20.03.21 14:58
Ja und nein.

Grundsätzlich gibt es vier Bereiche in die unterteilt werden sollte:

Altagsfotografie . Hier reicht das Smartphone locker da Max Qualität Sekunden ist und die Zugänglichkeit viel wichtiger ist.

Spezialthemen. Hier ist alles von Messsucher bis Mittelformat.

Standard. Alles von WW bis leichtes Tele . Hier trifft sich Presse, Hochzeit, Reise usw. Grade auch DOF ist Thema

Sport und Wildlife. Groß, Schnell, Schwer


Sport, Wildlife und Sonderthemen sind böschendes aber die Profitabelsten. Hier kann das Smartphone und Computerisierung nichts gewinnen. Technisch auf sehr langer absehbarer Zeit wird sich hier nix ändern. Und die Hersteller werden sich auf diesen Markt stürzen weil dieser Sicheres Geld darstellt. Und die Entwicklungen sind sehr teuer um dort relevant zu sein, R5, A1, Z9, Fuji und Leica

Standard... Nunja hier wird es enger. Hochzeit, Presse und Co werden bleiben aber mit zunehmender Handytechnik und Computerisierung kann hier mit der Zeit viel ersetzt werden. Das bedeute leider aber. Auch das man als Hersteller die Hochpreisige Ausrüstung bedienen wird ist klar, weil dort das Geld ist. Was daneben noch bleibt ist derjenige der trotz Handy dich ne Camera will - für diese Klasse wird es aber noch die prosumer Klasse geben wo aber auch aus Marketing so beschnitten wird das man diese Kunden in die Oberklasse lenken will.

Unterem Strich bedeutet dies für die Hersteller um profitabel zu sein das man sich auf die Pro und Spezialthemen stürzen muss. Der normale unter 1000,- Kunde wird nicht mehr bedient und unter 2000,- wirds prosumer geben....


Als Hobbyfotograf mag man das recht blöd empfinden aber die Firmen haben keine Wahl.


B
+5
Flux20.03.21 15:14
Phone macht auch gute Bilder, aber Fotografieren ist das nicht, das ist maximal ein bisschen Knipsen
Sehr überheblich. Fotografieren hängt nicht von der verwendeten Hardware ab.
+10
claudiusw
claudiusw20.03.21 15:47
Vielleicht bin ich noch "old school" Fotograf, aber ich verstehe bis heute einfach nicht, wie man ein Smartphone als ernsthaften Ersatz für vernünftige Kameras (mit 1" Sensor) wie die Sony RX100 Serie, Panasonic TZ101 oder Canon G7 bezeichnen kann, von den Systemkameras wollen wir erst gar nicht reden. Ein winziger Sensor kombiniert mit einem Computer ergibt nun mal kein gutes Bild, vielleicht nur wenn man es auf einem 5 Inch Bildschirm betrachtet. Dann diese Klimmzüge mit dem Zoomen. Ja, ich verstehe zwar, dass fast Jeder seine Bilder sofort teilen will und die "Kamera" immer dabei hat, aber bitte, bis auf die letzten beiden gibt es keine guten Argumente. Es kann aber auch sein, dass man heute keine wirkliche Qualität schätzt und alles als "gut genug" für einige Jahre akzeptiert und in einem Jahr wieder etwas neues kauft. Viele merken erst welche Qualität möglich ist, wenn sie mal eine richtige Kamera dafür nehmen. Merke: Eine Kamera ist nur ein Werkzeug, aber ein Schraubenzieher kann man nur schlecht als Meissel verwenden.
You can­not cre­ate good ty­pog­ra­phy with Arial.
+3
dufour20.03.21 15:54
Benötigte Spezifikationen basieren immer auf dem Anwendungszweck. Den Sportfotograf interessiert Serienbildgeschwindigkeit und Auslesegschwindigkeit, hohe Auflösung ist eher kontraproduktiv. Den Landschaftsfotograf interessieren hohe Auflösung und Bilddynamik, hohe Serienbildgeschwindigkeit hingegen nicht.

Jeder sucht sich die Kamera, die seinen Anforderungen entspricht. Solange entsprechende Modelle am Markt erhältlich sind und das Preis-Leistungsverhältnis noch akzeptabel erscheint, ist alles in Ordnung. Zwischen Kameras wie Sony a1, Canon R5/R6, Nikon Z9 und Smartphone-Kameras besteht ein massiver Unterschied. Allerdings benötigen immer weniger Leute solche Kameras. Deshalb fokussieren sich die Markenhersteller zunehmend aus Premium-Segment, da dieses geringere Absatzzahlen durch höhere Margen ausgleichen kann.
+2
Andy5920.03.21 16:58
Eine Frage an die Experten. Es gibt bestimmt noch tolle, analoge Kameras. Welche Auflösung hat z.B. eine Spitzenkamera mit analoger Technik und Super-Objektiv, wie z.B. Hasellblad ?
-1
pentaxian20.03.21 17:04
Flux
Phone macht auch gute Bilder, aber Fotografieren ist das nicht, das ist maximal ein bisschen Knipsen
Sehr überheblich. Fotografieren hängt nicht von der verwendeten Hardware ab.

Doch, natürlich! Umgedreht wird eher ein Schuh draus. Gib dem größten Deppen die tollste Kamera und er wird noch nicht mal ansatzweise was damit anzufangen wissen. Da werden dann Profis mit dem Smartphone auch bessere Fotos machen. Jemand, der seine Kamera beherrscht, macht um Längen bessere Bilder als es ein Smartphone (Stand heute) hinbekommen kann.
+6
mactelge
mactelge20.03.21 17:39
Meine erste Digitalkamera, gekauft bei Systematics. Ich glaub' die Pixel musste man extra kaufen.
Dreh´dich um – bleib´wie du bist – dann hast du Rückenwind im Gesicht!
+8
Stefab
Stefab20.03.21 19:22
Borbarad

Naja, man kann auch gebraucht kaufen. Mit APS-C Sensor Größe und nur Fotos im Visier kann man für ~€1.000,- schon recht ordentliches Equipment bekommen. In gewisser Weise sogar ausreichend für den Einstieg in Video (mit FullHD, 25/30 FPS und brauchbarem Bokeh), halt alles komprimiert, aber was solls. Wenn man sich einigermaßen auskennt, kann man da schon einiges rausholen.
Für 4k und/oder höhere Framerate bzw. ordentlichen Video-Autofokus wird es mit dem Budget schon knapp, RAW-Video 4:4:4 kann man da natürlich vergessen.
-1
Flux21.03.21 01:05
Gib dem größten Deppen die tollste Kamera und er wird noch nicht mal ansatzweise was damit anzufangen wissen. Da werden dann Profis mit dem Smartphone auch bessere Fotos machen.
Prima, damit hast Du meine Aussage ja bestätigt.
+2
subjore21.03.21 01:13
Pallllo
Ignorante Kamera-Hersteller
Solange die Kameraindustrie Grundbedürfnisse der Kunden ignoriert, z.B. keine Geo-Referenzierung in EXIF mangels GPS, brauchen sie sich nicht zu wundern dass immer weniger sowas kaufen.
Das ist schade da echte Foto-Enthusiasten die möglichen langen Brennweiten, die besseren Dämmerungsfotos dank großem Sensor, die echte Tiefenunschärfe und ein schönes Bokeh immer noch lieben....

Die ziehen sich die GPS Daten vom Smartphone. Dadurch brauchen sie kein eigenes GPS Modul. Ich habe eine Kamera mit GPS Modul, das ist aber durchwegs deaktiviert, da es zu viel Strom verbraucht. Wenn man die Kamera ausversehen anlässt ist der Akku nach wenigen Stunden alle.
Wenn man es aktiviert wenn man ein Foto machen möchte muss man erstmal dreißig Sekunden warten.
+7
Thyl21.03.21 10:31
Ausgezeichneter Artikel!

Wenn ich mir die Entwicklung bei Smartphones in den letzten Jahren ansehe, und abgleiche mit dem, was fast alle Leute photographisch machen wollen, ist mir klar, dass es bald keinen kommerziell interessanten Platz für jegliche Stand-Alone Kameras geben wird, außer im Bereich Berufsphotographie und evtl ambitionierte Hobbyisten.

die Kamerahersteller haben das anscheinend klar erkannt und entwickeln immer mehr Kameras nur noch für Berufsphotographen, wie im Artikel klar beschrieben.

Wir werden damit in kurzer Zeit wieder in einer Situation wie in den 1970er Jahren sein, mit einem eher kleinen Produktangebot pro Hersteller. Zu Beispiel hatte Nikon damals die F2 für Berufsphotographen und FM und FE als Zweitgehäuse oder für Hobbyphotographen (Nikkormat verschweige ich hier mal).

Ich rechne zudem mit einem Fall Out bei den Herstellern. Wer das überleben wird, weiß ich nicht, aber Hersteller, die ein gutes Standing bei Berufsphotographen haben, und von ihrer Struktur her auf die dort nachgefragten kleinen Stückzahlen ausgerichtet sind, wie Hasselblad, Phase One/Mamiya, Cambo, oder Alpa, werden ziemlich sicher überleben. Und Canon sicher auch. Leica vermutlich aufgrund ihrer Fan-Basis ebenfalls, sicher nicht wegen des weitgehend erfolglosen S-Systems.

Pentax/Ricoh und Fuji haben beide Angebote für Berufsphotographen, aber auch einen Rattenschwanz an Amateurprodukten mit entsprechender Struktur und doch nur geringen Marktanteilen, trotz guter Produkte. Das sind vermutlich die besten Kandidaten für ein Ausscheiden aus dem Markt.

Sony hat als Großkonzern einen längeren Atem als Nikon, die sich ja bereits beim Beginn der Digitalisierung ein Bein und einen Arm abgeschnitten haben, um zu überleben (Großformatobjektive, Vergrößerungsobjektive, Nikonos-Kameras, viel Zubehör). Wir werden sehen.
+3
Hotzenplotz2
Hotzenplotz221.03.21 11:41
Rob
📷


Vergesst mir die Fujifilm nicht 🤗🤗

da wage ich doch mal meinen letzten Artikel zu bewerben 🤗

https://www.56mm.de/blog/



📷
Hätte ich geahnt, dass das dein letzter Artikel war, hätte ich ihn bestimmt gelesen. 😈
0
Mostindianer21.03.21 19:20
Ich habe zwei Kameras welche ich rege brauche. Die des iPhone 11 Pro und die der Fujifilm X-t3.

das iPhone 11 Pro ist schon so gut, dass es Kameras, welche zwischen 250-300 EURO kosten gleichziehen kann, mit speziellen Apps wie mit FiLMiC Pro und einem Gimbal sogar im filmischen Bereich überflügeln kann.

Die Fujifilm nehme ich mit, wenn ich bewusst einen Kamera-Tag mache. Dann liegt der Fokus ganz klar auf die Kamera und deren Bild.
+1
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