Sony stellt High-End-Kamera Alpha 1 vor – Das neue Alpha-Tier im DSLM-Gehege?

Japan: Das "Westeros" der Kameraindustrie. Fast alle heute noch bedeutsamen Kamerahersteller entstammen dem Land der aufgehenden Sonne und spielen das Spiel um den eisernen Thron des mächtigsten Players auf dem Feld der digitalen Bildaufzeichnung für Fotografie und Video. Canon, Nikon, Sony, Panasonic, Olympus, Fujifilm, Pentax…

Kompakt
Marke Sony
Bezeichnung Alpha 1
Art Vollformat DSLM
Empf. Preis (€) 7.300
Verfügbarkeit März 2021
In der ewigen Schlacht mit zahlreichen Haupt- und Nebenschauplätzen hat bislang Canon unangefochten den Thron besetzt, mit Nikon als ewigem Nebenbuhler. Doch in den vergangenen Jahren stieg mit Sony eine andere Macht immer weiter die Erfolgsleiter hinauf und verdrängte Nikon als zeitweise aussichtsreichsten Thronanwärter. Nikons Waffen sind stumpf geworden. Dank ihres großen Erfahrungsschatzes sind die ehemaligen DSLR-Helden zwar noch nicht endgültig vom Schlachtfeld verschwunden, mussten aber reichlich Federn lassen. So räumten die Nikonier erst kürzlich ihre Schmiede jenseits der großen Mauer (China). Ein Anzeichen von Schwäche? Auf kleineren Nebenschauplätzen (APS-C, Four Thirds…) gab es ebenfalls schon verlorene Schlachten und weitere Tummelplätze könnten bald in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, während sich die Lage nahe des Throns zuzuspitzen scheint…

In der freien Wirtschaft abseits aller Fantasy- und realer Kriegsschauplätze nennt man solche Szenarien nüchtern "Marktkonsolidierung".


Das spannendste Battle tragen gerade Canon und Sony miteinander aus. Nachdem der langjährige und bislang auch noch unbesiegte Marktführer Canon eine längere Innovationsdurststrecke durchstehen und mit der EOS R5 und R6 erst kürzlich verlorenen Boden wieder gutmachen und neuen Schwung generieren konnte, schickt sich nun Sony mit der neuen Alpha 1 an, zumindest in technologischer Hinsicht die zeitweise bereits errungene Führung zurück zu erobern. Die Sony Alpha 1 ist keine Mondbasis, aber eine beeindruckende spiegellose Systemkamera für Sport, News, Natur, Porträt und viele kommerzielle Anwendungen. Ein echter Tausendsassa. Aber ein kostspieliger. Satte 7.300 Euro verlangt Sony für den Body, wenn dieser im März in den Handel kommt. Das sind beinahe 3.000 Euro mehr, als der ursprüngliche Listenpreis der Canon EOS R5. Was hat die Alpha 1 dafür zu bieten?

Durchaus eine Menge. Aber nach Durchsicht der Specs scheinen die Vorteile der A1 nicht so riesig, wie der Preisunterschied vermuten ließe.

Die vollständige Beschreibung von Sony finden Sie hier. Im Folgenden fasse ich nur die wichtigsten Features zusammen.


Äußerlich sind keine großen Neuerungen zu erkennen. Der Body der A1 ist nur für Kenner von denen bereits bekannter Sony DSLMs wie der A7S III zu unterscheiden. Der brandneue Sensor der A1 hat mit 50 MP sogar eine geringere Auflösung als der in in der A7R IV verbaute, gegenüber dem bisherigen Topmodell A9 II aber gut doppelt so viele Bildpunkte. Das Ziel ist nicht allein maximale Auflösung, sondern vor allen hohe Auslesegeschwindigkeit. In diesem Punkt ist die A1 eineinhalb mal so schnell wie die A9 II, trotz deutlich höherer Auflösung. Geringerer Rolling Shutter, eine kurze Blitzsynchronzeit von 1/200s bei elektronischem Verschluss (1/400 bei mechanischem) sowie bis zu 30 Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung mit 14 Bit sind das Ergebnis. Zumindest mit elektronischem Verschluss und damit dann auch ohne Sucher-Blackout. Mit mechanischem Verschluss sind 10 B/s das Maximum.

Neu für Sony ist die Einführung eines verlustfrei komprimierten RAW-Formates, womit 20-50% Speicherplatz pro Bild eingespart werden kann. In diesem Format allerdings "nur" noch mit max. 20 B/s.

Der zuvor schon hervorragende Autofokus wurde um automatische Augenerkennung für Vögel ergänzt. Dank der hohen Ausleserate des Sensors soll die Kamera 120 AE- und AF-Messungen pro Sekunde durchführen können, was zu einer entsprechend höheren Zuverlässigkeit führen dürfte. 759 Phasenmesspunkte verteilt über 92 % des Bildbereichs lassen sich auswählen.

Der elektronische Sucher arbeitet mit 0,9x Vergrößerung (bei 25 mm Eyepoint) und wie in der A7R IV mit 9,44 Mdots (2048 x 1536 Bildpunkte) bei bis zu 120 fps Bildwiederholrate. Es sind sogar 240 fps möglich, dann aber mit verringerter Auflösung (5,76 Mdots, 1600 x 1200). Tolle Auflösung, tolle Features. Da ist es umso unverständlicher, warum Sony beim rückseitigen Display ein lediglich rauf/runter klappbares 3“-Sparmodell mit nur 1,44 Mdots einsetzt. Sehr mysteriös.


Was Canon trotz seines beeindruckenden Sensor-Bildstabilisators verpasst hat zu integrieren, bringt die Sony A1 mit: einen Sensor-Shift Aufnahmemodus für Bilder mit bis zu 199 MP Auflösung. Diese in einigen Situationen sehr nützliche Funktion ist auch bei diversen anderen Anbietern wie Olympus zu finden. Canon hat hier Nachholbedarf. Allerdings hat die Sache einen Haken: Die Sensorshift-Aufnahmen müssen nachträglich in der externen Sony Bilbearbeitungssoftware zusammengesetzt werden, was die Sache weit weniger praxistauglich macht. Federn muss Sony außerdem bei der Effektivität lassen, da ihr IBIS (In Body Image Stabilizer) nur max. 5,5 Blendenstufen Wackelausgleich bietet. Canon schafft dank schnellerer Datenverbindung des R-Mount in Kombination mit IS-Objektiven bis zu 8 Stufen.


Natürlich will sich Sony auch im Videobereich nicht länger von Canon die Butter vom Brot nehmen lassen. Darum kann die A1 ebenfalls 8K-Video aufzeichnen. Um Überhitzungen zu vermeiden, ist im Gehäuse ein ähnliches passives Kühlsystem wie in der (videozentrischen) A7S III verbaut. So sollen – bei bestimmten Einstellungen – „mehr als 30 Minuten“ Aufnahme am Stück in 8K möglich sein, anhängig von der Umgebungstemperatur. Länger als die R5 mit aktueller Firmware schafft, aber auch nicht für Daueraufzeichnungen geeignet. Die gesamten Videofeatures der A1 sind aber durchaus beeindruckend. Eine vollständige Übersicht entnehmen Sie bitte der Sony-Webseite.


Fazit
Ja, Sony ist in Sachen Performance und Featuritis wieder in Führung vor Canon gegangen. Die Alpha 1 ist in vielerlei Hinsicht eine beeindruckende Kamera. Aber nicht so sehr, um bei dem geforderten Preis von 7.300 Euro in Jubelstürme auszubrechen. Für andere Gegenspieler wird es indes immer schwerer, im Kampf um den eisernen Thron mitzumischen.

Kommentare

Traumatom
Traumatom30.01.21 09:54
Es ist nicht ersichtlich, wodurch dieser enorme Preisunterschied zur R5 gerechtfertigt wäre. Wenige Minuten längere Aufnahmedauer in 8K?
Nicht wirklich, oder?
-3
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex30.01.21 10:02
Traumatom
Nicht wirklich, oder?

Dann schau dir mal zum Beispiel an, wie schnell dieser Sensor ist und ausgelesen werden kann. Dagegen wirkt die R5 schon langsam.
Blitzsynchronzeiten von 1/400? Bisher unmöglich ohne besonderen Verschluss. Nur als Beispiel.

Bei Canon gibt es ja auch Gerüchte für eine R1, die sicher nicht mehr kann als die A1, aber genauso viel kosten wird. Vielleicht sind sie ja die ersten, die nen Global Shutter verbauen...
+2
mltoris30.01.21 10:55
Der große Vorteil bei Sony: die Aufnahmezeit für Video ist unbegrenzt. Meine A7SM3 filmt 4k60p bis die Karte voll ist. Überhitzung ist da kein Thema. Canon streicht da nach kurzer Zeit die Segel bzw kappt diese Funktion aus zolltechnischen Gründen bzw um das Videokamera-Portfolio nicht zu untergraben. Und wer den AF bei Video nutzen möchte: sämtliche Sony-Linsen fokussieren blitzschnell und absolut lautlos.
+1
Busterdick30.01.21 10:56
Ne Kamera für Pixelpeeper.. Sonst nix. Das hintere Display ist Mickrig im Vergleich zur Nikon und Canon und vom Sucher hat man noch nichts gelesen, nur die Datenblattfeatures. Da setzt Nikon derzeit den Masstab.
Ich muß aber zugeben das ich den manuelle EV Knopf ganz schick finde....

Ich habe mich bewusst z.B. gegen eine Nikon Z7 entschieden und dafür die Z6 genommen weil ich eher wert auf available light Fotographie lege und der "kleiner" Sensor bezogen auf die Pixelzahl, hier die besseren Ergebnisse erzielt.

Ob nun Canon, Nikon oder Sony ist dann auch eher Glaubensfrage. Ich war "Nikonianer mit dem F-Bajonett aber das bringt mir mit dem Z Bajonett trotz FTZ Adapter keinen Vorteil. Ich baue gerade meine Glassammlung wieder neu auf und das erste Objektiv ist mein 24-70 F2.8 darunter wird es ein 14-24 F2.8 werden und sobald da Makro kommt eben noch dieses für meine geliebte Unterwasser Fotografie.
-5
subjore30.01.21 11:01
Mtn
Auf kleineren Nebenschauplätzen (APS-C, Four Thirds…) gab es ebenfalls schon verlorene Schlachten

Immer diese white walker Apple, Xiaomi und Samsung, die immer größere Gebiete erobern. Gegen sie hat keiner eine Chance. Die einzige Hoffnung die Größe der Sensoren.
0
sonorman
sonorman30.01.21 11:05
Gammarus-Pulex

Ich sehe das wie Traumatom. Als die R5 rauskam, hatte sie dem Sony-Topmodell A9 (5.300€ bei Vorstellung) einiges Voraus. 8K Video, höhere Auflösung, höhere Geschwindigkeit, besserer Stabi und so weiter. Aber sie hat deswegen nicht gleich 2.700€ mehr gekostet. Wenn das immer so wäre, sobald eine Kamera ein, zwei neue Bestmarken setzt, wären wir längst bei Preisen über 20K. Die zweifellos tollen Features der A1 rechtfertigen m.M.n. nicht den heftigen Mehrpreis. Zumal der Body mechanisch sicher nicht mit einer EOS 1 oder Nikon D6 vergleichbar ist. Und dann auch noch mit Klappdisplay von 2012!
-1
sonorman
sonorman30.01.21 11:06
mltoris
Der große Vorteil bei Sony: die Aufnahmezeit für Video ist unbegrenzt. …
Ähh, nein. Bei 8K in der A1 ist das alles andere als unbegrenzt.
+3
Embrace30.01.21 11:31
Die Kommentare bzgl. „bezahlte Werbung“ kommen aber auch nur bei BMW 😜
Da merkt man, dass die Kommentare nur vorgeschoben sind.

Sony hat echt gute Kameras im Angebot, die mich schon seit längerem reizen. Wenn da nicht die ganzen Canonobjektive wären …
+4
Schens
Schens30.01.21 11:31
Traumatom
Es ist nicht ersichtlich, wodurch dieser enorme Preisunterschied zur R5 gerechtfertigt wäre. Wenige Minuten längere Aufnahmedauer in 8K?
Nicht wirklich, oder?

Naja, eine Red 8K kostet nackt 25k. Sony Venice in 6K jenseits der 50k.
Ich wähne die A1 eger im Umfeld der BlackMagic Ursa 12K für 9k. Letztere ist aber zum filmen um so viele Welten besser, dass die A1 keinen Sinn ergibt.
+2
C6430.01.21 11:31
Schönes Ding und ich merke, mich juckt es allgemein wieder nach einem neuen Sony-Body ...
Aber der Preis ist für einen Hobby-Fotograph dann doch etwas ruppig (wobei die Features derzeit auch noch oversized für Hobby sind ). Es wird für mich aber spannend, wenn die Features in einigen Jahren in die unteren Modellreihen wandern. Dann werde ich nicht mehr widerstehen können
+2
olilech30.01.21 11:36
Ich finde den Vergleich zur Canon R5 nicht passend. Das passende Gegenstück zur A1 Wird bei Canon die R1 und wird sicher im gleichen Preisbereich liegen.

Alleinstellungsmerkmal von Sony ist hier der Stacked Sensor.

Sich über das Klappdisplay aufzuregen macht keinen Sinn. Ich selbst habe noch keinen Sport oder Wildlife Fotograf gesehen der über das Display fotografiert. Und das ist der primäre anvisierte Markt dieser Kamera.

Klapp oder Flipout Display ist eh in erster Linie Geschmacksache. Ich selbst bevorzuge das Klappdisplay, aber dann auch bitte wie bei den Fuji GFX!
+5
Guy30.01.21 11:40
Ich bin kein Video Filmer aber Canon Fotograf.
In welcher Situation ist es nötig länger als 30min. Video auf zu nehmen?
Interessiert mich wirklich.
-2
milk
milk30.01.21 11:47
Die Kamerahersteller brauchen sich bei der Preisentwicklung nicht zu wundern, dass ihnen gute Handykameras Marktanteile klauen. Ich würde zum Beispiel gern einen Nachfolger für meine RX100 der ersten Serie finden. Aber Kinder, doch nicht zu dem Preis.
+2
Super8
Super830.01.21 12:03
Guy
Ich bin kein Video Filmer aber Canon Fotograf.
In welcher Situation ist es nötig länger als 30min. Video auf zu nehmen?
Interessiert mich wirklich.
Wenn du ein Gespräch mit einer Person führst z.B. oder als 2. Kamera etc. gibt schon einiges, denk mal an Beobachtungen...
+4
fliegerpaddy
fliegerpaddy30.01.21 12:06
Na, das ist aber auch eine ganz andere Liga als die RX100 Die Alpha 1 ist eben eine High-End-Kamera für den gewerblichen Einsatz oder für Hobbyisten, denen der Spaß das Geld wert ist. Die alten DSLR-Boliden waren auch nicht wesentlich günstiger und konnten weniger.

Und nein, ich bin kein Sony-Fotograf, finde die Bodys liegen schlecht in der Hand, habe aber Respekt vor der technologischen Entwicklung. Da legt Sony ordentlich vor.
milk
Die Kamerahersteller brauchen sich bei der Preisentwicklung nicht zu wundern, dass ihnen gute Handykameras Marktanteile klauen. Ich würde zum Beispiel gern einen Nachfolger für meine RX100 der ersten Serie finden. Aber Kinder, doch nicht zu dem Preis.
+3
MikeMuc30.01.21 12:21
Super8
Aber dafür sind doch 8K wie Perlen vor die Säue... Früher hat man da ne Videokamera für genommen oder gibt es sowas nicht mehr und muß das daher n Photoapparate?
0
sonorman
sonorman30.01.21 12:37
olilech
Ich finde den Vergleich zur Canon R5 nicht passend. Das passende Gegenstück zur A1 Wird bei Canon die R1 und wird sicher im gleichen Preisbereich liegen.
Das sehe ich anders. Eine neue Kamera kann immer nur mit real existierenden Kameras verglichen werden, nicht mit Projekten, von denen nur vage Gerüchte existieren. Zudem ist die A1 auch in Sachen Body absolut nicht mit einer EOS 1 oder D6 vergleichbar. Nein, die R5 ist der offensichtliche und derzeit einzige direkte Vergleichsmaßstab für die A1.
Alleinstellungsmerkmal von Sony ist hier der Stacked Sensor.
wohl eher die Auslesegeschwindigkeit, nicht die Bauweise.
Sich über das Klappdisplay aufzuregen macht keinen Sinn. Ich selbst habe noch keinen Sport oder Wildlife Fotograf gesehen der über das Display fotografiert. Und das ist der primäre anvisierte Markt dieser Kamera.
Nun, aufregen würde ich persönlich darüber auch nicht. Für einige Videografen (und die A1 ist sehr wohl auch auf diese Zielgruppe ausgerichtet) könnte das schon ein Manko sein. Und es ist auf jeden Fall schwer nachvollziehbar und damit fragwürdig, warum Sony hier für sein Flaggschiff quasi auf ein Teil von der Resterampe zurückgegriffen hat.
-3
Super8
Super830.01.21 12:42
MikeMuc
Super8Aber dafür sind doch 8K wie Perlen vor die Säue... Früher hat man da ne Videokamera für genommen oder gibt es sowas nicht mehr und muß das daher n Photoapparate?
Wenn du eine 4K hast, die lange durchhält, klein und unauffällig ist, dann hilft das manchmal sehr... Die kleinen digitalen Videokameras haben m.E. selten ein wirklich gutes Bild. (wegen des Sensors)
0
sonorman
sonorman30.01.21 12:42
MikeMuc
Super8Aber dafür sind doch 8K wie Perlen vor die Säue...
Jo. Ich stelle mir auch immer vor, welche Berge von Speicherkarten und Festplatten dafür herhalten müssen. Dann noch die massive Rechenleistung für die Nachbearbeitung. Und wofür? Interviews? Make-Up-Tutorials auf YouTube?

Super8
Wenn du eine 4K hast, die lange durchhält, klein und unauffällig ist, dann hilft das manchmal sehr...
Also ein iPhone.
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Super8
Super830.01.21 13:04
sonorman
MikeMuc
Super8Aber dafür sind doch 8K wie Perlen vor die Säue...
Jo. Ich stelle mir auch immer vor, welche Berge von Speicherkarten und Festplatten dafür herhalten müssen. Dann noch die massive Rechenleistung für die Nachbearbeitung. Und wofür? Interviews? Make-Up-Tutorials auf YouTube?

Super8
Wenn du eine 4K hast, die lange durchhält, klein und unauffällig ist, dann hilft das manchmal sehr...
Also ein iPhone.

Der Reihe nach:
Im Nachgang den Bildausschnitt zu ändern, ist sehr bequem und bei manchen Aufnahmen wünscht man sich sogar noch mehr.. junge Filmemacher nutzen das m.M.n. zu oft, anstatt sich vorher Gedanken über das Bild zu machen.
Wofür? Nun, Interviews sind auch dabei. YouTube bestimmt nicht
Ein iPhone liefert sicher keine 4:2:2 / 10Bit. (Was die Sony ja nun endlich kann.)
Wirklich nur im Notfall und mit viel Rechenaufwand sind die Aufnahmen vom iPhone brauchbar. Hatte ich sogar schon mal, mit dem iPhone X als Second-Cam. Waren wirklich schlecht die Aufnahmen! Aber ich hatte Aufnahmen!! Die Kamera die du dabei hast, ist die BESTE ...
+3
Kolobok
Kolobok30.01.21 13:17
Embrace
Sony hat echt gute Kameras im Angebot, die mich schon seit längerem reizen. Wenn da nicht die ganzen Canonobjektive wären …
[/quote

Ich bin vor etwa 6 oder 7 Jahren zufällig mit der Sony a-Serie in Kontakt gekommen, war ein Einsteigermodell, die a68, hab dann allerdings zügig den Sprung auf die a7II und etwas später auf die a7III (wegen des Autofokus) gemacht.
Dazu noch 2 GM Objektive......nich hast einfach überzeugt und hab's nie bereut.

Die neue a1 ist auch wieder so ein Meilenstein.....für mich, ohne gewerbliche Ambitionen, allerdings eine Nummer zu heftig.
Bei 5000,- gern....
Mac User / Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt. (Albert Einstein)
+1
sonorman
sonorman30.01.21 13:24
Super8
Bitte nicht falsch verstehen. Ich habe das eben natürlich überspitzt formuliert.

Ich bin sicher, es gibt ein paar sehr nützliche Anwendungen für derlei Features. Aber die nützen höchstens ein paar wenigen Profis oder High-Endern, die auch mit einer gewissen Leidenschaft dabei sind, die technologischen Grenzen auszuloten und auszunutzen. Das verstehe ich sehr gut, denn ich bin selbst auf einem anderen Gebiet so ein Profi und High-Ender.

Eine Sache finde ich dabei aber bedenklich, und zwar die Preisentwicklung der Kameras, die früher auch für ambitionierte Amateure noch erschwinglich waren. Sony packt mal eben fast 3.000€ auf den Preis der R5 drauf. Was kommt als nächstes? Canon bringt die R1 und schafft 8K/120p für mindestens eine Stunde Daueraufzeichnung – zum Preis von 12.000€ für den Body? Lieber wäre mir da eine Entwicklung in noch bezahlbaren Kameras mit besseren „Out-of-the-Cam“-Ergebnissen, indem sie ihren Rückstand bei der Computational Photography gegenüber den Smartphones aufholen. Ich fände es auch aus professioneller Sicht toll, wenn ich nicht jedes Produktfoto als RAW aufnehmen und nachbearbeiten müsste. Wie wäre es mit einem Machine-Learning-Algorithmus für Produktfotografie, der automatisch Objekt und Hintergrund identifiziert, die korrekte Belichtung in Lichtern und Schatten trifft, Staub und Kratzer entfernt und das Objekt gleich mit einem Freistellungspfad versieht? – Man wird ja noch träumen dürfen.
+4
wolfgag
wolfgag30.01.21 14:15
MikeMuc
Super8Aber dafür sind doch 8K wie Perlen vor die Säue... Früher hat man da ne Videokamera für genommen oder gibt es sowas nicht mehr und muß das daher n Photoapparate?
In der Tat, für interviews o.ä. ist HD schon vollkommen ausreichend. Die ganzen Daten müssen ja schliesslich nach dem Dreh auch noch irgendwo hin und bearbeitet werden. 8k kann für VR, IMAX Produktionen oder großflächige Videoinstallationen Sinn machen, für alles andere ist es ganz klarer Overkill.
+1
Super8
Super830.01.21 14:31
sonorman

Keine Sorge.. verstehe ich nicht falsch da auch ich gerne überspitze bzw. ironisiere.
Was die Preise angeht, finde ich es besorgniserregend nur deswegen, weil viele ihren, bis dato guten, Namen für mittelmässige Produkte nutzen um höhere Preise aufzurufen. Warten wir mal ab, wenn jemand das Ding 1 Jahr benutzt hat, was dann dazu gesagt wird. Ich fand die Canon/Sony Preise bisher immer fair und 7300.- für eine Spitzenkamera ist jetzt nicht übertrieben. Für meine EOS1 habe ich auch so bezahlt, nur eben in DM. Hat 25 Jahre und über 100000 Auslösungen gehalten das Ding.
Da sind 600.- für einen mittelmässigen Kopfhörer schon was anderes..
Übrigens finde ich 8K auch übertrieben, aber ich denke ich bin zu alt für diesen Enthusiasmus.
+3
olilech30.01.21 14:41
Falls es jemand interessiert Fototrainer.com hat wohl schon eine a1 und gibt hier schöne Einblicke.

0
Kraftbuch
Kraftbuch30.01.21 16:36
olilech
Ich finde den Vergleich zur Canon R5 nicht passend. Das passende Gegenstück zur A1 Wird bei Canon die R1 und wird sicher im gleichen Preisbereich liegen.

Genau so ist es. Auch wenn der Vergleich reizt. Es sind Äpfel und Birnen.
+1
Kraftbuch
Kraftbuch30.01.21 16:41
sonorman
Eine Sache finde ich dabei aber bedenklich, und zwar die Preisentwicklung der Kameras, die früher auch für ambitionierte Amateure noch erschwinglich waren. Sony packt mal eben fast 3.000€ auf den Preis der R5 drauf. Was kommt als nächstes?

Die Alpha 1 setzt sich neben die 1DX MKIII und D6, da hat sich der Preis um 6000 Euro nun mal etabliert. Die R1 wird auch wieder in dem Bereich angesiedelt sein.
+1
Embrace30.01.21 17:02
Kolobok
Embrace
Sony hat echt gute Kameras im Angebot, die mich schon seit längerem reizen. Wenn da nicht die ganzen Canonobjektive wären …

Ich bin vor etwa 6 oder 7 Jahren zufällig mit der Sony a-Serie in Kontakt gekommen, war ein Einsteigermodell, die a68, hab dann allerdings zügig den Sprung auf die a7II und etwas später auf die a7III (wegen des Autofokus) gemacht.
Dazu noch 2 GM Objektive......nich hast einfach überzeugt und hab's nie bereut.

Die neue a1 ist auch wieder so ein Meilenstein.....für mich, ohne gewerbliche Ambitionen, allerdings eine Nummer zu heftig.
Bei 5000,- gern....

Das glaube ich. Ich habe allerdings eine über Jahre aufgebaute Objektivarmee. Zum Großteil fotografiere ich tatsächlich nur mit einer kleinen Auswahl. Aber hin und wieder lege ich mir kleine Challenges auf, wo ich nur einem bestimmten Objektiv fotografiere. Es ist da eher das Herz, das an den Objektiven hängt als der Verstand.
+2
Kolobok
Kolobok30.01.21 19:15
Embrace
Zum Großteil fotografiere ich tatsächlich nur mit einer kleinen Auswahl. Aber hin und wieder lege ich mir kleine Challenges auf, wo ich nur einem bestimmten Objektiv fotografiere. Es ist da eher das Herz, das an den Objektiven hängt als der Verstand.

Ich habe mich derzeit nur mit 2 Linsen begnügen können, welche meine Anwendungen abdecken, das sind das 16-35GM und das 24-70GM.
Wenn's notwendig werden sollte kommt noch das 70-200GM dazu.....mehr brauche ich nicht. Die haben alle f2.8....
Mac User / Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt. (Albert Einstein)
0
claudiusw
claudiusw30.01.21 19:48
Gammarus_Pulex
Traumatom
Nicht wirklich, oder?

Blitzsynchronzeiten von 1/400? Bisher unmöglich ohne besonderen Verschluss. Nur als Beispiel.
Nicht ganz korrekt! Es gibt Kameras, die mit High Speed Sync diese oft bei 1/250 oder 1/320 liegende Blitzsynchronzeit umgehen können. Braucht einen passenden Blitz und Kamera, meines Wissens beherrschen aktuelle Fujifilm X-System Kameras dies.
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