Intel stellt neue Prozessoren vor – High Performance für kommende Macs?

Der Chip-Hersteller Intel, dessen Prozessoren auch in den Mac-Modellen ihren Dienst tun, hat neue Serien vorgestellt. Neben den ersten i9-Prozessoren für Notebooks überhaupt sind nun auch Intel "Mainstream" Prozessoren der 8. Generation mit integrierten Intel-Iris-Grafikkarten im Programm. Die Vorgänger dieser Reihe verbaut Apple in den aktuellen Macbook Pros.

Das neue Topmodell für mobile Computer heißt Intel Core i9. Mit sechs Kernen und 12 Threads, sowie einem Turbotakt von bis zu 4,8 Ghz stellt der Prozessor alle Vorgänger in den Schatten. Man habe noch nie einen Prozessor hergestellt, der mehr Performance biete, so Intel. Der Chip der H-Serie hat einen Grundtakt von 2,8 Ghz und eine Leistungsaufnahme von 45 Watt. Damit würde er sich für das Topmodell der Macbook-Pro-Reihe eignen.

i5 mit Multithreading
Intel stellte zudem neue i3-, i5- und i7-Modelle vor, deren Grundtakt zwischen 2,3 und 2,7 Ghz variiert. Die maximale Taktung durch Intels TurboBoost-Technologie beträgt 3,6 bis 4,5 Ghz Außer dem einzigen i3 der neuen Serie stattet Intel die Chips mit 4 Kernen und 8 Threads aus. Alle Modelle haben eine Leistungsaufnahme von 28 Watt und wären damit auch für zukünftige 13 Zoll Macbook Pros und Mac minis denkbar.


Die neue Familie basiert auf der Coffee-Lake-Plattform und wird Intel zufolge im 14nm++ Prozess gefertigt. Sie soll in Spielen 41 Prozent höhere Frameraten und 59 Prozent schnelleres 4k-Videoediting im Vergleich zur Vorgängerreihe mit derselben Grafikeinheit erreichen. Zusätzlich bewirbt Intel die neuen Chipsätze der Serie 300 mit Gigabit-WLAN, der zweiten Generation von USB 3.1 (10Gb/s) und Optane-Integration. Intel Optane ist ein nichtflüchtiger Zwischenspeicher zwischen Festplatte und dem Restsystem.

Neue Desktop-Prozessoren
Zusätzlich hat Intel eine Reihe von Desktop-Prozessoren vorgestellt. Darunter sind sechs Stromsparmodelle (Low Power) mit 35 Watt Leistungsaufnahme, die für kommende Mac mini Modelle geeignet wären. Während sich die Core i3 mit vier Kernen und genau so vielen Threads begnügen müssen, haben die i5 sechs Kerne/Threads und Taktraten von bis zu 3,7 Ghz im Turbomodus . Der Low-Power-i7 besitzt auch sechs Kerne, beherrscht aber als einziger der neuen Familie Multithreading und damit 12 Threads. Die neuen zwei i5 in der Standard-Power-Konfiguration (65 Watt) haben genauso viele Kerne/Threads wie die Brüder aus der Stromsparfraktion, sind allerdings höher getaktet. Das Topmodell erreicht maximal 4,3 Ghz (Turbo).

Mit ihren Spezifikationen empfehlen sich die neuen Desktop-Modelle für ein etwaiges Mac-mini-Modell, aber auch für die kommende iMac-Generation. Intels Presse-PDF lässt sich hier herunterladen.

Kommentare

macmuckel
macmuckel04.04.18 11:00
Die leiden doch sicher noch an Spectre und Meltdown. 🤔
+4
Johnny6504.04.18 11:07
macmuckel
Die leiden doch sicher noch an Spectre und Meltdown. 🤔

Ich glaube, dieses Thema bekommt die Intel-PR-Maschine (erfreulicherweise) nicht so leicht aus der Welt wie sie vielleicht meint. War gestern auch im heise-Forum der erste Kommentar zu den neuen Prozessoren.

Intel hat ja für die 2. Jahreshälfte 2018 die ersten Prozessoren angekündigt, die Architekturverbesserungen gegen diese Lücken haben sollen. Ich hoffe sehr darauf, dass die in den nächsten für mich interessanten Macs (nämlich dem neuen Mac Pro und/oder ggf. dem nächsten Macbook Pro) dann auch schon verbaut werden.

Ich denke, sonst würde ich noch mal eine Produktgeneration warten. Meine Motivation, ein paar tausend Euro für Prozessoren mit so eklatanten und v.a. bereits bekannten Sicherheitslücken auszugeben, hält sich doch in Grenzen. Dann müssen die bisher genutzten Macs halt noch mal ein, zwei Jahre länger durchhalten...
+5
Windwusel
Windwusel04.04.18 11:09
Jetzt kommt mir mein 2017er MacBook Pro schon wieder alt vor. So ein i9 wäre schon was feines 🙂
Meine  Hardware: MacBook Pro mit Touch Bar (15-inch, 2018), iPhone X, AirPods und Apple TV 4
+2
kailashamrit
kailashamrit04.04.18 11:09
macmuckel
Die leiden doch sicher noch an Spectre und Meltdown. 🤔
Das war auch meine erste Frage!

Und: ist da auch ein geeigneter Prozessor für das Basis-MBP 15" dabei?
0
pünktchen
pünktchen04.04.18 11:13
Es gibt ein Basis-MBP 15" ? Welches soll das denn bitte sein? Das für 2800 Ocken?

Aber um deine Frage zu beantworten: die ganzen "performance mobile processors" auf S. 14 der verlinkten PM sollten ins grosse MBP passen wenn ihr TDP sich wie bisher von 45W auf 35W drosseln lässt.
0
kailashamrit
kailashamrit04.04.18 11:30
Pünktchen
Es gibt ein Basis-MBP 15" ? Welches soll das denn bitte sein? Das für 2800 Ocken?

Nein, das für 2249€: 2,2 GHz Quad‑Core Intel Core i7 Prozessor (16 GB RAM, 256 GB SSD)
0
B4byf4ce04.04.18 11:35
10 Jahre gewartet dieses Jahr schlag ich zu. Obwohl USB 3.2 noch immer nicht integriert ist ( 20 GB/s). iMac oder MacBook Pro, vielleicht auch beides.
Bluetooth 5 noch dann ist es bis auf usb aktuell.
Endlich 6kerner im 13. Modell.
+2
MetallSnake
MetallSnake04.04.18 11:39
Ich hoffe stark auf einen neuen iMac zur WWDC. Ich brauche ihn nicht, aber möchte gern. Also kann ich warten, auch wenn es mir schwer fällt. Würde ich den aktuellen kaufen würde ich mich kurze Zeit später nur ärgern dass ich nicht auf das neue viel bessere Modell gewartet habe.

Die 6 Kerne sind schon verführerisch, ich hoffe die kommen dann auch in einen iMac rein, mit anständiger Grafikkarte und dem Lüftungssystem des iMac Pro.

Man wird ja wohl noch träumen dürfen.
Erwachsensein ist halb gestorben --Relatives Menschsein
+2
pünktchen
pünktchen04.04.18 11:54
kailashamrit
Pünktchen
Es gibt ein Basis-MBP 15" ? Welches soll das denn bitte sein? Das für 2800 Ocken?

Nein, das für 2249€: 2,2 GHz Quad‑Core Intel Core i7 Prozessor (16 GB RAM, 256 GB SSD)

Ach der Oldtimer von 2015. Dessen CPU hat sogar einen TDP von 47 Watt.
+1
Der echte Zerwi04.04.18 12:20
pünktchen
kailashamrit
Pünktchen
Es gibt ein Basis-MBP 15" ? Welches soll das denn bitte sein? Das für 2800 Ocken?

Nein, das für 2249€: 2,2 GHz Quad‑Core Intel Core i7 Prozessor (16 GB RAM, 256 GB SSD)

Ach der Oldtimer von 2015. Dessen CPU hat sogar einen TDP von 47 Watt.

Boah...das gibt's ja tatsächlich noch !!!

Aber by the way, zu den neuen Prozessoren: Günstiger wird das sauteure 15" dadurch sicher nicht. Schade, bis vor wenigen Jahren waren die Teile noch halbwegs erschwinglich. Aber heute? Keine Chance.
+6
antipod
antipod04.04.18 12:27
Sie soll in Spielen 41 Prozent höhere Frameraten und 59 Prozent schnelleres 4k-Videoediting im Vergleich zur Vorgängerreihe mit derselben Grafikeinheit erreichen.

Cool, dann hängt es also nicht mehr vom Editor ab, wie schnell editiert wird! Yeah!
Rabarber, Rabarber, Rabarber....
0
jensche04.04.18 12:57
Ich hoffe auf Mac Pro, Apple Cinema Display und Mac Mini. Natürlich Updates der Mobilen Macs und iMac.
+2
Der echte Zerwi04.04.18 13:43
Mac mini ! *LOL* Der Running Gag des Jahrhunderts.
+6
user_tron04.04.18 13:49
Und schon ist die Sichtweise auf ARM in kommenden Macs wieder ne ganz andere...

Spectre/Meltdown... glaubt jemand diesen Mist wirklich?
Ich erwarte von niemanden Zustimmung für meine persönlichen Ansichten ;-)
-2
Valentino04.04.18 14:13
Wir sind im Jahr 2018, also noch 2 Jahre könnten wir darauf warten ... ob es nun ARM-Chips mit Mac 2.0 oder weiterhin mit Intel. Geld verdienen lässt sich nun mal mit eigene Werke! Ich behalte weiterhin meine alten Macbook Pro Retina plus iPad Retina ... es läuft noch gut.
+1
Mecki
Mecki04.04.18 14:17
Erst wenn Intel CPUs liefert, die nachweislich und ohne jeglichen Performanceverlust komplett gegen Spectre und Meltdown gefeilt sind und Apple diese in ihren Rechnern verbaut, erst dann werde ich mir wieder einen neuen Mac zulegen. Solange bis das passiert kann ich schon noch warten.
-1
motiongroup04.04.18 16:32
Hier dito
Kein Neukauf in Sicht alles funktioniert bestens
Nach dem durchwachsenen OSen Jahr werde ich auch davon Abstand nehmen einen Rel. Sprung zu machen
wer nen roten Daumen über hat.. darüber plaudern ist nicht so euer Ding gell
-1
daschmc04.04.18 18:21
„Alle neuen Coffee Lake (H/S) werden mit aktualisiertem Microcode gegen Spectre ausgeliefert. Platinen mit etwa dem B360 haben ein passendes UEFI für ältere Prozessoren wie den Core i7-8700K, damit diese gegen Side-Channel-Attacken geschützt sind.“

via golem.de
+1
Johnny6504.04.18 20:26
Das meinte ich mit der PR-Maschine. Dann sind die Microcode-Updates halt schon bei Auslieferung drauf, statt per BIOS-Update nachgereicht werden zu müssen.

Intel selbst hat angekündigt, dass Prozessoren, die Specre und Meltdown durch Änderungen ihrer Architektur entgegenwirken, ab dem zweiten Halbjahr 2018 verfügbar sein sollen.

heise.de:

Wobei das ja viel früher wäre als viele erwartet haben. Es gab Stimmen, die meinten, dass es mindestens zwei Jahre dauern würde, bis solche Änderungen den Weg vom Design-Stadium bis auf die tatsächlichen Wafer absolvieren würden.
+3
misc04.04.18 20:29
daschmc
„Alle neuen Coffee Lake (H/S) werden mit aktualisiertem Microcode gegen Spectre ausgeliefert. Platinen mit etwa dem B360 haben ein passendes UEFI für ältere Prozessoren wie den Core i7-8700K, damit diese gegen Side-Channel-Attacken geschützt sind.“

Das ist zwar schön, aber die eigentliche Frage ist doch, ob diese Microcode-Updates noch dieselben Performence-Nachteile haben wie bei den aktuellen Chips. Vermutlich ja.
+2
misc04.04.18 20:33
Johnny65
Wobei das ja viel früher wäre als viele erwartet haben. Es gab Stimmen, die meinten, dass es mindestens zwei Jahre dauern würde, bis solche Änderungen den Weg vom Design-Stadium bis auf die tatsächlichen Wafer absolvieren würden.

Microcode-Updates != Architekturveränderungen. Wenn sie die Architektur verändert hätten (im Sinne von Ursachenbekämpfung) bräuchten sie keine Patches.
0
Scrembol
Scrembol04.04.18 20:57
Ich wollte meinen Gamingrechner eh erst 2019 aufrüsten, bzw ggf sogar nen ganz neuen bauen. Aber dann passt das ja genau. Leistungstechnisch finde ich es spannend, das doch scheinbar noch gute Sprünge drin sind.. aber eigtl wollte ich erst bei 10nm und 2. Gen aufrüsten. Mal schauen ob das bis 2019 schon was wird. Nvidia müssten jetzt die Tage auch ihre neuen Grafikkarten präsentieren, die sind dann bis 2019 auch ausgereift und immerhin halbwegs bezahlbar.
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macmuckel
macmuckel05.04.18 07:37
Mecki
Erst wenn Intel CPUs liefert, die nachweislich und ohne jeglichen Performanceverlust komplett gegen Spectre und Meltdown gefeilt sind und Apple diese in ihren Rechnern verbaut, erst dann werde ich mir wieder einen neuen Mac zulegen. Solange bis das passiert kann ich schon noch warten.

Das sehe ich genauso.
+1
macmuckel
macmuckel05.04.18 07:39
motiongroup
Hier dito
Kein Neukauf in Sicht alles funktioniert bestens
Nach dem durchwachsenen OSen Jahr werde ich auch davon Abstand nehmen einen Rel. Sprung zu machen

Auch da handle ich genauso.
0
Mecki
Mecki05.04.18 18:05
daschmc
„Alle neuen Coffee Lake (H/S) werden mit aktualisiertem Microcode gegen Spectre ausgeliefert.
Was nur bedeutet, die haben den Fix, den Intel jetzt für alle alten CPUs nachgeliefert haben eben schon ab Werk drauf, also den Fix, der nur eine Behelfslösung ist (da er bei Spectre überhaupt nur dann funktioniert, wenn der Compiler von Spectre weiß und eine Stelle korrekt erkennt, die man mit Spectre angreifen kann, was oft nicht mal der Fall ist, und dort dann entsprechend anderen Maschinencode erzeugt) und der dann aber je nach Code die CPU leicht langsamer oder sogar deutlich langsamer macht (bei einigen Spielen brechen durch den Patch Frameraten auf die Hälfte ein).

So was meinte ich nicht in meinen Kommentar. Man kann das Spectre und Meltdown Problem auch in Hardware lösen, ganz ohne irgend einen Microcode Fix, indem die CPU bei einer Rückabwicklung aufgrund einer falschen Sprungvorhersage automatisch auch bestimmte Cache Bereiche wieder löscht, was sie eben derzeit nicht tut (und somit diese Angriffe möglich macht). Diese Lösung hat dann keinerlei Performanceverlust (die CPU ist wieder so schnell wie vor den Fixes, da eine Rückabwicklung schon immer langsam gewesen ist und der Cache parallel dazu aufgeräumt werden kann, wozu mehr als genug Zeit vorhanden wäre) und ist auch absolut wasserdicht (der Compiler muss gar nichts tun oder wissen, er kann arbeiten wie früher und einfach nur den schnellsten Code erzeugen, die CPU selber macht Spectre/Meltdown Angriffe von Haus aus immer unmöglich).

Aber so ein Cache-Aufräumen muss eben von Anfang an in der Architektur mit vorgesehen sein, das kann man da nicht schnell mal "rein-wursteln", hier muss massiv am Chip Design geschraubt werden. Das kommt also frühesten mit der übernächsten Generation denn für die nächste dürfte die Zeit nicht ausgereicht haben hier noch mal auf die Schnelle alles umzubauen. Ggf. auch erst mit der Überübernächsten, dann wird aber Intel wieder Marktanteile einbüßen, weil AMD will das schon mit der nächsten Generation in Hardware lösen (die waren sowieso etwas weniger stark davon betroffen, eine Zeit lang war offen, ob sie Spectre überhaupt betrifft, da die CPUs etwas anders arbeiten intern, leider sind sie aber auch betroffen, aber in weniger Fällen). Und auch ARM arbeitet mit Hochdruck so schnell wie möglich das in Hardware gelöst zu bekommen.
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subjore06.04.18 15:42
B4byf4ce
10 Jahre gewartet dieses Jahr schlag ich zu. Obwohl USB 3.2 noch immer nicht integriert ist ( 20 GB/s). iMac oder MacBook Pro, vielleicht auch beides.
Bluetooth 5 noch dann ist es bis auf usb aktuell.
Endlich 6kerner im 13. Modell.

Im 13 Zoll Model kommt nur ein 4 kerner. Das wäre auch ein ziemlicher Sprung von 2 auf 6 Kerne.
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