Gurman: Team der Vision Pro aufgelöst – aber Projekt nicht eingestellt


Vor einigen Tagen hatten wir darüber berichtet, dass Apple das Entwicklungsteam der Vision Pro aufgelöst und die Mitarbeiter auf andere Bereiche verteilt hat. Dedizierte Teams nur für ein einzelnes Projekt einzusetzen, war für Apples sonstige Arbeitsweise ohnehin ziemlich unüblich. Normalerweise setzt das Unternehmen eher auf "Wanderfeldbau" – Hardware- und Software-Spezialisten machen dort mit, wo es gerade den meisten Bedarf gibt, und haben daher umfassenden Überblick über Projektgrenzen hinweg. Genau das ist nun bei der Vision Pro erfolgt, wenngleich man laut Mark
Gurman nicht von einer Projekteinstellung sprechen sollte.
Spatial Computing ja, aber nicht per HeadsetApple arbeitet zwar weiterhin an Spatial-Computing-Hardware, doch die Vision Pro stehe eindeutig nicht mehr im Zentrum der Produktplanung. Ein großer Teil des Hardware-Teams, das zuvor an der Vision Pro arbeitete, befasse sich jetzt vor allem mit Smart Glasses. Ursprünglich sei eine leichtere Version des Headsets geplant gewesen, diese Ressourcen habe Apple jedoch komplett zur Entwicklung von kompakten Brillen verschoben.
Weiterentwicklung von visionOS gesichertUngeachtet der veränderten Prioritäten: visionOS bleibe laut Gurman in aktiver Entwicklung, die Vision Pro erhalte weiterhin Systemupdates – und es gebe keine Pläne, das Gerät aus dem Sortiment zu entfernen. Hoffnungen auf eine neue Generation der Vision Pro sollte man sich aber nicht machen, zumindest nicht in den kommenden beiden Jahren. Wenn es überhaupt noch einmal eine Neuauflage gebe, dann keinesfalls vor 2028.
Ternus steht nur bedingt hinter der Vision ProOb überhaupt noch einmal so viel Aufwand betrieben wird, erscheint indes fraglich. Angeblich steht der zukünftige CEO John Ternus zwar voll hinter der Produktkategorie "Smart Glasses", betrachtet Headsets wie die Vision Pro hingegen mit Skepsis. Diese Ansicht teile er mit vielen anderen Topmanagern im Konzern, die ebenfalls nicht an die Vision Pro als eigenständiges Produkt glauben – das Projekt stattdessen eher als Forschungs- und Erprobungsfeld ansehen.