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Offiziell: Apple beerdigt den Mac Pro – kein Nachfolger geplant, Verkauf eingestellt

Apple stellte den allerersten Mac Pro als Nachfolger der PowerMac G5 im Zuge der Intel-Umstellung im Jahr 2006 vor – und zur damaligen Zeit war der Tower-Mac ein gängiges Modell. Der Mac Pro kam im äußerlich ähnlichen Gehäuse wie der PowerMac G5 daher. Im Dezember 2013 löste Apple den Tower durch ein völlig neues Modell ohne interne Erweiterungsmöglichkeiten ab – in der Community etablierte sich für das zylinderförmige und recht kleine Gerät schnell der Spitzname "Tischmülleimer".


Im Jahr 2019 revidierte Apple schließlich die Entscheidung und präsentierte wieder einen Mac Pro als Tower in einem neu gestalteten Gehäuse – damals noch auf Intel-Basis, denn die Ankündigung der M-Macs erfolgte erst im darauffolgenden Sommer. Zur WWDC 2023 stellte Apple den Mac Pro als letzten Mac auf eigene Prozessoren um – und dieser kam mit dem M2-Ultra-Chip daher, aber nach wie vor im selben Gehäuse wie der Intel-Vorgänger. Obwohl das Modell PCIe-Steckplätze mitbringt, unterstützten diese keine Erweiterungskarten mit Grafikprozessoren wie die Intel-Modelle zuvor. Seit Mitte 2023 brachte der Konzern keine aktualisierte Variante mehr auf den Markt – und die Gerüchteküche spekulierte mehrfach, ob der Konzern überhaupt noch einen Nachfolger plant.

Apple beerdigt den Mac Pro
Nun gab der Konzern gegenüber 9to5Mac bekannt, dass der Mac Pro ab sofort eingestellt wird – und der Konzern keine Pläne habe, ein Nachfolgemodell zu entwickeln. Die Informationen scheinen zu stimmen, denn auf den Apple-Seiten findet sich kein Hinweis mehr auf den bislang teuersten Mac – und der Direktlink auf die Seiten des Mac Pro leitet das Unternehmen nun die Mac-Übersichtsseite weiter. Mit der Einstellung des Mac Pro nimmt Apple den letzten Mac aus dem Programm, welcher sich vom Kunde nach dem Kauf erweitern lässt, denn weder ein MacBook, noch der Mac mini, iMac oder Mac Studio bringen PCIe-Steckplätze oder eine vom Käufer austauschbare SSD mit.


Von der Zeit überholt
Vor 20 Jahren war ein PowerMac oder Mac Pro für viele Tätigkeiten erforderlich, denn andere Modelle waren schlicht zu langsam. Nicht nur professionelle Anwender setzten auf den Mac Pro (bzw. zuvor auf den PowerMac G4 und G5), sondern auch Privatanwender. Da jedoch Prozessoren immer schneller wurden und spätestens seit der Präsentation der Macs mit M-Chips fast jeder Mac für die allermeisten Nutzer ausreichend Leistung bietet, schrumpfte der Markt für große Tower immer weiter.

Zukunft: Mac Studio
Der Mac Pro dürfte in den vergangenen Jahren nur in sehr kleinen Stückzahlen Abnehmer gefunden haben, denn die Vorteile im Vergleich zum Mac Studio sind gering – dafür aber der Preis erheblich höher (Mac Pro: Ab 8.299 Euro, Mac Studio mit Ultra-Chip ab 4.799 Euro). Außerdem entscheiden sich je nach Bericht zwischen 80 bis 90 Prozent der Mac-Nutzer sowieso für ein Laptop – und Desktop-Rechner fristen daher bei Apple ein Nischendasein.

Drei Laptops, drei Desktops
Mit der Einstellung des Mac Pro besteht Apples Mac-Lineup aktuell aus insgesamt sechs Produktreihen: Im sehr wichtigen Laptop-Segment bietet der Konzern das MacBook Air, MacBook Pro und das neue, günstige MacBook Neo an. Will man einen Desktop-Mac, hat man die Wahl zwischen dem iMac 24", dem Mac mini und dem Mac Studio. Leider veröffentlicht der Konzern keine konkreten Verkaufszahlen der einzelnen Produktreihen – und daher ist schwer abzuschätzen, welche Geräte am beliebtesten sind. Die einzige gesicherte Information direkt von Apple ist, dass das MacBook Air in den vergangenen Jahren das meistverkaufte Mac-Modell ist – doch dies könnte sich mit der kürzlich erfolgten Präsentation des MacBook Neo möglicherweise ändern.

Kommentare

semmelroque
semmelroque26.03.26 22:26
R.I.P.
+11
OliverCGN26.03.26 22:28
Schade, das war das einzige Model, welches 19"-Kompatibel war.
Gerade im Hinblick auf die Nutzung als lokale KI-Server hätte Apple das Model im Markt belassen und aktualisieren sollen.
+3
typneun26.03.26 22:30
Seufz.
Schade. Zwar seit langem nicht mehr gekauft oder genutzt. Trotzdem das Ende einer Ära. 😔
+11
dam_j
dam_j26.03.26 22:33
OliverCGN
Schade, das war das einzige Model, welches 19"-Kompatibel war.
Gerade im Hinblick auf die Nutzung als lokale KI-Server hätte Apple das Model im Markt belassen und aktualisieren sollen.

Wo liegt denn der Sinn im Rack so viel Platz zu verschwenden??
Den gleichen Platz kann man ja mit min. 4x Mac Studios füllen mit min. 4x soviel "KI"-Leistung!
Das Leben ist Scheiße aber die Grafik ist geil !
+29
macgaragist26.03.26 22:36
Das überrascht mich überhaupt nicht. Nachdem Apple die Studios mit ihren Ultra Pro Max Prozessoren rausbrachte, die mit ihrer schieren Rechenleistung eigentlich längst "Pro" sind. Unterm Strich eine logische Marketingentscheidung.
Viel lieber hätte ich einen 32" iMac M5 Pro Max. - Das wäre mal was.
+8
Stefanie Ramroth26.03.26 22:36
dam_j
Den gleichen Platz kann man ja mit min. 4x Mac Studios füllen mit min. 4x soviel "KI"-Leistung!
Auch im Bereich der Miet-Macs z.B. bei AWS kamen ja Mac Studio zum Einsatz.
Ich stimme Dir zu. Höchstens interessant wäre es, einen 1U Mac zu entwickeln. Aber der würde noch mehr zum Nischen-Produkt.
Daher ist die Lösung mit den Mac Studio sicher die beste Hybride für beide Anwendungsfälle.
+4
sudoRinger
sudoRinger26.03.26 22:38
Der Mac Pro sollte das Spitzenmodell für alle Anwendungen sein. Offenbar wusste aber nicht mal Apple für welche Art der Nutzung er gekauft werden sollte.
So war der einzige Vorteil viel nachrüstbarer schneller SSD-Speicher. Etwas klein diese Nische.
Man hätte den Mac Pro ja als nachrüstbares Thunderbolt-Dock-Gehäuse, in dem man ein Mac Studio reinstellen kann, positionieren können
+7
t.stark
t.stark26.03.26 22:51
So war der einzige Vorteil viel nachrüstbarer schneller SSD-Speicher.
Naja wenn das der einzige Vorteil war, das könnte man auch im Mac Studio (und anderen macs) haben. Für einen m.2-Slot braucht man keinen montrösen Tower.

Für mich bedeutet es vor allem, dass Apple nicht vor hat eine Lösung anzubieten, die auf zusätzliche Steckkarten setzt, die richtig Platz brauchen, insbesondere natürlich Grafikkarten. Gut man konnte auch beim besten Willen kein solides Gesamtkonzept oder überhaupt eine Produktidee erkennen. Der Mac pro war zuletzt ein absolutes Schwachsinnsprodukt. Fast könnte man meinen Apple hätte das Teil nur rausgebraucht, damit sie sagen können: "Sehet her so eine Kiste will doch keine Sau kaufen."
MTN
Von der Zeit überholt
Vor 20 Jahren war ein PowerMac oder Mac Pro für viele Tätigkeiten erforderlich, denn andere Modelle waren schlicht zu langsam.
Tja das mag für viele Tätigkeiten gelten, aber wer heute richtig Grafikpower braucht, der wird bei Apple nicht fündig. Was es braucht ist ein normaler PC mit einer starken Grafikkarten, die dann mindestens in einem Midi-Tower steckt... Apple kann ordentliche Performance in kompakten Abmessungen. Aber hier reden wir vom pro-Modell und da hat Apple nichts, die Konkurrenz aber schon und Nachfrage gibt es dort genug.
-14
OliverCGN26.03.26 23:12
dam_j
Wo liegt denn der Sinn im Rack so viel Platz zu verschwenden??
Den gleichen Platz kann man ja mit min. 4x Mac Studios füllen mit min. 4x soviel "KI"-Leistung!
Da hab ich mich unklar ausgedrückt:
Mit "aktualisieren" meinte ich "an diesen Bedarf anpassen".
Apple hatte mal Server im Sortiment, die eine Höheneinheit groß waren, über 2 redundante Netzteile verfügten und ein eingebautes Raid hatten.

Wäre cool, wenn Apple einen 19" MacPro-Server mit redundanten Netzteilen, NVMe M.2 SSD-RAID und austauschbarem RAM anbieten würde.

Man hätte dann auch direkt ein Thunderbolt Connect-Modul rausbringen können, um mehrere Server zu verbinden (Stichwort RDMA - Remote Direct Memory Access), ohne mit 5 Kabeln hantieren zu müssen.
+5
TorstenW26.03.26 23:15
Ein quasi unlösbares Problem der Umstellung auf die M-Prozessoren war, dass die ganzen nVidia Grafikkarten nicht mehr kompatibel waren.
Insofern waren die Aufrüstoptionen sehr limitiert, was ein Grund für viele Mac Pro Käufer war. Im Grunde war das Ding nur noch interessant, wenn man z.B. Video oder Audio-Karten hatte, die umbedingt PCIe brauchten.

Aber hier kommt das ins Spiel, was @t.stark sagt: Das Gesamtkonzept war nicht erkennbar. Apple hat mit dem Mülleimer Mac Pro eine Menge Leute vergrault, selektive, extrem seltene Updates führen auch nicht dazu, das Profis die Plattform mögen. Wenn mein Mac Pro kaputt geht und ich dann gezwungen bin, ein mehrere Jahre altes Modell zum gleichen Preis zu kaufen um den zu ersetzen, dann ist das halt nicht sonderlich verlockend, wenn ich in der Windows-Welt die gleichen Programme laufen lassen kann und mir die Machine nach meinem Gusto zusammenstellen kann und immer an der Spitze der Performance bleiben kann und Grafikkarten etc einfach aufrüsten, wenn neue Generationen erscheinen.

Der Mac Studio hat natürlich auch massiv in die Verkäufe gefressen, weil die Leistung für viele ausreicht, auch für anspruchsvolle Tätigkeiten.
Insofern war der Mac Pro ein Relikt aus alten Zeiten, dessen Zielgruppe extrem klein war und für Apple ergab es keinen Sinn extra Komponenten zu entwickeln. Der Trend geht bei Apple dahin, Komponenten in möglichst vielen Geräten einzusetzen um Produktionskosten aufgrund von Skalierung klein zu halten, deswegen gibt es das Neo mit A-Prozessor, die neuen Bildschirme nutzen auch die gleichen Chips, die andere Produktreihen. Das ist für Apple einfach super clever gelöst, dass die Produkte von der Hardware miteinander kompatibel sind. Das spart enorm an Entwicklungs- und Produktionskosten. Apple hat da gar keine Lust irgendwelche Ultra-super-mega-Chips für den Mac Pro zu entwickeln, die in den anderen Geräten nicht verwendet werden können.
+11
macuser22
macuser2226.03.26 23:16
„Von der Zeit überholt“ trifft es auf den Punkt. Ich mochte diese Zeiten, aber man darf sie gehen lassen. R.I.P. Mac Pro.
Erkenne dich selbst –//– Nichts im Übermaß
+18
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck26.03.26 23:23
macuser22
Ich weine dem Mac Pro auch aus Nostalgiegründen nach – Basteln und Erweitern war damals toll, aber trotzdem möchte ich heute keinen großen Tower mehr unter dem Tisch stehen haben. Die Vorteile eines Laptops, was man einfach mitnehmen kann und auf dem Schreibtisch an externen Bildschirme klemmt, sind einfach zu groß und die Abstriche (für mich) gleich Null.
+20
rafi26.03.26 23:37
mal sehen für wie lange
+4
FlyingSloth
FlyingSloth27.03.26 00:33
Vollkommen logische Entwicklung und sinnvolle Entscheidung von Seiten Apple's. Das Teil brachte keinen Mehrwert mehr oder Vorteile im Vergleich zum aktuellen Mac Studio.
Fly it like you stole it...
+2
Topper Harley
Topper Harley27.03.26 00:52
Da können mir doch sicher alle hier helfen,

wie baut man denn in einen Mac Studio oder Mac mini mehrere Festplatten, solche 16TB 3,5" und weitere für Dual-Boot Systeme, und ein Blue-Ray Laufwerk ein, wenn ein Mac Pro so ausrangiert ist?? -abgesehen vom Bitte kauf mich nicht Preis.

Ist mir echt ein Rätsel. und ja, ich brauche das, Medienserver mit erheblich besserer Qualität als das scheiß Streaming welches eh immer schlechter wird etc. Als auch wenn man seine teure Hardware für alle Computerwelten nutzen möchte.
und ja, BlueRay funktioniert auf Mac bei mir

- - - - - - -

des Weiteren, wie machen das die echten Pro's dann mit Zusatz-Hardware Steckkarten a la: https://www.avid.com/products/pro-tools-hdx
Kann man die dann am SD Slot reinquetschen??
Oder findet man die Pro's zukünftig dann bei Windows?
Lassen sich etwas User dermaßen herbe Einschnitte und Abstriche eingehen? Frag ja nur

Also bitte liebes Forum, Lösungen Lösungen Lösungen
-9
Mad Doc
Mad Doc27.03.26 01:49
Topper Harley
des Weiteren, wie machen das die echten Pro's dann mit Zusatz-Hardware Steckkarten a la: https://www.avid.com/products/pro-tools-hdx
Kann man die dann am SD Slot reinquetschen??

Also bitte liebes Forum, Lösungen Lösungen Lösungen

Ganz einfach:
Man nehme ein Thunderbolt PCIe Erweiterungsgehäuse wie z.B. dieses hier https://www.amazon.de/dp/B0CKBZGTSH/?th=1. Alternativ suche bei Google nach "thunderbolt pcie-gehäuse" oder Du nimmst die Box von Avid selbst:
https://www.avid.com/products/pro-tools-hdx-thunderbolt-3-chassis
https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Avid-HDX-Thunderbold-3-Chassis-Desktop/art-PCM0016323-000
Diese Nachricht wurde umweltfreundlich aus wiederverwerteten Buchstaben und Wörtern weggeworfener eMails geschrieben. Sie ist daher voll digital abbaubar.
+21
twix
twix27.03.26 03:25
Topper Harley
Also bitte liebes Forum, Lösungen Lösungen Lösungen

Im Zweifel orientiert man sich an der Liste, die Avid selbst zur Verfügung stellte:

Beste Grüße
Peter
+10
FlyingSloth
FlyingSloth27.03.26 03:36
@Topper Harley,

wieso willst Du eine 16 TB 3.5 " Platte intern verbauen? Speed kann ja wohl nicht der Grund sein, denn jede am Mac Studio verbaute externe Schnittstelle ist um Laengen performanter als die beste traditionelle 3.5" Festplatte.
Fuer Dual Boot ist eine externe schnelle SSD formatiert mit APFS und GUID Partition Map allemal die bessere Wahl als eine interne traditionelle 3.5" HD

Und Firmen wie AVID, Blackmagic und Co stellen ohnehin ihre eigenen Breakout Boxen her, wie von Mad Doc schon erwaehnt. Es gibt wirklich keinen Grund mehr ausser Nostalgie, sich so ein Tower Ungeheuer hinzustellen.

Oder man holt sich ein Sonnet xMac Studio, wenn man wirklich Karten verbauen will.


und fuer Blue Ray gibt es doch echt gute externe Optionen von Pioneer.
Fly it like you stole it...
+7
Weia
Weia27.03.26 05:28
FlyingSloth
Es gibt wirklich keinen Grund mehr ausser Nostalgie, sich so ein Tower Ungeheuer hinzustellen.
Warst Du es nicht, der mir unlängst vorhielt (und dies sogar mit recht drastischen Worten), ich dürfe nicht von meinen Bedürfnissen auf die anderer schließen? 😜

Auch wenn es sich schon abgezeichnet hatte und spätestens mit der ersatzlosen Einstellung des 32"-Displays akut zu werden drohte, so ist diese Nachricht doch für mich die größte vorstellbare Mac-Hiobsbotschaft schlechthin, die mich heute Nacht vermutlich um den Schlaf bringen wird.

Das Verschwinden des 32"-Displays (das mit der letzten Mac-Pro-Iteration vorgestellt wurde und insofern quasi zum Mac Pro gehörte) allein macht bereits klar, dass es eben nicht so ist – wie viele hier behaupten –, dass Apple lediglich ein konzeptuell völlig überholtes und mittlerweile leicht ersetzbares Gerät vom Markt nimmt. Der Mac Pro ist für die, die auf Erweiterbarkeit angewiesen sind, so wenig durch den Mac Studio zu ersetzen wie ein 32"-Display durch ein 27"-Display mit dem Zusatz XDR. Apple nimmt hier Abschied vom High-End-Bereich; daran gibt es nichts zu beschönigen.

Ich nenne hier pars pro toto ein Beispiel: meine beiden Mac Pros sind beide über USB mit diversen Peripherie-Geräten (Messelektronik und Musikelektronik) verbunden, die aber nicht über USB, sondern über eigene Netzteile mit Strom versorgt werden. Die Software, die mit diesen Geräten arbeitet, gerät so sehr durcheinander, wenn diese Geräte plötzlich nicht mehr verfügbar sind, dass das eine aufwändige Neukonfiguration nach sich zieht. Die Geräte dürfen also nicht ausgeschaltet werden, solange die Macs wach sind, sondern erst, wenn sie schlafen. Dann aber wachen sie durch das Ausschalten sofort wieder auf, da sich der Status der entsprechenden USB-Anschlüsse ändert und Apple alle USB-Anschlüsse fest und (im Gegensatz zu Bluetooth) nicht umkonfigurierbar so ausgelegt hat, dass Statusänderungen den Mac aufwecken. Daraus resultiert ein schier unlösbarer Catch-22, solange man die im Mac eingebauten USB-Einschlüsse nutzt. Im Mac Pro lässt sich das Problem aber ganz einfach lösen, indem man eine USB-Steckkarte einsetzt, die so konstruiert ist, dass sie den Mac bei USB-Statusänderungen nicht aufweckt.

Für meine Arbeit ist das völlig unverzichtbar. Wie ich das mit einem Mac Studio erreichen sollte, ist mir momentan ein Rätsel. In jedem Fall ist es ein Riesen-Problem, das ich sonst nicht hätte.

Und wie gesagt: Das ist ein Beispiel. Es dürfte einige solcher Beispiele für eine für eine High-End-Nutzung unverzichtbare Erweiterbarkeit jenseits des trivialen, oft nur pfennigfuchsenden RAM/SSD/Grafikkarte-Austauschs geben, auf dem immer herumgeritten wird.

Ebenso widerspreche ich Dir aber energisch bezüglich des Ungeheuers. Der Mac Pro ist für mich ein architektonisches Schmuckstück, vor allem der, der im Wohnzimmer = Musikzimmer steht (wobei ich zugeben muss, dass das natürlich auch an meiner Einrichtung liegt, die durch die Bank aus Metall und Glas besteht). Aber von der Materialästhetik abgesehen: Ein Mac Pro nimmt keinen Schreibtischplatz weg, da er – im Gegensatz zu Mac Studio oder gar einem MacBook – auf dem Boden steht, und er ist ein (1) wohldesigntes Objekt. Soll das jetzt ersetzt werden durch einen Geräte- und Kabelverhau mit x teils potthässlichen, ästhetisch untereinander inkompatiblen Einzelgeräten wie in einem Labor, die sich auf dem Arbeitsplatz ausbreiten? Das wäre aus meiner Sicht ein hydrahaftes Ungeheuer.

Schließlich spielt auch noch die Serviceunfreundlichkeit und Kühlung stark miniaturisierter Geräte eine Rolle. Was bei Notebooks klar von Vorteil ist, geschieht bei Desktop-Macs jenseits des iMacs ohne jede Not und bringt nur Nachteile mit sich.
Oder man holt sich ein Sonnet xMac Studio, wenn man wirklich Karten verbauen will.


und fuer Blue Ray gibt es doch echt gute externe Optionen von Pioneer.
Beides ist ästhetisch jenseits von Gut und Böse. 🤢

Ich weiß im Augenblick überhaupt nicht, wie ich insbesondere im Wohnzimmer auf einen Mac Pro werde verzichten können, und wie auch immer die Lösung aussehen wird, sie wird mit einem enormen Aufwand statt des schlichten Kaufs eines neuen Mac Pros verbunden sein.
„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.
+10
seekFFM27.03.26 06:27
Wenn der Mac Pro nun durch den Mac Studio ersetzt wird, dann war der „Mülleimer“-Mac Pro gar nicht so weit von der Wahrheit entfernt, er war seiner Zeit einfach zu weit voraus!
Vielleicht kann man Rollen mittels Adapter am Studio befestigen.
+9
Assassin27.03.26 06:40
Natürlich wird es User geben, für die der Mac Pro genau die Lösung ist aber Apple denkt hier knallhart wirtschaftlich, genau wie mit den sündhaft teuren 32 Zoll XDR Displays.

Wenn sich davon nicht genug verkaufen lassen, um die (Weiter-)Entwicklungskosten zu tragen, dann kommen die eben weg. Bei den 32 Zoll Displays sieht man, daß die eine kleine Nische bedienen auch daran, daß es kaum/keine Alternativen gibt. Zu teuer für die meisten Anwender und auch für andere Hersteller kaum wirtschaftlich herzustellen.

Mit dem Wegfall des Mac Pro wird es bestimmt bald optisch ansprechendere Thunderbolt-PCI Gehäuse geben, die den meisten Usern reichen werden.
+5
ERNIE27.03.26 07:07
Das der Mac Pro sich nicht so gut verkauft hat, war durch den Preis und die träge Update-Politik hausgemacht.
Als der PowerMac/Mac Pro einen Einstiegspreis hatte, der nur knapp über einem gut ausgestatteten iMac lag, haben sich diese Pro-Rechner auch im Nicht-Pro-Bereich gut verkauft.

Apple hat uns "erzogen", dieses intern erweiterbare Mac-Modell nicht mehr zu wollen.
+14
esc
esc27.03.26 07:29
Apple ist bei dieser Produktgruppe leider von einer Sackgasse in die nächste gefahren.

Die Qualität und Verarbeitung der Hardware war einzigartig, die Preise dafür aber aber auch.
+7
tjost
tjost27.03.26 07:32
Weia
FlyingSloth
Es gibt wirklich keinen Grund mehr ausser Nostalgie, sich so ein Tower Ungeheuer hinzustellen.
Warst Du es nicht, der mir unlängst vorhielt (und dies sogar mit recht drastischen Worten), ich dürfe nicht von meinen Bedürfnissen auf die anderer schließen? 😜

Auch wenn es sich schon abgezeichnet hatte und spätestens mit der ersatzlosen Einstellung des 32"-Displays akut zu werden drohte, so ist diese Nachricht doch für mich die größte vorstellbare Mac-Hiobsbotschaft schlechthin, die mich heute Nacht vermutlich um den Schlaf bringen wird.

Das Verschwinden des 32"-Displays (das mit der letzten Mac-Pro-Iteration vorgestellt wurde und insofern quasi zum Mac Pro gehörte) allein macht bereits klar, dass es eben nicht so ist – wie viele hier behaupten –, dass Apple lediglich ein konzeptuell völlig überholtes und mittlerweile leicht ersetzbares Gerät vom Markt nimmt. Der Mac Pro ist für die, die auf Erweiterbarkeit angewiesen sind, so wenig durch den Mac Studio zu ersetzen wie ein 32"-Display durch ein 27"-Display mit dem Zusatz XDR. Apple nimmt hier Abschied vom High-End-Bereich; daran gibt es nichts zu beschönigen.

Ich nenne hier pars pro toto ein Beispiel: meine beiden Mac Pros sind beide über USB mit diversen Peripherie-Geräten (Messelektronik und Musikelektronik) verbunden, die aber nicht über USB, sondern über eigene Netzteile mit Strom versorgt werden. Die Software, die mit diesen Geräten arbeitet, gerät so sehr durcheinander, wenn diese Geräte plötzlich nicht mehr verfügbar sind, dass das eine aufwändige Neukonfiguration nach sich zieht. Die Geräte dürfen also nicht ausgeschaltet werden, solange die Macs wach sind, sondern erst, wenn sie schlafen. Dann aber wachen sie durch das Ausschalten sofort wieder auf, da sich der Status der entsprechenden USB-Anschlüsse ändert und Apple alle USB-Anschlüsse fest und (im Gegensatz zu Bluetooth) nicht umkonfigurierbar so ausgelegt hat, dass Statusänderungen den Mac aufwecken. Daraus resultiert ein schier unlösbarer Catch-22, solange man die im Mac eingebauten USB-Einschlüsse nutzt. Im Mac Pro lässt sich das Problem aber ganz einfach lösen, indem man eine USB-Steckkarte einsetzt, die so konstruiert ist, dass sie den Mac bei USB-Statusänderungen nicht aufweckt.

Für meine Arbeit ist das völlig unverzichtbar. Wie ich das mit einem Mac Studio erreichen sollte, ist mir momentan ein Rätsel. In jedem Fall ist es ein Riesen-Problem, das ich sonst nicht hätte.

Und wie gesagt: Das ist ein Beispiel. Es dürfte einige solcher Beispiele für eine für eine High-End-Nutzung unverzichtbare Erweiterbarkeit jenseits des trivialen, oft nur pfennigfuchsenden RAM/SSD/Grafikkarte-Austauschs geben, auf dem immer herumgeritten wird.

Ebenso widerspreche ich Dir aber energisch bezüglich des Ungeheuers. Der Mac Pro ist für mich ein architektonisches Schmuckstück, vor allem der, der im Wohnzimmer = Musikzimmer steht (wobei ich zugeben muss, dass das natürlich auch an meiner Einrichtung liegt, die durch die Bank aus Metall und Glas besteht). Aber von der Materialästhetik abgesehen: Ein Mac Pro nimmt keinen Schreibtischplatz weg, da er – im Gegensatz zu Mac Studio oder gar einem MacBook – auf dem Boden steht, und er ist ein (1) wohldesigntes Objekt. Soll das jetzt ersetzt werden durch einen Geräte- und Kabelverhau mit x teils potthässlichen, ästhetisch untereinander inkompatiblen Einzelgeräten wie in einem Labor, die sich auf dem Arbeitsplatz ausbreiten? Das wäre aus meiner Sicht ein hydrahaftes Ungeheuer.

Schließlich spielt auch noch die Serviceunfreundlichkeit und Kühlung stark miniaturisierter Geräte eine Rolle. Was bei Notebooks klar von Vorteil ist, geschieht bei Desktop-Macs jenseits des iMacs ohne jede Not und bringt nur Nachteile mit sich.
Oder man holt sich ein Sonnet xMac Studio, wenn man wirklich Karten verbauen will.


und fuer Blue Ray gibt es doch echt gute externe Optionen von Pioneer.
Beides ist ästhetisch jenseits von Gut und Böse. 🤢

Ich weiß im Augenblick überhaupt nicht, wie ich insbesondere im Wohnzimmer auf einen Mac Pro werde verzichten können, und wie auch immer die Lösung aussehen wird, sie wird mit einem enormen Aufwand statt des schlichten Kaufs eines neuen Mac Pros verbunden sein.


Sorry, im ersten Punkt kann ich zustimmen, auch wenn Meinungen sich ändern und manchmal der Bauch und manchmal eben der Kopf aus einem spricht, so empfinde ich den Rest als genau den Punkt den Du kritisierst.

Ausser Ästhetik, nenne mir einen Punkt der einen MacPro unter berücksichtigung der aktuellen Architektur und des unvermögens, oder willens, anderer Hersteller, Hardware für den MacPro bereit zu stellen, der einen MacPro noch rechtfertigt.

Die Welt verändert sich und auch wenn ich die Idee einen selber aufrüstbaren Mac´s immer sehr attraktiv fand, so ist diese Zeit vorbei.

Was soll denn noch in einen MacPro eingebaut werden? Was kann ein Pro was ein Studio nicht kann?

Und was macht so ein riesen Gerät in deinem Wohnzimmer? Also wofür nutzt Du es dort?
+5
esc
esc27.03.26 07:41
Weia
FlyingSloth
Es gibt wirklich keinen Grund mehr ausser Nostalgie, sich so ein Tower Ungeheuer hinzustellen.
Warst Du es nicht, der mir unlängst vorhielt (und dies sogar mit recht drastischen Worten), ich dürfe nicht von meinen Bedürfnissen auf die anderer schließen? 😜

Auch wenn es sich schon abgezeichnet hatte und spätestens mit der ersatzlosen Einstellung des 32"-Displays akut zu werden drohte, so ist diese Nachricht doch für mich die größte vorstellbare Mac-Hiobsbotschaft schlechthin, die mich heute Nacht vermutlich um den Schlaf bringen wird.

Das Verschwinden des 32"-Displays (das mit der letzten Mac-Pro-Iteration vorgestellt wurde und insofern quasi zum Mac Pro gehörte) allein macht bereits klar, dass es eben nicht so ist – wie viele hier behaupten –, dass Apple lediglich ein konzeptuell völlig überholtes und mittlerweile leicht ersetzbares Gerät vom Markt nimmt. Der Mac Pro ist für die, die auf Erweiterbarkeit angewiesen sind, so wenig durch den Mac Studio zu ersetzen wie ein 32"-Display durch ein 27"-Display mit dem Zusatz XDR. Apple nimmt hier Abschied vom High-End-Bereich; daran gibt es nichts zu beschönigen.

Ich nenne hier pars pro toto ein Beispiel: meine beiden Mac Pros sind beide über USB mit diversen Peripherie-Geräten (Messelektronik und Musikelektronik) verbunden, die aber nicht über USB, sondern über eigene Netzteile mit Strom versorgt werden. Die Software, die mit diesen Geräten arbeitet, gerät so sehr durcheinander, wenn diese Geräte plötzlich nicht mehr verfügbar sind, dass das eine aufwändige Neukonfiguration nach sich zieht. Die Geräte dürfen also nicht ausgeschaltet werden, solange die Macs wach sind, sondern erst, wenn sie schlafen. Dann aber wachen sie durch das Ausschalten sofort wieder auf, da sich der Status der entsprechenden USB-Anschlüsse ändert und Apple alle USB-Anschlüsse fest und (im Gegensatz zu Bluetooth) nicht umkonfigurierbar so ausgelegt hat, dass Statusänderungen den Mac aufwecken. Daraus resultiert ein schier unlösbarer Catch-22, solange man die im Mac eingebauten USB-Einschlüsse nutzt. Im Mac Pro lässt sich das Problem aber ganz einfach lösen, indem man eine USB-Steckkarte einsetzt, die so konstruiert ist, dass sie den Mac bei USB-Statusänderungen nicht aufweckt.

Für meine Arbeit ist das völlig unverzichtbar. Wie ich das mit einem Mac Studio erreichen sollte, ist mir momentan ein Rätsel. In jedem Fall ist es ein Riesen-Problem, das ich sonst nicht hätte.

Und wie gesagt: Das ist ein Beispiel. Es dürfte einige solcher Beispiele für eine für eine High-End-Nutzung unverzichtbare Erweiterbarkeit jenseits des trivialen, oft nur pfennigfuchsenden RAM/SSD/Grafikkarte-Austauschs geben, auf dem immer herumgeritten wird.

Ebenso widerspreche ich Dir aber energisch bezüglich des Ungeheuers. Der Mac Pro ist für mich ein architektonisches Schmuckstück, vor allem der, der im Wohnzimmer = Musikzimmer steht (wobei ich zugeben muss, dass das natürlich auch an meiner Einrichtung liegt, die durch die Bank aus Metall und Glas besteht). Aber von der Materialästhetik abgesehen: Ein Mac Pro nimmt keinen Schreibtischplatz weg, da er – im Gegensatz zu Mac Studio oder gar einem MacBook – auf dem Boden steht, und er ist ein (1) wohldesigntes Objekt. Soll das jetzt ersetzt werden durch einen Geräte- und Kabelverhau mit x teils potthässlichen, ästhetisch untereinander inkompatiblen Einzelgeräten wie in einem Labor, die sich auf dem Arbeitsplatz ausbreiten? Das wäre aus meiner Sicht ein hydrahaftes Ungeheuer.

Schließlich spielt auch noch die Serviceunfreundlichkeit und Kühlung stark miniaturisierter Geräte eine Rolle. Was bei Notebooks klar von Vorteil ist, geschieht bei Desktop-Macs jenseits des iMacs ohne jede Not und bringt nur Nachteile mit sich.
Oder man holt sich ein Sonnet xMac Studio, wenn man wirklich Karten verbauen will.


und fuer Blue Ray gibt es doch echt gute externe Optionen von Pioneer.
Beides ist ästhetisch jenseits von Gut und Böse. 🤢

Ich weiß im Augenblick überhaupt nicht, wie ich insbesondere im Wohnzimmer auf einen Mac Pro werde verzichten können, und wie auch immer die Lösung aussehen wird, sie wird mit einem enormen Aufwand statt des schlichten Kaufs eines neuen Mac Pros verbunden sein.

Mich würde schon ein Foto interessieren wie das wirklich aussieht

Du redest viel von Ästhetik, hast aber sehr viele andere Geräte daran angeschlossen, wie sieht den das in der Praxis aus?
+8
CJuser27.03.26 07:55
Bei der Leistungsfähigkeit vom Mac Studio, hätte dieser eh den Namen Mac Pro verdient und was heute alles per Thunderbolt lösbar ist, hat sich vor Jahren wohl eh keiner träumen lassen.
+11
aMacUser
aMacUser27.03.26 08:14
Ich finde es ja spannend, wie überzeugt hier manche sind, dass der Mac Pro ganz viele Anwendungsfälle hat und es falsch von Apple ist, den einzustellen (zwischen den Zeilen gelesen). Glaubt ihr ernsthaft, Apple würde ein Produkt einstellen, wenn es sich gut verkauft hätte? Apple hat dieses Produkt seehr lange am Leben gehalten, weil eine Gewisse Personengruppe danach geschrieen hat. Aber offensichtlich hat diese Personengruppe nicht genug dieser Geräte gekauft, dass sich die Entwicklungskosten bei Apple gelohnt haben. Also beschwert euch nicht bei Apple, dass die den Mac Pro eingestellt haben, sondern beschwert euch bei euch selbst, dass ihr nicht genug von den Dingern gekauft habt.
+3
t.stark
t.stark27.03.26 08:21
@aMacUser
Du hast es halt echt nicht kapiert. Ich glaube die Anzahl der Leute, die diesen mac pro, noch dazu zu einem völlig indiskutablen Preis, haben wollten ist verständlicherweise sehr niedrig gewesen. Die Leute, die sich hier aufregen, hätten gerne einen anderen mac pro gehabt.
+5
pogo3
pogo327.03.26 08:34
Aber die "Rechenpower" soll doch in Bälde von den gigantischen Serverbatterien der KI ersetzt werden, oder ? Warum noch viel Rechenpower, wenn die KI zukünftig rechnet ? Leute, verabschiedet euch doch endlich mal von dem alten Zeugs. Software ins Netz, Hardware ins Netz - that makes Money. Mein Gott, hier steht jetzt schon ein sehr kleiner Mini, und es geht noch kleiner.
Ich schmeiss alles hin und werd Prinzessin.
-6
tpau17
tpau1727.03.26 08:59
diese Info kommt ja nicht ganz überraschend seitens Apple....
Zu Glück behalte ich zwei meiner alten MacPro-Käsereiben auf Dauer im Wohnzimmer. Die Tonne und den neuen MacPro hatte ich nicht mehr, da war der iMacPro für mich schon absolut ausreichend von der Leistung und wenn es nun im Mac-Studio den M5 gibt, wird mein iMacPro gegen den Studio + Display getauscht .... Oder doch einen iMacPro M5.32" wie es Ende letztren Jahres mal in der Gerüchteküche herumgeisterte, aber daran glauben ich nicht mehr so richtig.
+2
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