Blickerkennung: Patent gibt weitere Hinweise auf neue Home-Geräte


Im Alltag ergänzt der Mensch das Gesagte oftmals durch Blickrichtung und Gesten: Eine Kopfbewegung erklärt, auf welche Person, Sache oder Straße die soeben getroffene Aussage Bezug nimmt. Das geschieht oft unbewusst und wird ebenso unbewusst von menschlichen Zuhörern interpretiert. Computern muss man dies erst beibringen – und offenbar forscht Apple bereits seit einigen Jahren daran: Patent
12619304 des US-amerikanischen Patentbüros beschreibt eine Sprachsteuerung bei diversen Geräten, welche die Blickrichtung des Nutzers interpretiert.
Das eingereichte Dokument mit dem Titel "Device Control using Gaze information" umfasst happige 105 Seiten. Die ersten 35 füllen zunächst einmal Referenzen: Das Patent wurde offensichtlich in vielen Ländern parallel eingereicht, auch in der EU. Der finale Zuspruch ist auf den 5. Mai 2026 datiert. Ab Seite 46 szenische Illustrationen, die eine Wohnzimmerszenerie in unterschiedlichen Situationen einfangen: In einem Raum stehen ein oder zwei Personen, welche durch Sprache mit Geräten interagieren, die HomePods ähneln. Diese führen Befehle aus, schalten etwa bestimmte Lampen ein und geben sprachliche Rückmeldung.
Blickrichtung entscheidetDabei, so führt es das Patent vor, wird die Blickrichtung als zusätzliche Information in die Interpretation des Anwenderwunschs interpretiert: Blickt er auf eine bestimmte Lampe, wird genau diese eingeschaltet. Der HomePod, auf den der Nutzer blickt, antwortet oder beginnt mit der Musikwiedergabe. Bei mehreren Menschen im Raum reagiert ein HomePod auf die Person, deren Blick auf ihn gerichtet ist.
Überall KamerasDas klappt natürlich nur, wenn das Antlitz aller Anwesenden gut sicht- und interpretierbar ist. Dafür befinden sich in dem gezeichneten Raum mehrere Kameras: Der symbolische HomePod trägt ein Objektiv an der Vorderseite, und auch im Regal sowie auf der Fensterbank finden sich kleine Geräte, welche geläufigen Überwachungskameras für den Hausgebrauch entsprechen.
Apple patentiert Wege, die Blickrichtung von Anwendern als Teil der Nutzereingabe zu verwenden. (Quelle:
USPTO 12619304)
Hinweis auf neuen HomePod etc.?Die Abbildungen geben Gerüchten neuen Aufwind, nach denen Apple neue Hardware für das HomeKit-Segment geplant hat, unter anderem das
HomePad, eine Kombination aus Lautsprecher und Touchscreen. Diese kursieren bereits seit vielen Monaten; so zeigte Mark Gurman Anfang 2025 beispielsweise noch sehr überzeugt, dass ein derartiges Gerät im selben Jahr herauskommen werde. Allerdings, so hieß es in den vergangenen Monaten, bremsten Rückschläge bei der Entwicklung einer LLM-basierten Siri-Version den Start neuer Hardware im Home-Bereich aus, der Marktstart mehrerer neuer Produkte verzögerte sich.