Google macht Apple Arcade nach: Play Pass – mehr Titel, aber nicht exklusiv

Letzte Woche startete Apple Arcade – bereits einige Tage vor dem offiziellen Start konnten Nutzer der letzten Beta von iOS 13 auf den Dienst zugreifen. Noch ist nicht bekannt, wie erfolgreich der neue Apple-Dienst sein wird – Spiele wie Oceanhorn 2 finden aber bereits großen Anklang. Ziemlich genau eine Woche nach Marktstart von Apple Arcade bietet Google einen ähnlichen Dienst zum gleichen Preis wie Apple an – aber mit erheblich mehr Spielen.


Auf Apple Arcade sind nur Spiele verfügbar, welche noch nicht im App Store oder Play Store erschienen sind – es handelt sich um exklusive Spiele, welche es auf keiner anderen Mobil-Plattform gibt. Manche der Spiele wurden aber auf oder von Konsolen wie der Xbox oder Playstation portiert – Apple gibt lediglich vor, dass die Spiele nicht auf anderen Mobil-Plattformen erscheinen dürfen. Da es nur noch eine andere, bedeutende Mobil-Plattform gibt, verbietet Apple effektiv den Vertrieb über den Play Store.

Google Play Pass
Ab sofort steht ein monatliches Spiele-Abo mit ähnlichem Konzept auch für Android-Nutzer in Form des "Google Play Pass" bereit. Für 4,99 Dollar erhält der Kunde Zugriff auf derzeit 350 Spiele-Titel – wie auch bei Apple Arcade sollen monatlich neue Spiele hinzukommen. Bei den 350 Spielen handelt es sich aber nicht um exklusiv für Play Pass entwickelte Spiele, sondern meist um bereits zuvor im Play Store erschienene Games – dazu gehören zum Beispiel Monument Valley, Terraria und Stardew Valley.

Abonniert der Kunde in den kommenden Wochen, kostet das Spiele-Abo nur 1,99 Dollar pro Monat im ersten Jahr. Derzeit steht der Dienst nur in den Vereinigten Staaten zur Verfügung, weitere Länder sollen aber in Kürze folgen.


Auch manche Apps
Im Kontrast zu Apple Arcade stehen mit Google Play Pass auch manche Apps zur Verfügung – so zum Beispiel AccuWeather oder Facetune. Apple konzentriert sich mit Apple Arcade derzeit vollständig auf Spiele – noch sind keine Gerüchte druchgesickert, dass Apple zukünftig auch einen App-Abo-Dienst plant.

Ebenfalls keine Werbung
Genau wie bei Apple Arcade können Kunden die Spiele völlig ohne Werbung oder nervige In-App-Käufe spielen. Entwickler sollen nach einem noch nicht bekannten Schlüssel aus Spieldauer und Nutzung entlohnt werden – die genauen Modalitäten sind noch nicht durchgesickert.

Unterschiedliche Konzepte
Google kann von Beginn an mit einem größeren Spiele-Repertoire aufwarten – bietet aber nur sehr wenige exklusive Titel, aber auch manche Apps. Apple hingegen bietet nur exklusive Spiele-Titel, dafür aber mit 60 Spielen deutlich weniger – aber zusätzlich auf Apple TV und dem Mac spielbar. Die kommenden Quartale werden zeigen, welches der Konzepte das erfolgsversprechendere darstellt.

Kommentare

mobileme24.09.19 08:39
Hey Google! Gäääähhhhnnnn... (-.-)Zzz....
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deus-ex24.09.19 08:59
Wie ist das bei Play Pass? Apple Arcade ist ja für alle Mitglieder eines Familienaccounts. Was dann im besten Fall für jeden 1€ im Monat macht, was eigentlich nicht mehr zu schlagen ist.
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Kovu
Kovu24.09.19 09:07
Da hat Google offensichtlich nur schnell was zusammengeschustert.
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Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck24.09.19 09:12
deus-ex
Soweit ich weiß gilt das bei Play Pass genau so.
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deus-ex24.09.19 09:18
Mendel Kucharzeck
deus-ex
Soweit ich weiß gilt das bei Play Pass genau so.
Jup. Ist so.
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johnnytravels
johnnytravels24.09.19 10:31
Finde ich gut und ist ein wirklich attraktives Angebot, weil hier wirklich hochkarätige Titel im Programm sind. Angebot richtet sich demnach an Spieler, die bisher schwerpunktmäßig auf free-to-play unterwegs waren und die inkludierten Titel noch nicht besitzen.
Google macht hier auch nicht Apple nach, sondern Microsoft mit ihrem Xbox Game Pass (alternative Verwertung auch im Einzelkauf verfügbarer Titel). Außerdem sind Apple-Arcade-Titel auch nicht völlig exklusiv, sondern nur auf Telefone und Tablets bezogen exklusiv (also ‚mobile‘-exklusiv). Sayonara Wild Hearts etwa erschien bereits auf PS4 und Nintendo Switch, auf die sich auch die Mehrzahl der Reviews in der Gaming-Presse bezogen.
Zudem, und das ist doch ein feines Extra, sind auch andere Apps inkludiert.
So sehr ich Abos gegenüber skeptisch bin: Wenn ich alle Apps, die ich derzeit verwende (teilweise in Einzelabos) in einem einzigen Bundle bezahlen könnte und nebenbei noch Neues ausprobieren, wäre das sehr attraktiv für mich.
‚Tim Cook ist kein Produkt-Mensch.‘ — Steve Jobs
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maclooser24.09.19 10:34
...seltsame Welt; man muss ein Abo bezahlen, um werbefrei unterwegs sein zu dürfen.
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johnnytravels
johnnytravels24.09.19 11:35
maclooser
...seltsame Welt; man muss ein Abo bezahlen, um werbefrei unterwegs sein zu dürfen.

Wenn man bedenkt, dass hier ja Dienstleistungen involviert sind, finde ich das überhaupt nicht unverständlich und ehrlich gesagt auch überhaupt nicht neuartig, funktioniert so doch seit geraumer Zeit das Internet. Entweder man bezahlt für eine Leistung oder man sieht sich Werbung an, die statt einem selbst für die Leistung in der Hoffnung bezahlt, dass an anderer Stelle schließlich doch noch Geld gemacht wird.
‚Tim Cook ist kein Produkt-Mensch.‘ — Steve Jobs
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