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Erster Versuch: Das Studio Display XDR am Intel-Mac – die etwas irreführenden Systemvoraussetzungen

In den Systemvoraussetzungen zum neuen Studio Display XDR fällt von Apple die klare Aussage, dass man zur Verwendung einen Mac mit M-Chip sowie macOS 26.3.1 oder neuer benötigt. Zusätzlich besteht die Einschränkung, 120 Hz nicht auf Geräten mit M1 sowie den Basisversionen von M2 und M3 verwenden zu können. Das rief natürlich sofort etwas Verwunderung hervor, wie Apple es geschafft habe, ein externes Display zu konzipieren, das mit der überwiegenden Mehrheit an Computern auf dem Markt nicht zusammenarbeite. Inzwischen gibt es hierzu allerdings erste Praxisberichte.


Das Display funktioniert sehr wohl auf Intel-Macs
Ganz so eindeutig wie auf der Webseite dargestellt scheint die Lage aber doch nicht zu sein. "Mr. Macintosh" demonstriert nämlich, wie er das Display erfolgreich mit einem Intel-basierten MacBook Pro 13" aus dem Jahr 2020 verbunden hat. Seinen Angaben zufolge funktionierten sowohl das neue Studio Display XDR als auch das überarbeitete normale Studio Display an diesem Rechner. Die maximale Auflösung lag bei 4K.


Apples Systemvoraussetzungen vs. technische Dokumentation
Etwas kurios ist dabei vor allem, dass Apple selbst in einem technischen Dokument zum Studio Display XDR eine Formulierung verwendet, die deutlich mehr als die knappe Kompatibilitätsliste auf der Produktseite einschließt. Dort heißt es, das Display sei "fully compatible with all Mac models featuring Thunderbolt 3 or later ports", also vollständig kompatibel mit allen Macs, die Thunderbolt 3 oder neuer verwenden.

Sogar 4K 120 auf Intel-Macs, oder 5K 60
Einige der leistungstärkeren Intel-Modelle der Jahre 2018 und 2020 können zudem wohl 4K mit 120 Hz ausgeben, dazu zählen: das MacBook Pro 2018/2019 mit Radeon Pro 560X, 5300M oder 5500M sowie der Mac Pro 2019 und der iMac 2020 mit Radeon Pro 5700 XT. Der Mac Pro würde sogar 5K bei 60 Hz ausgeben, selbiges gilt dank Thunderbolt 3 für den Mac mini 2018. Es bleibt aber dabei, dass 5K 120 Hz ausschließlich auf neueren Macs mit Apple Silicon funktioniert.

...also Marketing, um neue Macs zu verkaufen?
Apple hat die Beschreibung durchaus so formuliert, um den Eindruck zu erwecken, man solle nun wirklich seinem Intel-Mac Lebewohl sagen – immerhin arbeiten noch nicht einmal mehr neue Displays damit! Man verschweigt bewusst, dass zahlreiche Intel-Macs weitgehend genauso gut/eingeschränkt funktionieren können wie einige offiziell gelistete Apple-Silicon-Macs. Einen Unterschied zwischen den M-Macs mit Einschränkungen und den inoffiziell ebenfalls unterstützten Macs gibt es allerdings. Gemäß der technischen Dokumentation steht das erweiterte Farbmanagement in macOS ausschließlich auf ARM-Macs zur Verfügung.

Abgesehen davon sind Apples Angaben aber zumindest etwas irreführend. Apple zieht sich anscheinend darauf zurück, nur "offiziell unterstützte" Konfigurationen nennen zu wollen – und nicht alle Geräte, bei denen von "geht irgendwie auch" die Rede ist. Die Trennung scheint man beim macOS-Farbmanagement mit nahtlosem Umschalten zwischen den 16 Referenzmodi zu ziehen, also dort, wo Apple den professionellen Mehrwert des Displays sieht – nicht jedoch bei der grundsätzlichen Bildausgabe an sich.

Kommentare

MetallSnake
MetallSnake12.03.26 09:57
MTN (fen)
Ganz so eindeutig wie auf der Webseite dargestellt scheint die Lage aber doch nicht zu sein. "Mr. Macintosh" demonstriert nämlich, wie er das Display erfolgreich mit einem Intel-basierten MacBook Pro 13" aus dem Jahr 2020 verbunden hat. Seinen Angaben zufolge funktionierten sowohl das neue Studio Display XDR als auch das überarbeitete normale Studio Display an diesem Rechner. Die maximale Auflösung lag bei 4K.

Wo lest ihr denn das? In dem verlinkten Tweet steht jedenfalls nur, dass er das alte Studio Display an dem 12" MacBook von 2016 angeschlossen hat und es dort mit 4K funktioniert obwohl Apple selbst das 12" MacBook nicht unter den kompatiblen Geräten führt.
Und weiter schreibt er, dass er vermutet, dass das neue Studio Display auch an älteren Intel Macs funktioniert. ("My guess is that the new monitor will work just fine on Intel Macs")
https://www.mactechnews.de/news/article/S-187416.html#newscomment1621890 Was ist mein Fehler? ('Nicht richtig gelesen. Setzen, sechs.')
+1
Fenvarien
Fenvarien12.03.26 09:59
MetallSnake Da war der falsche X-Tweet (oder wie man dazu jetzt sagt!) eingebunden – inzwischen hat er es getestet.
Up the Villa!
+2
flohvoi
flohvoi12.03.26 10:59
Jetzt könnte jemand testen ob das Display auch mit MacOS 13/14/15 läuft statt nur mit 26.3
0
Krypton12.03.26 11:07
Das war doch schon immer so bei Apple und nebenbei bemerkt auch bei vielen anderen Herstellern. Sie nennen nur die Konfigurationen, die sie selbst unterstützen und ggf. auch Support dafür anbieten, bzw die Konfigurationen, welche die beworbenen Features nutzen können.

Alles andere würde halt sehr viel Support-Nachfragen oder verärgerte Kunden bedeuten. Ggf. wird von älteren Geräten nicht die volle Auflösung, nicht das Daisy-Chaining, nicht die Kamera, TrueTone, nicht die Helligkeitssteuerung via Keyboard oder Kontroll-Zentrum, nicht die Lautsprecher oder die Lautstärke-Steuerung, nicht HDR, nicht Dolby Atmos, nicht «HeySiri», nicht CenterStage, das Software-Update via macOS etc. unterstützt.
Das ein- oder andere geht technisch nicht, bei manchen Dingen wollen sie sich nicht die Finger an alten Geräten verbrennen. Daher die Einschränkung auf offiziell unterstützte Geräte.
+1
macuser22
macuser2212.03.26 11:14
Täusche ich mich, oder kommt das Feature „Adaptive Sync“, das der Bildschirm neu unterstützt, etwas zu kurz?
Apple XDR Tech-Overview
Support for Adaptive Sync represents a significant improvement in how Apple displays handle dynamic content. An advanced frame-scheduling algorithm running on the TCON guarantees Apple's industry-leading image quality, preventing the traditional front-of-screen quality risks of variable refresh rates, such as image sticking, color breakup, and flicker. This technology builds upon the foundations established by ProMotion, extending and enhancing those capabilities to meet the unique requirements of a standalone display operating with any Adaptive Sync–compatible host.
Erkenne dich selbst –//– Nichts im Übermaß
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