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Test LEAK Sandwich 100 Kompaktlautsprecher: Klassischer Look mit moderner Technik zum fairen Preis

Mit der Sandwich 100 hat die britische Marke LEAK einen eleganten neuen Lautsprecher im klassischen Gewand im Angebot. REWIND hat reingehört und nachgeforscht. Ist das nur Retro-Design, oder klingt das auch gut?

Britischen Lautsprechern haftet seit je her ein ganz besonderer Ruf an. Namen wie Rogers, Graham, Harwood, Harbeth und weitere gelten vielen Kennern spätestens auch seit dem Erfolg der berühmten BBC Monitore LS3/5a als klanglich einzigartig und faszinierend. Oftmals haben die Lautsprecher das 2-Wege-Konzept gemeinsam. Das hat gegenüber Konzepten mit mehr Frequenzwegen den Vorteil, mit einer vergleichsweise einfach beherrschbaren und wenig klangschädigenden Frequenzweiche auszukommen, was die Speaker harmonischer klingen lässt. Aber es geht dabei auch um einen gewissen britischen Sound, der vielleicht für Foto-Freunde ein wenig mit dem berühmtem Leica Look zu vergleichen ist. Also nichts wirklich greifbares oder messbares, sondern vor allem eine Art Charakterzug.

Kompakt
Marke LEAK
Bezeichnung Sandwich 100
Art 2-Wege Passivlautsprecher
Empf. Preis (€) 649 (Paar)
Verfügbarkeit sofort
Auch LEAK, eine Marke, die viele Jahre in der Versenkung verschwunden war und Anfang der 2020er Jahre wiederbelebt wurde, will mit seinen Modellen – vor allem mit der Retro-Serie Sandwich – in dieses Horn blasen. Der kleinste Lautsprecher der Sandwich Serie, das hier getestete Modell 100, hat zumindest alle technischen Voraussetzungen dafür. Und die Lautsprecher sind mit einem Paarpreis von rund 650 Euro in einem sehr erschwinglichen Bereich angesiedelt, der auch für Studenten und Auszubildende in Reichweite liegt. Ihr Vintage-Look mit schönem Holzfurnier, der an die Konzepte der 60er bis 80er-Jahre angelehnt ist, spielt dabei natürlich eine wesentliche Rolle, denn dieses Design ist sehr zeitlos und kann auch heute und selbst in modernen Einrichtungen gefallen.


Bleibt nur die Frage, ob und wie gut der Klang ist und ob er diesen gewissen britischen Touch aufweist, den viele so lieben.


Bevor ich dazu ins Detail gehe, hier noch der Hinweis auf die anderen Modelle der Serie und das restliche Lautsprecherprogramm. Die Sandwich 100 sind die kleinsten der Serie. Darüber gibt es die Sandwich 150 (auch 2 Wege) und die Sandwich 250 (3 Wege). Für welches Modell man sich entscheidet, hängt nicht nur vom Geldbeutel, sondern auch vom Anspruch, von der Raumgröße und den Aufstellungsmöglichkeiten ab.


Kommentare

haschuk02.05.26 08:29
Moin.

[b=20}Der Hörtest: Euphonisch aber nicht explizit britisch.

Das hat sich ne falsche Klammer eingeschlichen.

Und Zitat: Doch ein wenig mehr Oberbass und Grundton hätte ich mir schon gewünscht.

Was meinst Du mit Oberbass?
-2
sonorman
sonorman02.05.26 09:23
haschuk
Moin.

[b=20}Der Hörtest: Euphonisch aber nicht explizit britisch.

Das hat sich ne falsche Klammer eingeschlichen.
Danke, ist korrigiert. 🙏🏻
Und Zitat: Doch ein wenig mehr Oberbass und Grundton hätte ich mir schon gewünscht.
Was meinst Du mit Oberbass?

Den Bereich zwischen mittlerem Bass und Grundton (100-150 Hz).
+3
haschuk02.05.26 10:39
Deswegen habe ich immer Schwierigkeiten mit den HiFi-Definitionen.

Der Grundton ist immer relativ. Bei der Kick liegt er bei 40 Hz, beim Bass/Synth//Orgel bei 30-60 Hz, bei Gitarren bei 60 - 120 Hz. Im Mix wird aber der Bereich der dritten und vierten Obertöne gepusht, der in der Range von 120–180 Hz liegt und da wird dann von einem Bassfundament im Mix gesprochen. Dagegen will man den „Oberbass-Bereich“ für Kick, Bass, Synths etc gar nich nutzen, weil es sonst mit dem Grundton von Gitarren matscht. Und noch wilder wird es, wenn im Toningenieursbereich von tiefen Mitten bis 100 Hz gesprochen wird.

Daher immer wieder mein Plädoyer für die Angabe von Frequenzbereichen mit Hz Angabe.
+1
sonorman
sonorman02.05.26 10:57
haschuk
Da es keine allgemein gültigen, verbindlichen Definitionen dafür gibt, ist das leider so. Es bringt aber nichts, einen genauen Frequenzbereich anzugeben, weil erstens Endverbraucher/Nicht-Musiker damit wenig anfangen können und weil es zweitens eben immer Bereiche sind, über die wir reden, keine exakten Noten. Meine Höreindrücke haben ja auch keinen Messgerätecharakter.

Auf der verlinkten Seite steht daher ja auch extra der Hinweis:
Die folgende Übersicht soll natürlich ebenfalls nicht als „amtliche“ Definition verstanden werden und auch die zugehörigen Beschreibungen lassen sich zum Teil nicht einfach starr in einen festen Frequenzbereich einordnen beziehungsweise eindeutig abgrenzen – dennoch liefert eine solche Systematik gute Anhaltspunkte, um das Thema Frequenzbereiche anschaulicher und nachvollziehbarer werden zu lassen:
+3
scheubo02.05.26 13:00
Nebensächlich: Der Link zum „Leica Look“ am Angang des Artikels funktioniert in der App nicht.
-1
Tirabo02.05.26 13:31
haschuk
Deswegen habe ich immer Schwierigkeiten mit den HiFi-Definitionen.

Und noch wilder wird es, wenn im Toningenieursbereich von tiefen Mitten bis 100 Hz gesprochen wird.

Daher immer wieder mein Plädoyer für die Angabe von Frequenzbereichen mit Hz Angabe.

Ich muss jetzt mal wirklich nachfragen: wer von den von dir erwähnten Toningenieuren hat das denn behauptet? Ich würde bei 100 Hz nie von „Mitten“ sprechen um Gottes willen, ich würde dieses Wort in diesem Bereich nicht einmal erwähnen.
0
haschuk02.05.26 15:28
Einige. Und mal Beispiele zu welchen Stilblüten in Produkten es führt:



0
haschuk02.05.26 16:05
sonorman
haschuk
Da es keine allgemein gültigen, verbindlichen Definitionen dafür gibt, ist das leider so. Es bringt aber nichts, einen genauen Frequenzbereich anzugeben, weil erstens Endverbraucher/Nicht-Musiker damit wenig anfangen können und weil es zweitens eben immer Bereiche sind, über die wir reden, keine exakten Noten. Meine Höreindrücke haben ja auch keinen Messgerätecharakter.

Deswegen rede ich auch von Frequenzbereichen von/bis.

Zum Thema Endverbraucher. Genau da finde ich immer wieder mit den Begrifflichkeiten Mitten/Höhen Schwierigkeiten. Beispiel. Passiert öfters beim Souncheck, dass jemand besorgt daherkommt und fragt. Die Mitten ziehen Sie aber schon noch runter? Rätsel. Nachdenken. Fragen. Was sind für Sie Mitten? Offene Antwort. Naja, der Mensch hört bis 16.000 Hz. Die Mitten sind da so bei 6.000 - 10.000 Hz. Also in der Mitte….Aaaaaah. Sie meinen die Höhen ab 6000…
+1
sonorman
sonorman02.05.26 16:22
Nun, was soll ich dazu sagen? Ich kenne das seit über 40 Jahren eigentlich nicht anders, hatte selbst nie ein Problem mit der Einordnung und kenne auch keinen, der ein Problem damit hatte. Und ich halte es nicht für sinnvoll, diese gewohnte Art der Beschreibung zu ändern, zumal Du selbst sagst:
haschuk
Der Grundton ist immer relativ.
"Oberbass" ist eine Relativbeschreibung.

Von daher möchte ich jetzt aus einer Mücke auch keinen Elefanten machen.
+5
System 6.0.1
System 6.0.102.05.26 17:41
Also, bis hier hin gelesen ist der Vergleich mit dem Leica Look sauber nachzuvollziehen.

Dabei geht es hier sogar um messbare Ereignisse. HiFi ist der Fotografie halt immer drei Schritte auf der Leiter des Wahnsinns jeder anderen bekloppten Diskussion voraus.

Muss man einfach neidlos anerkennen und genießen.

„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998
-3
Tirabo02.05.26 19:01
haschuk
Einige. Und mal Beispiele zu welchen Stilblüten in Produkten es führt:




Ich finde das jetzt offengestanden nicht bedenklich! Das untere Bild ist ein Mesa Boogie D800 + Bassverstärker (das ohne „+“ hat gar keine Bezifferung irgendwelcher Frequenzen). Da gibt es einen Regelbereich der „unteren Mitten“ ab 1800Hz runter und dieser wurde halt innerhalb des Reglers zusätzlich nach unten in den „Bassbereich“ erweitert Wie man diesen nicht näher bezifferten Regelbereich da unten dann nennt, ist eigentlich egal. Ich finde das jetzt wirklich nicht so eng. Es gibt ja für den Bass einen eigenen Regler. Und bei PA hat der Toni am Pult eh das EQ-Sagen.
Und im oberen Bild gibt es halt auch einen Regelbereich. Man muss es nicht so regeln, es ist ein Hör-Angebot. (Wie heisst das Gerät?)
Ich glaube, dass diese Potis alles Hörangebote sind und nicht das Regelwerk Definition für diese Art Gattung von Gerät.
0
Huba02.05.26 22:37
Neben der Aufzählung der rein technischen Daten und Verarbeitung finde ich die Einschätzung der Positionierung (wandnah oder mit Abstand) sowie die Einschätzung über die Leistungsfähigkeit eines zugehörigen Verstärkers enorm wertvoll.
Danke, dass du auch diese Aspekte beleuchtest!
+1
teorema67
teorema6702.05.26 22:45
haschuk
... Und noch wilder wird es, wenn im Toningenieursbereich von tiefen Mitten bis 100 Hz gesprochen wird ...

Ganz subjektiv finde ich schon, dass das passt: 5-saitiger Kontrabass beginnt beim Kontra-C (33 Hz) oder Subkontra-H (31 Hz), Cello beim großen C (65 Hz) und Bratsche beim kleinen C (130 Hz).
+1

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