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Ransomware-Angriff auf Foxconn: Geheime Apple-Dateien gestohlen?

Im Januar hatten Berichte über einen erfolgreichen Hackerangriff auf den Apple-Zulieferer Luxshare für Aufregung gesorgt. Auch geheime Apple-Unterlagen sollen sich in der Datenbeute befunden haben – wenngleich es dafür nie eine offizielle Bestätigung, sondern nur die Behauptung der Hackergruppe gab (siehe Meldung). Sicherheitsspezialisten zufolge ist es jedoch recht wahrscheinlich, dass tatsächlich 3D-Produktmodelle, Leiterplatten-Designs und Architekturzeichnungen in fremde Hände gelangten. Nun meldet auch Foxconn, dass ein Angriff mit Datenabfluss ausgeführt wurde. Anders als Lushare damals spricht Foxconn offen über den Vorfall.


Gewaltiger Umfang – falls es stimmt
Brisant ist vor allem die Behauptung der Ransomware-Gruppe Nitrogen. Diese listete Foxconn auf ihrer Leak-Seite und gibt an, 8 TB Daten mit mehr als 11 Millionen Dateien entwendet zu haben. Darunter sollen sich vertrauliche Anweisungen, interne Projektdokumentation und technische Zeichnungen zu Projekten von Intel, Apple, Google, Dell und Nvidia befinden. Obwohl Foxconn den Angriff auf amerikanische Werke bestätigt, fehlen jedoch Informationen, ob die Angaben von Nitrogen der Wahrheit entsprechen.

Die Angaben von Daten-Erpressern sind grundsätzlich mit Vorsicht zu behandeln. Derlei Ransomware-Gruppen übertreiben regelmäßig Umfang und Brisanz erbeuteter Daten, um Druck auf Opfer auszuüben. Nicht selten stellt sich im Nachhinein heraus, dass es sich um wesentlich weniger Material handelt – und auch nicht notwendigerweise um verwertbare Informationen.

Foxconn spricht von Gegenmaßnahmen, nennt keine weiteren Details
Nach Angaben von Foxconn aktivierte das Sicherheitsteam umgehend Gegenmaßnahmen, um Produktion und Auslieferung aufrechtzuerhalten. Die betroffenen Werke kehrten demnach bereits wieder zum normalen Betrieb zurück. Für weitere Details bedarf es jedoch zusätzlicher interner Untersuchungen. Aus diesem Grund will sich Foxconn derzeit nicht weiter äußern, wenngleich man davon ausgehen kann, dass die Nachfragen von Apple, Google und Co. wesentlich beharrlicher als die von Pressevertretern ausfallen.

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