Epic kassiert womöglich erste Niederlage im Rechtsstreit mit Apple

Im Rechtsstreit zwischen Epic und Apple scheint Epic vor einer ersten Niederlage zu stehen. Apple schmiss das beliebte Epic-Spiel Fortnite Mitte August aus dem App Store, nachdem Epic eine Bezahlmethode vorbei an den In-App-Käufen von Apple freischaltete – ein klarer Verstoß gegen Apples Regelwerk. Epic rechnete mit dem Rauswurf und startete binnen Stunden eine Social-Media-Kampagne und reichte Klage in Kalifornien gegen Apple ein.


Vor einigen Wochen beantragte Epic eine einstweilige Verfügung, um Apple zum Weiterverkauf von Fortnite im App Store zu zwingen – trotz aktivierter, alternativer Bezahlmethode. Apple weigerte sich natürlich, da ansonsten Epic nicht wie die meisten anderen Entwickler 30 Prozent an Apple entrichten würde.

Richterin nicht überzeugt
Soeben fand bezüglich diesem Antrags eine Anhörung vor Richterin Yvonne Gonzalez Rogers statt – und Epic machte keine gute Figur. Bezüglich des Antrags auf einstweilige Verfügung folgte die Richterin augenscheinlich Apples Argumentation, dass Epic sofort wieder in den App Store aufgenommen werde, wenn die alternative Bezahlmethode entfernt wird. Epic habe sich über fast zehn Jahre an das Regelwerk des App Stores gehalten – und könne urplötzlich nicht mehr für die Dauer des Verfahrens die Regeln einhalten, so Apple. Die Richterin sah den Sachverhalt ähnlich und ist geneigt, dem Antrag nicht stattzugeben. Die Anwältin von Epic hatte auf die Argumentation von Apple keine schlüssige Antwort, welche die Richterin hätte umstimmen könnte.

30% sind Industriestandard
Ferner folgte die Richterin auch nicht Epics Argumentation, dass die 30-prozentige "Apple-Steuer" weit oberhalb von branchenüblichen Werten angesiedelt sei. Apple nannte Microsoft, Sony, Nintendo, Amazon, Walmart, Best Buy, Google und viele andere als Beispiel für eine 30-prozentige Umsatzbeteiligung – und laut der Richterin konnte Epic nicht schlüssig darlegen, warum die Beispiele nicht zu Apple passen. Epic argumentierte, dass Konsolenhersteller die Hardware mit Verlust verkaufen und diesen durch den Verkauf von Spielen kompensieren. Apple hingegen verkaufe die Hardware mit Gewinn – und kassiere zusätzlich die Entwickler ab, so Epic.

Helden, aber unehrlich
Die Richterin sagte, dass einige Personen Epic als Held im Kampf gegen Apple ansehen – doch habe Epic durch einen kalkulierten Rechtsbruch den aktuellen Zustand willentlich herbeigeführt. Dies seien keine ehrlichen Geschäftspraktiken, so Rogers. Ein Vorschlag für Rechtsfrieden während der Dauer des Verfahrens wird wahrscheinlich von den Parteien nicht akzeptiert: 30 Prozent der Umsätze soll ein Treuhänder entgegennehmen und je nach Verfahrensausgang an die Parteien anteilig ausschütten.

Kommentare

Goosebump28.09.20 22:53
Pest gegen Cholera!
-27
sierkb29.09.20 01:00
U.a. hier wird das Geschehen etwas differenzierter erzählt und dargestellt und von Rechtsseite her kommentiert:

c|net News (28.09.2020, 12:35 p.m. PT): Apple's battle with Epic over Fortnite could reach jury trial next July
A California judge says it should be for the people to decide whether Epic's claims about Apple's alleged anti-competitive behavior have substance.

c|net News (27.09.2020, 5:00 a.m. PT): Apple's battle with Epic Games could lead to big changes in iPhone apps
The future of the iPhone is once again at stake as Apple defends its App Store policies.
-9
FlyingSloth29.09.20 04:53
Nagel auf den Kopf!
Goosebump
Pest gegen Cholera!
-12
eastmac
eastmac29.09.20 06:33
Epic argumentierte, dass Konsolenhersteller die Hardware mit Verlust verkaufen und diesen durch den Verkauf von Spielen kompensieren. Apple hingegen verkaufe die Hardware mit Gewinn – und kassiere zusätzlich die Entwickler ab, so Epic.

Apple ist schuld.
+5
deus-ex29.09.20 07:03
eastmac
Epic argumentierte, dass Konsolenhersteller die Hardware mit Verlust verkaufen und diesen durch den Verkauf von Spielen kompensieren. Apple hingegen verkaufe die Hardware mit Gewinn – und kassiere zusätzlich die Entwickler ab, so Epic.

Apple ist schuld.

Epics Argumente sind einfach Panne. Selbst wenn Sony, MS und Nintendo ihre Konsolen mit Verlust verkaufen, tun sie das nur am Anfang eines Hardware Zyklus.

Und die anderen von Bespiele die Apple aufgeführt hat, von denen verkauft niemand was mit Verlust.
+6
Scrubelicious29.09.20 08:23
eastmac
Epic argumentierte, dass Konsolenhersteller die Hardware mit Verlust verkaufen und diesen durch den Verkauf von Spielen kompensieren. Apple hingegen verkaufe die Hardware mit Gewinn – und kassiere zusätzlich die Entwickler ab, so Epic.

Apple ist schuld.
Da kennst Epic wohl Nintendo nicht.
Don't believe everything on the internet!
+8
sierkb29.09.20 08:29
ars technica (28.09.2020, 11:55 PM): Apple vs. Epic hearing previews a long, hard-fought trial to come
Judge Rogers has strong words for both sides in the iOS Fortnite battle.

The Wall Street Journal (28.09.2020, 4:55 pm ET, Updated): Hearing in ‘Fortnite’ Maker’s Apple Lawsuit Tests Antitrust Claims
Epic Games takes aim at App Store and 30% commission on purchases of digital goods
WSJ, 28.09.2020
[…]
“I think this is going to be a fascinating trial,” she said, without indicating how she would rule on Epic’s request for Apple to restore “Fortnite” in the App Store with the developer’s own payment system intact.
[…]
-8
Niederbayern
Niederbayern29.09.20 08:31
ich würde sagen, Epic sollte sich eine andere Anwaltskanzlei suchen wenn denen jetzt schon die Argumentation ausgeht und man nach fadenscheinigen Argumenten sucht. Da wird noch viel mehr auf die einprasseln und Apple hat noch nicht mal die Ärmel hochgekrempelt😉
+10
sierkb29.09.20 08:38
c|net News, 27.09.2020
[…]

"There's good arguments on both sides," said David Olson, a professor at Boston College Law School who closely tracks antitrust, intellectual property and patent law. What makes this case in particular stand out, he said, is it raises thorny questions around how much Apple is allowed to control its platform, an issue that's been debated online for years but not so much in the courts. "This could be huge."

[…]
Q:
-7
aMacUser
aMacUser29.09.20 08:41
Niederbayern
ich würde sagen, Epic sollte sich eine andere Anwaltskanzlei suchen wenn denen jetzt schon die Argumentation ausgeht und man nach fadenscheinigen Argumenten sucht. Da wird noch viel mehr auf die einprasseln und Apple hat noch nicht mal die Ärmel hochgekrempelt😉
Wie soll man auch für eine konstruierte Geschichte Argumente finden? Ich begrüße dieses erste Urteil. Nicht, weil ich ein Apple Fanboy wäre, sondern weil Epic hier mal lernt, dass sie eben nicht König des Sandkastens sind (was Apple natürlich genauso wenig ist).
+10
sierkb29.09.20 08:48
aMacUser:

Und wenn das aber die einzige Möglichkeit war, Apple vor Gericht zu bekommen und es dort auszufechten – vor einer Jury? Es nämlich bewusst und absichtsvoll auf exakt diese Weise zu machen und eskalieren zu lassen und dem Gericht und aller Welt vor Augen zu führen, von dem sogar Richterin Rogers Epic zugesteht "this was 'good evidence'"? Bei so einem starken Gegner?
ars technica
[…]
Epic's strongest response to this was that its Direct Payments hotfix was needed as a "proof of concept" to show that there was, indeed, demand for a separate in-app purchase option in Fortnite. "We had it for six hours, but they were an important six hours," Epic lawyer Katherine Forrest said. "It showed consumers want the choice, want lower prices. We did the hotfix because we had to."
[…]
Q:

Epic hat Apple genau da, wo sie sie haben wollten: vor Gericht. Und vor einer Jury. Das war der Plan. Bisher geht er voll auf.
-16
TerenceHill
TerenceHill29.09.20 08:51
aMacUser
Niederbayern
ich würde sagen, Epic sollte sich eine andere Anwaltskanzlei suchen wenn denen jetzt schon die Argumentation ausgeht und man nach fadenscheinigen Argumenten sucht. Da wird noch viel mehr auf die einprasseln und Apple hat noch nicht mal die Ärmel hochgekrempelt😉
Wie soll man auch für eine konstruierte Geschichte Argumente finden? Ich begrüße dieses erste Urteil. Nicht, weil ich ein Apple Fanboy wäre, sondern weil Epic hier mal lernt, dass sie eben nicht König des Sandkastens sind (was Apple natürlich genauso wenig ist).

Sehe ich auch so. Wenn man recherchiert, dann erkennt man schnell Epic‘s aggressive Geschäftspraktiken. Mich hat das schon genervt als Epic das Ähnliche mit Steam durchziehen wollte. Aber Epic wird hier als Held gefeiert.
+5
sierkb29.09.20 08:59
Da steht ein Multi-Milliarden-Unternehmen auf gegen ein Unternehmen mit noch mehr Multi-Milliarden.
Da geht ein aggressives Unternehmen plakativ und unkonventionell vor gegen ein mindestens genauso aggressives, wenn nicht sogar noch aggressiveres Unternehmen.

Dabei haben sich diese beiden Unternehmen vor 10 Jahren mal so sehr liebgehabt und sich gegenseitig geholfen:

The Verge (01.09.2020): Ten years ago, Epic helped to legitimize iOS as a gaming platform with a small demo
Now, Epic and Apple’s relationship is very different
-5
TerenceHill
TerenceHill29.09.20 09:05
sierkb
Epic hat Apple genau da, wo sie sie haben wollten: vor Gericht. Und vor einer Jury. Das war der Plan. Bisher geht er voll auf.

Das ist deiner Meinung nach beispielhaft? Um jeden Preis mit allen Mitteln? Dir geht es doch immer um Recht und Ordnung. Aber im Fall Epic ist dir jedes Mittel recht, Hauptsache Apple bekommt seinen Einlauf. Obsession!

Die Fassade des Epic Helden hat jetzt Risse. Und jetzt wird langsam deutlich wie diese Firma generell vorgeht. Die Richterin hat deswegen den Nagel auf den Kopf getroffen.

Epic hätte eine medienwirksame Klage auch ohne hinterlistigen Methoden einreichen können. Das würde eher dem Erscheinungsbild eines Helden gerecht werden. Aber dazu war Epic noch nie in der Lage. Epic ist die Riesenheuschrecke der geplagten Spiele-Industrie. Recherchier und poste das mal.
+22
sierkb29.09.20 09:09
TerenceHill:

Es geht nicht um meine Meinung. Es geht darum, was ist. Und was vorher war. Und ob sich bisher irgend jemand zuvor getraut hat, egal, ob groß oder klein, an diesem Zustand was zu ändern und daran zu rühren und es auf eine Kraftprobe drauf ankommen zu lassen und bereit zu sein, dafür etwas bzw. soviel in die Waagschale zu werfen, es auch nur zu versuchen, so einen Kampf zu führen, ihn auszufechten. Wer hatte sich bisher getraut, dieses heiße Eisen anzupacken – zumal bei so einem starken Gegner – und es auch nur zu versuchen? Keiner. Und offenbar muss man da die harten Bandagen auspacken und plakativ machen, um überhaupt was in die Gänge zu bekommen und zu bewirken geschweigedenn so einen Kampf durchzustehen, es ist offenbar und leider die einzige Sprache, die vom starken und ohne Zweifel übermächtigen Gegner (die Antitrust-Verfahren weltweit gegen Apple sind nicht ohne Grund) verstanden wird und die Wirkung nach sich zieht.
-15
deus-ex29.09.20 09:35
sierkb
TerenceHill:

Es geht nicht um meine Meinung. Es geht darum, was ist. Und was vorher war. Und ob sich bisher irgend jemand zuvor getraut hat, egal, ob groß oder klein, an diesem Zustand was zu ändern und daran zu rühren und es auf eine Kraftprobe drauf ankommen zu lassen und bereit zu sein, dafür etwas bzw. soviel in die Waagschale zu werfen, es auch nur zu versuchen, so einen Kampf zu führen, ihn auszufechten. Wer hatte sich bisher getraut, dieses heiße Eisen anzupacken – zumal bei so einem starken Gegner – und es auch nur zu versuchen? Keiner. Und offenbar muss man da die harten Bandagen auspacken und plakativ machen, um überhaupt was in die Gänge zu bekommen und zu bewirken geschweigedenn so einen Kampf durchzustehen, es ist offenbar und leider die einzige Sprache, die vom starken und ohne Zweifel übermächtigen Gegner (die Antitrust-Verfahren weltweit gegen Apple sind nicht ohne Grund) verstanden wird und die Wirkung nach sich zieht.

Mich beschleicht das Gefühlt, das sollte Apple dieses Rechtsstreit gewinnen, du weiterhin felsenfest davon überzeugt bist das Apple hier im Unrecht ist, auch wenn es juristisch anders belegt ist. Das nennt sich dann MEINUNG. Mir scheint es dass du juristische Entscheidungen nur akzeptierst wenn sie deiner MEINUNG entsprechen.
+9
sierkb29.09.20 09:41
deus-ex:

Mir scheint es eher umgekehrt der Fall zu sein: Du kannst offenbar nicht damit umgehen und es nicht oder nur schwer ertragen, wenn Dir jemand widerspricht und nicht Deiner Meinung, nicht Deiner Sichtweise ist und dem widersprechende und Dir nicht passende Dinge/Argumente auf den Tisch des Hauses legt.

Und juristisch ist hier bisher nichts belegt und das Rennen noch völlig offen. Wohl aber steht Apple nicht nur in diesem Verfahren unter Beschuss, sondern hat gleichzeitig und völlig losgelöst von diesem Verfahren hier auch mehrere Antitrust-Verfahren am Hals (Epic im Gegensatz zu Apple bisher nicht), was auch zu denken geben sollte, warum das wohl so ist, wo es u.a. um genau das geht, worum es auch in diesem Verfahren hier geht – unter anderem mit Hinweis auf eben diese laufenden Antitrust-Verfahren ist das Hauptverfahren in dieser Sache hier auf später vertagt.
-13
deus-ex29.09.20 10:16
sierkb
deus-ex:

Mir scheint es eher umgekehrt der Fall zu sein: Du kannst offenbar nicht damit umgehen und es nicht oder nur schwer ertragen, wenn Dir jemand widerspricht und nicht Deiner Meinung, nicht Deiner Sichtweise ist und dem widersprechende und Dir nicht passende Dinge/Argumente auf den Tisch des Hauses legt.

Und juristisch ist hier bisher nichts belegt und das Rennen noch völlig offen. Wohl aber steht Apple nicht nur in diesem Verfahren unter Beschuss, sondern hat gleichzeitig und völlig losgelöst von diesem Verfahren hier auch mehrere Antitrust-Verfahren am Hals (Epic im Gegensatz zu Apple bisher nicht), was auch zu denken geben sollte, warum das wohl so ist, wo es u.a. um genau das geht, worum es auch in diesem Verfahren hier geht – unter anderem mit Hinweis auf eben diese laufenden Antitrust-Verfahren ist das Hauptverfahren in dieser Sache hier auf später vertagt.

Ich bin Realist. Ich würde mich freuen wenn es offizielle alternative App Vertriebswege für iOS geben würde. Keiner wäre gezwungen dass zu verwenden, würde aber in Einzelfällen helfen Apps auf iOS zu bringen die Apple "nicht mag".
ABER. Ich bin mit zu 99,9% sicher dass was Apple macht NICHT ILLEGAL ist. Und das ist das entscheidende. Deswegen sehe ich für Epic keine Erfolgschancen.
+4
sierkb29.09.20 10:29
deus-ex
Ich bin Realist.

Dann argumentiere bitte auch so. Und nicht wie ein verblenderter Fanatiker, der in den persönlichen Angriff übergeht, wenn ihm die Sachargumente ausgehen.
Ich würde mich freuen wenn es offizielle alternative App Vertriebswege für iOS geben würde. Keiner wäre gezwungen dass zu verwenden, würde aber in Einzelfällen helfen Apps auf iOS zu bringen die Apple "nicht mag".

Dann argumentiere bitte auch so. U.a. um genau das geht's sowohl in diesem Verfahren als auch in den Antitrust-Verfahren, denen sich Apple grad' ausgesetzt sieht.

ABER. Ich bin mit zu 99,9% sicher dass was Apple macht NICHT ILLEGAL ist.

Genau das klären grad' die Gerichte bzw. die Antitrust-Verfahren. Bisher, nach allem, was man bisher vor allem aus der Antitrust-Ecke seitens der damit Befassten an Äußerungen hört, sieht es eben nicht danach aus, als könne Apple (andere auch, aber Apple besonders, weil sie keinerlei Alternativen zulassen bisher) das so weiterbetreiben wie bisher bzw. als könne sowas grundsätzlich weiter so betrieben werden.
Und das ist das entscheidende.

Wie Du das siehst, ist nicht das Entscheidende. Sondern wie Gerichte und Wettbewerbsbehörden weltweit bzw. das US-Justizministerium als führende Institution des laufenden US-Antitrust-Verfahrens gegen Apple das sehen, das ist das Entscheidende.
deus-ex
Deswegen sehe ich für Epic keine Erfolgschancen.

Du.
Und wenn Du Dich irren solltest?
-7
deus-ex29.09.20 10:40
sierkb
Dann argumentiere bitte auch so. Und nicht wie ein verblenderter Fanatiker, der in den persönlichen Angriff übergeht, wenn ihm die Sachargumente ausgehen.
Bitte sachlich bleiben und mich nicht als Fanatiker bezeichnen. Würde ich aber freuen wenn du mir zeigst wo ich mich als Fanatiker geoutet haben sollte.
Ich würde mich freuen wenn es offizielle alternative App Vertriebswege für iOS geben würde. Keiner wäre gezwungen dass zu verwenden, würde aber in Einzelfällen helfen Apps auf iOS zu bringen die Apple "nicht mag".
sierkb
Dann argumentiere bitte auch so. U.a. um genau das geht's sowohl in diesem Verfahren als auch in den Antitrust-Verfahren, denen sich Apple grad' ausgesetzt sieht.
Mach ich doch. Ich sage, es würde Apps ohne Apple Gnaden ermöglichen. Das ist mein Argument Pro Epic.


sierkb
Wie Du das siehst, ist nicht das Entscheidende. Sondern wie Gerichte und Wettbewerbsbehörden weltweit bzw. das US-Justizministerium als führende Institution des laufenden US-Antitrust-Verfahrens gegen Apple das sehen, das ist das Entscheidende.
Mein ich doch mit "das ist das Entscheidende"
sierkb
Und wenn Du Dich irren solltest?
Dann ist das eben so. Kann ich mit leben. Und du?
+5
sierkb29.09.20 10:44
deus-ex
Bitte sachlich bleiben und mich nicht als Fanatiker bezeichnen.

Habe ich nicht. Ich habe es anders formuliert – ganz bewusst. Danke, dass Du das verstanden hast und mir nicht das Wort im Mund rumdrehst und nicht was Anderes aus meiner Aussage machst.
deus-ex
Ich würde mich freuen wenn es offizielle alternative App Vertriebswege für iOS geben würde. Keiner wäre gezwungen dass zu verwenden, würde aber in Einzelfällen helfen Apps auf iOS zu bringen die Apple "nicht mag".
deus-ex
Dann argumentiere bitte auch so. U.a. um genau das geht's sowohl in diesem Verfahren als auch in den Antitrust-Verfahren, denen sich Apple grad' ausgesetzt sieht.
Hab ich doch. Es würde App ermöglichen ohne Apples Gnaden. Das ist mein Argument Pro Epic.

Dann verstehe ich nicht, wo zwischen Dir und mir Dissens ist bzw. was Dir missfällt und was Du dagegen hast, dass genau das alles mit diesem Verfahren und mit den laufenden Antitrust-Verfahren grad' auf dem Prüfstein steht und u.a. genau das Fehlen eben dieser Wahlfreiheit auf jeweils unterschiedliche Weise für Entwickler/Anbieter wie für den Konsumenten Gegenstand des Verfahrens, Gegenstand der Klagen ist bzw. Gegenstand der Antitrust-Verfahren.
-8
deus-ex29.09.20 10:58
sierkb
Dann verstehe ich nicht, wo zwischen Dir und mir Dissens ist

Ich wiederhole mich ja ungern, aber dir tue ich den Gefallen.

Weil ich im Gegensatz zu dir eben nicht glaube dass das Gericht Apple verurteilt weil es etwas Illegales tut. Ich sehe eben keine Illegalen Praktiken Apple.

Vielleicht moralisch verwerflich. Oder eine "Arschloch"-Verhalten.
Aber das sind eben keine Illegalen Sachen.
+8
sierkb29.09.20 11:19
deus-ex
Weil ich im Gegensatz zu dir eben nicht glaube dass das Gericht Apple verurteilt

Was Du und ich glauben und meinen, ist unerheblich.
Es kommt vor eine Jury. Die urteilt. Und parallel laufen Wettbewerbs-Verfahren gegen Apple. Unter Anderem haben sie genau diese Praxis bzgl. der AppStores, Apples AppStore, zum Gegenstand in puncto Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung. Besonders in dem zweiten Punkt sieht es bisher nicht danach aus, als wäre man da groß auf Apples Seite – eher ganz im Gegenteil.
deus-ex
weil es etwas Illegales tut. Ich sehe eben keine Illegalen Praktiken Apple.

Du. Wettbewerbsbehörden sehen das möglicherweise anders, es gibt deshalb diesbzgl. mehrere Verfahren gegen Apple, wo genau das Gegenstand ist und fraglich ist.
deus-ex
Vielleicht moralisch verwerflich. Oder eine "Arschloch"-Verhalten.
Aber das sind eben keine Illegalen Sachen.

Wettbewerbs- und Justizbehörden wie Legislativen weltweit – und besonders die im Mutterland von Apple, den USA – sehen das möglicherweise anders und weniger locker und entlastend an als Du, es gibt deshalb diesbzgl. mehrere Verfahren gegen Apple, wo genau das Gegenstand ist, Thema ist, auf dem Prüfstein steht. Bitte nimm das mal zur Kenntnis und nimm das in Deine Argumentation auf und tue nicht so, als wäre das alles nicht und als würde diese Auseinandersetzung mit Epic im lufteeren Raum stattfinden.
-8
deus-ex29.09.20 11:59
sierkb
Kannst gerne weiter Missionarisch versuchen hier Stimmung zu machen. Ist mir persönlich vollkommen egal. Gibt wichtigeres im Leben. Was schön wäre das du in Zukunft vielleicht weniger die Kommentare flutest mit immer den gleichen Links, Argumenten und Meinungen.

Mit dem Themar beschäftigen sich nun Gerichte. Darüber jetzt weiter zu diskutieren ist total sinnlos. Entscheidend ist was die Gerichte beschließen. Dann kann man über das Urteil reden. Alles andere ist vergebene Lebensmühe.

Mag sein dass du nichts besseres zu tun hast. Bitte sehr. Vergeude deine Lebenszeit damit. Ich hab meine Sicht der Dinge dargestellt und warte auf eine endgültiges Urteil.
+4
holk10029.09.20 13:40
Im Allgemeinen lese ich die Kommentare mit großem Interesse und freue mich über den fast immer sachlichen Austausch. Wenn der Kommentator sierk sich äussert, wird es leider fast immer in kurzer Zeit persönlich. Wer ihm widerspricht wird sofort solange angegriffen, bis er das Letzte Wort behält. Das ist mein Eindruck und meine Meinung. Hinweis: Weitere Kommentare gebe ich nicht ab, auch wenn ich jetzt von sierk „angegriffen“ werden sollte. Soll sich jeder seine eigene Meinung bilden.

Sorry sierk, bist persönlich sicher ganz nett, aber Deine Art der Auseinandersetzung hier führt fast immer zu beiderseitigen persönlichen Angriffen.
+8
sierkb29.09.20 13:51
holk100:

Ursache und Wirkung bitte nicht vertauschen. Ich entgegne persönlichen Angriffen etwas (ist das erlaubt oder das auch nicht?), ich versuche, sachlich zu bleiben und an der Sache orientiert zu argumentieren. Was ich von bestimmten Leuten hier leider nicht sagen kann, die nehmen alles und jeden, der und das nicht ihrer Sicht der Dinge ist, persönlich, zielen auf die Person ab, die etwas auf den Tisch legt, was ihrer Sichtweise nicht genehm ist, was eben unbequem zu schlucken ist.

Epic hat einen Punkt, hat Apple an einem sehr wunden Punkt getroffen, der nicht nur von Epic bemängelt wird. Jeder weiß das hier. Und jeder hier weiß oder ahnt zumindest, dass Apple es so nicht lassen kann, wie es ist – wenn sie nicht freiwillig Zugeständnisse machen werden, wird es ihnen evtl. aufgezwungen werden, welche zu machen. Nur mag's hier kaum einer zugeben und es offen eingestehen.
-3
ilig
ilig29.09.20 13:53
sierkb
MTN
Bezüglich des Antrags auf einstweilige Verfügung folgte die Richterin augenscheinlich Apples Argumentation, dass Epic sofort wieder in den App Store aufgenommen werde, wenn die alternative Bezahlmethode entfernt wird. Epic habe sich über fast zehn Jahre an das Regelwerk des App Stores gehalten – und könne urplötzlich nicht mehr für die Dauer des Verfahrens die Regeln einhalten, so Apple. Die Richterin sah den Sachverhalt ähnlich und ist geneigt, dem Antrag nicht stattzugeben.

Apple nannte Microsoft, Sony, Nintendo, Amazon, Walmart, Best Buy, Google und viele andere als Beispiel für eine 30-prozentige Umsatzbeteiligung – und laut der Richterin konnte Epic nicht schlüssig darlegen, warum die Beispiele nicht zu Apple passen.

Die Richterin sagte, dass einige Personen Epic als Held im Kampf gegen Apple ansehen – doch habe Epic durch einen kalkulierten Rechtsbruch den aktuellen Zustand willentlich herbeigeführt. Dies seien keine ehrlichen Geschäftspraktiken, so Rogers.
Du scheinst nicht in der Lage zu sein, das was die Richterin beurteilt – und nicht geurteilt hat, so zu nehmen, wie sie es beurteilt hat. Nicht mehr und nicht weniger. Du kannst natürlich gerne bei Deiner Missionarsstellung bleiben.
…sachlich zu bleiben und an der Sache orientiert zu argumentieren. Was ich von bestimmten Leuten hier leider nicht sagen kann, die nehmen alles und jeden, der und das nicht ihrer Sicht der Dinge ist, persönlich, zielen auf die Person ab, die etwas auf den Tisch legt, was ihrer Sichtweise nicht genehm ist, was eben unbequem zu schlucken ist.
Das ist Deine Sachlichkeit?
Epic hat einen Punkt, hat Apple an einem sehr wunden Punkt getroffen, der nicht nur von Epic bemängelt wird. Jeder weiß das hier. Nur mag's hier kaum einer zugeben.
Die Richterin beurteilt das genau entgegengesetzt (s.o. blau).
+3
sierkb29.09.20 13:55
ilig:

Bitte halte Dich selbst an Deine eigenen Worte und miss bitte nicht mit unterschiedlichem Maß. Es geht nicht darum, was Du oder ich oder irgendjemand Anderes hier meint oder glaubt.
-5
sierkb29.09.20 13:58
Golem (29.09.2020): Fortnite: Gericht schlägt Epic Games und Apple ein Treuhandkonto vor
Nach der jüngsten Gerichtsverhandlung könnten die mit Fortnite erzielten Einnahmen auf einem Treuhandkonto landen - statt bei Apple.
Golem, 29.09.2020
Im Rechtsstreit zwischen Apple und Epic Games rund um Provisionen und das Bezahlsystem von Fortnite im App Store wird zumindest eines immer klarer: bis zu einem endgültigen Ergebnis wird noch viel Zeit vergehen. Richterin Yvonne Gonzalez Rogers hat in einer Online-Anhörung am 28. September 2020 angedeutet, dass ein Urteil möglicherweise erst in einem Geschworenenverfahren ab Juli 2021 fällt.

Bis dahin könnten alle umstrittenen Einnahmen auf einem Treuhandkonto bis zur finalen Entscheidung zwischengeparkt werden - derzeit landet das Geld bei Apple. Die Unternehmen müssten diesem Vorschlag zustimmen, was bislang nicht geschehen ist.

Zuvor hatte die Richterin Rogers die Anwälte von Epic Games und Apple befragt. Von Apple wollte sie etwa wissen, ob es einen konkreten Grund für die Höhe der Provision im App Store gebe.

Epic Games wiederum sollte erklären, warum die 30 Prozent unverhältnismäßig seien. Apple wies darauf hin, dass 30 Prozent auch in Downloadshops von Microsoft, Sony, Amazon, Nintendo und anderen üblich seien.

[…]

Es könnte sein, dass die laufenden Wettbewerbs-Verfahren Apple bereits vorher zum Einlenken bewegen. Facebook gegenüber machen sie ja bereits erste zaghafte Zugeständnisse. Warum wohl?
Auch Google bewegt sich grad und verschafft sich Luft (obwohl sie bereits Alternativen zulassen): . Warum wohl?

Wenn Google diesbzgl. regulatorisch unter Handlungsdruck ist und sich bewegen sollte/muss, ist es Apple, wo bisher keine Alternativen, keine Ausweichmöglichkeiten bestehen, umso mehr. Die Auseinandersetzung mit Epic (Epic steht ja inzwischen nicht mehr alleine da) macht es noch deutlicher. Apple täte gut daran, um ihrer selbst willen, sich zu bewegen, Zugeständnisse zu machen. Bevor sie von höherer Warte aus dazu gezwungen werden.
-5
ilig
ilig29.09.20 14:08
sierkb
Es geht nicht darum, was Du oder ich oder irgendjemand Anderes hier meint oder glaubt.
Genau. Deshalb habe ich ich ja die Richterin zitiert und darauf hingewiesen, dass die Richterin da die Anhörung beurteilt – und nicht darüber geurteilt hat.
Es könnte sein, dass die laufenden Wettbewerbs-Verfahren Apple bereits vorher zum Einlenken bewegen.
Es geht nicht darum, was sein könnte oder nicht sein könnte.
+3
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