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Apple Music führt Kennzeichnungen für KI-generierte Musik ein

Künstliche Intelligenz hat in vielen Bereichen der Kulturindustrie Einzug gehalten. Streamingplattformen wie Deezer reagieren bereits auf diesen Trend und entwickeln Tools, um KI-generierte Musik aufzuspüren. Laut Music Business Worldwide identifizierte Deezer allein im Januar dieses Jahres 60.000 Titel, welche auf eine KI zurückzuführen sind. Der Großteil dieser Musik sei mit betrügerischer Absicht erstellt worden. Apple sieht wohl ebenfalls Handlungsbedarf, wie ein Newsletter des Unternehmens verrät, der an Branchenvertreter ergangen ist.


KI-Tags für vier Kategorien
Plattenfirmen sind ab sofort dazu angehalten, Inhalte auf Apple Music mit sogenannten „Transparenz-Tags“ zu versehen. Diese markieren vier kreative Elemente von Musik mit einem Hinweis in den Metadaten, sobald KI den künstlerischen Gestaltungsprozess maßgeblich bestimmt:

  • Artwork: Kommt KI für einen „wesentlichen Teil“ des Cover-Artworks eines Albums zum Einsatz, ist diese Kennzeichnung gefragt.
  • Track: Dieser Tag kommt zur Anwendung, wenn KI bei der eigentlichen Audioaufnahme eine wichtige Rolle spielt.
  • Komposition: Wenn Teile der Komposition, etwa die Songtexte oder Melodie, vor allem per KI generiert wurden, ist dieses Label anzuwenden.
  • Musikvideo: Zeichnet KI für wesentliche Teile der visuellen Elemente verantwortlich, so gilt es, dies entsprechend zu kennzeichnen.

Apple delegiert die Verantwortung an Plattenfirmen
Apple stellt zudem klar, dass mehrere Tags für denselben Inhalt Anwendung finden können. Der Konzern sieht sich selbst übrigens nicht in der Verantwortung: Ähnlich wie bei der Festlegung der Genres, den Credits und anderen Metadaten sind die Anbieter der Inhalte in der Pflicht, KI-generierte Inhalte entsprechend auszuweisen, so der Newsletter. Labels und Vertriebsfirmen müssen eine „aktive Rolle übernehmen“. Für Apple stellen die neuen Vorschriften einen ersten konkreten Schritt zur Transparenz dar, welche die Branche benötige. Es gehe darum, Richtlinien zu etablieren, die „für alle Beteiligten funktionieren“.

Kommentare

Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex05.03.26 13:44
Wenn Spotify das macht, ist plötzlich die Hälfte aller empfohlenen Musik gekennzeichnet
+6
AppleUser197405.03.26 13:44
Fehlt nur noch der "KI Musik oder mit KI Unterstützung erstellte Musik ausblenden" Button.
+6
Tomboman05.03.26 13:51
Also Musik mit KI macht ja absolut Sinn. Aber Artwork? Das ist mir überhaupt nicht begreiflich, wieso der ganze Track dann gekennzeichnet wird (auch wenn es jetzt noch nicht so ist mit freiwillig, aber das ändert sich bestimmt noch)
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desko7505.03.26 14:14
Tomboman
Also Musik mit KI macht ja absolut Sinn. Aber Artwork? Das ist mir überhaupt nicht begreiflich, wieso der ganze Track dann gekennzeichnet wird (auch wenn es jetzt noch nicht so ist mit freiwillig, aber das ändert sich bestimmt noch)
Das Artwork ein etwaiges Musikvideo und die Musik selbst bilden für mich eine Einheit.
Von daher ist es nur konsequent, dass auch visuals mit bedacht werden.
+1
Mr.Bue
Mr.Bue05.03.26 14:23
Gammarus_Pulex
Wenn Spotify das macht, ist plötzlich die Hälfte aller empfohlenen Musik gekennzeichnet

Werden sie nicht...genau aus diesem Grund!
0
Tech Berater05.03.26 14:25
Tomboman
Also Musik mit KI macht ja absolut Sinn. Aber Artwork? Das ist mir überhaupt nicht begreiflich, wieso der ganze Track dann gekennzeichnet wird (auch wenn es jetzt noch nicht so ist mit freiwillig, aber das ändert sich bestimmt noch)

Da auch die Arbeits-/Lebensgrundlage von Grafikern durch KI zerstört wird, macht das schon Sinn. Zumindest für die Grafiker und Menschen, die sich noch für ein Album Cover interessieren.
+2
Peanuts
Peanuts05.03.26 14:32
Guter erster Schritt von Apple.
AppleUser1974
Fehlt nur noch der "KI Musik oder mit KI Unterstützung erstellte Musik ausblenden" Button.
Das wird hoffentlich auch kommen.
+3
lenn1
lenn105.03.26 14:35
Gammarus_Pulex
Wenn Spotify das macht, ist plötzlich die Hälfte aller empfohlenen Musik gekennzeichnet

Deutlich mehr als die Hälfte, die aber nur 0,5% der Hörer oder so hören hab ich letztens irgendwo gehört.


Spotify löscht diese aber auch massiv. 75 mio Tracks wurden gelöscht
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MacSquint
MacSquint05.03.26 14:49
Wenn das auf Freiwilligkeit basiert, wird es nicht funktionieren.
Es braucht schon eine zwingende Kennzeichnungspflicht.
Zudem bin ich für ein Verbot der Vergütung von KI Musik.
Das wäre der einzig richtige Schritt.
Ansonsten wird eh alles zugemüllt mit diesem KI Zeug.
Und erzählt mir wieder nix von Demokratisierung oder sonst so einen Quatsch.
Bei Musik sollten sich Menschen mit all ihren Fähigkeiten oder eben auch Unfähigkeiten, die durchaus auch schon großartige Stücke hervorgebracht hat, ausdrücken und nicht ein Derivat basierend auf Millionen analysierter Musiktitel generiert durch einen Textprompt genauso behandelt werden wie „echte“ Musik.
Dabei spielt es jetzt auch erst mal keine Rolle, dass die populäre Musik der letzten 10 Jahre in vielen Teilen auch schon mehr oder weniger Müll bzw. industrieller Mist ohne echte Persönlichkeit gewesen ist. Dazwischen gab es aber auch noch einiges an großartiger oder zumindest „echter“ Musik, die es im Überfluß der KI Soße immer schwerer haben wird.
Man bedenke, schon 40% aller täglich hochgeladenen Titel sollen schon mit KI generiert sein.
Das können wir nicht wollen, jedenfalls nicht wenn einem Musik als Kulturgut etwas wert ist…
+3
MacBerf05.03.26 14:52
…Yes, MacSquint !!
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cj_apple
cj_apple05.03.26 15:02
Auf freiwilliger Basis funktioniert es so gut wie in den sozialen Medien.
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Tommy1980
Tommy198005.03.26 15:11
Sie sollten KI-Musik gar nicht erst reinlassen und clean bleiben.
+1

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